Profilbild von raschke64

raschke64

Lesejury Star
offline

raschke64 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit raschke64 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2024

Der Fluch des Sündenbuchs

Der Fluch des Sündenbuchs
0

… ist der 2. Teil um die Geschichte von Jana und Conrad. Leider kenne ich das Vorgängerbuch nicht, so sind mir einige Einzelheiten nicht geläufig. Aber dies tut dem Verständnis der Geschichte keinen großen ...

… ist der 2. Teil um die Geschichte von Jana und Conrad. Leider kenne ich das Vorgängerbuch nicht, so sind mir einige Einzelheiten nicht geläufig. Aber dies tut dem Verständnis der Geschichte keinen großen Abbruch. Jana und Conrad sind mit der Schatzkarte auf der Suche nach El Dorado unterwegs in die „Neue Welt“. Kurz vor dem Ziel wird ihr Schiff von Piraten überfallen und Jana entführt. Auch Conrad muss einige Abenteuer überstehen. Nahezu zeitgleich macht sich in England ein Mann – Richard – mit seinem Diener Tom auf dem Weg mit der nicht sehr genauen Kopie der Schatzkarte. Zufällig treffen sie auf Jana und setzen ihre Suche gemeinsam fort, während Conrad gemeinsam mit dem ehemaligen Sklaven Assante erst mal mitten im Urwald landet.
Normalerweise bin ich kein Freund solcher Geschichten, doch das Buch ist aufgebaut wie eine ganz klassische Abenteuergeschichte und noch dazu wirklich gut geschrieben. Die Figuren sind nachvollziehbar und keine „Überhelden“. Auch die für ihre Zeit doch sehr untypische Jana wird nicht übertrieben dargestellt, sondern man kann ihre Schwierigkeiten verstehen. Die Natur und die Kultur der „Neuen Welt“ dieser Zeit, die Ungerechtigkeiten, aber auch die Hilfe der Nonnen und Mönche wird gut beschrieben. Die Möglichkeiten und der Glauben, der den Menschen damals zur Verfügung stand, sind realistisch erklärt. Insgesamt hat mich das Buch mehr als positiv überrascht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2024

Ins Gras gebissen

Ins Gras gebissen (Ein Pippa-Bolle-Krimi 4)
0

Pippa Bolle wird als Gesellschafterin für eine fast 100-jährige Dame in der Altmark engagiert. Sie stellt sich diese als kleine zarte Person vor, die viel Hilfe braucht und ein bisschen Unterhaltung. Doch ...

Pippa Bolle wird als Gesellschafterin für eine fast 100-jährige Dame in der Altmark engagiert. Sie stellt sich diese als kleine zarte Person vor, die viel Hilfe braucht und ein bisschen Unterhaltung. Doch die Dame entpuppt sich als sehr resolute Chefin einer Gartenzwergfabrik und gleichzeitig als „Königin“ über ihr Dorf. Denn sie ist so ziemlich die einzige Arbeitgeberin dort und hat damit alle Menschen mehr oder weniger in der Hand. Und dann wird wieder ein Toter gefunden und Pippa ist mitten drin in den Ermittlungen…
Ich kenne die Vorgängerbücher leider nicht und dadurch entgeht mir zumindest am Anfang die eine oder andere Pointe. Aber zum Verständnis des Buches tut das keinen Abbruch. Insgesamt ist das Buch sehr witzig angelegt. Nur der Grund der Morde ist ein sehr ernster und dieser Teil ist wie ein kleiner Bruch im Buch, denn am Ende geht es wieder sehr witzig zu. Die Figuren sind gut charakterisiert und trotz des Witzes nicht überzogen. Es macht Spaß, das Buch zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2024

Alle Wege führen nach Morden

Alle Wege führen nach Morden
0

Trixi arbeitet in einem Verlag für Reiseführer und soll 4 x nach Norderney fahren, um eine neue Reiseführeridee umzusetzen. Sie wird in einem Familien-, Kur-, und Nobelhotel und am Ende auf einem Campingplatz ...

Trixi arbeitet in einem Verlag für Reiseführer und soll 4 x nach Norderney fahren, um eine neue Reiseführeridee umzusetzen. Sie wird in einem Familien-, Kur-, und Nobelhotel und am Ende auf einem Campingplatz untergebracht. Buchstäblich beim ersten Aussteigen auf der Insel fällt ihr eine Leiche auf die Füße.
Wer jetzt einen Kriminalroman – wie der Untertitel des Buches lautet – erwartet, wird schwer enttäuscht. Ziemlich am Anfang die Leiche und dann lange gar nichts. Statt dessen wird ausführlich die Arbeit – oder besser Nichtarbeit, denn von Arbeit hält Trixi nicht viel – beschrieben. Dies allerdings sehr witzig und mit guten Ideen und Blick auf das Inselleben. Erst ganz am Ende gibt es ein paar mehr Leichen und eine schnelle Aufklärung. Die auf der Coverrückseite versprochene Spannung findet nicht statt. Witzig ist es allerdings, aber dann hätte man das Buch anders verkaufen müssen. Für diese – für mich – Mogelpackung gibt es nur 3 P.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2024

Mit Tante Otti auf der Insel

Mit Tante Otti auf der Insel
0

Jule hat ihr Studium abgebrochen und arbeitet vorübergehend in einem Drogeriemarkt. Aber der Chef nutzt sie mehr als aus – Doppelschichten, kaum Freizeit, schlechte Bezahlung. Als eine alte Dame Sonnencreme ...

