Profilbild von secrecy_library

secrecy_library

aktives Lesejury-Mitglied
online

secrecy_library ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit secrecy_library über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2021

Düster, magisch, gefährlich - und einfach realitätsnah!

Jäger der Schatten
0

Ein Buch, das von einem Mädchen mit schneeweißem Haar, weißer Haut und Augen aus Finsternis erzählt, die jedoch einen lichten, hilfsbereiten Charakter in einer schwierigen, viktorianischen Welt besitzt.

Alles ...

Ein Buch, das von einem Mädchen mit schneeweißem Haar, weißer Haut und Augen aus Finsternis erzählt, die jedoch einen lichten, hilfsbereiten Charakter in einer schwierigen, viktorianischen Welt besitzt.

Alles beginnt in dem Setting eines Zirkus, die junge Louise wird trotz ihres freundlichen Wesens von den Menschen außerhalb als Monster, Dämonin oder Scheusal gesehen. Dass der Junge, in den sie verliebt ist, Berührungen mit ihr meidet, macht die Sache - sie denkt, dass all diese Begriffe auf sie zuträfen - leider auch nicht wirklich besser, obwohl er sie sonst wirklich nett behandelt. Nach einem Beutezug, wo Eli entführt wurde, ändert sich jedoch auch das schlagartig. Er spiegelt eine Kälte wieder, die verletztender für sie ist als es die Worte der Zuschauer haben sein können. Doch warum?
Um diese Frage zu klären, verlässt sie den Zirkus - doch nicht ohne eine überraschende Begleitung! Maku, ein sanftmütiger, süßer Junge und Freund aus diesem kommt mit und deckt gemeinsam mit Louise Geheimnisse und Antworten auf Fragen auf. Eine aufregende, emotionale Reise auf der Suche nach Eli - doch sie wird auch Dinge erfahren, die einen bittersüßen Geschmack mit sich bringen. Ob sie es bereuen wird?

Dank eines schönen Settings, vielen, spannenden Ideen (z.B. soziale Aspekte, die unverblümt dargestellt werden und einfach angesprochen gehören) und wirklich gut überlegten Charakteren fliegt man nur so durch die Seiten, der Schreibstil wirkt da sehr unterstützend. Ich würde jedem Fantasyfan dieses Buch empfehlen - euch erwartet Spannung, unerwartete Wendungen, Freundschaft und ein Kampf zwischen Welten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2021

Vom eher jungenhaften Mädchen zum von allen begehrten Topmodel

Plötzlich blond
0

Heutzutage ist es vollkommen normal, wenn ein Organ transplantiert werden kann, doch was wäre, wenn es möglich wäre, eine Gehirntransplantation durchzuführen? Mit diesem Grundgedanken spielt das Buch „Plötzlich ...

Heutzutage ist es vollkommen normal, wenn ein Organ transplantiert werden kann, doch was wäre, wenn es möglich wäre, eine Gehirntransplantation durchzuführen? Mit diesem Grundgedanken spielt das Buch „Plötzlich blond“ indirekt, denn Emerson (auch Em genannt) stirbt bei einer Veranstaltung, als ein Flachbildschirm auf sie fällt. Ihr Gehirn allerdings ist danach noch vollkommen in Ordnung und wird deshalb in den Körper des, am gleichen Ort durch ein Aneurysma "verstorbenen" Supermodels Nikki Howard gepflanzt. Die Welt soll nichts davon erfahren, deshalb muss Emerson nun das Leben von Nikki Howard so weiterführen, als wäre nichts gewesen. Emerson Watts ist für die Welt offiziell tot.

Selbstverständlich ist es für sie nicht einfach von ihrem Leben als intelligenten Computerspielfan, die sich nie für Mode, Frisuren, Schminke und Jungs interessiert hat, zu dem Leben eines Supermodels zu wechseln. Nach und nach erfährt sie, dass das Modelleben mit den dazugehörigen Pflichten und Menschen kein Zuckerschlecken ist und auch, dass hinter den Menschen mehr steckt als gedacht.
Natürlich bleibt in diesem Buch das Thema „Jungs“ nicht unangesprochen, denn Em, die in ihren besten Freund Christopher verliebt ist, hat ziemlich zu kämpfen. Im Gegensatz zu ihren Eltern und ihrer Schwester darf/durfte er nicht wissen, dass sie noch lebt. Alle anderen, einschließlich Christopher glauben, dass sie gestorben sei und falls Emerson es jemandem erzählen sollte, müssten ihre Eltern die Operationskosten zurückzahlen. Wie also soll sie Christopher, der sich seit dem wohl noch mehr verändert hat als Em, zeigen, dass seine beste Freundin noch lebt?

Ich finde es allgemein spannend, dass man genauso wie Em immer wieder überrascht wird und mitverfolgen kann, wie sie damit umgeht, von einem eher jungenhaften Mädchen zu einem von allen begehrten Topmodel zu werden, wo sie diese vorher alle verachtet und sie als oftmals dumm erachtet hat.
Wer sich über humorvolle, nicht ganz so kitschige Liebesgeschichten für Jugendliche freut, dem kann ich eindeutig dieses Buch empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.03.2021

Ein Abenteuer in zwei Welten

Traumwandler
0

Allgemein zum Buch möchte ich auf jeden Fall sagen, dass ein angenehmer Schreibstil gewählt wurde, so dass es von der Tempo- und Sprachwahl sehr gut gepasst hat. Die Beschreibungen der ganzen Orte wurden ...

Allgemein zum Buch möchte ich auf jeden Fall sagen, dass ein angenehmer Schreibstil gewählt wurde, so dass es von der Tempo- und Sprachwahl sehr gut gepasst hat. Die Beschreibungen der ganzen Orte wurden sehr detailliert und schön ausgearbeitet, so dass man fast das Gefühl hatte, selbst dort zu sehen - genau so portioniert, dass man genügend Details hatte, um es sich vorzustellen und trotzdem Spielraum für einen Hauch eigener Fantasie Platz blieb.

Die Storyidee hat mir sehr gut gefallen, solch eine Geschichte habe ich bisher nicht gelesen gehabt und hast eine sehr gute Wahl getroffen. Was ich eher ein wenig schade finde, dass man kaum etwas bis gar nichts über die Nebencharaktere (Algos, Baya, Fréiann) erfährt, so dass man nicht wirklich die Chance hat, sie kennenzulernen, und sie dadurch, meiner Meinung nach, ein wenig an Präsenz verlieren.

Um zur Hauptprotaginistin Rose zu kommen - über die 19-Jährige erfährt man ja einiges im Laufe des Romans und soweit als Charakter gefällt sie mir ganz gut. Sie isst eindeutig gerne (wie bereits angemerkt XD), sie ist auch etwas stur, neugierig und kann freundlich sein, jedoch ist sie auch ein wenig egoistisch und anfangs etwas harsch. Ich weiß nicht, ob ich sie eher als mutig oder lebensmüde bezeichnen würde, wenn sie den fremden Elfen anfangs so harsch begegnet, wenn die bewaffnet sind und andererseits ihr mit Vorsicht und Misstrauen begegnen. Das ändert sich ja dann mit der Zeit und dann kämpft sie auch noch gemeinsam mit Solas, also schätze ich sie eher als mutig ein ;)
Worüber ich ein wenig erstaunt bin, ist, dass sie nicht wie das Klischee von Mädchen wirkt, die sich schnell verliebt, jedoch aber sich in Solas verliebt, ohne ihn richtig zu kennen. Sie weiß gerade mal, dass er 1500 Jahre alt und ein Waldelf ist und wie er aussieht. Trotz dessen habe ich mit den beiden wirklich mitgefiebert, weil sie wirklich gut zueinander passen, das sagt mir mein Gefühl und anhand der Beschreibungen und Szenen wird dies dazu auch noch untermalt.

Also, mein Fazit - es ist alles in allem ein gutes Buch, hat mir wirklich ganz gut gefallen. Eine schöne Erfahrung, in diese Parallelwelt eintauchen und sie kennenlernen zu dürfen. Ich wäre auf jeden Fall gespannt, was einen in einem zweiten Teil erwarten könnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2021

Eine starke, tolle Story mit Potenzial für mehr

The Second Princess. Vulkanherz
5

Klappentext:

Auf der Vulkaninsel St. Lucien herrscht die mächtige Dynastie der Bell-Frauen. Seit Jahrhunderten wird die Krone an die älteste Prinzessin weitergegeben. Doch hinter der glamourösen Fassade ...

Klappentext:

Auf der Vulkaninsel St. Lucien herrscht die mächtige Dynastie der Bell-Frauen. Seit Jahrhunderten wird die Krone an die älteste Prinzessin weitergegeben. Doch hinter der glamourösen Fassade der Königsfamilie lauern düstere Geheimnisse, die nur die zweitälteste Prinzessin zu hüten weiß. Saphina war immer die jüngste und damit unbedeutendste von drei Schwestern. Nun rückt sie durch unerwartete Ereignisse in der königlichen Thronfolge auf und tritt vollkommen unvorbereitet ein dunkles Erbe an. Und ausgerechnet Dante, der undurchschaubare Adelssohn, soll ihr dabei helfen …



Meinung:

Um mit dem Cover zu beginnen - es ist ein sehr schön gestaltetes Cover, welches durch seine schlichte Eleganz beeindruckt. Durch die düsteren, mysteriösen Farben ist es erst recht ein Blickfang und lädt dazu ein, dass man sich den Klappentext genauer ansieht. Der Klappentext ist wirklich gut geschrieben, so dass man eine spannende, geheimnisvolle Geschichte erwartet.

Mit dieser und der Bewertung zu dieser möchte ich fortfahren:
Der Schreibstil der Autorin hatte mich schon bei der Leseprobe gefesselt und hat mich dann im Laufe des Buches gut durch die Geschichte geführt, da alles sehr flüssig und recht bildhaft ge- und beschrieben wurde.

Womit ich jedoch nicht hundertprozentig klargekommen bin, waren die Erwähnungen von Dingen wie Ed Sherran oder so. Man hat zwar von Anfang an gemerkt, dass es eine Mischung aus Fantasy- und Realwelt war, was mir an sich gut gefallen hat, aber irgendwie haben für mich besagte Dinge nicht in diese "abgeschottete Welt" auf der Karibikinsel gepasst. Genauso hat man leider nichts von dem Karibikinsel-Feeling mitbekommen, auch wenn insgesamt das Setting und die ganze Umgebung gut gewählt wurde. Sonst hat das Setting der ganzen Geschichte wirklich gut und stimmig gewirkt, alles wirkte lebendig und hat eine schöne bildliche Vorstellung erzeugt.

Als Nächstes möchte ich ansprechen, dass die Handlung ab kurz nach der Hälfte des Buches bis zirka zum letzten Viertel teilweise zu eilig und in so manchem Moment einfach zu einfach von statten ging, als es ihr gut getan hätte. Auch wenn es ab zirka besagter Mitte dann etwas mehr Spannung verspricht und so manches Geheimnis aufgedeckt wird, so hat mich so manche Entwicklung/Szene leider doch enttäuscht. Natürlich hat es auch einige schöne Momente gegeben, keine Frage, jedoch waren andere wiederum, meiner Meinung, nach ausbaufähig und hätte vielleicht einfach etwas mehr Tiefe und/oder eine bisschen andere Richtung für den Handlungsstrang benötigt, um vollends zu überzeugen.

Zum Abschluss möchte ich nun auch auf die Charaktere und deren Liebesstory eingehen.
Dante und Saphina verstehen sich am Anfang wirklich schlecht, gerade so, dass sie sich vielleicht ein wenig vertrauen. Der Übergang zu "Ich habe mich in dich verliebt" kaum dann wirklich sehr überraschend und plötzlich. Dazwischen blieb kaum eine richtige "Verliebephase". Ich habe mir zwar keine herzzereißende Romanze erwartet gehabt, jedoch auch nicht zu wenig Tiefe und einen soooo plötzlichen Übergang.
Und so plötzlich wie der Übergang war, so konnte auch Dantes Laune sich in manchen Szenen verhalten. Hin und wieder wurde man wirklich von seiner Laune und dessen Schwankungen überrascht. In ein paar Momenten ist seine Laune sehr verständlich, da er unter Druck und Stress steht und dazu Saphina ihre bockige, kindische Seite auspackt, die ihnen beiden das Leben nicht gerade einfacher macht. Abseits der Fassade seiner miesen Laune empfand ich ihn als loyalen, beschützerischen, freundlichen, netten Kerl.
Nun möchte ich die Hauptcharakterin Saphina ansprechen. Anfangs hatte ich wirklich eine starke Bindung zu der Charakterin, die nett, freundlich, höflich, bisschen stur, schlagfertig und mit mehr Freiraum als ihre Schwestern. Im Laufe der Geschichte hat sie leider oftsmals nicht mehr viel von der starken, unabhängigen Prinzessin, die sich nicht den Mund verbieten lässt. Stattdessen handelt sie unüberlegt und verhält sich unhöflich gegenüber denen, die ihr versuchen zu helfen. Sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte, ja, aber die Selbstreflexion zu ihren unüberlegten Taten und ihrem teilweise etwas bockigen, kindischen, egoistischen Verhalten zum Schluss kam, meiner Meinung nach, etwas spät. Das hat meinerseits wirklich Sympathiepunkte gekostet.

Fazit:

An sich hat das Buch mich gut unterhalten und neugierig gemacht, wie es weitergeht. Ein wenig mehr Spannung und Tiefe wäre noch besser gewesen, aber sonst hat das Buch mir in den meisten anderen Punkten so gut gefallen, dass meine Bewertung bei 3 1/2 Sternen liegt.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Fantasie
Veröffentlicht am 19.03.2021

Zu leichter Weg, jedoch tolle Story und auf schöne Weise die griechische Mythologie eingebunden

Morpheus Töchter
0

Das Einflechten von Götteranspielungen, die Story über eine Gesellschaft, die keine Träume mehr besitzt und nur die Leistung zählt - ich bin wirklich beeindruckt über die tiefe Bedeutung der Geschichte ...

Das Einflechten von Götteranspielungen, die Story über eine Gesellschaft, die keine Träume mehr besitzt und nur die Leistung zählt - ich bin wirklich beeindruckt über die tiefe Bedeutung der Geschichte und dazu glücklich über die eingeflochtene Mythologie 😍☺️

Um nun wirklich zum Buch zu kommen:
Da es aus der Ich-Perspektive und zusätzlich abwechselnd aus der Sicht der Schwestern geschrieben ist, hat man eine klarere Sicht auf ihre Emotionen und Gedanken, so dass man die Herangehensweise umso besser nachvollziehen kann.
Ein klarer Pluspunkt.

Trotz dessen finde ich, dass Jenna anfangs ein wenig zu naiv ist, sie zu schnell vertraut und sich ebenso zu sehr herumschubsen lässt. Die Naivität verringert sich etwas bis etwas zur Mitte der Handlung, sie gewinnt ein gesundes Misstrauen auf ihrem Weg weg von der Stadt und sie zeigt etwas mehr Initiative, was dem Buch wieder mehr Kick verleiht.

Es ist für die beiden Schwestern sehr bereichernd, dass sie sich da gemeinsam durchkämpfen. Keine Sorge, die beiden Jungs sind stets dabei, bringen sich jedoch auch nicht zu übertrieben ein - perfekt, um die Action nicht zu verpassen!

Was jedoch etwas Verbesserungspotenzial besitzt, ist besonders in drei Szenen zu beobachten - beim Eindringen in die Stadt, bei der Flucht aus dieser, was in beiden Fällen zu leicht und einfach vonstatten geht, und die ziemlich detailkarge Erzählung des Morpheus. Ich muss aber zugeben, dass Zweiteres dadurch bestärkt wird, dass ich allgemein eine Leserin bin, die es liebt, wenn kleine, aber mehrere Details eingeflochten werden.

Ich finde es sehr schade, dass es teilweise ein zu leichter Weg für die Schwestern war - es gab zwar Hürden, die jedoch sehr schnell und leicht überwunden werden konnten. Ein wenig mehr Widerstand hätte die Handlung etwas spannender und mitreißender gemacht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere