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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2026

Gibt es ein Happyend für Cora und Onnen ?

Sturmland
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Das Buchcover ist wunderschön und passt optimal zum Buchtitel 'Sturmland'. Dies ist nun meine vierte Saga von Miriam George und dieses Buch hat mir sogar noch besser gefallen als die hanseatische Familiensaga ...

Das Buchcover ist wunderschön und passt optimal zum Buchtitel 'Sturmland'. Dies ist nun meine vierte Saga von Miriam George und dieses Buch hat mir sogar noch besser gefallen als die hanseatische Familiensaga Elbleuchten, mit der die Autorin ihren Durchbruch hatte.
Struktur und Inhalt:
Das Buch ist ausgezeichnet strukturiert. Die Kapiteln sind durch mehrere Unterkapitel unterteilt und so erhalten diese immer eine angenehme Leselänge. Als Boni gibt es historische Karten von Norderney und Borkum, was mir sehr gut gefällt, auch wenn die Karten sehr klein sind. Mich hat es anfänglich gewundert, dass ein Personenverzeichnis fehlt, das ich sonst von vielen historischen Romanen her kenne.
Mit der Erzähltechnik des immer wiederkehrenden Perspektivenwechsels schafft es die Autorin sehr geschickt, dass man das Buch kaum weglegen kann, weil man unbedingt wissen möchte, wie es mit Cora, Onnen und Emmi weitergeht, um die wichtigsten Protagonisten hier zu nennen.
Ich fand die Inselbewohner von Norderney in diesem Buch sehr gut und authentisch beschrieben. Wortkarg, etwas rauh, wie das Klima. Nicht aus Begeisterung sondern aus der Not nehmen sie die reichen Kurgäste auf, da sie dringend das Geld zum Überleben benötigen. Diese unterschätzen die Gefahren des Meeres, geraten in Seenot und so müssen die Männer immer wieder die Kurgäste aus dem Wasser ziehen. Diese riskieren bei der Rettung ihr privates Segelschiff, ihr eigenes Leben und erhalten dafür nur eine geringe Entlohnung. Die beschriebenen Protagonisten wirken authentisch und ihre Handlungen sind nachvollziehbar. Besonders das „Umeinander-Herumleben“ der Eheleute der gehobenen Bevölkerungsschicht fand ich sehr gut beschrieben. Auch Cora, die ihren eigenen Weg geht und trotz ihrer gesellschaftlichen Stellung arbeitet, was damals als verpönt galt, hat mich als Persönlichkeit beeindruckt.
Fazit:
Dank der blumigen Sprache mit dem sehr flüssig zu lesenden Schreibstil habe ich diesen dicken historischen Roman innerhalb weniger Tage gelesen, da ich diesen nur schwer aus der Hand legen konnte.
Eine klare Kauf- und Leseempfehlung für alle Fans von historischen Romanen des 19. Jahrhunderts

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Veröffentlicht am 28.06.2026

Hatte mehr erwartet

Idefix und die Unbeugsamen 09
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Ich habe die meisten Bände der Idefix-Reihe gelesen und habe mich auf dieses neunte Band gefreut. Es beinhaltet die drei kürzeren Geschichten „im Schatten der Römer“, „ein Zerberus zu viel“ und „Zank um ...

Ich habe die meisten Bände der Idefix-Reihe gelesen und habe mich auf dieses neunte Band gefreut. Es beinhaltet die drei kürzeren Geschichten „im Schatten der Römer“, „ein Zerberus zu viel“ und „Zank um Apfelsine“. Die Auswahl der drei Geschichten fand ich nicht besonders gelungen. Ich hätte die erste Geschichte „im Schatten der Römer“ nicht als Comic veröffentlicht. Es gibt andere Geschichten, die witziger sind. Die zweite Geschichte hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Die herrische Monalisa, die sonst immer verbal austeilt, bekommt in dieser Geschichte „ihr Fett weg“. Sie wird durch einen Tritt von Zerberus Kopie überrascht. Am Ende dieser Geschichten hatte ich jedoch noch offene Fragen. Mir hat die dritte Geschichte um die kämpferische Apfelsine, die gegenüber den Römern nicht klein beigibt, sehr gut gefallen. Die Illustrationen von allen drei Geschichten sind wie gewohnt kunstvoll und ausdrucksstark.
Mir ist bereits im Vorgängerband aufgefallen, dass die Geschichten etwas abgeflacht waren bzw. an Witz und Esprit verloren hatten und hatte daher erstmalig 4 Sterne statt 5 Sterne vergeben. Ich hoffe, dass das nächste Band wieder bessere Geschichten beinhalten wird.
Fazit:
Vor allem die dritte Geschichte ist lesenswert.

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Veröffentlicht am 28.06.2026

Spannender Thriller

Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln
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Nachdem die Künstliche Intelligenz in aller Munde ist, ob im Gesundheitswesen bei der Diagnose von Krankheitsbildern etc, hat es mich nicht gewundert, dass auch dieses Thema in der Literatur behandelt ...

Nachdem die Künstliche Intelligenz in aller Munde ist, ob im Gesundheitswesen bei der Diagnose von Krankheitsbildern etc, hat es mich nicht gewundert, dass auch dieses Thema in der Literatur behandelt wird. Der Bestseller-Autor Florian Schwiecker hat nun auch einen Thriller über die KI veröffentlicht.Das Buchcover und vor allem der Buchtitel hat mir gleich sehr gut gefallen.
Inhalt:
Das Galileo-Satellitensystem wird durch Hacker angegriffen und die geniale Computerspezialistin und Programmiererin Charlie hat den Auftrag, diese Gefahr abzuwehren. Hierbei soll ihr KI-Prototyp KIM helfen.
Struktur:
Der Thriller ist sehr gut strukturiert. Insgesamt wird die Geschichte in 95 Kapiteln unterteilt, wobei einzelne Kapiteln teilweise sehr wenige Seiten umfassen, so dass man immer schnell noch ein weiteres Kapitel lesen kann.
Umsetzung des Themas:
Die sympathische Protagonistin Charlie wird eher introvertiert dargestellt und bedient damit dem typischen Stereotypen der IT-Spezialisten. Der sympathische Lukas, der immer alles hinterfragt, findet sehr schnell Vertrauen zu Charlie, was mich pesönlich sehr wunderte.
Aufgrund des flüssigen Schreibstils von Florian Schwiecker hat mich das Buch gleich in den Bann gezogen, über manche Fachbegriffe aus der Spieltheorie wie Brute-Force-Attacke bin ich allerdings gestolpert. Ich hätte mir ein Nachwort mit Erläuterung der Computerfachwörter gewünscht. Er schafft es einen guten und spannenden Thriller zu schreiben und den Spannungsbogen bis zum Ende des Buches zu halten. Ich fand nicht alle Szenen glaubwürdig und mich haben die mehrfachen Wiederholungen der Zusammenhänge etwas gestört. Des Weiteren lese ich gerne Bücher, die in sich abgeschlossen sind und mich am Ende mit keinen Fragen zurücklassen, wie es in diesem Thriller war. Aufgrund dieser Kritikpunkten habe ich insgesamt zwei Punkte abgezogen.
Fazit:
Kauf- und Leseempfehlung für Thriller-Fans mit besonderer Vorliebe, Interesse und Kenntnisse für Künstliche Intelligenz

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Siegt die Gerechtigkeit?

1736 - Chronik einer Kopfgeldjagd
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Mein erster Eindruck als ich das Buch „1736 – Chronik einer Kopfgeldjagd“ von David Petry in der Hand hielt, war gleich sehr positiv. Das Buchcover gefällt mir sehr gut, da es ein Ausschnitt aus dem historischen ...

