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Veröffentlicht am 25.05.2021

Ein guter zweiter Teil, jedoch konnte mich erst das letzte Viertel völlig einnehmen

Der Palast im Himmel
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"Das wandelnde" Schloss war dieses Jahr eines meiner Highlights, ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass es nun zu meinen Lieblingsbüchern zählt. Gerade deswegen wollte ich unbedingt wissen, wie die ...

"Das wandelnde" Schloss war dieses Jahr eines meiner Highlights, ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass es nun zu meinen Lieblingsbüchern zählt. Gerade deswegen wollte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte rund um Sophie und Howl weitergeht, auch wenn die beiden hier nur eine kleinere Rolle spielen. Der 2. Band konnte leider nicht mit dem 1. Band mithalten, doch gerade auf den letzten Seiten war es wieder so fantastisch, wie der Vorgänger.

Das Cover: dass diese Bücher noch einmal neu aufgelegt wurde, war wohl das Beste, was den alten Covern hätte passieren können. Die alten Cover waren auf ihre eigene Art und Weise sehr niedlich, aber diese hier lassen Fantasy-Herzen höher schlagen. Für mich sind sie alle unglaublich gelungen!

Die Handlung: hierbei verfolgen wir den jungen Teppichhändler Adullah, der ein recht schlichtes Leben führt. Doch eines Tages bekommt er einen alten Teppich von einem Unbekannten geschenkt, der über magische Kräfte verfügt. Eins führt zum anderen und plötzlich muss er eine entführte Prinzessin retten, die ein gefährlicher Dschinn entführt hat. Zusammen mit weiteren Weggefährt:innen macht er sich auf die Reise und bemerkt, dass EINE entführte Prinzessin nicht das einzige Problem zu sein scheint..

Das Setting hat viele Einflüsse von 1001 Nacht - und das gefällt mir sehr. Alles wurde anschaulich und lebhaft beschrieben und hat mir Kopfkino gezaubert. Doch diese Lebhaftigkeit konnte leider den etwas schleppenden Start und Mittelteil nicht retten. Ich musste mich anfangs leider doch etwas zum Lesen zwingen und habe sehnlichst den Zauber des 1. Bandes vermisst. Dann kam jedoch das letzte Viertel und ich flog nur durch die Seiten. Plötzlich existierte auch die herrliche Dynamik zwischen den Charakteren wieder, die ich lange Zeit nicht beobachten konnte. Die skurrilen und nicht auf den Mund gefallene Charaktere waren das Herz in "Das wandelnde Schloss" und mit den Neuen brauchte ich etwas länger bis ich war mit ihnen warm wurde. Auch haben mich bestimmte Untertöne im Buch gestört, wie das ständige Fatshaming. Ich weiß, dass die Autorin einen sehr humoristischen Schreibstil hat, aber über Witze auf Kosten anderer konnte ich noch nie lachen, zumal sich dieses Shaming durch das ganze Buch zieht, hier ein paar Beispiele:

"Ihre Kleidung verlieh ihr das Aussehen einer Eieruhr, was Abdullah sehr fremdartig und unvorteilhaft fand." (S.102)

"Wenn er sie mit Blume-in-der-Nacht verglich, fand er sie einfach nur abstoßend. Die Vorstellung sie heiraten zu müssen, bereitete ihm Übelkeit." (S. 54, das sind Abdullahs Gedanken über zwei korpulente Frauen, die er innerlich mit der schlanken Prinzessin verglich)

"Sie waren ja so unglaublich dick. Und der Gedanke, dass sie Blume-in-der-Nacht Gesellschaft leisten würden - pfui! (S. 54)

Das fand ich ziemlich heftig und es hat doch teilweise mein Leseerlebnis etwas getrübt!

Die Charaktere: mit Abdullah brauchte ich - wie oben bereits erwähnt - etwas länger, bis ich mit ihm sympathisierte. Er verpackt seinen Sarkasmus in sehr blumiger Sprache, was bei mir oft für Lacher sorgte, jedoch habe ich die Charaktertiefe bei ihm etwas vermisst. Blume-in-der-Nacht hat hingegen eine tolle Entwicklung gemacht. Anfangs noch sehr naiv (was auch ihrer Erziehung zu verschulden war), später dann immer unabhängiger. Die Charaktere aus dem ersten Band kamen zwar nur am Rande vor, jedoch habe ich mich über jede einzelne Szene mit ihnen gefreut.

