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Veröffentlicht am 15.06.2026

Die verschwundene Schwester

Weil sie lügt
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Anna vermisst ihre Schwester Juli sehr, die nach einem Streit aus dem Haus gegangen ist und nicht wieder gekommen ist. Ihr Vater steht unter Verdacht sie umgebracht zu haben. Als er eines Tages ein Geständnis ...

Anna vermisst ihre Schwester Juli sehr, die nach einem Streit aus dem Haus gegangen ist und nicht wieder gekommen ist. Ihr Vater steht unter Verdacht sie umgebracht zu haben. Als er eines Tages ein Geständnis ablegt und scheinbar den Ort beschreibt, an dem Julu zu finden ist, bricht für Anna, die sich um ihre Mutter und ihren kleinen Bruder Leon kümmert eine Welt zusammen. Auf der anderen Seite steht Katharina, die Kommissarin, die sich jetzt des Falles annimmt, um ihr endlich aufzuklären. Als die Polizei im Keller des Hauses in dem Anna und ihre Familie lebt Knochen findet, wird es richtig mysteriös. Aber es sind nicht Julis Knochen und so geht das große Rätselraten weiter.
Der Thriller „Weil sie lügt“ von Caroline Seibt ist ein äußerst spannender, aber auch sehr verzwickter Thriller, der zwei sehr unterschiedliche Teile hat. Den ersten habe ich als sehr langatmig empfunden, obwohl er das im Nachhinein gar nicht war, Denn in diesem erste Teil wird die Geschichte nach der Suche nach Juli, dem Fund der Knochen und dem Leben, dass Anna nach dem Verschwinden ihrer Schwester lebt, beschrieben. Das ist spannend, aber auch sehr verzwickt, denn es geht alles drunter und drüber. Sie wird außerdem noch verdächtigt etwas mit dem Verschwinden ihrer Schwester zu tun zu haben. Dagegen steht die Sichtweise der Kommissarin Katharina, die davon überzeugt ist, das Anna mit dem Verschwinde nichts zu tun hat, aber in ihrem Tema auch gegen Widerstände ihres Kollegen Faber ankämpfen muss. So geht das im ersten Teil immer hin und her, denn die Autorin wählt die persönliche Sichtweise ihrer beiden Hauptpersonen. Meist im Wechsel wird ein Kapitel aus der Sicht von Anna, mal aus der Sicht von Katharina beschrieben. Das stellt sich im Laufe des Thrillers noch als genialer Kunstgriff heraus. Denn dadurch wird die Spannung im zweiten Teil mächtig angekurbelt. Den ersten Teil zu lesen, hat etwas länger gedauert bis so alle Szenarien klar waren, doch der zweite Teil ist dann wie im Flug vergangen, da hier einige überraschende Wendungen geschehen. Der Spannungsbogen ist sehr gut aufgebaut und die bildhafte Sprache unterstützt die ganze Entwicklung noch.
Die Beurteilung dieses Buches fällt mit jetzt sehr leicht, denn nach einigen Anlaufschwierigkeiten, hat er bis zum Ende meine Neugier ganz hochgehalten. Ich finde den Thriller sehr gelungen und kann ihn nur Wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Ein Kunstschuss

Am Hang des Todes
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Der junge Skirennläufer Phil Ungerer aus dem Grödner Tal, stürzt bei einem Skirennen auf der Saslong vor den Augen von mehreren tausend Menschen. Es ist allerdings kein Sturz, sondern er wurde mitten in ...