Mein erster Eindruck als ich das Buch „1736 – Chronik einer Kopfgeldjagd“ von David Petry in der Hand hielt, war gleich sehr positiv. Das Buchcover gefällt mir sehr gut, da es ein Ausschnitt aus dem historischen Brief zeigt, der den Beginn der Kopfgeldjagd markiert.
Der Roman besteht aus drei Teilen und die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einmal aus der Sicht der Hauptprotagonistin Agnes Roß, die Meisterdiebin, die mit all ihren Tricksereien mit ihrem Ehemann Andreas aus dem Gefängnis ausbrechen möchte und einmal aus der Perspektive der Gesetzeshüter, unter anderem von Pistorius, der die beiden Meisterdiebe überführen und hinrichten lassen will.
Mir haben die Auszüge aus der Originalakte, die optisch durch eine kursive Schrift hervorgehoben wurde, sehr gut gefallen. Diese wurden sehr geschickt in die Handlung mit eingeflochten.
Der Autor verwendet bewusst alte deutsche Wörter wie zum Beispiel „Angstmann“ (statt Henker) und ich fühlte mich dadurch gleich in dieses Zeitalter hineinversetzt. Durch das gesamte Buch zieht sich ein beständiger Spannungsbogen, der immer wieder neu gefüttert wird. So hat das Buch wenig ruhige Phasen und meine Sympathie wechselte ständig zwischen den beiden Kontrahenten. Da auch der Schreibstil flüssig zu lesen ist, habe ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen.
Ich habe einen Bewertungspunkt abgezogen (Bewertung 4 von 5 Sterne), weil ich ein Personenverzeichnis, einen Lageplan mit Beschreibung der Wege von Jäger und Gejagten vermisst habe. Auch fehlten hin und wieder die Ortsbezeichnungen, so dass ich nur erahnen konnte, wo die Szene einzuordnen war.
Fazit:
Mir hat der historische Roman nach wahrer Begebenheit sehr gut gefallen und empfehle das Buch gerne weiter

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Vom Gottesmann zum Racheengel

TINTE und SCHWERT
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Das Cover mit dem bekannten Galgenbaum, das zu den bekanntesten Bildern des dreißigjährigen Krieges zählt, finde ich sehr gelungen. Dieser Roman beschreibt sehr treffend die sozialen Verhältnisse und moralischen ...

Das Cover mit dem bekannten Galgenbaum, das zu den bekanntesten Bildern des dreißigjährigen Krieges zählt, finde ich sehr gelungen. Dieser Roman beschreibt sehr treffend die sozialen Verhältnisse und moralischen Normen der damaligen Zeit. Der kluge, belesene, schwächliche und doch naive Außenseiter Jacob hat ein gutes Herz und möchte Priester werden, bis zu dem Zeitpunkt, als seine Familie vom hinterhältigen Graf Heinrich von Hohenfels brutal ermordet und er selbst an die Protestanten als Schanzknecht verkauft wurde. So ist dieser hinterhältige Graf Heinrich von Hohenfels ein Ekelpaket, der im Blutrausch sogar seine eigenen Leute umbringt und dem ich auch vor lauter Wut seinen Tod gewünscht hätte. In Pilsen lernt Jacob die junge Anna kennen, die befürchten muss, dass der katholische Pfarrer und Hexenjäger Allendorfer sie ebenfalls als Hexe anklagen will. Abwechselnd werden die Erzählstränge um den historisch belegten General Mansfeld sowie die fiktiven Protagonisten Graf Heinrich von Hohenfels, Bauernsohn Jacob und Heilerin Anna parallel weiterentwickelt und geschickt miteinander verbunden. Mit dieser Erzähltechnik schafft es der Autor Matthias Soeder sehr geschickt, dass man das Buch kaum weglegen kann, weil man unbedingt wissen möchte, wie es mit Jacob, Anna und vor allem Heinrich weitergeht.
Ich finde es eine tolle Idee, dass das historische Pilsen (Eroberung durch General Mansfeld) und ein Personenverzeichnis der historischen Persönlichkeiten im Anhang veröffentlicht wurden. Es bleiben zum Ende des Romans noch Fragen offen, die hoffentlich im zweiten Band der Trilogie beantwortet werden.
Fazit:
Mir hat der flüssige und leicht zu lesende Schreibstil von Matthias Soeder sehr gefallen und ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen, auch wenn es inhaltlich aufgrund der teilweise brutalen Szenen manchmal „schwer zu verdauen“ war. Ich spreche eine Kauf- und Leseempfehlung aus.

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