Das mag zwar alles sehr hart klingen, trotzdem gab es auch viele Stellen im Buch, die mir sehr gut gefallen haben. Jedoch brauchte mir das Buch etwas zu lange, bis es mit dem Charme des 1. Bandes mithalten konnte und auch das Fatshaming war einfach völlig unnötig. Trotzdem werde ich auch den 3. Band lesen, da ich Hoffnungen habe, dass mir dieser besser gefallen könnte. Von mir gibt es hier 3/5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.05.2021

Eine verschneite Geschichte, bei welcher ich jedoch gerne noch etwas mehr mitgefühlt hätte

Splitter aus Silber und Eis
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Anhand des Klappentextes hätte ich nie gedacht, welche Dimensionen dieses Buch annehmen würde. Ich habe es beinahe innerhalb eines Tages gelesen und mich mit Schneeböen nach Wenturien wehen lassen. Die ...

Anhand des Klappentextes hätte ich nie gedacht, welche Dimensionen dieses Buch annehmen würde. Ich habe es beinahe innerhalb eines Tages gelesen und mich mit Schneeböen nach Wenturien wehen lassen. Die Atmosphäre der Geschichte und Welt wurde wirklich gelungen eingefangen, doch insgesamt hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht.

Das Cover: die winterliche Stimmung wurde wirklich gekonnt durch die kühlen und frostigen Farben dargestellt. Die filigranen, weißen Verzierungen wirken beinahe, als hätte man unbelassene, weiße Spitze vor das Gesicht der Frau gehalten und diese Szenerie festgehalten. Jedoch ist es in meinen Augen minimal überladen, zumal ich auch Gesichter auf Covern nicht allzu sehr mag, aber das ist Geschmackssache. Insgesamt ist die Aufmachung der Klappenbroschur aber sehr edel und hochwertig gestaltet wurden!

Die Handlung: Veris ist die Prinzessin des Frühlings und gilt somit als Schönste in ihrem Reich. Doch ihre Anmut gleicht eher einem Fluch, da sie alleine als Auserwählte ihre Menschen vor dem eiskalten Prinzen des Winters schützen soll. Jedoch ist bisher noch nie eine Auserwählte wieder zurückgekehrt, weswegen sie mit der Ankunft beim Prinzen bereits ihr Todesurteil unterschrieben hat.

"Splitter" steht schon recht lange ungelesen in meinem Regal, daher hatte ich den Klappentext nicht mehr ganz im Kopf, weswegen ich etwas unwissend in die Geschichte eintauchen konnte. Fae kommen seit Sarah J. Maas immer häufiger in Geschichten vor und ich muss zugeben, dass Laura Cardea noch einige neue Ideen in die Geschichte eingebracht hat. Trotzdem hat mir - trotz der wundervollen und winterlichen Atmosphäre - die Tiefe in der Geschichte gefehlt. In einer (für mich) gelungen Fantasiegeschichte möchte ich, dass das Buch etwas in mir hervorruft. Ich will mitfiebern und vielleicht auch berührt werden. Dies blieb hier jedoch etwas auf der Strecke. Sobald eine kleine Chance auf tiefgründigere Szenen aufkam, wurde diese immer sofort im Keim erstickt und die Handlung wurde vorangetrieben. (z.B. Informartionen zur Vergangenheit der Protagonistin) Man wurde direkt in die Geschichte hineingeworfen und doch fehlte mir der Bezug zu unserer Protagonistin bis zum Ende.

