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Veröffentlicht am 18.11.2020

Eine Geschichte aus der windigen Stadt, die mich im Sturm erobert hat

When We Dream
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Mit „When we dream“ gelingt Autorin Anne Pätzold ein süßes, verträumtes und authentisches Debüt. Das Hörbuch besticht zudem mit einer angenehmen Stimme, die variabel ist ohne sich zu sehr zu verstellen. ...

Mit „When we dream“ gelingt Autorin Anne Pätzold ein süßes, verträumtes und authentisches Debüt. Das Hörbuch besticht zudem mit einer angenehmen Stimme, die variabel ist ohne sich zu sehr zu verstellen. Die Geschichte von Ella, Liv, Mel und Jae-yong irgendwo zwischen Chicago, New York und Seoul ist so ruhig und liebevoll geschrieben, dass die Minuten des Hörbuchs nur so vorbeifliegen. Chicago steht für „die windige Stadt“ und hier finden wir eine Geschichte, die uns im Sturm erobert, ohne, dass wir damit rechnen.

Meine Meinung zu „When we dream“



Ella ist neunzehn und Studentin in Chicago. Sie liebt Bücher und taucht lieber in diese Welten ab, als die Realität zu begreifen. Wie windig die Stadt ist, bekommt man erst mit, als Jae-yong auftaucht und das Leben von Ella durchwirbelt. Die Studentin lebt – seit dem Tod ihrer Eltern – mit ihrer älteren Schwester Mel und ihrer jüngeren Schwester Live zusammen.

Ella ist mit ihrer fünfzehnjährigen Schwester Liv auf einer Veranstaltung, auf die sie dank ihrer älteren Schwester Mel gelangen. Irgendwann verschwindet ihre Schwester unter dem Verwand, auf Toilette zu gehen. Ella sitzt allein in der Umkleide, wo ohne Vorwarnung Jae-yong auftaucht. Sie hat keine Ahnung, dass hier gerade ein Weltstar vor ihr steht, stattdessen verwechselt sie ihn mit einem Kollegen ihrer Schwester. Weil Ella in aller Hektik ihr Buch im Backstage-Bereich vergessen hat, kommen Jae-yong und sie erst richtig in Kontakt.

Zuckersüße K-Pop Popcorn Welt



Die Geschichte hat gewisse Ähnlichkeiten zu „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“, was ich überhaupt nicht unangenehm finde. Vielmehr hat es mich noch mehr angefeuert, der Geschichte zu folgen. Die Autorin hat es geschafft, die komplexe Welt der K-Pop Bands (K-Pop steht für die Pop-Musik aus Südkorea) glaubhaft zu übermitteln, ohne ein Lexikon zu zitieren. Das ist sehr angenehm, weil man nicht direkt mit allen Informationen erschlagen wird. Es wird neben der bunten Pop-Welt auch gezeigt, welches Schattendasein das Leben im Rampenlicht und vor allem als (weltweit erfolgreiche) südkoreanische Popband hat.

Geschwisterband



Besonders gefallen hat mir das Verhältnis der drei Schwestern. Nach dem Tod der Eltern ist Mel als Älteste für Ella und Liv verantwortlich. Ella verspürt oft genug Schuldgefühle, dass sie ihrer Schwester nicht ausreichend Unterstützung bietet. Vor allem, seit sie studiert, hat sie vermehrt das Gefühl, ihr auf irgendeine Art und Weise dankbar zu sein. Was dazu führt, dass sie sich nicht einmal traut, zu gestehen, dass es mit ihrem Studium alles andere als glücklich läuft. Studiengebühren in den USA sind exorbitant teuer und Mel arbeitet buchstäblich Tag und Nacht, um alle drei zu versorgen. Wenn sie ihr jetzt noch stecken würde, dass sie sich mit einem Weltstar trifft – uff – das glaubt Ella ja schon kaum und sie steckt mittendrin.

