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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2025

Rebel Skies

Rebel Skies – Verbotene Papiermagie (Rebel Skies 1)
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Die Handlung beginnt eher gemächlich, nimmt dann aber rasant an Fahrt auf. Gemeinsam mit Kurara entdeckt man Mikoshima und die faszinierende Papiermagie.

Dieser Aspekt bringt eine schöne, unterhaltsame ...

Die Handlung beginnt eher gemächlich, nimmt dann aber rasant an Fahrt auf. Gemeinsam mit Kurara entdeckt man Mikoshima und die faszinierende Papiermagie.

Dieser Aspekt bringt eine schöne, unterhaltsame Note mit hinein und lässt die Welt immer lebendiger werden. Nach und nach spürt man, wie viel Spannung in der gesamten Geschichte steckt. Verstärkt wird das noch durch einen präsenten Bösewicht, in dessen Handlungen man kurze, aber aufschlussreiche Einblicke erhält. Gleichzeitig deutet sich jedoch an, dass noch weitere Figuren das Potenzial haben, in die Rolle des Antagonisten zu schlüpfen – was für zusätzliche Spannung sorgt.

Einige Figuren wirken zunächst sehr stark nach dem klassischen Schwarz-Weiß-Muster, überraschen jedoch im weiteren Verlauf immer wieder. Manche Wendungen habe ich nicht kommen sehen – und eine Tat hat mich sogar richtig mitgenommen.

Das Magiesystem fand ich äußerst interessant und einfallsreich. Durch Kuraras Übungen erfährt man Stück für Stück, wie es funktioniert, merkt jedoch bald, dass noch viel mehr dahinterstecken muss.

Der Schreibstil liest sich angenehm, passt sprachlich gut und wirkt keineswegs kindlich. Auch als Erwachsene hatte ich deshalb viel Freude beim Lesen.

Es gibt zwar kleinere Längen, doch diese halten sich in Grenzen. Die Erzählung schreitet insgesamt gut voran, wartet mit so mancher Überraschung auf und glänzt mit liebevollen Details – ich sage nur: Shikigami und Wolkenwale!

Das Ende kommt etwas abrupt und lässt einen ziemlich in der Luft hängen. Zum Glück erscheint der zweite Teil schon bald, sodass die Wartezeit auf die Fortsetzung nicht allzu lang ist.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Ganz wichtiges Buch

Lilianas unvergänglicher Sommer
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Die Autorin erzählt in diesem Buch vom Femizid ihrer Schwester. Sie verarbeitet das Geschehene für sich selbst, bleibt dabei jedoch sachlich und zieht den Leser trotzdem in ihren Bann.

Ich war auf das ...

Die Autorin erzählt in diesem Buch vom Femizid ihrer Schwester. Sie verarbeitet das Geschehene für sich selbst, bleibt dabei jedoch sachlich und zieht den Leser trotzdem in ihren Bann.

Ich war auf das Thema vorbereitet – und doch hat es mich überrumpelt. Vor allem die ersten Kapitel haben mich tief berührt: die Suche nach der Akte ihrer Schwester und die eingestreuten Details zu Femiziden. Das war schwerer zu lesen, als ich erwartet hatte.

Da Liliana viel aufgeschrieben hat, eröffnet sich ein direkter Einblick in ihre Gefühlswelt und ihren Alltag. Das verleiht allem eine besondere Tiefe, die niemanden unberührt lässt.

Die Erzählungen ihres Freundeskreises machen deutlich, wie schwer es ist, von außen etwas zu bemerken, wenn die Betroffene schweigt. Niemand scheint auch nur eine Ahnung gehabt zu haben. Das unterstreicht umso mehr, wie grausam die Tat war – und wie hilflos sowohl Opfer als auch ihr Umfeld sind.

Schon nach den ersten Seiten dachte ich: Dieses Buch hat den Pulitzer-Preis zu Recht gewonnen. Dieser Eindruck blieb bis zum Schluss.

Einzig das Stilmittel im letzten Teil fand ich schwer zugänglich. Hier schreibt die Autorin aus ihrer Perspektive, bezeichnet sich jedoch als „jemand“. Das bringt Trauer und Fassungslosigkeit zwar intensiv zum Ausdruck, war für mich aber gewöhnungsbedürftig.

Ein wichtiges, kraftvolles Buch – und eines, das viele lesen sollten.

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Krähentochter

Krähentochter
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Dieses Mal wird Sannas allererster Fall vorgestellt.
An die junge Polizistin musste ich mich zunächst gewöhnen, denn in den beiden vorherigen Fällen war sie in ihrer Einheit bereits gut etabliert. Nun ...

