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Veröffentlicht am 01.05.2025

Gut aber die ersten Bände waren besser

Lautlose Feinde
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Die Bewertung fiel mir diesmal ausgesprochen schwer. Ich liebe diese Reihe, bin ein Fan seit dem Erscheinen des ersten Bandes. Der Autor schafft es, im bereits siebten Band alle Charaktere wie gewohnt ...

Die Bewertung fiel mir diesmal ausgesprochen schwer. Ich liebe diese Reihe, bin ein Fan seit dem Erscheinen des ersten Bandes. Der Autor schafft es, im bereits siebten Band alle Charaktere wie gewohnt klasse darzustellen. Fuseta, das Umland und die portugiesische Lebensweise (besonders die kulinarischen Köstlichkeiten) - all das ist in toll.
Warum dann allerdings diese Spionage Geschichte ausgerechnet in Fuseta angesiedelt werden muss... ja, es gibt Erklärungen aber ich fand es nicht wirklich überzeugend. Das häufige Hin und Her was Zeit, Ort und Perspektive der Abläufe betraf war ebenfalls nicht so mein Ding aber das ist nunmal subjektiv (und meiner Meinung nach in der Beschreibung nicht korrekt aufgeführt).
Leander und Soraia heiraten, am Tag vor der Hochzeit wird der ältere, unscheinbare Zollbeamte Andre beim Versuch die Entführung seiner Enkelin zu verhindern ermordet. Die utopisch hohe Summe könnten die Eltern nie aufbringen doch zum Glück ist gerade eine hohe Regierungsbeamtin vor Ort die eingreift. Die allerdings auch Duarte anschließend die Leitung überträgt, mit entsprechenden Folgen. Dank Leander merkt das Team schnell, dass weit mehr in diesem Fall steckt.
Phasenweise etwas verwirrend aber trotzdem sehr gut konstruiert, wenn auch der Charme der ersten Bände nicht ganz erreicht wird.

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Gute Idee aber wenig daraus gemacht

Das Ministerium der Zeit
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Zeitreisende - fünf Personen vergangener Epochen die in ihrer Realität kurz vor dem Tod standen befinden sich auf einmal in unserer aktuellen Gegenwart. Ein Kulturschock par excellence. Jeder bekommt einen ...

Zeitreisende - fünf Personen vergangener Epochen die in ihrer Realität kurz vor dem Tod standen befinden sich auf einmal in unserer aktuellen Gegenwart. Ein Kulturschock par excellence. Jeder bekommt einen als "Brücke" bezeichneten Begleiter, einen Mitarbeiter des Ministerium der Zeit, damit die Eingliederung besser funktioniert. Eingliederung in welcher Form, wie und warum?
Leider bleibt vieles vage. Wie heißt eigentlich die Protagonistin die dem 1847 gestorbenen Arktisforscher Commander Graham Gore zur Seite steht? Übrigens ist Gore eine historische Person der Geschichte und manches ist durchaus amüsant geschrieben.
Irritiert haben mich einige Formulierungen (z.B. Meine Knie rebellieren wie zwei eingesperrte Frösche), hier liegt vermutlich der Ursprung in einer nicht gut angepassten Übersetzung.
Die Idee (Zeitreise, reale Person, Love Story) finde ich super und eigentlich genau mein Geschmack doch leider konnten mich weder die Story noch die Charaktere überzeugen. Die Erwartungen aufgrund von Klappentext und Leseprobe lagen meilenweit zum tatsächlichen Buch auseinander. Ganz ehrlich, ich habe zwischendurch online über die Franklin Expedition gelesen und empfand dies oft viel interessanter - ich war erleichtert als ich das Buch endlich geschafft hatte.

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Starke Frauen zu Beginn der Demokratie in Deutschland

Im Wind der Freiheit
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Deutschland, im Jahre 1848 und zwei Protagonistinnen die unterschiedlicher nicht leben können.
Die reale Louise Otto, bürgerlich wohlhabend aufgewachsen und den für Frauen damals starren Vorschriften ...