Wo wir auch schon bei den Charakteren wären. Veris ist eine wirklich starke und sture Protagonistin zugleich. Sie lässt sich nicht die Stirn bieten, jedoch bekommen wir auch sehr wenig Zugang zu ihrer Vergangenheit oder tieferreichenden Gedankenwelt. Ich bewunderte ihren Mut, jedoch ließ sie mich recht kalt. Bei wem das leider auch der Fall war, war Nevan. Ich muss gestehen, dass ich ihn wirklich nicht mochte. Die Abneigung, die man am Anfang des Buches ihm gegenüber empfinden sollte war auf jeden Fall beabsichtigt, jedoch ist diese Gefühlslage bei mir nie verschwunden. Mich konnte er leider nicht wirklich überzeugen. Welche ich jedoch sehr mochte waren Sif und Elyria. Diese haben deutlich mehr Facetten aufgewiesen und konnten mich gut unterhalten.

Ebenfalls sind mir einige auffällige Parallelen zur Throne of Glass-Reihe aufgefallen. Vor dem Buch habe ich den 1. Band der genannten Reihe gerade beendet und dieser konnte mich nicht überzeugen, jedoch weiß man durch das Internet viel über den Fortlauf der Geschichte Bescheid. In der Reihe gibt es einen Fae, der Rowan heißt und die Protagonistin, die eine Assassine ist, wird Celaena genannt. Hier gibt es ebenfalls einen Fae, der Rowan genannt wurde und eine Fae-Frau, die Celena heißt. (Achtung, nun folgt ein minimaler Spoiler!) Ebenso bezeichnet sich Veris im Laufe der Geschichte selbst als Assassine. Das waren mir doch zu viele Gemeinsamkeiten auf einmal, aber vielleicht kennt die Autorin die Reihe auch nicht und es ist nur ein unglücklicher Zufall.

Ingesamt konnte mich "Splitter" gut unterhalten und hat mir im weiteren Verlauf immer besser gefallen. Mir hat jedoch das Tiefgründige und Nachdenkliche in der Geschichte gefehlt und mit unseren beiden Protagonist:innen bin ich leider auch nicht ganz warm geworden, weswegen ich 3/5 Sternen vergebe. Ich kann jedoch sehr gut nachvollziehen, warum dieses Buch so beliebt ist!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.05.2021

"Little did I know that the blond-haired girl was Queen of the Underworld." (S.332)

Throne of Glass 1 - Die Erwählte
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Anmerkung: ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen.

Von Sarah J. Maas habe ich bisher die ACOTAR-Reihe und Catwoman gelesen. Letzteres habe ich bereits aussortiert (es war okay!) und bei ihrer Reihe ...

Anmerkung: ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen.

Von Sarah J. Maas habe ich bisher die ACOTAR-Reihe und Catwoman gelesen. Letzteres habe ich bereits aussortiert (es war okay!) und bei ihrer Reihe rund um Feyre, Nesta und Co. habe ich in den letzten Jahren auch meine Meinung geändert. A Court of Mist and Fury war deutlich ihr bestes Buch, von ihrem neusten Teil über Nesta war ich stark enttäuscht dieses Jahr. Trotz meiner zwiegespaltenen Meinung zu ihren Büchern wollte ich dennoch den Auftakt ihrer bekanntesten Reihe lesen. Ich wurde nicht stark enttäuscht, aber wirklich begeistern konnte es mich leider auch nicht.

Das Cover: finde ich passend. Abgebildet ist Celaena - die kämpferische Protagonistin - mit zwei Schwertern und entschlossenem Blick. Dreht man das Buch herum ist sie noch einmal in einem Ballkleid mit den Schwertern von hinten abgebildet. Die Idee dahinter finde ich ziemlich kreativ!

Handlung: die Assassine Celaena ist dazu verdammt in den Minen zu arbeiten - ohne Aussicht auf eine Freilassung. Bis der Kronprinz Dorian sie aus den Minen schaffen lässt und an den Hof bringt. Dort soll sie mit ihren Vorkenntnissen am Turnier des Königs teilnehmen, da dieser auf der Suche nach einem persönlichen Assassinen ist. Dazu muss Celaena dreiundzwanzig weitere Teilnehmer (nur Männer) ausschalten, ansonsten muss sie in die Mienen zurückkehren und verliert ihre Chance auf Freiheit.

Selbst wenn man diese Reihe noch nicht gelesen hat, so ist die Buchwelt voll mit Inhalten aus der Reihe. Es ist beinahe unmöglich nicht gespoilert zu werden oder zumindest einen Eindruck vorab von der Geschichte zu bekommen. Ich muss jedoch zugeben, dass doch sehr viele Klischees bedient wurden. Mir ist natürlich bewusst, dass man das Rad nicht ständig neu erfinden kann (zumal der Auftakt bereits ein paar Jahre alt ist), doch hier waren es mir doch zu viele bekannte Motive, weswegen die meisten Wendungen in der Geschichte sehr vorhersehbar waren. Des Weiteren hatte ich das Gefühl, dass es kaum Höhepunkte in der Geschichte gab. Anfangs plätscherte es lange vor sich hin, die letzten fünfzig Seiten waren hingegen sehr gut. Ich wurde was die Handlung betraf rückblickend leider enttäuscht.

Auch fand ich den Schreibstil an manchen Stellen etwas holprig. Die Geschichte lässt sich durchweg flüssig lesen, manche Sätze erschienen mir etwas einfach geschrieben. Man bemerkt an manchen Stellen schon, dass es ihr erstes Buch war. Hier ein Beispiel:

"In fact, he was so attractive that she had difficulty not thinking about how attractive he was, and again wondered why he wasn't married. She sort of wanted to kiss him." (S. 134)

Hätte man an der Stelle das "attractive" kursiv hervorgehoben, hätte ich die Wortwiederholung als Betonung seiner Attraktivität verstehen können, so finde ich es leider doch sehr plump geschrieben und es wirkt repetitiv. Ich habe einige weitere solcher Beispiele beim Lesen bemerkt, aber das sind nur Kleinigkeiten. Hier jedoch auch ein gelungenes Zitat:

"He had came here with the intention of embarrassing a snide assassin, and had instead found a young woman pouring her secrets into a pianoforte." (S.144)

Die Charaktere: anfangs habe ich sehr lange gebraucht einen Bezug zu ihnen aufzubauen. Caleana wirkte zuerst sehr eindimensional auf mich, auch wenn ich ihre Stärke und Fähigkeiten sehr gelungen fand. Im Laufe der Geschichte lernt man neue Facetten an ihr kennen, jedoch bin ich immer noch nicht ganz warm mit ihr geworden. Auch die anderen Charaktere wie Chaol oder Dorian hatten zwar in Kombination mit anderen einige schöne Interaktionen, jedoch blieben sie alleinstehend etwas farblos. Müsste ich eine Favoritin wählen wäre es wohl Nehemia. Letztere fand ich durchweg interessant, da sie so geheimnisvoll war.

Insgesamt war das Buch ein durchschnittlicher Auftakt. Es ließ sich flüssig lesen, jedoch ohne Szenen, die mir lange im Gedächtnis geblieben sind. Throne of Glass hat beim Lesen kaum etwas mit meinen Gefühlen angestellt, es blieb mir alles doch ziemlich fremd. Trotzdem ist es an sich kein schlechtes Buch, nur blieb es hinter meinen Erwartungen zurück. Ich vergebe hier 3/5 Sternen und werde wahrscheinlich auch die weiteren Bände eher nicht lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2021

Leigh Bardugo kann es einfach!

Das neunte Haus
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Anmerkung: ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen.

Mittlerweile würde ich wohl alles lesen, was Leigh Bardugo herausbringt, solange ihr Name das Cover ziert. Ihr Grishaverse ist unfassbar beeindruckend ...

Anmerkung: ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen.

Mittlerweile würde ich wohl alles lesen, was Leigh Bardugo herausbringt, solange ihr Name das Cover ziert. Ihr Grishaverse ist unfassbar beeindruckend und fantastisch und ich habe bisher alle Bücher samt Zusatzbänden aus dieser Welt gelesen. Umso spannender war es nun ein völlig anderes Setting abseits des Grishaverse vorzufinden. Ich gebe zu, dass es anfangs etwas ungewohnt war, wenn plötzlich die Rede von U-Bahnen und Target war, aber selbst hier enttäuscht Leigh Bardugo nicht. Es lohnt sich!

Das Cover: es ist schlicht. Es ist düster. Und es passt verdammt nochmal zur Handlung!

Die Handlung: Galaxy Stern, kurz Alex (wie schön ist bitte dieser Name?), kann Geister sehen. Dies wurde ihr jedoch schon seit ihrer Kindheit zum Verhängnis, weswegen sie als Außenseiterin aufwuchs. Als jedoch auf dem Campus von Yale eine Mitschülerin tot aufgefunden wird, werden plötzlich Alex Fähigkeiten immer wichtiger, sodass diese dabei ist, eine jahrhundertalte Verschwörung aufzudecken. Doch auch ihre Fähigkeiten haben Grenzen und plötzlich gerät sie in die Schusslinie mehrerer Gegner:innen...

Das Buch beginnt sehr ruhig. Anfangs hatte ich doch kleinere Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen. "Ninth House" wird immer abwechselnd aus Alex Sicht (Winter, Gegenwart) und Darlingtons (Vergangenheit) erzählt. Das hat teilweise den Einstieg etwas erschwert, rückblickend fand ich diese Erzählweise jedoch sehr wichtig. Beide Handlungsstränge wurden geschickt miteinander verknüpft, bis es am Ende für die lesende Person die große Erkenntnis gab. Ich habe sehr lange mitgerätselt und lag dann doch immer wieder falsch. "Ninth House" wird zwar als Urban Fantasy beworben, jedoch habe ich auch viele Elemente eines Krimis oder Thrillers wiedergefunden. Mir haben die Mischung und Düsternis der Geschichte wirklich sehr zugesagt!

Die Charaktere: ganz viel Liebe für Alex! Letztere war eine unfassbar spannende und facettenreiche Protagonistin. Sie hat eine spannende Vergangenheit und lässt sich nicht die Stirn bieten. Sie mag zwar keine Bilderbuchprotagonistin sein, aber das fand ich gerade deshalb so aufregend. Sie ist undurchsichtig und gleichzeitig muss man sie irgendwie mögen. Mich konnte sie überzeugen! Auch Darlington hat mir gut gefallen. Auch wenn wir noch nicht so viel über ihn erfahren konnten, so mochte ich die Szenen mit ihm sehr gerne. Er ist das genaue Gegenteil von Alex und gerade deshalb waren die Schlagabtausche der beiden so genial. Doch auch Turner, Dawes und Mercy waren aus der Geschichte nicht wegzudenken!

Dieses Buch ist eines der ruhigeren Sorte. Es war ganz anders, als ich anfangs angenommen hatte und es hat beinahe die Hälfte des Buches gebraucht, bis ich vollständig angekommen war - aber ab dann war es einfach nur genial. Leigh Bardugo zieht einfach ihr Ding durch und ihre Geschichten lassen sich nicht wirklich mit anderen vergleichen, doch das liebe ich so an ihren Büchern. Sie heben sich von der großen Masse ab.

Durch den etwas erschwerten Einstieg kann ich hier nicht die volle Punktzahl geben, jedoch haben mich die zweite Hälfte und die Protagonistin so begeistert, dass ich hier 4,5/5 Sternen vergebe. Ich freue mich schon auf weitere Abenteuer mit Alex und Darlington!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2021

Die Schattenseiten des Showbiz

One Last Act
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Nicoles New-Adult-Trilogie hatte mich doch etwas überrascht. Da ich selbst künstlerisch interessiert bin und mich viel mit Musik beschäftige, habe ich mich damals gleich auf "One Last Song" gestürzt. Doch ...

Nicoles New-Adult-Trilogie hatte mich doch etwas überrascht. Da ich selbst künstlerisch interessiert bin und mich viel mit Musik beschäftige, habe ich mich damals gleich auf "One Last Song" gestürzt. Doch bei diesem Band blieb es nicht, denn ich kam nie ganz weg von der NYMSA, weswegen ich auch unbedingt wissen wollte, wie es für die Clique rund um RiIey, Ally Ethan und Co. endete. Auch wenn "One Last Act" für mich der schwächste Band der Reihe war, so ist er doch empfehlenswert!