Dieses Mal wird Sannas allererster Fall vorgestellt.
An die junge Polizistin musste ich mich zunächst gewöhnen, denn in den beiden vorherigen Fällen war sie in ihrer Einheit bereits gut etabliert. Nun steht sie noch am Anfang ihrer Karriere und stößt auf so manches Hindernis seitens ihrer Kollegen. Das sorgt für Abwechslung und bringt eine frische Note in die Geschichte.

Der Fall konnte mich zu Beginn nicht ganz überzeugen. Das lag unter anderem an den zahlreichen Protagonistinnen, deren Verbindung zur eigentlichen Handlung mir zunächst unklar blieb, das drückte auch etwas auf den Spannungsbogen. Mit der Zeit nahm dieser jedoch zu, und ich rätselte gespannt mit, wer wohl der Täter sein könnte.

Dabei werden einige – teils allzu offensichtliche – falsche Fährten gelegt, die mich dennoch gekonnt vom wahren Täter abgelenkt haben. Ich war am Ende wirklich überrascht und hatte dadurch umso mehr Freude an dem Buch.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und regen zum Mitdenken an. Sie fügen sich stimmig in das düstere, teils bedrückende Setting ein.

Das Finale ist überzeugend inszeniert, und auch die Auflösung der einzelnen Handlungsstränge hat mir gut gefallen. Auf einen davon hätte man meiner Meinung nach jedoch verzichten können – auch wenn der Bezug zum bekannten Fall des ehemaligen schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme durchaus interessant ist.

Ein spannender Thriller, der sich stimmig in die Reihe einfügt. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Knackiger Endspurt zum Finale

Feuer und Eisen – Die Magische Bibliothek
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Endlich geht es weiter mit Jess und seinen Freunden. Ich musste anfangs kurz überlegen, wie der letzte Band endete, kam aber sehr schnell wieder in die Geschichte hinein.

Und diese entwickelt sich nun ...

Endlich geht es weiter mit Jess und seinen Freunden. Ich musste anfangs kurz überlegen, wie der letzte Band endete, kam aber sehr schnell wieder in die Geschichte hinein.

Und diese entwickelt sich nun fulminant und rasant ins Finale hinein. Dieses Mal wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, also jeweils ein paar Kapitel aus Sicht einer Person der Gruppe. Dadurch erhält man wesentlich mehr Einblicke in die Handlung, und auch mehr Nähe zu den einzelnen Charakteren stellt sich ein.

Ich hatte das Gefühl, dass sich dieser Band besonders gut lesen ließ, obwohl ich stilistisch keine Änderung bemerkte. Ich flog auf jeden Fall nur so über die Seiten und wollte gleichzeitig, dass es nicht endet.

Wie bereits bei den anderen Bänden bleibt der Spannungsbogen durchweg positiv stabil und lässt keine Langeweile aufkommen.

Die Charaktere haben mir hier alle besonders gut gefallen – sie bekommen mehr Griffigkeit, und man lernt sie ein gutes Stück besser kennen.

Ich bin nun sehr, sehr gespannt, wie es im letzten Band ausgehen wird. Ich ahne Schlimmes.

Kann ich auf jeden Fall weiterhin absolut empfehlen – sollte viel mehr Aufmerksamkeit bekommen.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Rückkehr ins Restaurant der verlorenen Rezepte

Rückkehr ins Restaurant der verlorenen Rezepte (Die Food Detectives von Kyoto 2)
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Der zweite Band der Food Detectives folgt in Aufbau und Stil ganz dem ersten. Ein Kunde sucht ein bestimmtes Gericht, erzählt seine Geschichte und zwei Wochen später wird ihm genau dieses Gericht serviert.

Neben ...

Der zweite Band der Food Detectives folgt in Aufbau und Stil ganz dem ersten. Ein Kunde sucht ein bestimmtes Gericht, erzählt seine Geschichte und zwei Wochen später wird ihm genau dieses Gericht serviert.

Neben Erklärungen zu den verwendeten Zutaten und ihrer Herkunft erfährt man einiges über die Gäste. Meist bleibt deren weiterer Weg jedoch offen, was Raum für Spekulationen lässt.

Das Buch lässt sich angenehm und schnell lesen. Zwar ist der Ablauf in fast jeder Geschichte ähnlich, doch jede einzelne bringt ihre eigene Atmosphäre mit und bleibt unterhaltsam. Was mir jedoch nach wie vor fehlt, ist etwas mehr Hintergrund zu den Besitzern des Lokals – sie sind die einzige Konstante der Reihe, bleiben aber weiterhin blass. Dabei hätten sie das Potenzial, deutlich mehr Tiefe beizutragen.

Als Lektüre für zwischendurch finde ich den Band dennoch sehr gelungen. In der Zwischenzeit habe ich andere, ähnlich aufgebaute Werke gelesen, die mich emotional stärker gepackt haben – trotzdem kann ich die Reihe empfehlen. Besonders für Leserinnen und Leser mit einer Vorliebe für Japan ist sie ein kleiner Genuss.

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