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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2025

Kontrovers und dramatisch. Dem Leser bleibt es überlassen, wie man diese Verbindung nun analysiert. Kein erhobener Zeigefinger.

Meine dunkle Vanessa
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Ein wirklich interessantes, dramatisches und schonungsloses Psychogramm einer sog. „Nymphette“, Lolita, Kindfrau namens Vanessa Wye, die sich mit gerade mal 15 Jahren in ihren Englischlehrer Jacob Strane ...

Ein wirklich interessantes, dramatisches und schonungsloses Psychogramm einer sog. „Nymphette“, Lolita, Kindfrau namens Vanessa Wye, die sich mit gerade mal 15 Jahren in ihren Englischlehrer Jacob Strane verliebt, der bereits 42 ist.

Beide haben eine dunkle Seite und fühlen sich zueinander hingezogen. Er startet zwar mit den Annäherungsversuchen, aber obwohl Vanessa sich nicht ganz wohl damit fühlt, gerät sie schnell in ein bedürftiges Abhängigkeitsverhältnis und sucht ständig seine Nähe.

Sie wird im klassischen Sinne natürlich von ihm missbraucht, auch wenn er stets nach Erlaubnis und ihrem Befinden fragt. Irgendwann beginnt aber auch Vanessa damit nicht nur ihn, sondern später auch andere zu manipulieren.

Als ein Skandal aufgedeckt wird, bittet Taylor Birch die um Hilfe. Auch sie war ein Opfer von Strane. Jedoch definiert Vanessa ein Opfer ganz anders, nimmt ihn bis zum Schluss in Schutz und beharrt darauf, dass es zwischen ihr und ihm anders bzw. etwas ganz Besonderes war.

Wir begleiten Vanessa über einen Zeitraum von 17 Jahren, angefangen im Jahr 2000 bis 2017. Dieses Ereignis beeinflusst ihr gesamtes Liebes- und Berufsleben.

Man möchte als Leser zwar unbedingt natürlich Vanessa nur als unschuldiges Opfer sehen, weil es sich einfach so „gehört“, jedoch ist hier alles nicht so glasklar bzw. schwarz oder weiß, denn sie hat tatsächlich eine dunkle Seite und hätte sich über die Jahre auch sehr oft anders entscheiden können.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, weil sich jeder eine eigene und nicht vorgefertigte Meinung beim Lesen bilden kann. Klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 23.06.2025

War OK, aber mehr auch nicht. Schön geschrieben, emotional, aber nichts Besonderes.

Atmosphere
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Dies ist der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen bzw. gehört habe und ja, sie kann wirklich sehr gut und vor allem emotional schreiben, aber es wäre dennoch schön gewesen, vorher zu erfahren, ...

Dies ist der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen bzw. gehört habe und ja, sie kann wirklich sehr gut und vor allem emotional schreiben, aber es wäre dennoch schön gewesen, vorher zu erfahren, dass es sich um eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen handelt, die ihre Gefühle bei der NASA in den 80er Jahren nicht offen ausleben können.

Joan ahnt auch lange Zeit nichts davon, dass sie lesbisch ist, bis zu dem Moment, in dem sie Vanessa begegnet. Zuvor hatte sie eben kein Interesse an Männern oder Beziehungen und ist voll und ganz in der Rolle der Tante aufgegangen, die sie zu ihrer Nichte Francis hat.

Als Vanessa zum 1. Mal ins All darf, kommt es zu einem sehr tragischen Zwischenfall und Joan sitzt hilflos im Kontrollzentrum und muss der Katastrophe ins Auge blicken. Diese Szenen, und die mit ihrer Nichte, fand ich am berührendsten.

Zwischendurch sind wir als Leser dabei, wie die Crew rund um Vanessa und Joan zusammenwächst, ihre Ausbildung bestreitet und sich kennen- und liebenlernt. Außerdem geht es noch um die äußerst schwierige Beziehung zwischen Joan und ihrer Schwester Barbara.

Im Grunde haben wir also ein Generationen-Frauendrama mit Schwerpunkt auf die Stigmatisierung von Frauen im Weltall und die Konsequenzen eines Outings. Es war schön geschrieben, hat mich aber alles in allem jetzt nicht so wirklich interessiert.

Ich glaube, die anderen Romane der Autorin werden mir besser gefallen. Schlecht war ATMOSPHERE nicht, aber auch nicht wirklich spannend. Jedenfalls nicht für mich.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Liest sich wie das Drehbuch eines Action-Blockbusters. Richtig gut!

Worst Case
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Ich habe lange überlegt, ob ich diesem Buch doch 4 Sterne gebe, weil es sich wirklich liest wie das Drehbuch eines Action-Films und durchweg spannend ist. Hier und da zwar etwas übertrieben, aber es passiert ...

Ich habe lange überlegt, ob ich diesem Buch doch 4 Sterne gebe, weil es sich wirklich liest wie das Drehbuch eines Action-Films und durchweg spannend ist. Hier und da zwar etwas übertrieben, aber es passiert wirklich ständig irgendetwas Dramatisches und Unvorhergesehenes.

Letzten Endes fehlte mir für ein Highlight jedoch das Besondere bzw. gewisse Etwas. Der Schreibstil war wirklich toll, ich mochte auch alle Protagonisten und die Story hat durchaus sehr traurige, tragische Szenen, die man als Leser abkönnen muss.

Wir begleiten in diesem rasanten Thriller mehrere Einzelschicksale. Wir sind z. B. an Bord eines Passagierflugzeugs, das auf ein Atomkraftwerk abstürzt und dort so verheerenden Schaden anrichtet, dass die Menschheit ernstlich in Gefahr ist.