Der junge Skirennläufer Phil Ungerer aus dem Grödner Tal, stürzt bei einem Skirennen auf der Saslong vor den Augen von mehreren tausend Menschen. Es ist allerdings kein Sturz, sondern er wurde mitten in den Kopf geschossen. Ein wahrer Kunstschuss. Commissario Grauner und sein Tema ermitteln, doch sie finden keinen Zugriff. Gerade der Commissario findet nach einer langen Weltreise mit seiner Frau, keinen richtigen Zugriff zu seiner Arbeit. Doch die Öffentlichkeit will wissen, wer der Mörder ist. Also übernehmen Saltapepe und seine Frau Tappeiner den Hauptteil der Ermittlungen. Aber auch Grauner hat ein sehr großes Anliegen den Fall zu lösen, will er doch in Frühpension.
Der Südtirol Krimi „Am Hang des Todes“ von Lenz Koppenstätter spielt in einem sehr öffentlichkeitswirksamen Business, dem Skirennsport. Das Titelbild zeigt einen Blick auf die wolkenverhangenen Dolomiten und auf der ersten Seite im Buch, noch vor dem Prolog, weist eine Karte der Dolomiten auf den Ort des Geschehens hin. Die Polizisten sind die bekannte, die in dieser Reihe spielen, der Commissario Grauner, der aber auch halb Bauer auf seinem Hof ist, und Saltapepe und Tappeiner, die verheiratet sind. Mir gefällt die Beschreibung von Grauner sehr gut, der mit sich ringt, was seine Zukunft betrifft. Der Fall spielt in einem Business, dass die Region kennzeichnet Skisport und so auch für sie ökonomische Seite der Region wichtig ist. Gerade hier geschieht ein Mord und dann noch ein wahrhaftes Kunststück an einem der Ihren. Leicht sind die Ermittlungen nicht, weil sie auch in viele verschiedene Richtungen ermitteln müssen. Die Story ist absolut nachvollziehbar und der Prolog ist in diesem Krimi sehr wichtig, aber auch sehr kryptisch. Die Sprache, die der Autor benutzt, ist sehr bildhaft und die Handlung zieht an meinem inneren Auge, wie ein Film vorbei in den ich eintauchen kann. Die Spannung ist sehr gut aufgebaut und weist in viele verschiedene Richtungen, bis sie am Ende zu einem Ergebnis zusammengeführt werden.
Ich mag diese regionalen Krimis und gerade aus Südtirol, da ich diese Region mag, aber auch im Winter schon dort zum Skifahren war und so mir einige Ecken sehr bekannt sind. Ich kann den Krimi sehr gut empfehlen.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Ein mysteriöser Reitunfall

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 9: Der letzte Ausritt
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Für Anna läuft das Leben seinen gewohnten Gang. Ihr bester Freund Malte aus Hamburg hat sein Kommen angekündigt und sie ist schon ganz aufgeregt und macht Pläne wie sie die Zeit mit ihm verbringen wird. ...

Für Anna läuft das Leben seinen gewohnten Gang. Ihr bester Freund Malte aus Hamburg hat sein Kommen angekündigt und sie ist schon ganz aufgeregt und macht Pläne wie sie die Zeit mit ihm verbringen wird. Außerdem ist da noch der neue Reiterhof und gerade da passiert ein Reitunfall eines Geschäftsmannes, der in den Reiterhof investieren wollte. Natürlich ermittelt die Polizei aus Fontenaia und der Unfall stellte sich als Mord heraus, denn es war eine Schnur über den Reitweg gespannt. Anna ist trotz der Visite von Malte natürlich in den Fall involviert und unterstützt die Ermittlungen.
Ein neuer Fall aus Fontenaia aus der Reihe Vino Mord und Bella Italia von Christian Homma & Elisabeth Frank „Der letzta Ausritt“ der Anna beschäftigt. Das Cover führt den Leser gut in das Thema ein und so sieht man den Reiterhof sehr plastisch vor sich. Um diesen Reiterhof dreht sich der neue Fall der Commisario Vico und sein Team in Atem hält. Natürlich unterstützt Anna das Team nach Kräften. Die Hauptcharaktere sind natürlich Anna, Tameo und das Team der Polizei. Sie sind ein eingespieltes Team. Diesmal sind Verdächtige aus Annas Freundeskreis beteiligt und so kommt eine leichte Befangenheit in Anna hoch. Diesmal halten sich die Querelen mit Vico in Grenzen, es scheint eine Annäherung zu geben. Interessant ist, dass die Autoren, Annas Freund Malte gleich mit in den Ablauf einbauen, hier mit einer speziellen Aufgabe. Ansonsten verbreiten die Autoren eine sehr interessante Stimmung und der Mordfall ist so ein bisschen die Nebensache, Aber ic finde dieses Konzept sehr gut. Die Stimmung in Fontaneia wird sehr bildhaft dargestellt, so dass man sich auch gut in die Atmosphäre eindenken kann. Der Spannungsbogen ist gut bis zum Ende entwickelt und auch die Tatverdächtigen werden erst sehr spät konkretisiert.
Ich bin ein Fan von dieser Art Krimi, der in einer entspannten Atmosphäre spielt und och auch ein gewisses Maß an Spannung aufweist und das alles in Belle Italia.

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Bandenkrieg

Die Toten von morgen
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Nihal ist ein Kommissars Anwärterin und gerade aus Hamburg wieder zurück nach Berlin gezogen, geflohen vor einer Liebe, von der sie nicht weiß, ob sie die will. Ihr Freund Saad und seine Tochter Leila ...

Nihal ist ein Kommissars Anwärterin und gerade aus Hamburg wieder zurück nach Berlin gezogen, geflohen vor einer Liebe, von der sie nicht weiß, ob sie die will. Ihr Freund Saad und seine Tochter Leila sind allerdings auch wieder in Berlin zurück. Das ist ihr unbekannt als ein Toter gefunden wird, hingerichtet, was auf eine Abrechnung im Bandenmilieu hinweist. Doch sie finden den Auftraggeber nicht, obwohl Nihal sich auf die Spur des Toten setzt. Bevor sie mehr erfährt, wird wieder ein Toter gefunden. Das alles schreit nach einem Bandenkrieg. Als sie die Adresse observiert, an der der Tote öfter halt gemacht hat, bemerkt sie das Saad auch dort arbeitet. Doch was hat er mit dem Ganzen zu tun? Diese Frage bringt Nihal an den Rand ihrer Aufnahmefähigkeit.
Der Thriller „Die Toten von Morgen“ von Kim Koplin spielt in der Hauptstadt Berlin und nicht weniger als um die Vorherrschaft im Drogengeschäft. Die beiden Hauptcharaktere sind Nihal und Saad, die eine On-Off Beziehung pflegen und Nihal nicht so richtig Vertrauen in Saad Hat. Der hat eine 5-jährige Tochter, die Nihal abgöttisch liebt, sie aber nicht weiß, ob sie das mit dem Kind kann und will. Diese Nebenschauplätze, neben dem spannenden Thriller Anteil sind es, die immer wieder für Hochspannung sorgen und auch dafür zuständig sind das Buch nicht gut aus der Hand legen zu können. Die Autorin hat die Kapitel dann auch noch mit Namen gekennzeichnet, so dass man genau sie Perspektive auf die Geschehnisse mitbekommt. Denn sowohl im Privatleben von Nihal geschieht eine ganze Menge, sondern auch in ihrem Beruf, der die Rivalitäten im Bandenbereich beschreiben. Ein neuer Spieler will dem Platzhirschen seine Vorherrschaft nehmen und diesen brutalen Bandenkrieg beschreibt dieser Thriller ebenfalls. Bei aller Brutalität gelingt es der Autorin immer wieder kleine Abschnitte einzubauen, die nicht ganz Ernst erscheinen. Da wäre die Freundschaft zwischen Mohammed und Saad und das Verhältnis zwischen Nihal und ihrem Chef. Hier wird auch nochmal ein zentrales Thema angesprochen, Vertrauen. Die Sprache, die die Autorin benutzt lässt den Leser ein bisschen atemlos zurück, doch dafür unterstützt sie die Spannung bis zum Finale außergewöhnlich gut.
Ich finde diesen Thriller hochspannend und verzeihe ihm auch, dass er manchmal ein bisschen drüber ist. Der Story tut das gut und vor allem bewegt sich die Autorin in einem Bereich, der sich durch hohe Brutalität auszeichnet. In diesem Umfeld das Thema Vertrauen zu beschreiben, finde ich gut gelungen.

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Tödliche Verbindungen

Mord in der Pension Möwennest
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Frieda Brogan war in dem Kloster Novizin in dem auch Nora Breen lebte. Als Frieda sich entschied das Kloster zu verlassen blieb sie mit Nora in brieflichen Kontakt. Aber schon zwei Wochen hatte Nora keine ...

Frieda Brogan war in dem Kloster Novizin in dem auch Nora Breen lebte. Als Frieda sich entschied das Kloster zu verlassen blieb sie mit Nora in brieflichen Kontakt. Aber schon zwei Wochen hatte Nora keine Nachricht von Frieda erhalten und deshalb entschloss sie sich ebenfalls das Kloster zu verlassen und sich auf die Suche zu machen, um Frieda zu finden. Sie wusste, dass sie in der Pension Möwennest in Gore on Sea untergekommen war. Nora machte sich auf den Weg und mietete sich in dieser Pension ein. Sie machte sich auf die Suche nach Frieda, doch sie konnte keine finden, außer dass keiner der Bewohner wusste, was mit ihr geschehen war. Als dann ein Mitbewohner, Teddy Atkins, tot aufgefunden wurde, regte dass die Neugier bei Nora an und ob die Polizei nun wollte oder nicht, sie wöllte weiter ermitteln.
Der Krimi „Mord in der Pension Möwennest – eine gescheiterte Nonne ermittelt“ von Jess Kidd spielt in der Region Kent im Jahre 1954 und beschreibt auch die Nachkriegszeit mit all ihren Besonderheiten in England. Der Hauptcharakter Nora Breen ist aus einem Orden ausgetreten, um ihre Freundin zu suchen. Sie verlässt also einen geschützten Bereich und begibt sich in die Ungewissheit eines Lebens außerhalb der Klostermauern. Sie hat ein wenig Geld mitbekommen und so beschreibt die Autorin auch die Unsicherheiten, die diese Nora durchlebt. Ansonsten merkt man nichts speziell Christliches an ihr, aber einen hohen Grad an Neugier weist sie auf. Diese Eigenschaft wird in diesem Krimi von der Autorin immer mehr ausgebaut bis hin zu dem Punkt, dass sie sich private Ermittlerin nennt. Natürlich ist nicht alles positiv, denn sie nervt die Polizei schon sehr, aber sie wird als so gute Beobachterin dargestellt, dass sie in ihren Ermittlungen doch immer wieder etwas entdeckt, das die Polizei so nicht herausfindet. Dieses große Maß an Empathie zeichnet sie aus, auch wenn ihr das manchmal sehr schwerfällt. Die Autorin beschreibt sehr akribisch den Weg, den Nora nimmt von der Nonne, bis hin zu einer Detektivin. Sie nimmt den Leser mit auf eine Reise dieser Persönlichkeit und dass ist auch eine sehr spannende Seite in diesem Krimi, neben den Morden, um die sich Nora kümmert. Auch die Entwicklung in Bezug zur Polizei wird durch ihre empathische Art immer besser. SO ist dieser Spannungsbogen gut bis zum Ende entwickelt.
Mir gefällt dieser Krimi sehr gut, da er mir über die Situation in diesem Teil von England gute Ideen liefert und auch die spezielle Nachkriegszeit gut beleuchtet. Auch die Spannung empfinde ich als ausreichend und ich habe mich gut unterhalten. Das ist was ich auch weitergeben kann. Der Krimi ist speziell hat aber sehr ansprechende Seiten.

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