Profilbild von sansol

sansol

Lesejury Star
offline

sansol ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit sansol über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.03.2025

Weihnachten - ein besinnliches Fest?

Ein Alman feiert selten allein
0

Als Kind türkischer Gastarbeiter in Deutschland geboren ist Weihnachten für Elif kein Buch mit sieben Siegeln. Konzept, Abläufe, Essen – natürlich ist ihr alles vertraut. Doch als sie das erste Mal mit ...

Als Kind türkischer Gastarbeiter in Deutschland geboren ist Weihnachten für Elif kein Buch mit sieben Siegeln. Konzept, Abläufe, Essen – natürlich ist ihr alles vertraut. Doch als sie das erste Mal mit der Familie von Jonas, ihrem Freund Weihnachten feiern wird erkennt sie erst was dies wirklich für eine deutsche Familie bedeutet. Eine Familien-Whatsapp Gruppe, wochenlang im Voraus detaillierte Planungen über einfach jede Kleinigkeit, Elif ist fassungslos.
Natürlich wird hier vieles überspitzt dargestellt, aber mal ehrlich, es gibt da schon so einiges was man von der eigenen Familie wieder erkennt (bei uns wurde früher z.B. auch das Weihnachtspapier gebügelt und wiederverwendet).
Ich fand die Geschichte wunderbar geschrieben, sehr unterhaltsam und auch zum Nachdenken anregend. Denn was bleibt heute oft noch von Weihnachten übrig außer Stress und Kommerz?

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2025

Das Jahr und die Reihe um das Bücherdorf neigen sich dem Ende zu

Das kleine Bücherdorf: Sommerzauber
0

Inzwischen ist Sommer im Bücherdorf Swinton und der vierte Band ist gleichzeitig der letzte. Mit Ann Webster und der Geschichte um das von allen bewunderte Brautkleid in ihrem Schaufenster kommt die Reihe ...

Inzwischen ist Sommer im Bücherdorf Swinton und der vierte Band ist gleichzeitig der letzte. Mit Ann Webster und der Geschichte um das von allen bewunderte Brautkleid in ihrem Schaufenster kommt die Reihe zu einem passenden Ende, wenn auch das Bücherdorf hier – leider – nur eine absolute Nebenrolle spielt.
Gut und unterhaltsam zu lesen und endlich finden auch die diversen, zum Teil seit dem ersten Band entstandenen Handlungsstränge zueinander, dies ist etwas was mir bei Reihen immer gut gefällt. Ich mag die teils skurrilen aber liebenswerten Bewohner von Swinton und Ann war mir in den vorherigen Bänden immer sehr sympathisch. Leider war dies in diesem Band dann etwas weniger der Fall, ich fand sie stellenweise sehr wankelmütig und wenig überzeugend. Auf jeden Fall wurde die Geschichte des Brautkleides schön dargestellt und die eigentlich unscheinbare Ann hat nicht nur in ihrer Vergangenheit sondern auch in der Gegenwart ein großes Geheimnis.
Insgesamt durchaus gut unterhaltend.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2025

leicht poetische Katzen-Doku

Die Magnolienkatzen
0

Schriftstellerin Noriko lebt mit ihrer verwitweten Mutter in Tokyo. Eines Tages findet sie unter den Resten eines vom Vater gepflanzten Magnolienbaums eine Katze mit ihren Jungen. Eigentlich ist Noriko ...

