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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2019

interessante Familiengeschichte

Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre
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Die goldenen 20. Jahre des letzten Jahrhunderts sind der Schauplatz dieses Romans. Die Städte quellen über vor Leben. Das reiche Bürgertum kann sich wunderschöne Villen mit den entsprechenden kunstvoll ...

Die goldenen 20. Jahre des letzten Jahrhunderts sind der Schauplatz dieses Romans. Die Städte quellen über vor Leben. Das reiche Bürgertum kann sich wunderschöne Villen mit den entsprechenden kunstvoll angelegten Gärten leisten. Die Mobilität der Menschen steigt. Bahn- und Autofahren gehören schon zum Leben. Unsere Protagonistin Serafina entstammt einer begüterten Familie. Ihr Vater stirbt überraschend. Er hat in seinem Testament verfügt, dass Serafina bis zur Volljährigkeit unter der Vormundschaft ihres Halbbruders in Stuttgart leben soll. Erst nach ihrem 21. Geburtstag kann sie dann auch über ihr scheinbar beträchtliches Erbe verfügen. Ihr Halbbruder ist ca. 30 Jahre älter als Serafina, hat eine eigene Familie und eine gut gehende Schokoladenfabrik. Ich bin gespannt, wie sich die Geschwister, die sich so gut wie nicht kennen, und fast Vater und Tochter sein könnten, verstehen werden. Interessant fand ich auch, wie die Autorin von der Schönheit und Lebendigkeit der deutschen Städte Berlin und Stuttgart schwärmt. Natürlich betrifft dies, wie zum Roman passend, die besser gestellten Viertel. Wie es in den Arbeitergegenden ausschaut ist Romanen vorbehalten, die ein anderes Lebensmilieu dieser Zeit beleuchten.
Die Leseprobe lässt auf unterhaltsamen, leichten Lesestoff hoffen.

Veröffentlicht am 12.11.2019

ganz meine Wellenlänge

Der Fluch der Rose
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"Iny Lorentz" - dieser Name spricht für Qualität. Sicher ist das für die erfolgreichen Autoren gleichsam eine große Verantwortung. Der Leser geht an den Roman mit bestimmten Vorstellungen heran und natürlich ...

"Iny Lorentz" - dieser Name spricht für Qualität. Sicher ist das für die erfolgreichen Autoren gleichsam eine große Verantwortung. Der Leser geht an den Roman mit bestimmten Vorstellungen heran und natürlich mit hohen Ansprüchen. "Der Fluch der Rose" muss sich nach meiner Meinung keinesfalls hinter den anderen Werken der beiden Autoren verstecken. Bis Seite 69 der Leseprobe hat mir das Werk gut gefallen. Der Stil ist wie erwartet topp. Recherchiert scheint er auch gut zu sein. Da muss ich mich allerdings selbst erst noch etwas kundig machen. Kurz gesagt, das Buch werde ich kaufen.

Veröffentlicht am 09.11.2019

ein sachlicher Ermittler

Wenn Rache nicht genügt
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Toll! Hier wird ein Krimi mal nicht sofort mit einem Mord eröffnet. Es wird aufgezeigt, dass auch Arbeit mit aus einer Haft entlassenen Menschen unbedingt nötig ist. Ansonsten ist die Rückfallquote eben ...

Toll! Hier wird ein Krimi mal nicht sofort mit einem Mord eröffnet. Es wird aufgezeigt, dass auch Arbeit mit aus einer Haft entlassenen Menschen unbedingt nötig ist. Ansonsten ist die Rückfallquote eben so enorm hoch. Trotzdem ist die gewisse Spannung in der Handlung mittlerweile aufgebaut. Unser Ermittler Gerlach, der in Arbeit steckt bis zum Hals, nimmt Ermittlungen auf und lässt sich von allen anfallenden Aufgaben irgendwie nicht aus der Ruhe bringen. Das ist angenehm und macht trotzdem oder gerade deshalb Lust auf das Lesen dieses Buchs.

Veröffentlicht am 08.11.2019

vielversprechend

Rote Ikone
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Deutschland kurz vor Ende des 2. Weltkrieges ist der Einstieg in diesen Krimi. Soldaten der russischen Armee verstecken sich vor Resten des deutschen Heeres in einer kleinen Kirche und machen dort eine ...

Deutschland kurz vor Ende des 2. Weltkrieges ist der Einstieg in diesen Krimi. Soldaten der russischen Armee verstecken sich vor Resten des deutschen Heeres in einer kleinen Kirche und machen dort eine erschreckende Entdeckung. Was es ist, bleibt bisher noch offen. Dann abrupt die Umblende zum 2. August 1914 in den Winterpalast in Sankt Petersburg zum letzten russischen Zaren, der vor einer legendären Ikone betet. Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun. Dass der Zar und seine Familie auf bis heute nicht ganz geklärte Weise ermordet wurden, ist echte Geschichte. Ob sich der Krimi in diese Richtung weiter entwickeln wird, ist offen - wäre aber sehr schön. Auf jeden Fall möchte ich gerne weiter lesen.

Veröffentlicht am 08.11.2019

fein, fein

Die Mörder der Queen
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Drogen sind also nicht erst ein Problem der Neuzeit. Wie wir aus der Einleitung gelernt haben, waren sie schon (allerdings wusste man es damals noch nicht) im neunzehnten Jahrhundert ein recht großes Problem. ...

Drogen sind also nicht erst ein Problem der Neuzeit. Wie wir aus der Einleitung gelernt haben, waren sie schon (allerdings wusste man es damals noch nicht) im neunzehnten Jahrhundert ein recht großes Problem. Diese Tatsache war für mich absolut neu. Was dann allerdings in London dieser Zeit an Verbrechen passierte macht den Krimi für mich total spannend. Was sucht dann die kleine Gruppe von nichtprivilegierten Menschen im Kirchenbereich eines wohlhabenden Adligen? Insgesamt muss erst ein weiteres Lesen des Romans für alles eine Erklärung geben. Auf jeden Fall ist Spannung angesagt. Vom Stil her ist die Leseprobe sehr gut.