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Veröffentlicht am 26.11.2025

Zurück ins Graphische Viertel

Das Antiquariat am alten Friedhof
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Zum vierten Mal geht es in die Bücherstadt Leipzig, ins Graphische Viertel. Auf zwei im Wechsel geschilderten Zeitebenen spielt Felix, ein nach Amerika emigrierter Bibliothekar die Hauptrolle.
1930 ist ...

Zum vierten Mal geht es in die Bücherstadt Leipzig, ins Graphische Viertel. Auf zwei im Wechsel geschilderten Zeitebenen spielt Felix, ein nach Amerika emigrierter Bibliothekar die Hauptrolle.
1930 ist er Teil des Clubs Casaubon, vier junge befreundete Männer die Bücher stehlen wobei ihr letzter Coup lebensgefährliche Auswirkungen hat.
1945, direkt nach dem Krieg erhält Felix einen besonderen Auftrag der ihn nach Leipzig zurückführt. Trifft er seine früheren Freunde wieder und was haben die mysteriösen Mordfälle mit seiner Vergangenheit zu tun? Welche Rolle spielt Eva, die Schwester seines Freundes und frühere Geliebte?
Der Schreibstil von Kai Meyer gefällt mir gut, er schafft Atmosphäre, gute Charaktere und die Informationen über die mir bis dahin unbekannten Lazarettzüge waren sehr interessant. Mir gefällt es, dass es immer mal wieder kleine Querverbindungen (Personen, Orte) zu den anderen drei Büchern gibt, die aber alle unabhängig voneinander gelesen werden können.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Absolut unterhaltsam

Mord trägt viele Masken
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Ann Granger, das ist doch die Autorin der beliebten Krimireihen um...? Genau und in diesem Buch befinden sich 18 kurze Krimigeschichten für alle die Ann Granger noch nicht kennen oder aber die sie bereits ...

Ann Granger, das ist doch die Autorin der beliebten Krimireihen um...? Genau und in diesem Buch befinden sich 18 kurze Krimigeschichten für alle die Ann Granger noch nicht kennen oder aber die sie bereits mögen.
Die Geschichten sind teilweise kurz (8 Seiten) aber auch länger (70 Seiten) und decken die viktorianische Zeit bzw. bis zur Gegenwart ab. Allen gemeinsam ist der gute Schreibstil, das typisch britische Flair und der schwarze Humor. Von Emma und Matt (die mehrfach vertreten sind) würde ich mir sogar eine eigene Reihe wünschen.
Unterhaltsam und toll für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Unterhaltsam und gut recherchiert

Mord im Planetarium
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Ein neuer Krimi um die ehemalige Lehrerin Ernestine und den Apotheker Anton - ich kenne (leider) noch nicht alle Bände der Reihe aber auch dieser kann durchaus ohne Vorwissen gelesen werden.
Wien im Jahre ...

Ein neuer Krimi um die ehemalige Lehrerin Ernestine und den Apotheker Anton - ich kenne (leider) noch nicht alle Bände der Reihe aber auch dieser kann durchaus ohne Vorwissen gelesen werden.
Wien im Jahre 1927, das erste Planetarium außerhalb von Deutschland wird eröffnet und Ernestine hat für ihre Familie Karten einer Sondervorführung erhalten. Das Unglück nimmt seinen Lauf als die Unternehmer Familie Faber auftaucht, in der fast jeder jeden hasst.
Der Schreibstil gefällt mir, die Charaktere sind sympathisch dargestellt aber das mit Abstand allerbeste ist der quasi nebenbei eingebaute gut recherchierte historische Kontext. Hierbei handelt es sich um den Schattendorf-Prozess und die ihm folgenden Demonstration inklusive dem Brand des Justizpalastes. Ich freue mich auf die noch ungelesenen (und hoffentlich folgenden neuen) Bände.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Wenn die Erinnerung zerbricht

Der Tag, an dem Barbara starb
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Margarets Nachbarin und gute Freundin Barbara wurde ermordet. Sie weiß ganz genau dass sie ihr bei ihrem letzten Treffen etwas versprochen hatte - nur was? Zum Glück hat sie ihren Enkel James, der Teenager ...

Margarets Nachbarin und gute Freundin Barbara wurde ermordet. Sie weiß ganz genau dass sie ihr bei ihrem letzten Treffen etwas versprochen hatte - nur was? Zum Glück hat sie ihren Enkel James, der Teenager versucht dem Gedächtnis seiner geliebten Großmutter auf die Sprünge zu helfen.
Ein ganz, ganz anderer Krimi als erwartet. Nicht schlecht aber (für mich) anstrengend zu lesen. Margaret spricht die halbe Zeit in Gedanken mit ihrem verstorbenen Mann Albert und recht schnell ist für den Leser klar dass sie an Alzheimer leidet.
Diese Innenansicht, das Miterleben der Gefühle wenn sie z.B. nicht mehr nach Hause findet, im Haus des neuen Nachbarn irritiert ist weil die vorherigen Besitzer nicht da sind - all dies ist wahnsinnig gut geschildert aber oft schwer erträglich. Dabei sind meine direkten bisherigen Erfahrungen mit Demenzkranken gering umso größer ist mein Respekt für pflegende Angehörige, Pflegekräfte und Ärzte.
Ein meiner Meinung nach sensibles Porträt von Margaret und ihrer Erkrankung, weniger der von mir erwartete Krimi.

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Schuhe, Tango und ungewöhnliche Freundschaften

Mr. Saitos reisendes Kino
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Auch ein paar Tage nach Beenden des Buches bin ich sehr zwiegespalten. Das Buch hat sehr schöne, berührende Momente allerdings konnte es mich über weite Strecken einfach nicht packen, ich fand es dann ...

Auch ein paar Tage nach Beenden des Buches bin ich sehr zwiegespalten. Das Buch hat sehr schöne, berührende Momente allerdings konnte es mich über weite Strecken einfach nicht packen, ich fand es dann sehr langatmig. Auch dass der titelgebende Mr. Saito erst so spät auftaucht und erst nur eine kleine (wenn auch wichtige) Rolle spielt war schade.
Die Nebenfiguren waren meiner Meinung nach interessanter als die Hauptfiguren - Protagonistin Lita ist über weite Strecken der Geschichte ein Kind und ihre Mutter Fabiola (die kaum etwas mütterliches hat) liebt in erster Linie Schuhe und danach Tango. Oona, die Nonnen oder Maggie und die Bewohner des Bethlehem waren dagegen einfach nur skurril und doch liebenswert.
Schön aber auch sehr ausführlich wurde Litas Suche nach Familie und Freundschaften sowie ihr erwachsenwerden dargestellt.

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