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Veröffentlicht am 18.10.2024

Oesterreichische Küche - Reloaded

Österreichische Küche
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Bernie Rieder hat ein wirklich Super-Kochbuch geschrieben. Traditionelle Rezepte aus Österreich modern gekocht – man staunt, was so aus alten Hausmannskostrezepten alles Tolles werden kann. Dabei ist das ...

Bernie Rieder hat ein wirklich Super-Kochbuch geschrieben. Traditionelle Rezepte aus Österreich modern gekocht – man staunt, was so aus alten Hausmannskostrezepten alles Tolles werden kann. Dabei ist das Buch eigentlich ganz traditionell aufgebaut mit Vorspeisen, Suppen, Salate, Gemüse, Knödel usw. Zu jedem Rezept gibt es ein Foto, bei dem man das Endergebnis gut erkennen kann. Auch der Aufbau ist klassisch: Zutatenliste für das Grundgericht, Zutatenliste für evtl. Dressing oder ähnliches, Zubereitung. Dann oft noch ein Tipp, was man dazu reichen kann, welches Rezept aus dem Buch kompatibel wäre, was man bei einem Essen mit bzw. ohne Kindern weglassen sollte (oder eben dazutun).
Man bekommt schon beim Lesen Hunger und die Fotos machen noch mehr Appetit. Ich habe nur einige Rezepte probiert, alle waren gelungen, wenn auch nicht immer so gut aussehend wie in der Vorlage. Als angenehm empfand ich, dass keine Kalorienangaben dabei waren. Auch der Vermerk „Klassiker“ bei einem richtig traditionellen und für meine Begriffe nicht veränderten Gericht gefiel mir gut. Für einen Nicht-Österreicher unbedingt hilfreich und auch öfter nötig ist das angefügte Übersetzungsverzeichnis.
Für mich ein kleines Manko ist die Größe des Buches und auch das Gewicht. Nicht sehr geeignet für kleine Küchen oder Ablage neben dem Herd.
Insgesamt hat mich das Buch aber überzeugt und macht einen hochwertigen Eindruck. Einzig irritierend ist das Cover mit dem schwarzen Hintergrund und der rot-weißen Schrift mit dem roten Stern. Man vermutet dahinter alles Mögliche – nur kein Kochbuch. Andererseits: so fällt es im Regal zwischen den vielen anderen Kochbüchern natürlich auch sofort auf. Auf jeden Fall wünsche ich dem Buch ganz viele Leser und Nachkocher.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Ewige Buße

Ewige Buße. McAvoys dritter Fall
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Zwei Frauen werden ermordet, auf ziemlich brutale Weise. Die Polizei von Hull tappt im Dunkeln, weil so gar keine Zusammenhänge erkennbar sind. Bis sie herausfinden, dass beide Frauen vor Jahren einem ...

Zwei Frauen werden ermordet, auf ziemlich brutale Weise. Die Polizei von Hull tappt im Dunkeln, weil so gar keine Zusammenhänge erkennbar sind. Bis sie herausfinden, dass beide Frauen vor Jahren einem Menschen das Leben gerettet haben. Doch soll das wirklich der einzige Zusammenhang sein? Und warum müssen sie für die Hilfe sterben? Detective Aector McAvoy kommt der Sache nicht wirklich näher – und es geschieht ein weiterer Mord. Zusätzlich ist er aber auch noch privat schwer beschäftigt – er steckt mit seiner Familie mitten im Umzug und er muss sich auch dauernd zur Sitzung bei einer Psychologin melden, obwohl er das überhaupt nicht will. So merkt er nicht, dass einige seiner Kollegen schwere Probleme haben.

Ich bin anfangs nur sehr schwer in das Buch hineingekommen. Die vielen Nebenstränge der Haupterzählung lenken sehr ab und erst sehr sehr spät merkt man, wie sie sich in den Ablauf eingliedern. Bis dahin hat man nicht das Gefühl, einen spannenden Krimi zu lesen. Hier ist in meinen Augen manchmal auch einfach zu viel gewollt worden. Erst im weiteren Fortgang klärt sich das Ganze auf und man merkt, wie die einzelnen Fäden sich verflechten und zueinander passen. Bis dahin fand ich allerdings keinen der Protagonisten wirklich richtig sympathisch. Selbst die Polizisten wirkten teilweise eher wie Verbrecher und nicht wie die „Guten“. Im Laufe des Buches wird die Handlung dann aber wirklich richtig gut und das Ende birgt mehr als eine Überraschung. Daher habe ich mich dann doch für 4 Punkte entschieden.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Tote trinken keinen Whisky

Tote trinken keinen Whisky (Ein Pippa-Bolle-Krimi 5)
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Pippa verschlägt es nach Schottland. Sie fährt zur Hochzeit von Duncan und Anita und möchte als Geschenk das Haus hüten, damit die beiden auf Hochzeitsreise gehen können. Dort angekommen, merkt sie aber, ...

Pippa verschlägt es nach Schottland. Sie fährt zur Hochzeit von Duncan und Anita und möchte als Geschenk das Haus hüten, damit die beiden auf Hochzeitsreise gehen können. Dort angekommen, merkt sie aber, dass die beiden mit ihrer Whiskydestillerie große Probleme haben. Es gab einen schweren Unfall und ihr Brennmeister liegt im Koma. Einige Bewohner des kleinen Ortes sind nicht gerade freundlich, Familienmitglieder bereiten Probleme und es gibt weitere Leichen … nichts neues für Pippa, wenn da nicht noch der attraktive Morris wäre.

