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Veröffentlicht am 27.04.2026

Verbotene Liebe, Sehnsucht, Herzenswärme, Schwesternschaft und Heimatgefühle auf Firefly Island

Firefly Island: Gegen die Vernunft
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Holly ist Hochzeitsplanerin in New York City und gerade dabei, die Hochzeit der reichen Influencerin Cassidy und des Netflix-Seriendarstellers Jaxon zu organisieren, als sie erfährt, dass ihre Großmutter ...

Holly ist Hochzeitsplanerin in New York City und gerade dabei, die Hochzeit der reichen Influencerin Cassidy und des Netflix-Seriendarstellers Jaxon zu organisieren, als sie erfährt, dass ihre Großmutter auf Firefly Island einen Unfall hatte. Kurzerhand reisen Holly sowie ihre beiden Schwestern, die vor eigenen Herausforderungen stehen und eine Auszeit nötig haben, nach Nova Scotia, wo sie in ihrer Kindheit unbeschwerte Sommer verbringen durften. Doch nun steht die marode Firefly Island Lodge vor dem Verkauf und damit ihre Herzensheimat auf dem Spiel.
Als die Promihochzeit unerwartet vorverlegt werden muss, bringt Holly Firefly Island als Veranstaltungsort ins Spiel. Der Bräutigam ist direkt angetan, hat er doch selbst einen familiären Bezug nach Nova Scotia. Jaxon hat jedoch Gefühle für Holly entwickelt - die Holly klammheimlich erwidert - was die kurzfristigen Planungen nicht einfacher macht.

"Firefly Island - Gegen die Vernunft" ist der erste Band um drei deutsch-kanadische Schwestern, deren Herzen auf der fiktiven Insel in Nova Scotia höher schlagen.

Während auf Firefly Island im Juni die Lupinen blühen und die morsche Lodge der Großmutter repariert werden muss, kommen drei Schwestern aus unterschiedlichen Kontinenten zusammen, um eine lukrative Hochzeit zu organisieren und damit ihren Ort der Kindheit zu wahren. Jede Schwester reist mit emotionalem Gepäck an, aber in Band 1 steht zunächst die jüngste Holly im Vordergrund, die gegen ihre Gefühle für den Bräutigam ankämpft, dessen Hochzeit sie plant.

Die Geschichte ist lebendig, empathisch und bildhaft beschrieben. Die fiktive Insel im Atlantik wird leicht vorstellbar und weckt nostalgische Gefühle. Die Charaktere sind mit all ihren Eigenheiten liebenswert dargestellt und in Teilen vielschichtiger als gedacht.

Obschon die organisatorischen Probleme mit der Hochzeit (zu) leicht gelöst werden, wenn in Kürze alte Bekannte gefunden werden, die sich für Infrastruktur, Reparaturarbeiten, Musik, Blumen und Kulinarik verantwortlich zeigen, überwiegen die charmanten Kleinstadtvibes und letztlich soll es vielmehr um den nicht so leicht zu Iösenden emotionalen Konflikt der beiden Hauptfiguren gehen.

Vor dem Hintergrund vergangener Erfahrungen von Holly und Jack, deren frühere Jahre von Verlusten und Enttäuschungen geprägt waren, ist es nachvollziehbar, dass es ihnen so schwerfallt, zu ihren Gefühlen zu stehen und an einer Hochzeit festzuhalten, die unter keinem guten Stern steht. Neben vielen unterhaltsamen, humorvollen und familiären Szenen rund um das Wiedersehen der Schwestern, der betagten Grandma und ihrer patenten besten Freundin Phyllis, die nicht mit gut gemeinten Ratschlägen hinter dem Berg halten, bleibt die Geschichte bis zum Schluss spannend, wie die vernunftbegabte Holly und der bodenständige Leinwandstar ohne Gesichtsverlust zueinander finden können — denn dass sie das eigentliche Traumpaar sind, steht außer Frage.

Der Auftaktband "Gegen die Vernunft” ist eine warmherzige Liebesgeschichte ohne übertriebene Dramatik, die an einem Sehnsuchtsort handelt und alle Zeichen auf Neuanfang setzt. Mit ziemlich offensichtlichen Hinweisen macht er bereits neugierig auf die beiden nachfolgenden Bände um die Schwestern Ivy und Rosalie, die "Second Chance” und "Enemys to Lovers” mit Glühwürmchen im Bauch versprechen. Weiter geht es mit Band 2 "Zurück zu dir" am 15. Juli 2026.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Diffizil aufgebauter Psychothriller um Neid, Misstrauen und dunkle Familiengeheimnisse

Geliebte Schwester
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Tasha und ihre ältere Schwester Alice ähneln sich äußerlich, vertrauen einander blind, führen aber ganz unterschiedliche Leben. Während Tasha in ihrer Heimat in Chew Norton geblieben ist, verheiratet und ...