Jule hat ihr Studium abgebrochen und arbeitet vorübergehend in einem Drogeriemarkt. Aber der Chef nutzt sie mehr als aus – Doppelschichten, kaum Freizeit, schlechte Bezahlung. Als eine alte Dame Sonnencreme umtauschen will, kommen sie ins Gespräch. Die alte Dame – wird später Tante Otti – wollte mit einer Freundin nach Gran Canaria, doch nach einem schweren Streit will diese nicht mehr mitfahren. So bietet Otti Jule an, dass sie die Urlaubsbegleitung wird, und regelt das auch schnell mit dem Chef. Doch Jules Freude über den Urlaub wird bald getrübt, denn die beiden haben völlig falsche Vorstellungen von ihrem Urlaub und auch voneinander. Und so gibt es bald Probleme…
Wie man dem Buchcover entnehmen kann, ist es ein eher leichtes Buch. Und das stimmt so auch. Es ist leicht zu lesen, die Figuren sind teilweise doch etwas überzeichnet, die Dialoge manchmal recht witzig. Dabei geht es um ein gar nicht so leichtes Thema – Umgang zwischen den Generationen, Achtung vor dem Alter, aber auch Anerkenntnis der Jugend. Wenn man von dem allzu „heilem Ende“ absieht, sind die Seiten dazwischen aber nicht nur gut lesbar, sondern regen auch zum Nachdenken an. Aber eben alles ohne arg erhobenen Zeigefinger, sondern mit viel Werbung für Freundschaft und Toleranz, für die Stärken und Schwächen, aber auch Ängste der alten Menschen. Mir hat das Buch gut gefallen, denn es war oft so, dass ich schmunzeln musste, wenn ich mir die einzelnen Situationen richtig vorgestellt habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2024

Sven Hannawald

Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben
0

Sven Hannawald nannte sein Buch „Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben“ und macht dafür auch fleißig in Zeitungen, Radio, Fernsehen und öffentlichen Auftritten Werbung. Das Buch hat gut ...

Sven Hannawald nannte sein Buch „Mein Höhenflug, mein Absturz, meine Landung im Leben“ und macht dafür auch fleißig in Zeitungen, Radio, Fernsehen und öffentlichen Auftritten Werbung. Das Buch hat gut 200 Seiten und bis ca. Seite 160 berichtet er von seiner Kindheit und Jugend, dem Training, dem Sport und seinen sportlichen Höhepunkten. Auch Wegbereiter – Eltern, frühere Trainer, Mitsportler – kommen zu Wort. Der nächste Abschnitt berichtet über seinen Burn-out und über die Zeit danach. Alles ist mit vielen Fotos – teils privat, teils aus der Öffentlichkeit – unterlegt. Das Ganze ist recht unterhaltsam geschrieben und lässt sich gut lesen. Auch zur Geschichte des Skispringens gibt es einen Abschnitt, Erklärungen zu Training oder der Technik des Skispringens.
Trotzdem hat mich das Buch etwas enttäuscht. Ich hatte mir erhofft, mehr über den Menschen Hannawald zu erfahren. Natürlich kostet es viel Mut, über den eigenen Burn-out zu berichten. Aber da das alles schon durch die Presse ging, hat niemand Sven Hannawald gezwungen, dieses Buch zu veröffentlichen. Er tat es trotzdem. Gut gefallen hat mir, wie er beschreibt, in die Situation geraten zu sein. Das ist total nachvollziehbar (und teilweise erschreckend, weil man an sich selbst ähnliches erkennen kann) und seine Reaktionen sind verständlich. Leider bricht sich das dann im nächsten Abschnitt, denn über die eigentliche Zeit der „Heilung“ schreibt er nur wenige Seiten, seine Psychologin schreibt eher allgemeines (wobei ich verstehe, dass hier keine persönlichen Sachen genannt werden). Hier zieht er sich wieder dahin zurück, dass möglichst wenig in die Öffentlichkeit kommen soll. Für mich persönlich ist das verständlich – aber warum dann das Buch? Genau das ist für mich der Widerspruch, der sich durch das ganze Buch zieht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere