Starker Aufbau, etwas zu erklärendes Ende
Guilty PleasureWillkommen im Hotel Guilty Pleasure. Wir wünschen Ihnen einen unangenehmen Aufenthalt.
Ich lese selten Thriller, doch dieser hat sofort meine Neugier geweckt und mich nicht enttäuscht. Wir begleiten fünf ...
Willkommen im Hotel Guilty Pleasure. Wir wünschen Ihnen einen unangenehmen Aufenthalt.
Ich lese selten Thriller, doch dieser hat sofort meine Neugier geweckt und mich nicht enttäuscht. Wir begleiten fünf Fremde bei ihrer Ankunft in einem geheimen Luxusresort, von dem niemand genau weiß, wo es sich befindet. Jeder von ihnen folgt seinen eigenen Regeln und hat ganz eigene Probleme zu bewältigen. Mit der Zeit verwebt sich alles immer stärker miteinander, und auch die Intensität steigt von Seite zu Seite.
Das Buch ist deutlich düsterer, als das Cover oder der Beginn der Geschichte vermuten lassen. Es enthält einige explizite Beschreibungen. Daher würde ich empfehlen, zumindest die Content Note am Ende des Buches zu überfliegen. Wer möchte, kann sich auf die fettgedruckten Begriffe beschränken. Um sich jedoch wirklich auf die emotionalen Herausforderungen vorzubereiten, sollte man sie vollständig lesen. Viele der angesprochenen Themen treten erst in der zweiten Hälfte des Thrillers stärker in den Vordergrund.
Der Schreibstil ist flüssig, und mir gefiel das fast kammerartige Setting, in dem sich die Intensität immer weiter steigert und die Handlungsstränge zunehmend miteinander verschmelzen. Eine große Wendung habe ich zwar früh vorhergesehen, dennoch hat es Spaß gemacht zu verfolgen, wie sie sich entfaltet. Das Ende wirkte auf mich etwas zu erklärend und hat die zuvor aufgebaute Spannung leicht abgeschwächt.
Insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten, würde jedoch dazu raten, das Buch nicht unbedacht zu lesen. Es behandelt einige harte Themen und enthält eindringliche Beschreibungen. Für Leser*innen unter 18 Jahren ist es nicht geeignet.