Liv, die jüngste Schwester ist eine Träumerin und Romantikerin durch und durch. Liv ist riesige K-Pop Fanin, vor allem von der südkoreanischen Band NXT. Das kann man vielleicht auch auf ihr Alter schieben. Für mich persönlich wurde sie insgeheim zu meiner Lieblingscharakter. Sie liebt es die Welt von Disney immer und immer wieder zu durchleben, zu backen, zu tanzen und NXT anzuhimmeln. Unvorstellbar, wie sie reagieren würde, wenn sie herausfindet, dass ihre ältere Schwester sich mit einem Sänger ihrer Lieblingsband trifft.

Sprecherin Leonie Landa



Was Sprecher:innen betrifft, hat man es bei mir wirklich sehr schwer, denn mir gefallen auf Dauer nicht alle Stimmen. Leonie Landa hat es allerdings geschafft, dass ich innerhalb von drei Tagen ein 9,5-stündiges Hörbuch durchsuchtete. Ihre Stimme ist sehr angenehm, auch, wenn sie den verschiedenen Charakteren ihren eigenen Sprachstil verleiht. So haben ich besonderen Gefallen an Liv gefunden (die dadurch noch viel mehr mein Lieblingscharakter wurde). Spannend ist vor allem der Unterschied zu Jae-yong, dem sie eine unverkennbare Stimmfarbe verleiht, ohne zu sehr aufzusetzen.

In der Summe hat vor allem ihre Art, wie sie Wörter aussprach und ihre Stimmfarbe final dazu beigetragen, dass ich im Hörbuch versunken bin und etwas wehmütig am Ende der 9,5 Stunden wir auftauchen musste.

Fazit zu „When we dream“



Mir haben sowohl die Geschichte von Anne Pätzold als auch die Qualität des Hörbuchs gefallen. Dass ich das Buch in nicht einmal drei Tagen durchhörte, sollte für sich sprechen. Die Geschichte ist wunderschön aufgebaut. Die Charaktere sind sehr authentisch und zum Verlieben. Ich denke, für viele Menschen wird es hier Charaktere geben, für die man Gefühle aufbringen kann. Die Stimme von Leonie Landa ist sehr angenehm und ihre verschiedenen Stimmfarben der einzelnen Charaktere überzeugen, ohne für einen Stilbruch zu sorgen. In der Summe ist das Hörbuch gelungen, sowohl von der textlichen Vorlage von Anne Pätzold, als auch durch das Einsprechen von Leonie Landa. Ich bin begeistert und freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.10.2018

Grandioser Reihenauftakt

Renegades - Gefährlicher Freund
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Zusammenfassung
Die komplexe Welt von „Renegades – Gefährlicher Freund“ findet mit Band 1 einen wundervollen Beginn. Es sehr starker Reihenauftakt, noch dazu mit einer sehr starken Protagonistin, die ihren ...

Zusammenfassung


Die komplexe Welt von „Renegades – Gefährlicher Freund“ findet mit Band 1 einen wundervollen Beginn. Es sehr starker Reihenauftakt, noch dazu mit einer sehr starken Protagonistin, die ihren rechten Weg kennt, aber manchmal aus den Augen zu verlieren droht. Zwar wird die Geschichte aus zwei Perspektiven geschrieben, dennoch wird man den Eindruck nicht los, dass es eigentlich nur um Nova geht. Das ist auch gut so.

Man verliebt sich in die Protagonistin, die irgendwie anders ist, als man es erwartet. Bereits mit dem Prolog springt man als Leser sofort in die Geschichte rein und wird in ihren Bann gezogen. Am Ende möchte man nur noch eines: Weiterlesen. Vermutlich DAS Jugendbuch 2018, welches mit so viel Ideen daher kommt, ohne damit zu protzen. Absolute Leseempfehlung.

Die Geschichte von „Renegades – Gefährlicher Freund“


Nova Artino hat von Geburt an die Fähigkeit, Menschen mit ihrer Berührung in einen Tiefschlaf zu versetzen. Eine schlimme Tragödie sorgt dafür, dass Nova nie wieder schläft. Diese Eigenschaft macht sie zu einem Wunderkind mit zwei Fähigkeiten, die ihr elf Jahre später sehr nützlich sein sollen.

Elf Jahre nach dem Prolog beginnt die eigentliche Geschichte von Renegades. Nova – nun besser bekannt als „Nachtmahr“ (im engl. Nightmare) – ist siebzehn und mittlerweile Teil der Anarchisten, einer Gruppe Schurken, die die Feinde der Renegades (den Superhelden) sind. Die Reneagdes regieren in Gatlon City und sorgen für Ruhe und Frieden. Naja, zumindest sagen sie das. Nova sitzt auf einem Dach und versucht den Kopf des Renegades-Rats zu erschießen: Captain Chrom. Unterstützt wird sie dabei von einem Teil ihrer neuen Familie: Phobia, Ingrid Thompson und ungeplant vom Puppenspieler Winston Pratt.

Auf dem Weg zum Tatort, streift Nova durch die Menschenmenge der Parade. Einer Parade zum jährlichen Fest für den Tag, als die Renegades vor die Anarchisten „vertrieben“ haben. In der Menschenmenge trifft sie zufällig einen Jungen, der sich später als Adrian Everhart, Adoptivsohn von Captain Chrom, entpuppen soll. Jenen Mann, den Nova heute umzubringen versucht. Welche (gefährlichen) Folgen diese Begegnung mit Adrian haben wird, ist noch lange nicht absehbar.

Eine spontane Idee führt dazu, dass Nova sich der Renegades-Qualifikation stellt. Stellt euch eine Blind-Audition bei The Voice vor, bei der statt des Gesangstalents, Superkräfte vorgeführt werden. Als einziges Team, möchte ausgerechnet das Team von Adrian Everhart das Mädchen haben. Doch das Team von Frostbeule zweifelt diese Entscheidung an, da Nova keine aktiven Superkräfte vorzuweisen hat. Nova muss sich behaupten und wählt ausgerechnet den Steinmenschen, den jeder fürchtet.

Als Spion versucht sie sich dann bei den Renegades einzuschleusen, um das System von innen heraus zum stürzen zu bringen. Sie lernt immer mehr die andere Seite der Medaille kennen. Ihr Hass gegen die Renegades wandelt sich, und das gefällt Nova gar nicht.

Mein Endfazit zu „Renegades – Gefährlicher Freund“


Die Luna-Chroniken waren bereits fantastisch und Marissa Meyer hat es geschafft, sich um einen (oder vielleicht zehn) Quantensprung zu verbessern. Faszinierend, welche Tiefe dieses Buch erlangen konnte, ohne jemals langatmig zu werden. Noch immer bin ich über diese grandiose Weiterentwicklung geflasht.

Damit sollte klar sein: Ich liebe Renegades. Mit dem Prolog über die sechsjährigen Nova, hatte mich die Autorin der Luna-Chroniken erneut in ihren Bann gezogen. Nova ist so ein wundervoller Charakter, in den ich mich mit jeder Seite mehr verliebt habe. Ihr Herz ist am rechten Fleck und doch so zerbrochen, dass es einem wehtut. Marissa Meyer schafft es, den Charakter so stark und zerbrechlich darzustellen, ohne ihn dabei zu verhunzen.

Dass es so passend für den Rest der Geschichte ist, brauch ich nicht zu erwähnen. Und doch … diese Geschichte ist einfach gigantisch und birgt so unendlich viele Möglichkeiten. Nova ist eine Schurkin, aber vermutlich der größte Superheld der Geschichte. Adrian spielt dabei eigentlich mehr den netten Sidekick.

Auch die Nebencharaktere wie Honey, Ruby oder die beiden schwulen Väter von Adrian (oder die vielen anderen), sind so liebevoll ausgestaltet, dass einem jedes Mal das Herz auf geht. Während des Lesens entwickelte ich im Kopf mehrere Fanfiction-Ideen zu den verschiedenen Charakteren. Bei jedem auftauchenden Menschen, freute ich mich ein wenig mehr. Es war jedes Mal so, als würde ich einen lieben Freund wieder treffen.

Das Ende … das Ende. Ja, das Ende dieses Buches ist einfach großartig geworden. Genau so, dass es einen auf den nächsten Band hoffen lässt und gleichzeitig erlaubt, Abschied vom ersten Band zu nehmen. Ich habe selten so ein fantastisches Ende gelesen. Daher bin ich mehr als gespannt, was Marissa Meyer für Band 2 und 3 noch aus den Ärmel zu schütteln vermag. Meine Theorien laufen im Kopf bereits mehrere Schleifen.

Renegades ist eine absolute Must-Read Lese- und Kaufempfehlung. Ein Buch, in das man sich fallen lassen kann, um in einer komplett anderen Welt ab zu tauchen und sich zu verlieren. Pageturner durch und durch und das Geld auf jeden Fall wert.

Veröffentlicht am 17.09.2018

Keine Ahnung, wie ich dazu stehen soll

Keine Ahnung, ob das Liebe ist
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Zusammenfassung
„Keine Ahnung, ob das Liebe ist“ oder: Keine Ahnung, wie ich dazu stehen soll. Das Taschenbuch ist geschlossen und besticht mit einem speziellen Humor, den vor allem Engelmann Fans lieben ...

Zusammenfassung


„Keine Ahnung, ob das Liebe ist“ oder: Keine Ahnung, wie ich dazu stehen soll. Das Taschenbuch ist geschlossen und besticht mit einem speziellen Humor, den vor allem Engelmann Fans lieben werden. Lyrisch sind die Texte teils sehr schön zu lesen, teils etwas schwierig zu verstehen, da man die Hintergründe manchmal nicht versteht. Auch das macht Poesie irgendwie aus. Für die besondere Poesie vergebe ich fünf Sterne, insgesamt ist das Buch ein starkes drei Sterne-Werk.

Mein Endfazit zu „Keine Ahnung, ob das Liebe ist“



Wie kann man ein poetisches Werk bewerten, dass doch so viel Persönliches der Autorin hervorbringt? Julia Engelmann lässt uns an ihrer Gefühlswelt teilhaben. Zwischen Gedichten über Freundschaft und Liebe, widmet sie zwei Gedichten auch ihren Eltern. Jede Zeile lebt.

Sicherlich ist das Buch schon einem speziellen Publikum gewidmet. Viele Texte lesen sich wie die typischen Engelmann Poetry Slam Texte, die ihren eigenen Rhythmus haben. Dann gibt es die Ballade, die über mehrere Seiten geht und einen irgendwann verwirrt.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich beim Lesen irgendwann zu sehr hab ablenken lassen, oder mir der ein oder andere Text einfach nicht gefallen hat. Das ist einer der merkwürdigen Teile an diesem Buch: Die Poesie ist beeindruckend. Die Idee, die Gefühle und alles dazwischen, zeichnet jedes Gedicht auf seine Art und Weise aus. Da gibt es aber auch diese Geschichten, die einen gar nicht so sehr fesseln.

Poesie ist auch sehr viel Geschmackssache, daher ist es auch schwierig zu beurteilen. Den poetischen Teil würde ich daher mit starken fünf Sternen bewerten, weil mir die Ausdrucksweise jeder Zeile wirklich gut gefallen hat. Leider haben mich einige Texte thematisch etwas gelangweilt. Daher vergebe ich als Ganzes starke drei Sterne. Das bedeutet also nicht, dass dieses Buch schlecht ist, sondern für Zwischendurch ganz nett.