Der 5. Band über Pippa Bolle ist für mich der beste. Gut gelungen ist wie immer die Einbeziehung einiger Figuren aus den Vorgängerbänden, ohne dass es irgendwie bemüht wirkt. Es passt einfach. Auch wieder gut gelungen die immer wichtige Katze. Es ist kein Krimi, in dem die Spannung im Vordergrund steht, obwohl man wirklich lange nicht weiß, wer der Täter ist. Wie immer wird die Landschaft und die Menschen wunderbar beschrieben und einbezogen. Und daher ist dieses Buch in der Reihe mein Favorit, denn ich bin ein absoluter Schottland-Fan und liebe Whisky und in dem Buch habe ich all das wiedergefunden. Ich hatte sofort die Landschaft und die Menschen vor Augen mit allen ihren Liebenswürdigkeiten und auch teilweise skurrilen Ideen. Schottland – wie es wirklich ist.
Und jetzt bin ich schon gespannt, wohin es Pippa demnächst verschlagen wird.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Der Sohn

Der Sohn
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Sonny ist 30 und sitzt seit 12 Jahren im Gefängnis. Er ist ein netter ruhiger Gefangener, macht nie Ärger, beteiligt sich nie an Gruppenbildungen – und ist inzwischen für die Mitgefangenen zu einer Art ...

Sonny ist 30 und sitzt seit 12 Jahren im Gefängnis. Er ist ein netter ruhiger Gefangener, macht nie Ärger, beteiligt sich nie an Gruppenbildungen – und ist inzwischen für die Mitgefangenen zu einer Art Beichtvater geworden. Sie erzählen ihm ihre Geschichten und bitten um seine Vergebung. Alles ist gut. Doch dann erzählt ihm ein Mithäftling davon, wie sein Vater – Sonnys Vater war Polizist – wirklich ums Leben gekommen ist. Denn bis dahin war die Version, dass Sonnys Vater korrupt war und sich selbst das Leben genommen hat. Nun erzählt der andere, dass Sonnys Vater gar nicht korrupt und der Maulwurf im Polizeipräsidium war, sondern dass er den Abschiedsbrief nur unter Zwang geschrieben hat und ermordet wurde. Sonny bricht aus dem Gefängnis aus und beginnt einen Rachefeldzug…

Auch dieser Jo Nesbo ist wieder vom „Feinsten“. Der Autor erzählt die Geschichte sehr direkt ohne größere Abschweifungen. Sonny ist kein Übermensch, es ist glaubhaft, was er macht. Die Spannung kommt vor allem daher, dass man gespannt verfolgt, ob er seine „Feinde“ findet und wirklich umbringt, wie er es macht und vor allem, was sie getan haben. Es wird nicht direkt hinterfragt, ob es richtig ist, was Sonny macht. Für mich verblüffend war, dass ich für Sonny ungeheure Sympathie empfunden habe. Dabei ist er ein Junkie, der für den Stoff ins Gefängnis geht. Und er ist ein mehrfacher und zum Teil brutaler Mörder. Aber ich hatte immer die Vorstellung, dass er kein 30-jähriger Mann ist, sondern immer noch der 18-jährige Junge, der ins Gefängnis kommt. Der Krimi ist kein Harry Hole, der mit eigentümlichen Mitteln die Verbrecher dingfest macht. Aber der hier vorkommende Kommissar Simon hat doch einige Züge von Harry Hole, er ist genau so eigenwillig und stur. Die Auflösung brigt dann doch noch eine Überraschung. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Tote Fische beißen nicht

Tote Fische beißen nicht (Ein Pippa-Bolle-Krimi 3)
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Der 3. Fall für Pippa Bolle. Dieses Mal verschlägt es sie nach Südfrankreich. Dort will sie in Ruhe ihren 40. Geburtstag verbringen und ahnt nicht, dass im Hintergrund andere Fäden gezogen wurden. Sie ...

Der 3. Fall für Pippa Bolle. Dieses Mal verschlägt es sie nach Südfrankreich. Dort will sie in Ruhe ihren 40. Geburtstag verbringen und ahnt nicht, dass im Hintergrund andere Fäden gezogen wurden. Sie lernt eine Truppe Berliner Angler kennen – die Kiemenkerle – und trifft Wolfgang (den netten Polizisten von Teil 1) wieder. Dann gibt es da noch einen sehr guten Koch und einen interessanten Maler – Pippa kann sich vor Männern fast nicht retten. Dabei soll sie doch einen alten Fall aufklären – vor Jahren verschwand der Sohn der Wirtsfamilie und man munkelt von Mord. Genaues weiß man nicht. Pippa stößt bei ihren Untersuchungen quasi in ein Wespennest und macht sich nicht nur Freunde. Doch dann wird ein ganz „neuer“ Toter gefunden – einer der Kiemenkerle. Und auf Pippa wird auch ein Anschlag verübt … und ihr Noch-Ehemann taucht ebenfalls auf … Pippa ist mehr als beschäftigt …

Wie auch die Vorgänger spielt dieses Buch mit seiner Umgebung. Dieses Mal Okzitanien. Die Landschaft und die Menschen werden voll integriert und man hat das Gefühl, dass man direkt dabei ist. Gut gefallen hat mir ebenfalls, dass einige Personen aus den Vorgängerbüchern wieder einbezogen werden, ohne dass es allzu konstruiert wirkt. Die Mordfälle selbst sind nicht direkt im Vordergrund, die Ermittlungen laufen oft mehr nebenbei. Witzig fand ich den kurzen „Einbau“ der beiden Autorinnen in das Buch. Insgesamt ist auch dieser Teil wie seine Vorgänger nicht unbedingt etwas für ganz „harte“ Krimifans, aber mir hat er auch wieder unheimlich viel Spaß bereitet.

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