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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2025

3 ⭐

Before the Sun Shatters (Scandalous Secrets, Band 1)
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Der Auftakt des Romans überzeugt mit einem spannenden Setting: Die gefeierte Schauspielerin Lori lebt in einer Welt voller öffentlichem Druck, permanenter Beobachtung und beruflicher Verpflichtungen. Hinzu ...

Der Auftakt des Romans überzeugt mit einem spannenden Setting: Die gefeierte Schauspielerin Lori lebt in einer Welt voller öffentlichem Druck, permanenter Beobachtung und beruflicher Verpflichtungen. Hinzu kommt ein persönliches Geheimnis, das sie zunehmend belastet. Besonders gelungen fand ich die Darstellung der Schattenseiten des Ruhms – die ständige Erwartungshaltung der Öffentlichkeit, der Druck durch Management und Medien sowie der zunehmende Kontrollverlust über das eigene Leben. Diese Aspekte haben mich nachdenklich gestimmt und mein eigenes Konsumverhalten im Hinblick auf Stars hinterfragt.

Trotz dieser gelungenen Themen bleibt Lori als Protagonistin für mich über weite Strecken distanziert. Ich konnte zwar nachvollziehen, warum sie sich von anderen abschottet, dennoch fiel es mir schwer, eine echte Verbindung zu ihr aufzubauen. Ihre Hintergrundgeschichte – wie sie zur Schauspielerei kam, wie ihre Karriere begann oder wie sie in das aktuelle Umfeld geraten ist – wird nur angedeutet. Dadurch wirkt ihre Figur stellenweise blass, obwohl das Potenzial für mehr Tiefe zweifellos vorhanden gewesen wäre.

Ein großer Teil des Romans spielt an einem neuen Schauplatz, der nach einem Ortswechsel eingeführt wird. Leider verlor die Geschichte dort spürbar an Dynamik. Was zunächst wie eine vielversprechende Wendung erschien, entwickelte sich schnell zu einem eher trägen Handlungsverlauf. Auch die Liebesgeschichte zwischen Lori und ihrem Bodyguard Wyatt konnte mich nicht wirklich überzeugen. Dass die beiden ihre beruflichen Rollen und das Machtgefälle zwischen ihnen kaum reflektieren, hat mich irritiert. Statt Spannung durch Zurückhaltung oder innere Konflikte aufkommen zu lassen, entwickelt sich ihre Beziehung recht unreflektiert und wirkt dadurch wenig glaubwürdig.

Wyatt selbst blieb als Figur ebenfalls hinter meinen Erwartungen zurück. Zwar waren seine Gedanken nachvollziehbar, doch seine Handlungen – besonders im Rahmen seiner Rolle als Bodyguard – wirkten oft unprofessionell und naiv. Teilweise fragte ich mich, wie er überhaupt für diesen Job qualifiziert sein konnte.

Der Spannungsbogen leidet ebenfalls unter mangelnder Tiefe. Der zentrale Plottwist war leider sehr vorhersehbar, und das Ende ließ für mich einige entscheidende Fragen unbeantwortet. Vor allem hätte ich gern erfahren, wie Lori sich nach all den Geschehnissen positioniert: Beendet sie ihre Karriere? Findet sie einen neuen Lebensweg abseits der Öffentlichkeit? Stattdessen liegt der Fokus auf Wyatts Berufsentscheidung und der Beziehung, was ich angesichts der Ausgangslage schade fand.

Sprachlich empfand ich den Roman als angenehm zu lesen. Besonders positiv fiel auf, dass Lori und Wyatt jeweils eigene Kapitel erhielten, was Einblicke in beide Perspektiven erlaubte. Die eingestreuten Nachrichten, Social-Media-Beiträge und Interview-Ausschnitte haben der Geschichte Abwechslung verliehen. Etwas gestört haben mich allerdings die häufigen Kraftausdrücke, die in ihrer Häufung irgendwann ihren Effekt verloren. Somit vergebe ich nur 3 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 16.05.2025

1 bzw. 0 ⭐

The Dating Disaster
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Leider konnte mich dieses Buch weder inhaltlich noch auf charakterlicher Ebene überzeugen, weshalb ich das Buch nach etwa 60 % abgebrochen habe.

Der Hauptgrund hierfür liegt in der Gestaltung der Charaktere, ...

Leider konnte mich dieses Buch weder inhaltlich noch auf charakterlicher Ebene überzeugen, weshalb ich das Buch nach etwa 60 % abgebrochen habe.

Der Hauptgrund hierfür liegt in der Gestaltung der Charaktere, insbesondere in der Darstellung von Felix. Seine Charakterzüge wirken über weite Strecken egozentrisch und wenig empathisch, was zu einem stark unausgeglichenen Verhältnis zwischen ihm und Marshall führt. Während Marshall auf Nähe, Vertrauen und emotionale Verbundenheit angewiesen ist, scheint Felix vorrangig an körperlicher Anziehung interessiert zu sein. Dieses Ungleichgewicht zieht sich durch die gesamte bisher gelesene Handlung und wird nicht kritisch hinterfragt oder aufgearbeitet.

Erschwerend hinzu kommt die unzureichende Darstellung von Marshalls demisexueller Orientierung. Diese Thematik wird zwar benannt, bleibt jedoch oberflächlich und wird in den relevanten Momenten nicht angemessen berücksichtigt. Es entsteht der Eindruck, dass sie lediglich als narrative Besonderheit dient, ohne tatsächliche Tiefe zu entfalten oder respektvoll behandelt zu werden.

Auch auf erzählerischer Ebene blieb die Geschichte für mich hinter den Erwartungen zurück. Die Kommunikation zwischen den Figuren ist häufig von Missverständnissen geprägt, die sich leicht hätten vermeiden lassen. Anstatt zu einer authentischen Entwicklung beizutragen, wirken diese Konflikte konstruiert und wiederholen sich in ähnlicher Form, was den Lesefluss erheblich beeinträchtigt.

Zusammenfassend kann ich dem Buch leider nichts Positives abgewinnen – mit Ausnahme der Figur Marshall, die zumindest Ansätze emotionaler Tiefe aufweist. Dennoch war das Gesamterlebnis so frustrierend, dass ich mich zu einem Abbruch entschlossen habe. Ich vergebe 1 bzw. 0 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 16.05.2025

2.5 ⭐

Fortuna's Lovers: Versuchung
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Nach dem charmanten Auftakt der Reihe war ich gespannt auf Alexanders Geschichte – leider konnte mich Band 2 nicht ganz so überzeugen wie sein Vorgänger.

Die Handlung führt erneut in die Regency-Zeit ...

Nach dem charmanten Auftakt der Reihe war ich gespannt auf Alexanders Geschichte – leider konnte mich Band 2 nicht ganz so überzeugen wie sein Vorgänger.

Die Handlung führt erneut in die Regency-Zeit und wartet mit einer reizvollen Ausgangslage auf: Alexander Sidwell soll sich im Rahmen einer Wette porträtieren lassen – und das ausgerechnet in Öl. Da diese Kunstform zu jener Zeit als unweiblich gilt, scheint es in ganz London keine geeignete Dame zu geben. Bis er auf einen jungen, talentierten Künstler trifft, der sich später als Lady Rosemary entpuppt – eine Frau, die sich heimlich als Mann verkleidet, um ihrer Leidenschaft für die Malerei nachzugehen.

Die Idee hat Charme, und das Setting bietet viel Potenzial. Besonders gelungen fand ich die Darstellung gesellschaftlicher Zwänge und die Darstellung von Rosemarys Doppelleben. Auch Alexander wird als Figur greifbar, vor allem durch seine komplizierte Beziehung zu seinem Vater. Die prickelnde Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren sorgt für einige unterhaltsame Szenen.

Dennoch hatte ich insgesamt weniger Freude an diesem Band als am ersten. Die Handlung verläuft vorhersehbar, einige Wendungen wirkten konstruiert. Auch der angedeutete Krimiplot bleibt oberflächlich und konnte die Spannung nicht halten. Zwar harmonieren Alexander und Rosemary grundsätzlich gut, doch es fehlt stellenweise an Tiefe in der Entwicklung ihrer Beziehung. Die Dialoge wirkten teilweise etwas gewollt.

Ich vergebe 2.5 ⭐.

Veröffentlicht am 16.05.2025

1 bzw. 0 ⭐

The Wind Weaver (The Wind Weaver 1)
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Dieses Buch konnte mich leider in keiner Hinsicht überzeugen. Ich habe es bei 80 % abgebrochen, da weder eine erkennbare Handlung vorhanden war, noch die Charakterentwicklung oder der Weltenbau überzeugen ...

Dieses Buch konnte mich leider in keiner Hinsicht überzeugen. Ich habe es bei 80 % abgebrochen, da weder eine erkennbare Handlung vorhanden war, noch die Charakterentwicklung oder der Weltenbau überzeugen konnten.

Die Geschichte wirkt strukturlos. Statt einer klaren Handlung oder Entwicklung erhält man vor allem lange Dialoge und Erklärungen, die sich inhaltlich oft wiederholen, ohne dass es zu einem spürbaren Fortschritt kommt. Spannung baut sich kaum auf, wodurch es zunehmend mühsam wurde.

Die Protagonistin bleibt über weite Strecken blass und agiert meist unüberlegt. Trotz ihrer angeblich bedeutenden Rolle handelt sie unreflektiert und wirkt oftmals naiv. Problematisch war für mich zudem die Darstellung weiblicher Charakteren im Allgemeinen. Bis weit in das Buch hinein kommt lediglich eine Frau vor – erst später wird eine weitere eingeführt, deren Rolle sofort in eine klischeehafte Gegenspielerin gedrängt wird. Ein respektvoller, positiver Umgang zwischen weiblichen Charakteren findet nicht statt, was besonders in einem modernen Romantasy-Werk enttäuschend ist.

Der romantische Handlungsstrang konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptcharakteren wirkt unausgewogen und teilweise toxisch. Die Beziehung ist geprägt von Kontrolle, Misstrauen und unausgesprochener Manipulation, was wenig Raum für echte emotionale Tiefe lässt.

Auch der Magieaspekt blieb ungenutzt. Die Protagonistin verfügt zwar über besondere Kräfte, zeigt aber kein echtes Interesse daran, diese zu verstehen oder zu entwickeln. Stattdessen wird dieser Aspekt der Geschichte wiederholt verdrängt, wodurch Potenzial verschenkt wird.

Sprachlich ist der Stil zwar bemüht, eine besondere Atmosphäre zu erzeugen, jedoch passt der gewählte Ausdruck oft nicht zur Handlung oder den Figuren. Viele Beschreibungen wirken gestelzt oder unpassend eingesetzt, was zusätzlich den Lesefluss hemmt.

Die verwendeten Tropes – unter anderem geheime Kräfte, dunkler Krieger, Enemies-to-Lovers-Dynamik und ein angedeutetes Liebesdreieck – bleiben oberflächlich. Bekanntes wird wiederholt, ohne eigene Akzente zu setzen oder die Handlung mit Tiefe zu füllen. In Verbindung mit auffälligen Parallelen zu bekannten Reihen entsteht der Eindruck, dass hier mehr auf Wiedererkennbarkeit als auf Originalität gesetzt wurde.

Insgesamt konnte mich weder die Handlung noch die Charakterzeichnung oder die Beziehungskonstellationen überzeugen. Ich vergebe 1 bzw. 0 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

Veröffentlicht am 12.05.2025

1 ⭐

Lessons in Forgiving
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Es fällt mir leider sehr schwer, etwas Positives über dieses Buch zu sagen. So leid es mir auch tut – diese Buch war für mich eine große Enttäuschung. Zwar ist das Cover sehr gelungen, doch inhaltlich ...

Es fällt mir leider sehr schwer, etwas Positives über dieses Buch zu sagen. So leid es mir auch tut – diese Buch war für mich eine große Enttäuschung. Zwar ist das Cover sehr gelungen, doch inhaltlich konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen.

Die Charaktere wirkten auf mich über weite Strecken äußerst anstrengend und weinerlich, was das Lesen zur echten Geduldsprobe machte. Besonders die Protagonistin empfand ich als extrem nervtötend, wodurch es mir schwerfiel, überhaupt eine Verbindung zur Geschichte aufzubauen. Trotz der relativ geringen Seitenzahl kam bei mir keinerlei Spannung auf – im Gegenteil: Der Handlungsverlauf wirkte zäh und es fehlte nahezu komplett an einem durchdachten Plot. Auch die Liebesgeschichte, die eigentlich im Mittelpunkt stehen sollte, ließ mich vollkommen kalt. Die Chemie zwischen den Charakteren war für mich nicht greifbar, wodurch selbst die romantischen Momente flach und bedeutungslos blieben.

Ein weiterer Kritikpunkt war das Tempo der Handlung, das sehr unausgewogen wirkte. Wichtige Szenen wurden im Eiltempo abgehandelt, während weniger relevante Passagen unnötig in die Länge gezogen wurden. Es gab Abschnitte, in denen ich mir gewünscht hätte, mehr Kontext oder emotionale Tiefe zu bekommen – gerade bei einem zentralen Event wurde dies deutlich, als der gesamte Ablauf übersprungen wurde und man nur noch die Ergebnisse präsentiert bekam, ohne emotional involviert zu werden.

Auch die Darstellung der Charaktere blieb oberflächlich. Besonders Paula, deren Hintergrund viel Potenzial geboten hätte, wurde kaum facettenreich gezeichnet. Ihre Herkunft aus der Dominikanischen Republik wurde nur am Rande erwähnt, dabei hätte gerade dieser Aspekt mehr Raum und Tiefe verdient, um sie als Charakter greifbarer und authentischer zu machen. Auch Henry, den man bereits aus dem ersten Band kannte, zeigte kaum Weiterentwicklung. Zwar übernahm er eine deutlichere Rolle als Love Interest und trug die romantische Dynamik durch seine charmante Art gewissermaßen allein, doch darüber hinaus fehlte es ihm – wie auch der gesamten Beziehung – an Substanz.

Der Spannungsbogen zwischen den beiden Hauptcharakteren wurde zwar über längere Zeit aufgebaut, was grundsätzlich ein gelungener erzählerischer Kniff sein kann, doch leider fehlte am Ende die emotionale Belohnung. Selbst das Ende wirkte überhastet und unglaubwürdig. Nachdem über vier Jahre hinweg eine Lüge gegenüber den Eltern thematisiert wurde, wurde die Auflösung auf wenigen Seiten abgehandelt – ohne große Reaktion oder Konsequenz.

Insgesamt war dieser Band für mich leider eine Enttäuschung. Die Charaktere konnten mich nicht erreichen, die Handlung war sprunghaft und wenig durchdacht, und auch die romantische Komponente blieb blass. Ich vergebe 1 ⭐.

Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!