Tasha und ihre ältere Schwester Alice ähneln sich äußerlich, vertrauen einander blind, führen aber ganz unterschiedliche Leben. Während Tasha in ihrer Heimat in Chew Norton geblieben ist, verheiratet und Mutter von Zwillingen ist, ist Alice als Biochemikerin erfolgreich und lebt mit ihrem wohlhabenden Mann in London.
Als Tasha und ihr Mann Aaron eine Auszeit brauchen, bietet Alice an, mit ihrem Mann Kyle auf die Kinder aufzupassen, damit Tasha und Aaron einen Kurzurlaub in ihrer Wohnung in Venedig verbringen können. Der Aufenthalt endet abrupt, nachdem Alice und Kyle in Tashas Haus überfallen wurden. Zurück in England findet Tasha eine Botschaft: "Du solltest es sein".

Der Roman wird aus mehreren Perspektiven geschildert, wobei der Schwerpunkt auf der Ich-Erzählerin Tasha in der Gegenwart im Oktober 2019 liegt. Daneben gibt es Rückblenden beginnend sechs Monate zuvor und einzelne kursiv gedruckte Abschnitte mit einer hasserfüllten Beobachtung Tashas.

Im Verlauf der Handlung wird bekannt, welches tragische Familienunglück sich im Oktober 1989 in Tashas Kindheit ereignet hat und alle Beteiligten gezeichnet hat. Spuren am Tatort des mutmaßlichen Einbruchs stellen eine Verbindung zur Vergangenheit her, wirken verstörend und mysteriös.

Der Psychothriller hält die Spannung auf einem konstant hohen Niveau. Tasha und Aaron werden in Venedig bedroht, Alice und Kyle in Chew Norton überfallen. Dazu kommt Tage später eine Frauenleiche im Weiher hinter Tashas und Aarons Haus. Wie die einzelnen Ereignisse zusammenhängen, ist kaum zu erahnen. Die Charaktere haben ihre Geheimnisse, die erst allmählich enthüllt werden. Dabei kommt es zu zahlreichen Wendungen, die jedoch am Ende etwas verworren sind.

"Geliebte Schwester" ist ein diffizil aufgebauter Psychothriller um Neid, Misstrauen und dunkle Familiengeheimnisse, der auf falsche Fährten führt und auf schändliche Art und Weise beweist, dass Blut dicker ist als Wasser.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Psychothriller, der tief in die Seelen der handelnden Personen blicken lässt, aber nicht ganz so fesselnd wie Band 1

39 Grad
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Die Augusthitze ist mörderisch. In kurzer Abfolge werden mehrere Frauen im Raum Erfurt getötet. Der Täter inszeniert seine Opfer grausam in der Öffentlichkeit und hinterlässt jeweils dreistellige Zahlen ...

Die Augusthitze ist mörderisch. In kurzer Abfolge werden mehrere Frauen im Raum Erfurt getötet. Der Täter inszeniert seine Opfer grausam in der Öffentlichkeit und hinterlässt jeweils dreistellige Zahlen als Botschaft. Dabei scheint er Kriminalkommissar Lukas Johannsen persönlich anzusprechen. Das Opfer mit der Nummer 131 wird an seinem Geburtstag aufgefunden, dann erhält er einen Brief mit der Zahl 137 und die 139 platziert der Täter direkt vor seinem Zuhause. Lukas wird von dem Fall abgezogen und ermittelt privat mit Unterstützung der Profilern Berit Pernstein weiter. Noch bevor sie die Zahlen entschlüsseln können, ist sich Lukas sicher, dass sie es nach fünf Jahren wieder mit dem Puppenmörder zu tun haben.


"39 Grad" ist nach "Minus 22 Grad" der zweite Band der Reihe um den LKA-Ermittler Lukas Johannsen. Der Roman handelt ein halbes Jahr später und baut auf der Handlung des ersten Bands auf, weshalb eine chronologische Lesefolge empfehlenswert ist.


Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert, die neben der Sicht der Ermittler auch die Perspektiven der Opfer und des Täters umfassen. Daneben gibt es Rückblenden in die Jahre 1991/ 1992, die von einer traumatisierten Familie und einem schikanierten Kind erzählen.


Auf Grundlage der einzelnen Erzählstränge kann frühzeitig über den Täter spekuliert werden. Dabei ist man den Ermittlern mehrere Schritte voraus, die unter Druck stehen, einen wahnsinnigen Serienmörder zu fassen. Die Hinweise aus der Vergangenheit sind dabei fast zu offensichtlich, die eine gequälte Seele präsentieren und auf ein bestimmtes Motiv schließen lassen.


Beängstigend sind die Szenen, wie der Täter seine Opfer jagt, die er sich nicht willkürlich ausgesucht hat. Für Spannung sorgt zudem, dass er auch Lukas im Visier hat, der trotz seiner Zwangsbeurlaubung weiter ermittelt. Schlüssig setzen sich nach und nach alle Puzzleteilte zusammen, die den Täter enttarnen. Vor dem Zugriff hat er jedoch schon ein neues Opfer ausgesucht, was für ein fesselndes Finale sorgt.


"39 Grad" ist wie schon "Minus 22 Grad" ein durchdachter Psychothriller, der tief in die Seelen der handelnden Personen blicken lässt, die alle eine bewegte Vergangenheit hinter sich haben. Im Vergleich zu Band 1 sorgt er jedoch nicht für ganz so viel Nervenkitzel und beschließt die Reihe mit einem etwas weichem Thriller-Ende.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Wie gut kennst du die, die du liebst? Dramatische Liebesgeschichte mit spannenden Wendungen

Du musst mich vergessen
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Im September 2010 heiratet Carrie nach nur wenigen Wochen einer stürmischen Romanze entgegen jeder Vernunft den Schweden Johan am Strand von Thailand. Noch im Glückstaumel der Hochzeitsfeierlichkeiten ...

Im September 2010 heiratet Carrie nach nur wenigen Wochen einer stürmischen Romanze entgegen jeder Vernunft den Schweden Johan am Strand von Thailand. Noch im Glückstaumel der Hochzeitsfeierlichkeiten wird Johan von einem Sondereinsatzkommando der Polizei verhaftet. Die Vorwürfe sind fatal, Johan muss ins Gefängnis und Carrie hört nie wieder von ihm.
Zwölf Jahre später lebt Carrie mit ihrem Mann Robin und ihren Zwillingen im ländlichen Devon in England. Nach jahrelangen Sorgen um die Gesundheit der Kinder möchte sie ihre Karriere als Ärztin fortsetzen. Während der Vorbereitungen auf ihren beruflichen Neustart stößt Carrie auf eine Anzeige im Internet, die ihr bewusst macht, dass Johan seit mehreren Jahren frei in Schweden wohnt. Vor den Kopf gestoßen, dass sich ihre große Liebe nie bei ihr gemeldet hat, nutzt sie die Chance, nach Schweden zu reisen, um Antworten auf ihre drängenden Fragen zu erhalten.

Der Roman handelt auf zwei Zeitebenen und erzählt abwechselnd aus Carries Sicht, wie sie sich unsterblich in Johan verliebte, wie abrupt sie ihre große Liebe verloren hat und wie sie ein neues Leben ohne ihn anfangen musste und inzwischen eine eigene Familie hat.

Die Geschichte ist bildhaft und emotional geschrieben, wobei der Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart deutlich und Carries Entwicklung von einer frisch verliebten und aufstrebenden Chirurgin zu einer gefestigten Ehefrau und verantwortungsvollen Mutter nachvollziehbar wird.
Der Aufenthalt in Thailand in bunten Farben bis zum grauen Gefängnis lässt Bilder im Kopf entstehen, wobei Ungewissheit herrscht, was Johan getan hat. Umso nachvollziehbarer ist, wie Carrie sich in den nachfolgenden Jahren auf dem Land in England eingeigelt hat, zufrieden mit ihrem treuen und verlässlichen Ehemann ist und den turbulenten Familienalltag mit zwei hyperaktiven Kindern managt. Doch die Frage, was der Mann verheimlicht, zu dem sie so leidenschaftliche Gefühle hatte, lässt ihr keine Ruhe und in der Folge wird Carries Leben zum zweiten Mal auf den Kopf gestellt.

"Du musst mich vergessen" handelt von einer leidenschaftlichen Liebe, die euphorisch beginnt und sich zu einem wendungsreichen Drama entwickelt. Die Mischung aus Romantik und Thrill, aus einem Feuerwerk an Gefühlen und dem Wunsch nach Beständigkeit entwickelt einen anhaltenden Lesesog. Carries Suche nach Wahrheit ist fesselnd, wobei die weiteren Schwierigkeiten um den beruflichen Wiedereinstig, die Sorge um den an Alzheimer erkrankten Vater und das angespannte Verhältnis zur Mutter die Geschichte noch facettenreicher gestalten und der Entwicklung der Haupt- und Nebenfiguren Glaubwürdigkeit verleihen.
Obschon am Ende bezweifelt werden kann, ob nicht zu viele abenteuerliche Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart geknüpft werden, ist "Du musst mich vergessen" eine eindrückliche Geschichte über die Frage, wie gut wir diejenigen kennen, die wir lieben.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Nicht so aufregend wie der Titel verspricht - die Handlung am See plätschert nur so dahin

Der Sommer unseres Lebens
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Mit siebzehn Jahren hat Alice zusammen mit ihrer Großmutter Nan und ihren jüngeren Geschwistern einen Sommer am See in Barry's Bay verbracht. Dort hat sie ein Foto von einem Schnellboot mit Teenagern geschossen ...

Mit siebzehn Jahren hat Alice zusammen mit ihrer Großmutter Nan und ihren jüngeren Geschwistern einen Sommer am See in Barry's Bay verbracht. Dort hat sie ein Foto von einem Schnellboot mit Teenagern geschossen und beschlossen, Fotografin zu werden.
Als Nan nach einem Unfall Unterstützung benötigt und deprimiert ist, nimmt Alice sie mit dem nostalgischen Wunsch mit nach Barry's Bay, dort fünfzehn Jahre später wieder einen magischen Sommer zu erleben.
Am See trifft sie auf Charlie, einen der Teenager von damals, der heftig mit ihr flirtet und ihre Großmutter wieder zum Lächeln bringt. Auch Alice wird es nach einer schlimmen Trennung wieder leichter ums Herz, aber Charlie, der als Frauenheld gilt, hält sie auf Abstand. Sie einigen sich auf eine Sommerromanze, bis Gefühle dazwischenfunken.

"Der Sommer unseres Lebens” ist der Nachfolgeroman von "Fünf Sommer mit dir”, kann jedoch unabhängig davon gelesen werden, denn das immer noch frisch verliebte Pärchen Percy und Sam hat lediglich einen Gastauftritt und spielt für die Handlung keine wesentliche Rolle. Im Vordergrund stehen Alice Everly und Sams älterer Bruder Charlie, die sich als Teenager in Barry’s Bay begegnet sind und nun als Erwachsene auf einander treffen.

Das Setting in den Sommermonaten am See verbreitet erneut stimmungsvolle Summervibes, die Geschichte selbst plätschert wie der See aber nur dahin. Zwischen Alice und Charlie sprühen zwar sofort die Funken, wobei Charlies anfängliches sehr eifriges Flirten nicht im Einklang mit seiner späteren Abwehrhaltung gegenüber Alice ist. Im Folgenden wirkt auch die Betonung auf eine "Friends with Benefits"-Beziehung anstrengend aufgesetzt.
Ihr Geplänkel wird deshalb auf die Dauer langweilig und auch Alices Hadern mit ihrer Karriere oder die Sorge um ihre Großmutter sind inhaltlich wenig ergiebig. Charlies Grund, um Alice von sich fernzuhalten, erscheint einfach nur konstruiert, um überhaupt für ein bisschen Dramatik zu sorgen. Sein verletzendes Verhalten passt dabei so gar nicht zu dem Traum-Schwiegerenkel, der die Oma zum See trägt, Gurken einlegt, ein Baumhaus für die ungeborene Nichte baut und so viel Fürsorge und Empathie zeigt. Seine Selbstsabotage ist haarsträubend und lassen die männliche Hauptfigur ihre Glaubwürdigkeit verlieren.

"Der Sommer unseres Lebens" klingt euphorisch, die Geschichte ist es allerdings nicht. Die Slow Burn-Romanze ist vorhersehbar, die Handlung darüber hinaus sehr dünn. Die Charaktere sind ohne wesentliche Kenntnisse über ihre Vergangenheit nur oberflächlich beschrieben. Zudem fehlen echte Konflikte, die der Geschichte Spannung und Dynamik hätten verleihen können.

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