Hält leider nicht, was es verspricht
Chicago Bad Boss – Why I'm YoursNach einem traumatischen Erlebnis lässt Reagan ihr altes Leben und alle Verbindungen zurück, um neu in Chicago anzufangen. Um diesen Vorsatz umzusetzen, schwört sie allen Männern ab. Als sie eine neue ...
Nach einem traumatischen Erlebnis lässt Reagan ihr altes Leben und alle Verbindungen zurück, um neu in Chicago anzufangen. Um diesen Vorsatz umzusetzen, schwört sie allen Männern ab. Als sie eine neue Stelle als Assistentin, bei einer einflussreichen Firma antritt, bekommt ihr Leben erneut eine unerwartete Wendung. Denn sie trifft auf Drew Powers, den CEO des Unternehmens und zeitgleich ein sehr herrischer und launischer Zeitgenosse. Trotz anfänglichen Auseinandersetzungen kommt es zwischen den beiden zu Gefühlen und Reagan lernt eine ganz andere Seite von Drew kennen. So schaffen er und auch sein Sohn Dawson es, sich in ihr Herz zu schleichen. Doch auf dem Weg zu ihrem gemeinsamen Glück gilt es einige Stolpersteine zu überwinden.
Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen und der erste Eindruck von den Protagonisten und ihren Situationen konnte mich anfangs auch mitreißen. Doch die anfängliche Begeisterung ist doch im Laufe der Handlung eher gesunken als gestiegen. Der Verlauf und die Handlungen der Charaktere waren mir meistens viel zu offensichtlich, wodurch kein realistischer Spannungsbogen aufgebaut werden konnte. Auch die Darstellung der Gedanken, Gefühle und Beweggründe der Figuren war für mich nicht passend sowie nachvollziehbar. Einige Reaktionen waren für mich zu stumpf, wodurch die Tiefe der Charaktere verloren gegangen ist. Das sensible Thema des Missbrauches, welches die Autorin mit einbrachte und Reagan gezeichnet hat, war mir nicht genug ausgearbeitet. Meiner (eher unerfahrenen) Meinung nach war Reagans Verhalten in triggernden und allgemeinen Situationen nicht realistisch genug. Auch die Aufarbeitung ihrer Vergangenheit kam mir zu kurz. Hier hätte es noch einiges an Ausarbeitung und Tiefe der Traumatisierung geschehen können.
Der Schreibstil der Autorin war in Ordnung, da mir durch die Syntax zu stumpf herüberkam.
Schlussendlich konnte mich das Buch und seine Charaktere leider nicht überzeugen. Das, was ich als positiv in Erinnerung behalten werde, sind die Kernidee und das zusammen passen von Cover, Titel und Inhalt.