Deutschland, im Jahre 1848 und zwei Protagonistinnen die unterschiedlicher nicht leben können.
Die reale Louise Otto, bürgerlich wohlhabend aufgewachsen und den für Frauen damals starren Vorschriften unterworfen. Trotzdem wird sie eine erfolgreiche (aber nicht immer ernst genommene) Schriftstellerin die sich sozialkritisch engagiert.
Dagegen die unter einfachsten Verhältnissen aufgewachsene Susanne die in der Kindheit bereits traumatische Erfahrungen machen und körperlich schwerst arbeiten musste. Als sie sich für eine verunfallte Freundin einsetzt wird sie entlassen und kann sich und ihre Mutter nur Mithilfe von Prostitution über Wasser halten.
Beider Leben kreuzen sich mehrfach und die historischen Ereignisse werden anschaulich und gut recherchiert dargestellt.
Susanne blieb mir unsympathisch, ihre Liebesgeschichte fand ich eigentlich eher unnötig.
Auch wenn ich (Jahrgang 1969) eine sehr gute und engagierte Geschichtslehrerin hatte so war mir dieser Teil der deutschen Geschichte in solchen Details nicht vermittelt worden. Das Buch hat also durchaus auch einen lehrreichen Sachbuch-Charakter.
Wer andere Bücher von Tanja Kinkel kennt weiß ihre gründliche Recherche und den Schreibstil zu schätzen, so auch hier.
Was mir persönlich fehlte (jammern auf hohem Niveau) war eine abschließende Übersicht, welche Charaktere auf realen Personen beruhen. Ein Nachwort über die Zeit, Louise und warum gerade sie ausgewählt wurde hätte mich genauso sehr interessiert wie darüber hinausgehende Informationen z.B. eine Zeittafel.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Wir trinken uns das Leben schön oder versuchen es

Die Garnett Girls
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Die Garnett Girl oder wir trinken uns das Leben schön. Zumindest versuchen es Margo und ihre drei erwachsenen Töchter. Nachdem Richard Margo mit den drei kleinen Mädchen verlassen hat hat sich eine enge ...

Die Garnett Girl oder wir trinken uns das Leben schön. Zumindest versuchen es Margo und ihre drei erwachsenen Töchter. Nachdem Richard Margo mit den drei kleinen Mädchen verlassen hat hat sich eine enge (teilweise toxische) Bindung zwischen ihnen gebildet.
Rachel ist erfolgreiche Anwältin (in was eigentlich) und scheint zwischen London und dem dringend renovierungsbedürftigen Herrenhaus auf der Isle of Wright zu pendeln. Imogen ist Schriftstellerin die aber noch nicht zu sich selbst gefunden hat. Sasha ist aus vagen beruflichen Gründen auf der ganzen Welt unterwegs und hat das angespannteste Verhältnis zur Mutter. Alle drei haben Partner aber keine wirklich partnerschaftlichen Beziehungen. Tja und Margo - bestimmt über alles und jeden, kann das eigene Altern trotzdem nicht aufhalten.
Hat mich das Buch gepackt? Leider nicht. Alles bleibt vage, keine Figur ist sympathisch und vieles so vorhersehbar. Der alkoholkranke Richard war kein abschreckendes Beispiel.
Die Autorin hat viele Themen angerissen aber sich leider nicht auf ein paar beschränkt denen sie sich intensiver hätte widmen können. Und das "große Geheimnis"? Langatmig und wenig packend.
Ich hatte ein ganz anderes Buch erwartet, eine spannende Familiengeschichte, Konflikte und mehr Dynamik. Das passende Cover und der Klappentext haben (zumindest mir) etwas anderes vermittelt.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Unterhaltsames Sachbuch

Die Gerüche der Kathedrale
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Seit vielen Jahren interessiere ich mich für Geschichte (nicht nur aber auch für das Mittelalter) daher war dies genau das richtige Buch.
Wendy Wauters schafft es, die Atmosphäre in Antwerpen lebendig ...

Seit vielen Jahren interessiere ich mich für Geschichte (nicht nur aber auch für das Mittelalter) daher war dies genau das richtige Buch.
Wendy Wauters schafft es, die Atmosphäre in Antwerpen lebendig werden zu lassen ohne das eine extra Story den Leser durch das Buch trägt. Ja, man kann dieses Buch eigentlich als ein Sachbuch bezeichnen denn viele Fakten über das uns zeitlich recht nahe und in vieler Hinsicht doch so fremde Mittelalter und das damalige Leben werden hier vermittelt. Eine übersichtliche Zeittafel, viele Bilder und ein umfangreiches Register mit Quellenangaben runden die gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag ab.
Mir als historisch interessierter Leserin hat das gut recherchierte, informative Buch inklusive der Aufmachung sehr gut gefallen. Man merkt, dass die Autorin Kunsthistorikerin und gefragte Vortragsrednerin ist - beide Fähigkeiten sind hier gut verknüpft.

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