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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2026

Siegt die Gerechtigkeit?

1736 - Chronik einer Kopfgeldjagd
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Mein erster Eindruck als ich das Buch „1736 – Chronik einer Kopfgeldjagd“ von David Petry in der Hand hielt, war gleich sehr positiv. Das Buchcover gefällt mir sehr gut, da es ein Ausschnitt aus dem historischen ...

Mein erster Eindruck als ich das Buch „1736 – Chronik einer Kopfgeldjagd“ von David Petry in der Hand hielt, war gleich sehr positiv. Das Buchcover gefällt mir sehr gut, da es ein Ausschnitt aus dem historischen Brief zeigt, der den Beginn der Kopfgeldjagd markiert.
Der Roman besteht aus drei Teilen und die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einmal aus der Sicht der Hauptprotagonistin Agnes Roß, die Meisterdiebin, die mit all ihren Tricksereien mit ihrem Ehemann Andreas aus dem Gefängnis ausbrechen möchte und einmal aus der Perspektive der Gesetzeshüter, unter anderem von Pistorius, der die beiden Meisterdiebe überführen und hinrichten lassen will.
Mir haben die Auszüge aus der Originalakte, die optisch durch eine kursive Schrift hervorgehoben wurde, sehr gut gefallen. Diese wurden sehr geschickt in die Handlung mit eingeflochten.
Der Autor verwendet bewusst alte deutsche Wörter wie zum Beispiel „Angstmann“ (statt Henker) und ich fühlte mich dadurch gleich in dieses Zeitalter hineinversetzt. Durch das gesamte Buch zieht sich ein beständiger Spannungsbogen, der immer wieder neu gefüttert wird. So hat das Buch wenig ruhige Phasen und meine Sympathie wechselte ständig zwischen den beiden Kontrahenten. Da auch der Schreibstil flüssig zu lesen ist, habe ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen.
Ich habe einen Bewertungspunkt abgezogen (Bewertung 4 von 5 Sterne), weil ich ein Personenverzeichnis, einen Lageplan mit Beschreibung der Wege von Jäger und Gejagten vermisst habe. Auch fehlten hin und wieder die Ortsbezeichnungen, so dass ich nur erahnen konnte, wo die Szene einzuordnen war.
Fazit:
Mir hat der historische Roman nach wahrer Begebenheit sehr gut gefallen und empfehle das Buch gerne weiter

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Vom Gottesmann zum Racheengel

TINTE und SCHWERT
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Das Cover mit dem bekannten Galgenbaum, das zu den bekanntesten Bildern des dreißigjährigen Krieges zählt, finde ich sehr gelungen. Dieser Roman beschreibt sehr treffend die sozialen Verhältnisse und moralischen ...

Das Cover mit dem bekannten Galgenbaum, das zu den bekanntesten Bildern des dreißigjährigen Krieges zählt, finde ich sehr gelungen. Dieser Roman beschreibt sehr treffend die sozialen Verhältnisse und moralischen Normen der damaligen Zeit. Der kluge, belesene, schwächliche und doch naive Außenseiter Jacob hat ein gutes Herz und möchte Priester werden, bis zu dem Zeitpunkt, als seine Familie vom hinterhältigen Graf Heinrich von Hohenfels brutal ermordet und er selbst an die Protestanten als Schanzknecht verkauft wurde. So ist dieser hinterhältige Graf Heinrich von Hohenfels ein Ekelpaket, der im Blutrausch sogar seine eigenen Leute umbringt und dem ich auch vor lauter Wut seinen Tod gewünscht hätte. In Pilsen lernt Jacob die junge Anna kennen, die befürchten muss, dass der katholische Pfarrer und Hexenjäger Allendorfer sie ebenfalls als Hexe anklagen will. Abwechselnd werden die Erzählstränge um den historisch belegten General Mansfeld sowie die fiktiven Protagonisten Graf Heinrich von Hohenfels, Bauernsohn Jacob und Heilerin Anna parallel weiterentwickelt und geschickt miteinander verbunden. Mit dieser Erzähltechnik schafft es der Autor Matthias Soeder sehr geschickt, dass man das Buch kaum weglegen kann, weil man unbedingt wissen möchte, wie es mit Jacob, Anna und vor allem Heinrich weitergeht.
Ich finde es eine tolle Idee, dass das historische Pilsen (Eroberung durch General Mansfeld) und ein Personenverzeichnis der historischen Persönlichkeiten im Anhang veröffentlicht wurden. Es bleiben zum Ende des Romans noch Fragen offen, die hoffentlich im zweiten Band der Trilogie beantwortet werden.
Fazit:
Mir hat der flüssige und leicht zu lesende Schreibstil von Matthias Soeder sehr gefallen und ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen, auch wenn es inhaltlich aufgrund der teilweise brutalen Szenen manchmal „schwer zu verdauen“ war. Ich spreche eine Kauf- und Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Anschaulich und kindgerecht erklärt

National Geographic Kids - Die tollsten Tierbabys aus aller Welt
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Ich habe das Sachbuch „die tollsten Tierbabys aus aller Welt“ von National Geographic Kids, das im Ravensburger Verlag für Kinder ab 4 Jahren erschienen ist, bei Vorablesen gewonnen und meine kleine Nichte ...