Die Trümmerteile landen auf einer Brücke und kosten vielen Autofahrern das Leben. Eine Feuerwehrbesatzung entdeckt in einem Van ein Kleinkind mitsamt seiner Familie, wird aber zum Atomkraftwerk zurückbeordert. Nun stehen sie vor der schweren Entscheidung, ihnen zu helfen oder abzurücken.

Gleichzeitig findet sich ein Krisenstab aus Experten ein, die darüber beratschlagen, wie sie es verhindern können, dass die Brennstäbe weder explodieren noch Kühlwasser austritt. Auch der Präsident schaltet sich ein.

Die umliegende Bevölkerung versucht ein Netzwerk aufzubauen und sich gegenseitig zu warnen, denn ohne Strom empfangen sie keine Fernsehsender oder aktuelle Warnmeldungen.

Wir switchen also immer hin und her und eine Schreckensmeldung jagt die nächste. Klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Ich liebe es! Richtig toller Plot und heiße Protagonisten.

Kingdom of the Black Crescent 1: Touch of Perish
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Ich weiß ja, dass D. C. Odesza unfassbar gute Dark Romance schreibt, aber in diesem Roman hat sie eindeutig ihr schriftstellerisches Talent im Fantasy-Genre bewiesen und ich habe es, trotz unerwartet sehr ...

Ich weiß ja, dass D. C. Odesza unfassbar gute Dark Romance schreibt, aber in diesem Roman hat sie eindeutig ihr schriftstellerisches Talent im Fantasy-Genre bewiesen und ich habe es, trotz unerwartet sehr wenig Spice, richtig geliebt.

Es geht um die sog. „Todesbotin“ Kaythara, die die Fähigkeit hat, jemanden nur durch Berührung altern oder sterben zu lassen. Abgeschottet in einem strengen Orden, soll ihr durch ihren Lehrer Lord Nathan dieser Fluch durch schmerzhafte Folter ausgetrieben werden. So die offizielle Version.

All das wird von ihrem Wächter Mordan misstrauisch verfolgt. Er nimmt sich ihrer an, verschafft ihr Annehmlichkeiten und will ihr helfen, wodurch er sich selbst in Gefahr bringt. Trotz aufkeimender Gefühle hat er eine geheime Mission zu verfolgen, in der Kaythara der Schlüssel ist.

Als es zu einem gefährlichen Zwischenfall kommt, flüchtet sie zusammen mit Mordan in sein Reich und lernt dort u. a. Mordans Bruder kennen, für den sie irgendwann auch etwas empfindet. Doch als sie nach und nach erfährt, dass alle Männer ihre eigene Agenda verfolgen, weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Und wer ist diese mysteriöse Gestalt, die sie verfolgt und Mordan schwer verletzt hat?

Es läuft in dieser Reihe m. E. auf eine Why-Choose-Dark-Fantasy hin, in der wir, jedenfalls im 1. Band, nur eine einzige, sehr gute Spice-Szene haben. Die Tension baut sich langsam auf, die Atmosphäre ist düster, es wird brutal, das World-Building ist richtig toll und es gibt Plot-Twists. Außerdem LIEBE ich alle Hauptprotagonisten, aber das schafft die Autorin ja immer. Ich kann es kaum erwarten, mit dem 2. Teil weiterzumachen. Große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 23.06.2025

Zwar kein Highlight, aber ich bin jetzt Nora Roberts Fan.

Rache im Blick
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Ich habe länger überlegt, ob ich nicht doch 4 Sterne vergeben sollte, aber dafür hatte dieser Roman, der mir wirklich gut gefallen hat, doch zu viele Längen, obwohl er von der Thematik her außergewöhnlich ...

Ich habe länger überlegt, ob ich nicht doch 4 Sterne vergeben sollte, aber dafür hatte dieser Roman, der mir wirklich gut gefallen hat, doch zu viele Längen, obwohl er von der Thematik her außergewöhnlich und interessant war.

Ich würde ihn als Spannungsroman einordnen, der aber auch einen sehr großen Anteil an Cozyness hat, einfach deshalb, weil Nora Roberts sich in dem durchaus schönem Found-Family Trope und der Beschreibung des abgelegenen Farmlebens regelrecht verliert.

Es geht auch sehr viel ums Kochen und Backen, Selbstversorgung, um Tiere und das füreinander da sein innerhalb der Nachbarschaft. Es gibt schöne Landschaftsbeschreibungen und eine sich langsam anbahnende Love-Story ohne explizite Spice-Szenen.

Worum geht es? Genauso wie ihre Großmutter, hat auch Thea die Gabe, bestimmte Ereignisse zu sehen und in das Leben eines Menschen hineinblicken zu können. Eines nachts ist sie Zeugin, wie ihre Eltern brutal von dem Serienmörder Ray Riggs getötet werden. Dank ihrer Visionen, kann sie den Täter und seinen aktuellen Aufenthaltsort beschreiben, was zu seiner Festnahme führt. Fortan hilft sie der Polizei bei weiteren Vermisstenfällen.

Ray Riggs bleibt stets mit ihr verbunden, denn auch er besitzt die Fähigkeit, quasi telepathisch Einfluss auf ihre Gedanken und Träume zu nehmen und schwört Rache. Thea hat Angst, ihre große Liebe Tyler zu verlieren, sollte sie ihm von all dem erzählen. Sie muss einen Weg finden, Ray Riggs endlich loszuwerden.

Nora Roberts hat einen ganz tollen Schreibstil und dieses Buch hat mir wirklich Lust gemacht, noch viel mehr von der Autorin zu lesen. Da sie allgemein sehr ausschweifend erzählt, eignen sich ihre Bücher m. E. für alle, die mal so richtig abtauchen und dabei gut unterhalten werden wollen.

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