Wer sich Inspiration holen möchte, der liegt mit diesem Buch sehr gut. Außerdem ist das Buch vor allem für Fans von Julia Engelmann oder Poetry Slam und Poesie geeignet. Als kleines Gimmick gibt es im Buch auch ein paar Illustrationen, die Julia Engelmann selbst gezeichnet hat. Die machen das kleine Büchlein besonders liebenswert.

Veröffentlicht am 10.09.2018

Ein fast perfekter Psychothriller

Breakdown - Sie musste sterben. Und du bist schuld
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Zusammenfassung
„Breakdown – Sie musste sterben. Und du bist schuld“ ist ein Psychothriller, der von Anfang bis Ende geschlossen wird. Das Buch ist gut strukturiert und baut logisch aufeinander auf. Obwohl ...

Zusammenfassung


„Breakdown – Sie musste sterben. Und du bist schuld“ ist ein Psychothriller, der von Anfang bis Ende geschlossen wird. Das Buch ist gut strukturiert und baut logisch aufeinander auf. Obwohl es im Mittelteil etwas zu sehr an einen Roman erinnert, kann der Psychothriller überzeugen. Vor allem der Schreibstil schafft es, „weniger spannende“ Passagen mit Spannung zu füllen. Wegen der durchrüttelten Psyche der Protagonistin, durchlebt und erleidet man die Geschichte in einem besonderen Tempo. Vier Sterne für eine rundum geschlossene Geschichte, deren Mittelteil etwas kürzer hätte sein können.

Die Geschichte von „Breakdown – Sie musste sterben. Und du bist schuld“


Cass Anderson ist gerade auf dem Heimweg, denn sie war auf einer Abschlussfeier, da das Schuljahr zu Ende gegangen ist. Mit Beginn der Sommerferien wollte sie – gemeinsam mit Kollegen – den Abend des letzten Schultages ausklingen lassen. Auf dem Heimweg fährt sie – entgegen des Rates ihres Ehemanns Matthew – eine Landstraße lang. Es ist ein unheimliches Gewitter und der viele Regen macht die Landstraße noch gruseliger und vor allem gefährlicher, als sie eh schon ist. Aber Cass wollte so schnell es geht heim. Die Langstraße war nun mal der kürzeste Weg.

Auf der Landstraße sieht sie ein liegengebliebenes Auto. Am Steuer eine blonde Frau. Da es schon kurz vor 12 Uhr abends ist, und der Regen die Sicht verschlechtert, wartet Cass auf ein Zeichen der anderen Fahrerin. Vielleicht eine Lichthupe, oder ein Handzeichen, die signalisieren, dass Cass ihr helfen sollte. Doch es kommt keine Reaktion. Die Frau saß nur im Auto. Cass beschließt, dass sie keine Hilfe bräuchte und fuhr nach Hause.

Am nächsten Tag kommt es überall in den Nachrichten: Auf der Landstraße wurde eine Frau ermordet aufgefunden. Cass macht sich Vorwürfe, dass sie der Frau nicht geholfen hatte. Als immer mehr Details ans Tageslicht kommen, steigert sich die Angst von Cass. Eines Tages beginnt das Telefon zu klingeln, aber am anderen Ende war immer nur eine bedrückende Stille zu hören. Der unbekannte Anrufer mit unterdrückter Nummer ruft danach immer und immer wieder an. Allerdings nur, wenn Cass alleine zuhause ist. Cass beginnt zu glauben, dass es der Mörder ist, der nun auch vor hat, sie zu töten.

Aber das Telefon ist nicht die einzige gruselige Sache, die seit dem Mord passiert. Immer wieder scheint es, dass Cass Dinge vergisst: Ein Geburtstagsgeschenk, einen Grillabend, einen Besuch. Erst dachte sie, es läge am Stress. Da aber ihre Mutter an Demenz litt, kommt Cass immer mehr der Verdacht, dass sie nun auch langsam an Demenz erkranken würde. Zum Glück hat sie verständnisvolle Freunde wie ihrer besten Freundin Rachel und ihren Ehemann. Was würde sie nur ohne die beiden machen, die sie selbst bei der androhenden Demenz zu unterstützen versuchen?

Die Telefonanrufe, des vermeintlichen Mörders, können die beiden jedoch nicht verhindern. Genauso wenig wie Cass‘ Angstzustände.

Mein Endfazit zu „Breakdown – Sie musste sterben. Und du bist schuld“


„Breakdown – Sie musste sterben. Und du bist schuld“ ist ein Psychothriller, der von Anfang bis Ende geschlossen wird. Das Buch ist gut strukturiert und baut logisch aufeinander auf. Vor allem aber fesselte mich der Schreibstil, der selbst die „weniger interessanten“ Passagen mit Spannung füllen konnte. Obwohl ich recht schnell meine erste Vermutung hatte (die sich am Ende bestätigen sollte), schaffte es die Autorin, mich zwischenzeitlich auf eine falsche Fährte zu führen. Im Übrigen passt der Untertitel „Sie musste sterben. Und du bist schuld“ einfach perfekt, vor allem, wenn man das Ende kennt (ohne zu viel zu spoilern). Natürlich passt auch das Buchcover, obwohl es schlicht aussieht, super zur Story!

Leider war mir bereits zu Beginn bewusst, in welche Richtung es gehen wird. Das heißt keineswegs, dass die Geschichte vorhersehbar ist. Vielmehr lag es daran, dass ich zufällig die richtige Vermutung hatte. Dadurch las sich die Geschichte für mich komplett anders. Was eindeutig nicht schlecht war, da ich vor allem wissen wollte, ob sich meine Vermutung bestätigt und vor allem Warum.

Zudem ist der Mittelteil mit knapp 100 Seiten etwas langatmig. Diese Spanne las sich eher wie ein Roman. Hier fehlte die Thriller typische Spannung. Schlimmer noch: Man begann von der Protagonistin genervt zu sein. Das ist allerdings genau das, was die Geschichte bezwecken wollte. Am Ende versteht man, warum man durch diese Phase gehen musste. Sie hätte dennoch etwas kürzer sein können, weil es anfing, langweilig zu werden.

Letztlich gebe ich diesem Thriller vier von fünf Sternen, weil mir der Mittelteil zu lang war ansonsten die Geschichte sehr gelungen und unterhaltsam war. Ein etwas kürzerer Mittelteil und das Buch wäre perfekt gewesen. Obwohl ich bereits mit meiner ersten Verdächtigung richtig lag, wollte ich unbedingt herausfinden, warum, wie und vor allem wozu der Rest der Geschichte. Zwar ist es kein klassischer Psychothriller, dennoch weiß er als solcher die meiste Zeit zu unterhalten. Vielleicht bin ich auch nicht mehr so schreckhaft, wie andere. Andere hätten beim Stichwort Telefon vermutlich mehr Angstzustände bekommen.

Veröffentlicht am 06.09.2018

Ein typischer de Vries Jugendthriller, der nur so vor Spannung trotzt.

Mädchen, Mädchen, tot bist du
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Zusammenfassung
„Mädchen, Mädchen, tot bist du“ ist eine Geschichte, die bereits zu Beginn mit einem guten Tempo startet. Man wird direkt in die Geschichte geworfen und durchlebt – im wahrsten Sinne – ...

Zusammenfassung


„Mädchen, Mädchen, tot bist du“ ist eine Geschichte, die bereits zu Beginn mit einem guten Tempo startet. Man wird direkt in die Geschichte geworfen und durchlebt – im wahrsten Sinne – mehrere Tode. Ein typischer de Vries Jugendthriller, der nur so vor Spannung trotzt.

Besonders gut gelingt es de Vries den Leser auf diverse falsche Fährten zu locken. Das macht die Geschichte um so spannender. Die Auflösung am Ende kommt mit keinem Paukenschlag, sondern einem ganzen Silvester-Feuerwerk. Ein absolut spannender Jugendthriller. Eine klare Empfehlung für de Vries Fans, Leute, die gerne Rätsel lösen oder generell auf (Jugend-)Thriller stehen.

Die Geschichte von „Mädchen, Mädchen, tot bist du“


Leila ist tot. Selbstmord. Es kursieren viele Gerüchte darüber, wie sie gestorben ist. Innerhalb weniger Tage sterben zwei weitere Mädchen auf seltsame Weise. Beide Tode deuten auf Selbstmord hin. War es wirklich Selbstmord?

Ein Unbekannter schreibt mehreren Mädchen seltsame Briefe. Kurz darauf sind sie tot. Zufall? Auch Tess erreicht einer dieser Briefe. Als die Polizei ihr nicht glaubt, beginnt sie zu recherchieren und trifft auf einige Ungereimtheiten. Zufall? Sie glaubt nicht an Zufälle.

Weitere Details führen zu massiven Spoilern der Geschichte.

Mein Endfazit zu „Mädchen, Mädchen, tot bist du“


Mir einem enormen Tempo begann das Buch. Ich wusste direkt: dieses Buch wird anders sein, als Mel Wallis de Vries „Mädchen versenken“. Nachdem man den ersten Tod begleitet hat, läuft man auf verschiedenen Pfaden durch die Geschichte, auf der Suche nach dem Mörder. Doch man ist als Leser zu langsam und muss zusehen, wie weitere Mädchen sterben. Immer und immer wieder. Vielleicht erinnerte es mich deshalb ein klein wenig an „Tote Mädchen lügen nicht“.

Ich mochte die verschiedenen Sichtweisen und Geschichten, in die uns die Autorin führte. Egal, wie belanglos die Geschichte erschien, sie war wichtig für das große Ganze. Ehrlich gesagt, war ich nach dem ersten Twist (relativ zu Beginn der Geschichte) mehr als geschockt. Das reizte mich jedoch umso mehr und ich wollte unbedingt weiterlesen. Auf der Suche nach dem Mörder.

Der Leser wird auf unterschiedliche Wege geführt und weiß irgendwann selbst nicht mehr, wo er ist. Das ist die Chance für den Mörder, der sich gut zwischen den Zeilen verstecken kann. Immer wieder landet man auf der falschen Fährte, so wie es die Autorin auch gewollt hat. Es ist ein bisschen wie in Horror-Filmen. Man weiß, man sollte nachts bei seltsamen Geräuschen nicht in den Keller gehen und tut es trotzdem. So verhält es sich mit den Verdächtigungen. Es ist so offensichtlich, dass man daran zweifelt, ob es nicht doch wahr ist.

Das erwartende Unerwartete
Das Besondere am Schreibstil von Mel Wallis de Vries ist dieses zu „erwartende Unerwartete“. Man weiß genau, sie führt einen auf die falsche Fährte, aber man glaubt sich trotzdem sicher. Auch dieses Mal ist es ihr gelungen, den Leser in die Irre zu führen. Dieses Mal sogar so heftig, dass man selbst nicht mehr wusste, wen man schon verdächtigt hatte und wen nicht.

Letztendlich schloss sich der Kreis wieder genau dort: das „erwartende Unerwartete“. De Vries hat mir mit der Geschichte und dem Schreibstil sehr viel Freude bereitet. Man fliegt nur so über die Seiten, ohne den Inhalt zu verpassen. Mir hat das Buch gerade deswegen so unglaublich gut gefallen. Ein absolut spannender Jugendthriller. Eine klare Empfehlung für de Vries Fans, Leute, die gerne Rätsel lösen oder generell auf (Jugend-)Thriller stehen.