Ich habe das Sachbuch „die tollsten Tierbabys aus aller Welt“ von National Geographic Kids, das im Ravensburger Verlag für Kinder ab 4 Jahren erschienen ist, bei Vorablesen gewonnen und meine kleine Nichte und ich waren von den darin enthaltenen Fotos absolut begeistert. Im Allgemeinen werden die Informationen über die Tiere jeweils auf einer Doppelseite beschrieben, bei einigen Tieren sind es sogar zwei Doppelseiten. Die Faktenkästen waren sehr interessant und alles wurde kindgerecht erklärt. Besonders gut haben mir die interaktiven Fragen gefallen, die dafür sorgten, dass meine Nichte aktiv war. Die Kapiteleinteilung erfolgt nach den Lebensräumen der Tiere und nicht nach Kontinente, was mir sehr gut gefallen hat. Die visuelle Zuordnung, wo genau die Tiere leben, erfolgt auf einer separaten Tierweltkarte weiter hinten im Buch. Das Glossar und weitere Quellen auf Bücher bzw. auf Internetseiten waren für mich hilfreich und haben mir bei meinen Fragen weitergeholfen. Abgerundet wurde das Ganze mit zahlreichen Elterntipps. So machten meine Nichte und ich heute einen Zoobesuch und verbrachten zusammen einen schönen und lehrreichen Tag.
Fazit:
Das Buch eignet sich super als Geschenk für vier- bis siebenjährige Kinder

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Geniale Fortsetzung der neuen historischen Krimireihe um Rieker und Ahrens

Die Farbe des Bösen
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Die Bücher von Ralf H. Dorweiler sind für mich inzwischen ein Garant für spannende Unterhaltung und tolle Aufbereitung von historisch interessanten Themen, die sehr geschickt in die Handlung mit eingeflochten ...

Die Bücher von Ralf H. Dorweiler sind für mich inzwischen ein Garant für spannende Unterhaltung und tolle Aufbereitung von historisch interessanten Themen, die sehr geschickt in die Handlung mit eingeflochten werden.
Mein erster Eindruck als ich das Buch in der Hand hielt, war auch gleich wieder sehr positiv. Das düster und geheimnisvoll gehaltene Buchcover gefällt mir sehr gut; im Laternenschein sieht man von hinten eine Frau und einen Mann eine Straße entlang gehen. Beide sind entsprechend der damaligen Zeit gekleidet. Ich habe folglich sofort erkannt, dass es sich um einen historischen Kriminalroman handelt. Das Buchcover ähnelt dem ersten Fall dieser Krimi-Reihe und hat einen sehr hohen Wiedererkennungswert.
Wie gewohnt ist der Schreibstil flüssig zu lesen und die Handlungen sind atmosphärisch dicht beschrieben. Die durchweg sympathischen Charaktere der Hauptprotagonisten machten es mir wieder sehr einfach, sofort in die Geschichte zu versinken. Durch das gesamt Buch zieht sich ein beständiger Spannungsbogen, der ständig neu gefüttert wird. So hat das Buch keine ruhigen Phasen und es gibt immer wieder überraschende Wendungen. Die Seiten fliegen nur so dahin, und ich konnte das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen. Ich fühlte mich bei den Beschreibungen der einzelnen Szenen immer mittendrin. Alle meine offenen Fragen bzgl. der Todesfälle sind logisch und für mich nachvollziehbar beantwortet worden.
Besonders gut hat mir wieder das erläuternde Nachwort des Autors gefallen.
Fazit:
Absolute Kauf- und Leseempfehlung!
Aufgrund des gelungenen Cliffhangers freue ich mich jetzt schon auf den nächsten Fall mit Hermann Rieker und Johanna Ahrens.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Wichtiges Buch

Lebensbande
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Das wunderschöne Buchcover hat mich gleich zum Buch greifen lassen. Der Klappentext klingt sehr interessant, so dass ich auch das ganze Buch gelesen habe. Es geht um eine Geschichte nach wahren Begebenheiten, ...

Das wunderschöne Buchcover hat mich gleich zum Buch greifen lassen. Der Klappentext klingt sehr interessant, so dass ich auch das ganze Buch gelesen habe. Es geht um eine Geschichte nach wahren Begebenheiten, die Hauptprotagonisten sind jedoch fiktional verarbeitet worden.
Ich finde das Thema sehr spannend und mir hat die Umsetzung durch die Autorin Mechtild Borrmann sehr gut gefallen. Ich war von Anfang an von der Geschichte gefesselt, das mit einem einleitenden Prolog beginnt. Mir hat der flüssige Schreibstil und die ständigen Zeitsprünge zwischen der Vergangenheit (1931 bis 1954) und der Gegenwart (Jahr 1993) absolut gefallen. Besonders gelungen fand ich, dass teilweise gleiche Szenen aus unterschiedlicher Sicht beschrieben und dann weiterentwickelt wurden. Die einzelnen Kapitel waren auch angenehm kurz und ich wusste immer wo und in welchem Jahr die Handlung gerade spielt. Historisch interessant fand ich auch, dass nach dem Zweiten Weltkrieg Reparationszahlungen auch durch Arbeit im Ausland abzuleisten waren und vor allem dass hierbei auch Frauen herangezogen wurden.
Fazit:
Dies ist nach „Feldpost“ mein zweites Buch von Mechtild Borrmann und auch diesen Roman kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen.

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