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Veröffentlicht am 23.11.2022

Eine Familie verschwindet spurlos

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Das wunderschöne Buchcover lässt einen zu dem Buch greifen. Der Klappentext klingt auch sehr interessant. Es geht um eine wahre Geschichte der Familie Kuhn, die sich während der Nazizeit trennt. Während ...

Das wunderschöne Buchcover lässt einen zu dem Buch greifen. Der Klappentext klingt auch sehr interessant. Es geht um eine wahre Geschichte der Familie Kuhn, die sich während der Nazizeit trennt. Während die Eltern sich entschieden haben, das Land aus politischen Gründen zu verlassen und nach Frankreich zu Bekannten zu ziehen, soll Sohn Albert in Göttingen studieren und Tochter Adele weiterhin in einer Flugzeugfabrik in Kassel arbeiten. Da in dieser Zeit die Häuser von Auswanderern beschlagnahmt und versteigert wurden, wird die Villa Kuhn zum Schein verkauft. Jahrzente später tauchen Briefe eines Richard, die an Adele Kuhn adressiert wurden, wieder auf. Das Thema klingt sehr spannend und mir hat die Umsetzung durch die Autorin Mechtild Borrmann sehr gefallen. Ich war von Anfang an von der Geschichte gefesselt. Mir hat der flüssige Schreibstil und die ständigen Zeitenwechsel zwischen der Nazizeit und der Gegenwart (Jahr 2000) gefallen. Die einzelnen Kapitel waren auch angenehm kurz.
Fazit:
Dieses Buch kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 10.11.2022

Erschütternde Lebensgeschichte der Banatschwäbin Anna

Das letzte Versprechen
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Das kunstvoll gezeichnete Buchcover zeigt die Verabschiedungsszene von Anna, die im Vordergrund von ihrer Großmutter liebevoll im Arm genommen wird während im Hintergrund Amalie, Annas Mutter, von den ...

Das kunstvoll gezeichnete Buchcover zeigt die Verabschiedungsszene von Anna, die im Vordergrund von ihrer Großmutter liebevoll im Arm genommen wird während im Hintergrund Amalie, Annas Mutter, von den Soldaten zum Kohlebergwerk nach Sibirien deportiert wird. Abwechselnd wird das brutale Schicksal von Amalie seit der Zwangsdeportation durch die Russen (sowie im Rückblick ihre eigene Kindheit) und das ebenfalls unmenschliche Leben von Anna, deren Großmutter nicht von der Seite weicht und ihr somit einen menschlichen Halt gibt, jeweils in der Ich-Form erzählt. Mit dieser Erzähltechnik schafft es Hera Lind sehr geschickt, dass man das Buch kaum weglegen kann, weil man unbedingt wissen möchte, wie es mit Anna, Amalie und Großeltern weitergeht. Ich finde es eine tolle Idee, einen Auszug aus dem Goldenen Tagebuch von Anni Eckhard im Klappentext innen hinten zu veröffentlichen.
Fazit:
Mir hat der flüssige und leicht zu lesende Schreibstil von Hera Lind, die sich dieser Geschichte angenommen hat, sehr gefallen und ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen, auch wenn es inhaltlich „schwer zu verdauen“ war.
Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 24.10.2022

Walt Disney's Hommage an Antoine de Saint-Exupéry

Der kleine Mäuseprinz
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Als ich das wunderschöne Buchcover mit dem Buchtitel sah, habe ich mich in meine Jugendzeit zurückversetzt gefühlt, als ich den kleinen Prinz von Antoine de Saint-Exupéry gelesen hatte. Ich finde es hoch ...

Als ich das wunderschöne Buchcover mit dem Buchtitel sah, habe ich mich in meine Jugendzeit zurückversetzt gefühlt, als ich den kleinen Prinz von Antoine de Saint-Exupéry gelesen hatte. Ich finde es hoch interessant, mal hinter den Kulissen sehen zu können. Normalerweise bekommt man nur das Endprodukt zu lesen. Auch die Info wie von einer Idee dann letztendlich ein Buch entsteht, finde ich eine spannende Sache. Das Ganze in eine Rahmengeschichte mit dem Jungen und seiner Mutter einzubinden, finde ich originell. Mir haben die liebevoll gezeichnteten Bilder und die Texte dieser Rahmengeschichte sehr gut gefallen. Der Hauptfokus der Geschichte dreht sich um den kleinen Mäuseprinz, der mit dem Piloten Goofy mehrere Planeten besucht und durch den Kontakt mit den Bewohnern, den Leser zum Nachdenken anregen soll. Auf einem Planeten treffen sie Daisy Duck. Ihr ist es furchbar wichtig, was andere über sie denken und mit „Gefällt mir“ kommentieren, Erst als sie sich von diesen lösen kann, kann sie mit anderen den Sonnenuntergang genießen.
Das Buch ist aufgrund des kartonierten Einbands robust. Ich denke, dass man mit dem Kauf keinen Fehler macht und kann diesen Comic weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 16.10.2022

Historischer Krimi in Baden-Baden im Jahr 1922

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
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Das wunderschöne Buchcover lässt einen zu dem Buch greifen. Der Klappentext klingt sehr interessant, so dass ich auch das Buch gekauft habe. In letzter Zeit gab es einige Bücher über die goldenen 1920-er ...

Das wunderschöne Buchcover lässt einen zu dem Buch greifen. Der Klappentext klingt sehr interessant, so dass ich auch das Buch gekauft habe. In letzter Zeit gab es einige Bücher über die goldenen 1920-er Jahre, die meistens in Berlin spielten. Diesen Krimi in Baden-Baden anzusiedeln finde ich eine super Idee. Das Thema klingt sehr interessant und mir hat die Umsetzung durch die Autorin Charlotte Blum sehr gefallen.
Die Privatermittlerin Alma ist das Fräulein vom Amt, die zufällig die Nachricht des Mörders hört, wo die Tote zu finden ist. Der sympathische Kommissaranwärter Ludwig Schiller, nimmt ihre Information ernst und im Laufe der Zeit kommen die beiden sich immer näher. Diese Selbstverständlichkeit fand ich für einen historischen Roman (1922) sehr ungewöhnlich.
Mir hat prinzipiell der flüssige Schreibstil gefallen. Für einen historischen Roman war mir die Ausdrucksweise der handelnden Protagonistinnen manchmal zu modern. So ist es eher als Kriminalroman anzusehen, der einen gut unterhält.
Fazit:
Dieses Buch kann ich Leser empfehlen, die gerne Krimis lesen und sich für Baden-Baden interessieren.

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Veröffentlicht am 12.10.2022

Freundschaft? Freundschaft auch über die Grenzen hinweg!

Die Freundinnen vom Strandbad (Die Müggelsee-Saga 2)
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Das wunderschöne Buchcover mit den Freundinnen am Müggelsee bei Berlin passt wunderbar zum Buchtitel. Da ich bereits den ersten Teil dieses Zweiteilers gelesen habe, war ich auf die Fortsetzung gespannt ...

Das wunderschöne Buchcover mit den Freundinnen am Müggelsee bei Berlin passt wunderbar zum Buchtitel. Da ich bereits den ersten Teil dieses Zweiteilers gelesen habe, war ich auf die Fortsetzung gespannt und auch dieses Mal war ich von dem Schreibstil von Julie Heiland überwältigt.
Es wird nun das Leben der drei Freundinnen vom Strandbad in der Zeit vom Sommer 1961 (nach dem Mauerbau) bis Sommer 1990 beschrieben. Von den ehemals rebellischen jungen Männer Waste, Alex und Fritz und den drei Freundinnen vom Strandbad Martha, Betty und Clara, leben nur noch Alex, Betty und Martha in der ehemaligen DDR, während Clara nach West-Berlin geflohen ist. Fritz stirbt bei dem Versuch, Waste in den Westen zu folgen. Dieser ist bereits vor dem Mauerbau geflohen.
Ich konnte mich während des Lesens sehr gut in die beschriebene Stimmungen der Menschen, die in der ehemaligen DDR lebten, reinversetzen. Die Leute leisten subtilen Widerstand, da ein offener von der Stasi unterdrückt wurde. Die Familien der drei Freundinnen haben sich im Laufe der Jahre sehr verändert. Martha wohnt teilsweise bei ihrer leiblichen Mutter, hält aber noch Kontakt zu ihrer Adoptiv-Mutter und Bettys Mutter schafft es vom Alkohol wegzukommen. Ich fand die drei Freundinnen Martha, Betty und Clara auch in diesem Buch sehr sympathisch und kämpferisch.
Eine klare Kauf- und Leseempfehlung für alle Leser, die sich für das damalige Leben in der ehemaligen DDR interessieren.

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