Schriftstellerin Noriko lebt mit ihrer verwitweten Mutter in Tokyo. Eines Tages findet sie unter den Resten eines vom Vater gepflanzten Magnolienbaums eine Katze mit ihren Jungen. Eigentlich ist Noriko kein Fan von Katzen aber da sich niemand findet der sich um die Tiere kümmert übernimmt sie erst widerwillig dann mit immer mehr Anteilnahme die Aufzucht und Vermittlung der Katzen.
Der Schreibstil ist sehr locker und die Geschichte gut zu lesen, oft ist die Sprache ein wenig poetisch. Allerdings plätschert die Story oft ein wenig vor sich hin, die Handlung ist schon sehr gemächlich – dies klingt negativer als es gemeint ist.
Ich habe in der Buchhandlung gehört wie das Buch als „für Katzenliebhaber“ empfohlen wurde. Dies sehe ich weniger. Als Fan und Besitzer mehrerer Katzen war mir so vieles klar und vertraut dass ich es fast schon als langweilig einordnen würde (was Katzen so fressen, wie sie spielen und sonstige Bedürfnisse). Daher denke ich zukünftige Katzenbesitzer werden sich hier eher angesprochen fühlen.
Die menschliche Seite der Geschichte, die dezente Veränderung von Noriko, das Verhältnis zu ihrer Mutter und weiteren Verwandten bzw. Freunden wird zwar beschrieben nimmt meiner Meinung nach aber ein zu geringen Anteil ein. Ganz im Gegensatz dazu werden die Katzen äußerst detailliert beschrieben.
Das Cover und die Illustrationen haben mir sehr gut gefallen, von der Handlung her hatte ich ein wenig mehr erwartet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2025

Die Polizei - (k)ein Freund und Helfer

Der zweite Verdächtige
0

Ein absoluter Page-Turner - mal wieder. Im Darkroom einer Schwulenbar liegt ein Toter, gestorben an einer Überdosis k.o. Tropfen. Sein letzter Kontakt Jan Staiger gerät unter Mordverdacht und für Kriminalhauptkommissar ...

Ein absoluter Page-Turner - mal wieder. Im Darkroom einer Schwulenbar liegt ein Toter, gestorben an einer Überdosis k.o. Tropfen. Sein letzter Kontakt Jan Staiger gerät unter Mordverdacht und für Kriminalhauptkommissar Berger ist die Sache klar, mit dementsprechende4 Härte geht er vor. Rechtsanwalt Rocco Eberhardt hält als Strafverteidiger dagegen, auch wenn er lange darüber im Unklaren ist was genau ihn an dem Fall stört. Natürlich trägt auch die Rechtsmedizin in dieser Angelegenheit einen wichtigen Anteil bei der Aufklärung des Falls.
Der Aufbau mit vielen Wendungen ist sehr durchdacht, mir gefällt der Schreibstil und der Einblick in die Abläufe der Rechtsmedizin, Polizei und im Gericht. Die Polizei dein Freund und Helfer - oder nicht?
Der Cliffhanger auf der letzten Seite - gemein, sehr gemein. Wann ist der Erscheinungstermin des nächsten Bandes?

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.03.2025

skurril und unterhaltsam

»Wenn Ende gut, dann alles«
0

Volker Klüpfel kann’s auch solo – Tommi und Svetlana würde ich nicht unbedingt als Ermittler Duo bezeichnen und auch der Fall dient eigentlich eher der Rahmenhandlung. Dies aber sehr durchdacht und mit ...

Volker Klüpfel kann’s auch solo – Tommi und Svetlana würde ich nicht unbedingt als Ermittler Duo bezeichnen und auch der Fall dient eigentlich eher der Rahmenhandlung. Dies aber sehr durchdacht und mit ein paar Wendungen doch ein Krimi ist das Buch in meinen Augen eher nicht, dafür angenehme Unterhaltung.
Tommi sieht sich als angehenden Schriftsteller der gerade nur auf Seite 15 seines Thrillers festhängt. Er lebt und arbeitet im alten Wohnmobil seines Vaters. Dieser wiederum hat sich munter und bei der Damenwelt sehr aktiv in einem Seniorenwohnheim eingemietet. Dann gibt es noch Svetlana, ukrainische Putzfrau, belesen, mysteriös und voller in klischeehaft gebrochenem Deutsch vorgetragenen Weisheiten.
Trotz aller Reibereien haben Tommi und Svetlana das Herz am rechten Fleck als sie ein Mädchen alleine im Wald finden. Die Kleine spricht nicht und da die Polizei nicht weiterkommt beginnen die beiden auf eigene Faust nach der Mutter zu suchen.
Ich fand die Protagonisten sympathisch und unterhaltsam, selbst die Nebencharaktere wie Tommis Vater und Laura haben mir gut gefallen. Insgesamt war dies eher ein Cosy-Crime und durchaus unterhaltsam und wenn der Kluftinger mal eine Pause bekommt ist dies nach den letzten Bänden auch nicht so verkehrt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere