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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2025

Verdrehte Welt

Niemannswelt – Als ich mich verlor, habe ich dich gefunden
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Der Klappentext des Buches hat mich direkt angesprochen, da ich mir selbst schon mal ein kleines Gedankenexperiment erdacht hatte, das in eine ähnliche Richtung ging. Allerdings waren in meiner Variante ...

Der Klappentext des Buches hat mich direkt angesprochen, da ich mir selbst schon mal ein kleines Gedankenexperiment erdacht hatte, das in eine ähnliche Richtung ging. Allerdings waren in meiner Variante die Männer lediglich von den Frauen getrennt. Hier hat es andere Ausmaße. Männer haben keinerlei Rechte und werden wie Gefangene gehalten. Beziehungen finden lediglich gleichgeschlechtlich unter Frauen statt.

Der Erzählstil ist langsam und wenig actionreich, aber genau das mag ich. Zu viel Action oder durch die Geschichte rennen ist für mich tatsächlich oft ermüdend. Das hatte ich somit hier nicht. Es wurde allem viel Zeit gegeben, auch wenn ich andere Stimmen nachvollziehen kann, dass man sicher noch mehr Handlung hätte unterbringen können. Ich fand das langsame Tempo sehr atmosphärisch und hat die Ungerechtigkeiten, die Flynn erdulden muss für mich noch mehr untermauert. Ich bin gespannt auf weitere Teile und welche Lösungen gefunden werden. Bisher sind viele Probleme offen, gelöst noch so gut wie nichts. Ich bin gespannt wohin es sich entwickelt.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Sehr berührend

Bevor der Kaffee kalt wird
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Ich muss sagen, dass ich das Buch sehr lange vor mir hergeschoben haben. Einerseits fand ich es vom Setting und Klappentext interessant. Andererseits hat mich der Hype abgeschreckt. Irgendwie haben es ...

Ich muss sagen, dass ich das Buch sehr lange vor mir hergeschoben haben. Einerseits fand ich es vom Setting und Klappentext interessant. Andererseits hat mich der Hype abgeschreckt. Irgendwie haben es enorme Hypes und ich oft nicht so miteinander in Kombination.

Im Zeichen der LovelyBooks-Themenchallenge habe ich dann doch dazu gegriffen. Es erfüllte einen Punkt perfekt und so entschloss ich doch mich mit dem Buch zu beschäftigen und wurde nicht enttäuscht. Das Buch hat mich wieder erwarten sehr überrascht. Manchmal sind kurze episodenhafte Bücher aus Asien etwas zu abgehakt für meinen Geschmack. Das hatte ich hier absolut nicht das Gefühl. Zwar gibt es verschiedene Besucher im Café, aber ich hatte hier keine Sekunde das Gefühl das die Leute nur irgendwie aneinander gereiht werden. Jede Geschichte steht dennoch für sich und erzählt ihre eigene berührende Reise. Am besten gefielen mir die letzten beiden Geschichten, wenn auch wohl die traurigsten Geschehnisse des Romans.

Trotz hoher Tragikmomente, ist das Buch hoffnungsvoll geschrieben. Ich hatte viel Freude mit diesem kleinen Leseschatz.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Plätschert vor sich hin

Frau Komachi empfiehlt ein Buch
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Hätte ich das Buch nicht beim Diamond Painting nebenbei gehört, hätte ich es womöglich gar nicht beendet. Habe es in doppelter Geschwindigkeit gehört. So war es ganz okay, aber wirklich viel ist nicht ...

Hätte ich das Buch nicht beim Diamond Painting nebenbei gehört, hätte ich es womöglich gar nicht beendet. Habe es in doppelter Geschwindigkeit gehört. So war es ganz okay, aber wirklich viel ist nicht passiert. Viel tiefer Sinn ist hier tatsächlich auch nur bedingt zu finden und beinhaltet nichts was man nicht schon als Ratschlag irgendwo anders gelesen oder gehört hätte. Die Idee klingt originell, die Umsetzung ist es leider nicht. Eher was für zwischendurch mal.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Wie aus dem eigenen Leben

Nicht falsch, nur neurodivergent
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Ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll. Dabei habe ich mit Rezensionen selten Probleme. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich mich auf vielen Seiten so exakt wiedergefunden habe wie in keinem ...

Ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll. Dabei habe ich mit Rezensionen selten Probleme. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich mich auf vielen Seiten so exakt wiedergefunden habe wie in keinem anderen Buch über Neurodivergenz. Sie bringt die Dinge ohne Umschweife auf den Punkt. Als Betroffene spürt man die Schwere hinter den Worten umso intensiver. Natürlich habe ich das Leben von Charlotte Suhr nicht gelebt, aber einige Seiten, Zeilen, Passagen trafen mich so direkt als wären sie von mir. Von mir - weil ich selbst mal so gedacht habe oder denke. Von mir - weil ich exakt ähnliche Ansichten durch mein Leben trage. Von mir - weil ich genau nachvollziehen kann wie es ist, wenn man sein Leben lang eine Maske trägt.

Der Schreibstil ist flüssig und gut strukturiert. Ich hatte es abends angefangen und am nächsten Nachmittag beendet. Ich habe bereits viele Bücher zum Thema Neurodivergenz gelesen, aber dieses ist definitiv eines der guten Werke. Wer sich selbst schon länger mit dem Thema beschäftigt, weiß wahrscheinlich was ich meine. Gute Bücher dazu werden langsam mehr, aber es gehört immer noch viel Geschick dazu keinen Schund zu erwischen. Vor allem als Frau. Für mich persönlich lesen sich zudem Bücher von Betroffenen viel besser als solche, die von neurotypischen Menschen zu Autismus und/oder ADHS geschrieben wurden. Neurodivergenz von neurotypischen Menschen erklärt zu bekommen ist in etwa so, als würde eine Gruppe die Aufgabe bekommen ein Buch zu lesen und anschließend eine Arbeit zu schreiben. Allerdings bist du die einzige, die es in einer Fremdsprache bekommt, die du schlecht beherrscht. Ich sehe es als unfassbare Erleichterung, dass es mittlerweile solche Erfahrungsberichte gibt. Schön wäre es gewesen diese Bücher mindestens 20 Jahre eher gehabt zu haben. Trotzdem gibt es etwas Hoffnung und Mut zu sehen, dass man nicht alleine ist und nicht die einzige ist, die so denkt und fühlt.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Mama muss perfekt sein

Institut für gute Mütter
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Die Geschichte beginnt damit, dass die Protagonistin ihr Kind für 2 Stunden alleine in ihrer Wohnung zurück lässt, um ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Natürlich nichts was man tun sollte. Was danach ...

Die Geschichte beginnt damit, dass die Protagonistin ihr Kind für 2 Stunden alleine in ihrer Wohnung zurück lässt, um ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Natürlich nichts was man tun sollte. Was danach passiert ist jedoch psychische Folter in extremster Form.

Sie muss sich vor Gericht verantworten und steht kurz davor ihr Sorgerecht zu verlieren. Ihre Tochter soll fortan bei ihrem Ex und dessen neuer Freundin bleiben. Jene Freundin, mit der ihr Ex sie betrogen hatte. Jene Frau, die fortan die Mami für ihre Kleine spielt. Das Gericht entscheidet, dass sie bei einem neuen Programm mitmachen soll. Ein Jahr soll sie zu einem Institut zusammen mit anderen gescheiterten Müttern und lernen eine gute Mutter zu sein. Dort bekommen sie KI-Kinder, die ihren leiblichen Kindern verblüffend ähnlich sehen. Die Prüfungen, die sie zu erfüllen haben sind höchste emotionale Folter. Sie werden jede Sekunde abgehört, gefilmt und ihre Emotionen werden ebenfalls gelesen. Ist man nicht zufrieden mit den Wertungen der Emotionen wird Ihnen Kälte oder sonstiges vorgehalten. Vielen wird psychische Labilität vorgeworfen oder andere gehaltlose Dinge. Es gibt viele Passagen, wo ich einfach nur den Kopf schütteln musste. Für wirklich alles wurde die Schuld bei der Mutter gesucht. Im Institut für gute Väter wiederum war es entspannter und human. Im Institut für gute Mutter musste jede Teilnehmerin stakatoartig immer wiederholen, dass sie eine Narzisstin sei und lernen müsse eine gute Mutter zu sein. Ihr Dasein sei nur für das Kind. Auch Dates wurden ihnen verboten und gleich als höchster Verstoß geahndet. Ich hatte das Buch in Rekordzeit durch, da ich einfach nicht aufhören konnte.

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