Cover-Bild Der Fluch des Sündenbuchs

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Abenteuerroman: historisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 464
  • Ersterscheinung: 11.11.2013
  • ISBN: 9783548284651
Beate Maly

Der Fluch des Sündenbuchs

Historischer Roman
1618: Die junge Apothekerin Jana und ihr Mann Conrad reisen in die Neue Welt. Sie folgen den Hinweisen des geheimnisvollen Sündenbuchs auf der Suche nach einem sagenumwobenen Schatz im Herzen Amerikas – El Dorado. Doch Gefahren lauern überall: Auf dem Meer entkommen sie nur knapp Piraten, und an Land erwarten die Schatzsucher dessen feindselige Bewohner. Und dann ist da noch der dunkle Mönch, der Jana und Conrad folgt, seit sie die Alte Welt verlassen haben.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2019

Südamerika im 17. Jahrhundert und ein "vergessener" Schatz

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Wer das "Sündenbuch" gelesen hat musste ein Buch verlassen, bei dem der Vorhang zu und alle Fragen offen waren. 1618: Jana Jeschek, die junge Apothekerin aus Prag und ihr Begleiter, der Wiener Arzt Conrad ...

Wer das "Sündenbuch" gelesen hat musste ein Buch verlassen, bei dem der Vorhang zu und alle Fragen offen waren. 1618: Jana Jeschek, die junge Apothekerin aus Prag und ihr Begleiter, der Wiener Arzt Conrad Pfeiffer sind mit Amulett und "Sündenbuch" (das eine Schatzkarte beinhaltet) geflohen, die Schergen der katholischen Kirche dicht auf den Fersen. Glücklicherweise hat Beate Maly den Vorhang jetzt wieder geöffnet und lässt uns im zweiten Teil der Geschichte am weiteren Schicksal der Protagonisten teilhaben. Auch ein neuer Erzählstrang wird eröffnet, der uns zunächst nach England, in den Tower von London, führt wo Sir Walter Raleigh, der ehemalige "Pirat" und Günstling der Königin Elisabeth I., unter ihrem Nachfolger auf seine Hinrichtung wartet. Kurz zuvor möchte er seinem (inoffiziellen) Schwiegersohn (dem Mann seiner unehelichen Tochter Julia) ein Vermächtnis mit auf den Weg geben, das der Versorgung seiner Familie dienen soll: Die Abschrift der Schatzkarte von "El Dorado" - jener Karte, die im Original im Besitz von Jana ist (was natürlich weder Raleigh noch sein Schwiegersohn Richard wissen). Auch Jana und Conrad, die mittlerweile ein Paar sind, wollen den legendären Schatz finden. Von Gran Canaria aus brechen sie in die "Neue Welt" auf, mit einem Schiff, das auch Sklaven nach Amerika transportiert. Wegen der unwürdigen Bedingungen gerät der humanistisch gebildete und dem Hippokratischen Eid verpflichtete Arzt Conrad mit dem eigentlichen Schiffsarzt aneinander...Dieser Streit und die Strapazen der Überfahrt machen Jana zu schaffen... Kurz vor der Ankunft auf dem anderen Teil der Erde überfallen Piraten das Schiff und für Jana und Conrad geht die Reise plötzlich anders weiter, als sie sich das vorgestellt hatten.

Auch Richard ist mit Tom, dem irischen Diener seiner Frau Julia, auf einem anderen Schiff auf dem Weg nach Südamerika. Während Richard dem Alkohol hinterherweint versucht Tom sich nützlich zu machen und ihr gemeinsames Reisegeld beieinander zu halten. In der "Neuen Welt" angekommen bekommen die beiden plötzlich eine Mitreisende und mit ihr eine ganz neue Möglichkeit ihr Ziel zu erreichen...

Ich muss sagen obwohl ich den Vorgängerroman gelesen habe, habe ich außer den beiden Protagonisten Jana und Conrad und der Grundhandlung nichts wiedergefunden was mich an diesen erinnert hätte. Während im ersten Buch noch die Konfessionsproblematik, Janas emanzipierte Situation als Apothekerin und das Geheimnis ihres Vaters im Vordergrund standen sind jetzt ganz andere Konflikt- und Themenfelder vorhanden: der Entdeckergeist der Frühen Neuzeit, Piraterie, Seefahrt, Ethnologie, Sklaverie und Missionierung geben sich nun die Klinke in die Hand. Das ist an sich alles zu einem interessanten Roman verknüpft, nur leider hat er eben nur noch wenig mit dem ersten Teil gemeinsam. Es geht auch mehr um die einzelnen Individuen und ihre Geschichten - Assante, Tica, Tom, Richard und natürlich im Zentrum Jana und Conrad - sie alle haben ein spezielles Schicksal und für sie alle ist "El Dorado" auch eher das Sinnbild für das, was man im Leben sucht, also ist das Buch eine einzige Analogie für diese Suche. Wer sich also einen spannenden Verfolgungsroman im historischen Setting erhofft - was ja im ersten Teil angelegt und auch durchgezogen wurde - den muss ich insofern enttäuschen als die Schatzsuche und das titelgebende "Sündenbuch" an sich nicht mehr im Vordergrund stehen. Es ist wirklich mehr das Entdecken einer neuen Welt und die gleichzeitige Ich-Findung der handelnden Figuren, was dieser Roman zu bieten hat. Auch für alle, die sich für die geschichtliche Darstellung von den oben angesprochenen Themen interessieren ist der Roman mehr als lesenswert.

Die Beschreibung der Überfahrt in die "Neue Welt" ist für meinen Geschmack etwas zu dramatisch und ausufernd (leider war das Ufer zunächst nicht in Sicht) ausgefallen. Ich hätte mir auch insgesamt etwas mehr Spannung in Hinblick auf die eigentliche Schatzsuche und vielleicht etwas mehr Symbolismus und Enträtselung gewünscht (das ist nur auf ein paar wenigen Seiten gegen Ende der Fall).

Ansonsten bin ich froh so viel über die südamerikanische Kultur des frühen 17. Jahrhunderts gelernt zu haben.

Fazit: Ein gutes Buch, der erste Teil der Reihe hat mich allerdings etwas mehr begeistert.

Veröffentlicht am 16.06.2018

Der Fluch des Sündenbuchs

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Es ist die Fortsetzung des Sündenbuches und führt unsere Protagonistin Jana bis für die damalige Zeit, ans Ende der Welt. Sie will mit Conrad den Schatz aus der Karte ihres verstorbenen Vaters finden. ...

Es ist die Fortsetzung des Sündenbuches und führt unsere Protagonistin Jana bis für die damalige Zeit, ans Ende der Welt. Sie will mit Conrad den Schatz aus der Karte ihres verstorbenen Vaters finden. Den sagenumwogenen Schatz von Eldorado. Eine Reise die sehr abenteuerlich und voller Stapazen ist. Auch werden sie weiter vom dem gruseligen Jesuitenmönch verfolgt, der ihnen nach wie vor nach dem Leben trachtet. Der zweite Roman also die Fortsetzung ist um einiges spannenden als der erste Teil. Durch die damatischen Ereignisse allein schon wegen der Piraten die ihr Schriff entern und Jana in Tobago einem Priatennest landet. Alle ist sehr fesseln beschrieben.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Der Fluch des Sündenbuchs

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Beate Maly entführt uns im zweiten Band um die Geschichte des Sündenbuchs auf eine abenteuerliche Reise in die Neue Welt, nach Amerika. Jana Jeschek, die junge Apothekerin aus Prag, ist mir ihrem Geliebten ...

Beate Maly entführt uns im zweiten Band um die Geschichte des Sündenbuchs auf eine abenteuerliche Reise in die Neue Welt, nach Amerika. Jana Jeschek, die junge Apothekerin aus Prag, ist mir ihrem Geliebten Conrad Pfeiffer unterwegs, um das Geheimnis zu lüften, das ihr Vater ihr hinterlassen, und das ihm selber den Tod gebracht hatte. Jana besitzt ein goldenes Amulett sowie eine Karte, die ihr den Weg zu dem sagenumwobenen Schatz „El Dorado“ weisen sollen. Die eigenwillige, starrköpfige und starke junge Frau möchte die Freiheit und das Abenteuer an der Seite des geliebten Mannes genießen und herausfinden, was sich in „El Dorado“ verbirgt, und was so wertvoll ist, dass dafür getötet wird. Conrads Motivationen sind hingegen anderer Natur. Der Arzt, dessen Religion die Wissenschaft ist, der an Logik und Vernunft glaubt, und die Phänomene dieser Welt mit dem Verstand lösen möchte, hat an Gold und Reichtum keinerlei Interesse. Sein Ziel ist es, mit Jane eine Familie zu gründen, zu forschen, und Menschen in seiner Profession als Arzt zu helfen. Er willigt jedoch ein, Jana zu begleiten, da er insgeheim hofft, „El Dorado“ möge kein Goldschatz, sondern ein Schatz an Wissen und Erkenntnissen sein. Auf der Überfahrt mit der portugiesischen „Santa Lucia“ wird das Schiff, das auch eine Menge Sklaven befördert, vor Trinidad von Piraten gekapert, und die Wege der beiden Liebenden trennen sich.

Jana und Conrad sind jedoch bei weitem nicht die einzigen Personen, die nach dem berühmten „El Dorado“ suchen. Der Engländer Richard Walton, der von seinem berühmten Schwiegervater Sir Walter Raleigh ebenfalls eine Schatzkarte erhielt, macht sich in Begleitung des treuen, zuverlässigen und loyalen Diener seiner Ehefrau Julia mit dem Schiff „Anne Rose“ auf den Weg nach Amerika.

Und zu guter Letzt ist Jana erneut der unheimliche Mönch auf den Fersen, der sein entstelltes Gesicht stets mit einer Kapuze, seine verkrüppelte fingerlose Hand mit dem Ärmel seiner Kutte, verbirgt. Der unerbittliche Mann, der buchstäblich über Leichen geht, handelt in höchstem Auftrag und trägt den Siegelring des Papstes, in dessen Obhut er die Schatzkarte übergeben soll. Gemeinsam mit seinem Begleiter spürt er Jana auf und es kommt zu einem gefährlichen Finale…

Die aufregende Reise mit den gut gezeichneten Charakteren ist wie erwartet sehr interessant, in flüssigem Schreibstil verfasst und bietet spannende Höhepunkte, als die Wege der Reisenden sich kreuzen. Es tauchen neben den bereits erwähnten Protagonisten auch hoch interessante Nebenfiguren auf, von denen ich den Sklaven Assante und den jungen Bonifàcio mit dem Down Syndrom ganz besonders ins Herz schloss.

Die Schauplätze der Handlungen sind wunderschön beschrieben, scheinen ausgezeichnet recherchiert zu sein. Man erfährt von den Ureinwohner und den fremdartigen Tieren und Pflanzen, die den Europäern bis zu diesem Zeitpunkt fremd waren. Der Sklaverei und all ihren menschenunwürdigen Ansichten und der Piraterie wird große Aufmerksamkeit zuteil, der Leser trifft sogar auf den berühmt-berüchtigten Kapitän Morgan (!). Beate Malys Geschichte spielt im Jahr 1618 – 1619, und man wird nicht nur gedanklich in diese Zeit zurück versetzt. Durch die detaillierte Beschreibung der medizinischen und technischen Entwicklungen in dieser Zeit hat man auch ein ziemlich lebhaftes Bild der Lebensumstände der Menschen in dieser Zeit vor Augen, und zwar jener der Europäer, und jener der Einwohner der so genannten „Neuen Welt“. Ein faszinierendes Abenteuer, in das man tief eintauchen und das man bedingungslos genießen kann. Ich kann nicht umhin, bereits das fünfte Mal fünf Bewertungssterne für ein Buch dieser Autorin zu vergeben und bedanke mich für die freundliche Zurverfügungstellung dieses Rezensionsexemplares durch das Team von „Vorablesen“. Herzlichen Dank für diese bereichernde Lektüre!

Veröffentlicht am 06.04.2017

Der Fluch des Sündenbuchs - Band 2

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Inhalt:

London, September 1618. Richard Walton ist auf einem Ruderboot auf der Themse unterwegs auf dem Weg zu Sir Walter Raleigh ins Gefängnis. Er sitzt im Tower und wartet auf seine Hinrichtung. Richard ...

Inhalt:

London, September 1618. Richard Walton ist auf einem Ruderboot auf der Themse unterwegs auf dem Weg zu Sir Walter Raleigh ins Gefängnis. Er sitzt im Tower und wartet auf seine Hinrichtung. Richard ist mit dessen unehelichen Tochter Julia verheiratet. Raleigh zeichnet auf dem Gedächtnis eine Schatzkarte und übergibt Richard. Es geht um El Dorado. Richard Walton soll den geheimnisvollen Schatz El Dorado suchen um für seine Frau und Kinder sorgen zu können.
Er soll in die neue Welt segeln, um das Gold zu finden und Julias Diener Tom Reasly mitnehmen.
Gran Canaria Oktober 1618.
Jana und Conrad haben das Geheimnis des Sündenbuchs enträtselt und sind auf der Suche nach El Dorado, dem geheimnisvollen Schatz. Sie erleben auf ihrer Reise einige Abenteuer und werden von einem mysteriösen Mönch verfolgt.

Meinung:

„Der Fluch des Sündenbuchs“ ist die Fortsetzung vom ersten Teil „Das Sündenbuch“. Man kann die Bücher aber auch unabhängig voneinander lesen. Beate Maly Schreibstil gefällt mir sehr gut, die Geschichte ist flüssig und leicht zu lesen.Das Cover ist ansprechend gestaltet und passt gut zum Roman.
Der Roman beginnt geheimnisvoll und ziemlich interessant. Richard Walton soll mit der Kopie einer Schatzkarte den Schatz El Dorado suchen, um für seine Familie sorgen zu können. Auch Jana und Conrad machen sich auf den Weg und der Suche nach dem Schatz. Doch die beiden werden von einem mysteriösen Mönch verfolgt und auf ihrer Reise in die neue Welt werden sie von Piraten überfallen.

Ein aufregendes und spannendes Abenteuer. Auch diese Fortsetzung des „Sündenbuchs“ hat mir richtig gut gefallen. Die Geschichte war durchgehend spannend zu lesen und hat mich sehr gut unterhalten. Jana und Conrad waren mir schon im ersten Teil sehr sympathisch und ich habe mich gefreut wieder etwas von den beiden zu lesen. Auch die neuen Charaktere haben mir gefallen und besonders auch der Teil mit Conrad und dem Sklaven Assante.
Wieder ein spannender historischer Roman von Beate Maly, der mich sehr gefesselt hat.

Veröffentlicht am 17.02.2017

Schatzsuche

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Die Geschichte spielt im Jahre 1618. Walter Raleigh wartet im Gefängnis auf seine Hinrichtung. Seine uneheliche Tochter Julia ist mit Richard Walton verheiratet, der dem Aqua Vitae nicht abgeneigt ist. ...

Die Geschichte spielt im Jahre 1618. Walter Raleigh wartet im Gefängnis auf seine Hinrichtung. Seine uneheliche Tochter Julia ist mit Richard Walton verheiratet, der dem Aqua Vitae nicht abgeneigt ist. Richard lebt auf Kosten seiner Frau Julia.
Walter Raleigh hat seinen Schwiegersohn in den Tower bestellt. Da dieser keine Lust hat, wird er von Julias Diener aufgefordert, an seine Frau zu denken. Richard ist mit einem Ruderboot auf der Themse unterwegs. Am liebsten würde er auch hier etwas trinken, damit er die Umgebung nicht wahrnehmen müsste.
Walter Raleigh hat eine relativ komfortable Zelle. Er überreicht ihm die Kopie einer Schatzkarte vom sagenumwobenen El Dorado. Mit Julias Diener soll er den Schatz finden, damit die Familie weiterhin ein Auskommen hat..
Dann sind da noch Jana und Conrad, die sich mit einem Sklavenschiff auf den Weg machen, um den Schatz zu suchen. Jana hat die Schatzkarte von ihrem Vater geerbt.
Eine interessante Geschichte, gut geschrieben.