Ein tolles Experiment, das Potenzial für mehr bietet
Pagans - Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte GötterDem Autor James Alistair Henry ist mit "Pagans. Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter" ein richtig gutes Buch vor außergewöhnlicher Kulisse gelungen.
Die Idee eines modernen Großbritannien - allerdings ...
Dem Autor James Alistair Henry ist mit "Pagans. Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter" ein richtig gutes Buch vor außergewöhnlicher Kulisse gelungen.
Die Idee eines modernen Großbritannien - allerdings ohne industrielle Revolution - vor dem Hintergrund einer völlig veränderten Welt- und Gesellschaftsordnung ist fantastisch.
Wenn man in der Lage - und nicht zuletzt Willens - ist, sich in diese Welt, die so völlig anders daher kommt als das moderne Großbritannien wie es insbesondere durch die Weltstadt London verkörpert wird, einzulesen und einzufühlen, dann hat der Leser richtig viel Spaß.
Die beiden Haupt-Protagonisten Aedith, ihres Zeichens angelsächsischer Kriminalhauptmann (im Großbritannien dieses Buches gibt es keine weibliche Formulierung für diesen Beruf) und Drustan, keltischer Kriminal-Inspektor, kommen trotz der unterschiedlichen Stammeszugehörigkeiten sehr gut miteinander aus und finden schon bald Gefallen an der Zusammenarbeit im Fall eines ermordeten keltischen Diplomaten, der bei dem anstehenden (Ver-)Einigungsgipfel eine wichtige Rolle einnehmen sollte. Steht der Mord in Zusammenhang mit der politischen Brisanz der Zeit? Oder geht es um etwas völlig anderes?
"Pagans" vereint mehrere Genre in einem sehr guten Buch und ist deshalb für viele Leser absolut empfehlenswert. Wer sich erstmal in die veränderte Gesellschaftsordnung eingelesen hat und sich dort gut zurechtfindet, der hat sehr viel Spaß beim Lesen. Das Buch ist kein Pageturner, aber die gute, abwechslungsreiche Story bietet viel Potenzial für eine Fortsetzung.