Das Cover: als am Anfang alle Cover veröffentlicht wurden, fand ich dieses am schwächsten. Jetzt jedoch - nachdem ich es in den Händen halten konnte - ist es doch tatsächlich mein Favorit geworden. Das Gold und das warme Violett harmonieren perfekt miteinander und das Stehen auf einer Bühne wurde sehr ansprechend durch die Scheinwerfer dargestellt. Mir gefällt es wirklich sehr gut!

Handlung: Ally zählte bisher immer zu den besten Studierenden an der NYMSA. Sie lebt für ihren Traum als Schauspielerin und würde alles dafür geben, später bei den großen Hollywood-Produktionen dabei zu sein oder bei bekannten Theaterstücken mitzuwirken. Doch als an der NYMSA plötzlich neue Regeln gelten, zerbricht Ally beinahe an dem Druck. Ethan hingegen weiß genau, wie sie sich gerade fühlt nach seinem Leben im Rampenlicht mit "Beyond Sanity". Er warnt sie vor dem großen Druck, der noch auf sie zukommen wird, doch wird Ally seinen Ratschlag befolgen?

Bei diesem Buch werden sehr ernste Themen behandelt und ich muss wirklich sagen, dass Nicole das Thema nicht verschönert hat und (für mich) sehr realistisch darstellte. Ethans immer noch währender Kampf gegen die Drogen, wird durch Tagebucheinträge den Lesenden nahergebracht und anhand dieser konnte man seine Entwicklung im Laufe des Buches erkennen. Auch bei Allys Umgang mit Stress habe ich schnell die Anzeichen sehen können und auch in diesem Fall wurde es sehr realistisch dargestellt. In meinen Augen ist "One Last Act" der deutlich inhaltsschwerste Band der Reihe und die Liebesgeschichte war für mich tatsächlich etwas im Hintergrund, jedoch war das für mich kein Problem. Doch bei den beiden habe ich etwas weniger mitgefiebert, als bei den vorherigen Pärchen, ich kann nur nicht genau festmachen, woran das lag.

Die Charaktere: auf Ally war ich gespannt. Vorher kannte man sie als gutgelaunte Freundin von Riley, doch wirklich viel von ihr kennengelernt hatte man nicht. Obwohl sie hier die Protagonistin war, blieb sie mir teilweise etwas blass. Ich hatte nach dem Buch irgendwie immer noch nicht das Gefühl, dass ich sie viel besser kennen würde. Ihre Gefühlswelt wurde zwar offengelegt, aber trotzdem blieb sie mir fremd. Ethan hingegen mochte ich sehr. Er war bereits in den Vorgängern der interessanteste Charakter und auch hier konnte er wieder überzeugen. Ebenso treffen wir auch auf Riley und den Rest der Clique, was mir gefallen hat.

Dieses Buch ist hat mir schöne Leserunden beschert, gleichzeitig hat mir etwas gefehlt. In den vorherigen Teilen wurde ich immer zum Träumen verleitet. Die NYMSA wurde so bildlich und einladend beschrieben, dass ich mich in die Atmosphäre der Bücher verliebt habe. Man hat gemerkt, dass Nicole prägende Erfahrungen damals in New York gesammelt hat und diese wirklich sehr gekonnt auf Papier bringen konnte. Hier hat mir dieser "Zauber" etwas gefehlt. Am Anfang hatte ich doch kleinere Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden, was mir bei OLS und OLD nicht passiert ist.

Auch wenn drei Sterne vielleicht auf den ersten Blick für manche enttäuschend wirkt, so spreche ich hier doch eine Leseempfehlung aus. Es ist ein gutes Buch, welches wirklich starke Szenen beinhaltet, jedoch konnte ich mich nicht so fallenlassen, wie in den anderen Bänden. Ich vergebe gute 3/5 Sternen und bin doch etwas traurig, dass diese Reihe nun zu Ende gegangen ist.
Am meisten im Kopf geblieben ist mir One Last Song, am stimmigsten fand ich One Last Dance und hier hat mir der Umgang mit schweren Themen am meisten überzeugt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere