Profilbild von scouter

scouter

Lesejury Star
offline

scouter ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit scouter über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2025

Das Geheimnis der DNA-Untersuchungen

Die Chemie des Verbrechens - Die Fährte
6

Dr. May Barven ist eine Rechtsanwältin mit Fachgebiet DANN Analysen. Sie hat noch nicht viele Klienten, doch als der Sohn des Reeders Rickleffs aufgrund einer DNA-Analyse als Verdächtiger in einem Cold ...

Dr. May Barven ist eine Rechtsanwältin mit Fachgebiet DANN Analysen. Sie hat noch nicht viele Klienten, doch als der Sohn des Reeders Rickleffs aufgrund einer DNA-Analyse als Verdächtiger in einem Cold Case, verhaftet wurde, versucht sie sein Mandat zur Verteidigung zu bekommen. Doch haben sich schon einige sehr bekannte Kanzleien um dieses Mandat bemüht. May bleibt hartnäckig und bekommt durch ihre Hartnäckigkeit und ihr Spezialgebiet auch das Vertrauen des Angeklagten Ruben Rickleffs. Sie muss allerdings ganz schnell lernen, dass die Presse durch die Eltern der Toten schon in dem Fall Stimmung macht und ihre Analyse der DNA noch nicht positiv in den Fall eingebaut werden kann. Gott sei Dank unterstützt sie in diesem Fall der Detektiv Tarek und gemeinsam machen sie sich auf den Weg den Fall zu lösen.
Der Kriminalroman „Die Chemie des Verbrechens – Die Fährte“ von Sabine Weiss ist der erste Roman mit einem neuen Ermittlerteam, das aus der Rechtsanwältin und DNA-Analystin May und dem Privatdetektiv Tarek besteht. Das Cover zeigt eine einsame Hausruine, wie sie in dem Krimi vorkommt die einsam an einem Feld steht. Vielleicht hat dieses Cover nichts mit dem Fall zu tun, aber es birgt schon mal etwas Unbekanntes und Einsames. Der Krimi beschreibt die Wiederaufnahme eines Cold Cases durch eine neue DNA- Analyse, die die Eltern des toten Mädchens Ute in Auftrag gegeben haben. Aufgrund dieser Analyse wird ein Verdächtiger festgenommen und soll vor Gericht gestellt werden sollen. Dieser Anfang der Story ist schon sehr gut nachvollziehbar. An dieser Stelle wird dann die DNA-Analystin und Rechtsanwältin May als Hauptcharakter in den Krimi eingebaut. Der Leser erfährt eine Menge über DNA-Analysen und wie dieses Beweise in Gerichtsverfahren gesehen werden. Es klingt alles sehr plausibel, was hier entdeckt wird, doch hilft es dem Hauptverdächtigen nicht. Die Autorin verwendet viel Zeit, um diese chemischen Untersuchungen in Verbindung mit dem Recht durch die Anwältin vorzustellen und einzuordnen. Der zweite Hauptcharakter ist der Detektiv Tarek, der nun mehr die praktische Seite der Ermittlungen übernimmt. Es ist ein wachsendes Vertrauen, das zwischen den beiden beschrieben wird. Der Cold Case ist schon ein sehr komplizierter Fall, der die Ermittler beschäftigt. Die Autorin fügt nach und nach in kursiver Schrift, Ereignisse der Geschehnisse ein. Dies trägt natürlich zur Steigerung der Spannung bei, die die Autorin mit einer bildhaften Sprache begleitet. Das Ende hat es auf jeden Fall in sich.
Ich finde den vorliegenden Krimi von Sabine Weiss sehr spannend und interessant und auch das neue Ermittlerteam passt gut zusammen. Dieser erste Band macht auf jeden Fall schon mal Lust auf mehr und ich kann ihn gut weiterempfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 02.11.2025

Ein verzwickter Fall

Dunkles Wien - Die Morde von Lainz
0

Ein junger Mann wird durch eine Joggerin tot im Tiergarten gefunden und so gelangt der Fall in die Hände des Wiener LKA. In die Haut des Toten sind Buchstaben eingeritzt. Die beiden Kriminalbeamten Laura ...

Ein junger Mann wird durch eine Joggerin tot im Tiergarten gefunden und so gelangt der Fall in die Hände des Wiener LKA. In die Haut des Toten sind Buchstaben eingeritzt. Die beiden Kriminalbeamten Laura Sturm und Karl Suchanek übernehmen den Fall. Es stellt sich heraus das der Tote, der Sohn eines reichen Unternehmers aus Wien war. Doch Laura fällt noch mehr auf bei dem Tatort, denn vor nicht all zu langer Zeit ist dort eine junge Frau tot aufgefunden, die sehr vergleichbare Spuren aufweist und auch am gleichen Tatort gefunden wurde. Doch in diesem Fall sitzt der Täter in Haft und das stellt die beiden Kommissare vor große Rätsel und auch ihr Chef macht ihnen gehörigen Druck, da der Vater des Toten ein berühmte Persönlichkeit ist. Doch der Fall ist verzwickter als es scheint.
Der Krimi „Dunkles Wien – Die Morde von Lainz“ von Lisa Jeglitsch ist deren Debutroman und auch der Fall ist spannend erzählt. Das Cover ist sehr gelungen und gefällt mir gut, da es schon etwas Geheimnisvolles an sich hat und auch zum Inhalt des Krimis passt. Die Hauptcharaktere sind sehr gut dargestellt und das Duo arbeitet sehr gut zusammen und es knistert auch ein bisschen zwischen den beiden. Außerdem ist da noch Bo der kleine Hund von Laura, der sich auch zu Karl und Lauras Freundin Anna hingezogen fühlt. Die Beziehung zwischen Anna und Laura scheint etwas ganz Besonderes zu sein. Doch Laura und Karl haben zu viele Fragezeichen zu lösen, dass dort viel Zeit für Privates bleibt. Die Story ist gut erzählt und die Autorin zweigt immer wieder in verschiedene Richtungen ab, die auch schon mal zu Sackgassen werden, Das Miträtsel in den Ermittlungen ist für den Leser genauso schwierig, wie für die Kommissare und ich finde dieses ganz Geschehen ist sehr authentisch dargestellt. Natürlich löst sich ansteigende Spannung zum Ende des Spannungsbogens wunderbar auf, doch bis dahin ist vieles in der Dunkelheit verborgen.
Ich finde das Debut dieser Autorin ist sehr gut gelungen. Der Krimi liest sich sehr gut und ist spannend und zeigt natürlich einige Abgründe auf. Auch die Story passt gut zusammen und so möchte ich diesen Krimi gerne empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2025

Der Kibbuz Trashim

Adama
0

Die verschiedenen Mitglieder der Familie um Ruth einer ungarischen Jüdin werden vorgestellt und es beginnt alles im Jahr 1946 in Palästina als Israel sich noch im Kampf um ihren Lebensraum befand. Die ...

Die verschiedenen Mitglieder der Familie um Ruth einer ungarischen Jüdin werden vorgestellt und es beginnt alles im Jahr 1946 in Palästina als Israel sich noch im Kampf um ihren Lebensraum befand. Die Geschichte behandelt das Leben in einem Kibbuz und Ruth ist der Ausgangspunkt der Familie, die ihre Leben orientiert an den Regeln des Kibbuz. Sie bekommt zwei Kinder, die im Kinderhort des Kibbuz aufwachsen, damit sich ihren Eltern um die Gemeinschaftsarbeit kümmern können. Das Leben ist sehr hart für sie, aber sie arrangiert sich, da sie sehr stark ist. Sie schmuggelt Dinge für das Kibbuz und wartet auf ihre Schwester Shoshana, die auch auf dem Weg nach Palästina erst in einem Lager auf Zypern strandet und dort heiratet. Als sie endlich in Palästina landet, merkt sie auch wie hart das Leben hier ist, aber sie bekommt einen guten Job und lernt interessantes Menschen kennen.
Der Thriller „Adama“ von Lavie Tidhar ist sehr spannend geschrieben und hat auch einige Thriller Elemente, die auf die Geschehnisse im Kibbuz zurückzuführen sind. Es ist eine Familienchronik, die der Autor hier aufzeichnet, von den Urmüttern Ruth und ihrer Schwester Shoshana (genannt Shosh). Diese beiden Schwester und deren Nachkommen werden sehr genau beschrieben und in einzelnen Kapiteln sehr ausführlich dargestellt. Man kann dadurch auch viel über die Entwicklung des Landes Israel und seiner Struktur lernen. Diese Story zieht sich von Jahr 1946 bis in das Jahr 2009 und im Mittelpunkt stehen die beiden Schwester, doch eigentlich ist es Ruth, die diesen Thriller prägt, denn sie ist in dem Buch allgegenwärtig. Der Autor zeichnet das Bild dieses Kibbuz exemplarisch für sicherlich andere Kibbuzim, die zur Entwicklung Israels beigetragen haben. Er beschreibt ein wirklich hartes Leben, das auch immer wieder kriminelle Handlungen eingeschlossen hat. Das ist es, was dieses Buch so spannend macht. Es stellt die Lebenswege der Kinder und Kindeskinder dar und sie sind alle mit Handlungen verknüpft, die an sich schon für eine Geschichte ausreichen. Doch der Autor hat sie in einzelnen Kapiteln und Jahresabschnitten verpackt jeder Person mindestens ein Kapitel gewidmet. Der Leser weiß sofort, was ihn erwartet. Das macht das Buch sehr lesenswert und die Sprache, die sehr eingängig ist, unterstützt das Ganze. Einen klaren Spannungsbogen gibt es eigentlich nur im Leben der Ruth, das sich wie ein roter Faden durchschlängelt.
Ich habe dieses Buch mit großem Interesse gelesen und konnte es hinterher gar nicht mehr aus der Hand legen, da ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Mein Kopfkino hat mich in diesen Zeitstrahl geführt und ich habe vieles interessantes gelernt. Dieses Buch ist lesens- und empfehlenswert

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2025

Ein mysteriöser Mord

Bruno Chef de police
0

Bruno Courreges ist der einzige Polizist in Saint Denis und er ist für alles zuständig, ob Verbrechen oder Verkehrsdelikt oder auch mal nur Streitereien schlichten. Doch auch in dieser Idylle kann es mal ...

Bruno Courreges ist der einzige Polizist in Saint Denis und er ist für alles zuständig, ob Verbrechen oder Verkehrsdelikt oder auch mal nur Streitereien schlichten. Doch auch in dieser Idylle kann es mal zu einem Mord kommen und genau das ist pasiert. Ein alter Kriegsverteran und Vater des örtlichen Lehrers wird tot im Wald gefunden. Es sieht aus als wenn es sich um ein rassistisches Verbrechen gehandelt hat, denn der Tote hatte ein Hakenkreuz auf seinem Körper. Bruno beginnt sehr umsichtig die Ermittlungen und bekommt Hilfe aus der Stadt. Es wird sich zeigen was es mit der Tat auf sich hatte.
"Bruno, Chef de police" von Martin Walker ist der erste Band einer Reihe um den sehr umsichtigen Dorfpolizisten Bruno, des aber nicht so hinterwädlerisch daherkommt, wie es scheint. Der Autor zeichnet ein sehr freundliches Bild dieses Polizisten, der in seiner Freizeit auch die jugendliche Rugbymannschaft und Tennismannschaft trainiert. Außerdem ist er ein sehr begehrter Single Auch seine Art und Weise Ermittlungen durchzuführen ist sehrauf Ausgleich bedacht, da er immer das Wohl des Dorfes und seiner Einwohner im Blick hat. Das machtdie Story sehr menschlich und der Autor hat sich hier natürlich ein sehr heikles Thema herausgesucht und das auch sehr internsiv beschrieben. In Frankreich, wie auch in anderen Ländern ist natürlich ein rassistisches Tatmotiv sehr häufig anzutreffen und es ruft auch immer unterschiedliche Interessengruppen auf den Plan. Diese Story dreht sich allerdings nicht nur um den Kriminalfall, sondern auch das Privatleben des Polizeichefs und das hat einiges zu bieten. Auch die Region kommt nicht zu kurz und trotzdem leidet der Spannungsbogen kein bisschen, den der Autor in einer sehr bildhaften Sprache gut bis zum Ende entwickelt.
Ich mag diese Art von Krimis und ich habe diesen auch sehr schnell lesen können, da er sehr kurzweilig ist. Ich kann diesen Krimi gut empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2025

Viel Arbeit für die Rechtsmedizin

Mit kalter Hand
0

Die BKA-Einheit für Extremdelikte hat momentan viel Arbeit, denn es sind einige Fälle in die Gerichtsmedizin gekommen, die sehr ungewöhnlich sind. Alle Mediziner sind an der Bearbeitung der Todesfälle ...

Die BKA-Einheit für Extremdelikte hat momentan viel Arbeit, denn es sind einige Fälle in die Gerichtsmedizin gekommen, die sehr ungewöhnlich sind. Alle Mediziner sind an der Bearbeitung der Todesfälle beteiligt. Dr. Sabine Yao hat noch einen Spezialfall, denn es wird ein Pferderipper gesucht, der drei Pferde erstochen hat und die Expertise von Sabine Yao durch den Profiler Hasanovic angefragt wird. Außerdem hat die Mordkommission noch einen grausamen Fund gemacht, bei dem es um ein abgesägtes Bein geht. Alles Fälle die Dr. Sabine Yao managen soll und sie nimmt auch umgehend die Arbeit auf.
Der Rechtsmedizin-Thriller „Mit kalter Hand“ von Prof. Dr. Michael Tsokos passt genau in das Genre, denn es wird in aller Deutlichkeit die Arbeit der Rechtsmedizin beschrieben. Schon auf dem Cover, das ein weißes Laken und ein blutiges Skalpell zeigt, wird auf den Inhalt verwiesen. Es ist schon sehr brutal, was in diesem Thriller in allen Einzelheiten aufgezeigt wird, und deshalb ist es auch die Reaktion von dem ein oder anderen Polizisten verständlich. Auch dem Leser wird dies sehr nahegebracht und sehr deutlich beschrieben. Die Arbeit der Rechtsmedizinerin Sabine Yao wird hier sehr ausführlich erzählt und man kann sich vorstellen, dass diese Arbeit schon eine Berufung sein muss, da es sehr in das Private hineingeht. Die Story ist sehr gut nachvollziehbar, da der Autor immer wieder die einzelnen Schauplätze in den Kapitel aufzeigt. Der Leser weiß immer genau, wo der Thriller spielt. Sehr interessant ist neben dem Mord auch die Tatsache, dass die Expertise der Rechtsmedizinerin auch bei einem Pferderipper zum Tragen kommt. Sehr gut aufgebaut ist die Spannung in beiden Fällen und die Sprache ist sehr klar und deutlich.
Wer sich für die Arbeit der Rechtsmedizin in all seinen Facetten interessiert, ist in diesem Thriller und bei diesem Autor sehr gut aufgehoben. Der mit klarer Sprache und großem Fachwissen seines Stories erzählt. Ich habe es interessiert gelesen, aber auch gemerkt, dass das nicht mein Genre ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere