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Veröffentlicht am 10.10.2022

Ich bin begeistert!

Weber's Wintergrillbibel
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Meine Meinung:
Die Firma Weber hat seit Jahren den Ruf eines absoluten Experten für Grills - und inzwischen auch für die passenden Bücher dazu. Der jüngste Zuwachs im Programm ist nun die „Winter Grillbibel“, ...

Meine Meinung:
Die Firma Weber hat seit Jahren den Ruf eines absoluten Experten für Grills - und inzwischen auch für die passenden Bücher dazu. Der jüngste Zuwachs im Programm ist nun die „Winter Grillbibel“, die uns das Grillen auch in der kalten Jahreszeit schmackhaft machen will.
Wie gewohnt bekommt man ein echtes Schwergewicht: stattliche rund 1,5 kg bringt das Hardcover-Buch auf die Waage, wodurch man es auch problemlos geöffnet liegen lassen kann, ohne dass sich die Seite wieder verblättert. Das lässt dann auch das fehlende Lesebändchen verschmerzen.
Nach einer kurzen Einleitung des Autors Manuel Weyer startet das Buch mit einer ganzen Menge praktischer Tipps, von der richtigen Wahl des Grills und des Standortes, der richtigen Grilltechnik für jede Grillart bis hin zu wichtigen Hinweisen, wie z.B., dass das Geschirr im Winter Schaden nehmen könnte, wenn man es zu großen Temperaturunterschieden aussetzt. Dazu gibt es einen kurzen Exkurs zum Thema Räuchern und eine Übersicht über die nützlichsten Tools zum Grillen. Bei manchen Tipps fragt man sich allerdings, ob der Autor das jetzt wirklich ernst meint („Haben wir nicht? Dann müsst ihr eine Einkaufsliste schreiben!“), aber im großen Ganzen gibt es hier wirklich sehr viele gute und wertvolle Tipps, gerade auch für alle Lesenden, die noch keine Grill-Profis sind.
Ab Seite 28 geht es dann ins Eingemachte, denn hier präsentiert Manuel Weyer jeweils 10 Rezepte für Würzmischungen, kalte & warme Saucen sowie Chutney & Dips. Das sind auf nur drei Doppelseiten schon mal 30 klasse Rezepte, mit denen man die unterschiedlichsten Gerichte über das ganze Jahr hinweg aufpeppen kann!
Im großen Rezeptteil, der sich anschließt, gibt es die vielfältigsten Rezepte für wohl jeden Anlass: von gegrillten Salaten, „ice frosted“ Zimtschnecken bis hin zur „gefüllten Festtagsgans mit Früchtebrot“. Selbst acht Rezepte für die passenden Getränke, vom „Hot Beer“ über „Glögg“ bis zum „Lemon Squash“ bringt dieses Buch mit und auch das Rösten von Rohkaffee wird hier erklärt! Anscheinend gibt es nichts, was nicht auch mit dem Grill gelingen kann! 😉
Viele der präsentierten Rezepte müssen allerdings gar nicht unbedingt in den Grill, sondern können durchaus auch im Backofen gelingen, wie z.B. das „Lachsfilet Wellington Style“, der „Kürbis-Pie mit Rucola“ oder auch der „Hackfleisch-Lauch-Eintopf“. Sehr gut gefallen mir auch die eingestreuten Tipps „am Rande“, in denen z.B. erklärt wird, wie man zu saures Sauerkraut milder machen kann, oder sich manch kleiner „Rezept-Schatz“ versteckt, wie z.B. eine ganz wunderbare Karamellsauce (S. 307).
Abgerundet wird dieses tolle und umfangreiche Buch mit einem hilfreichen und universellen Grillkompass, einem Saisonkalender und natürlich einem Rezeptregister.

FAZIT:
So muss ein Kochbuch sein: Alles, was man wissen muss, und sehr viele, wirklich tolle Rezepte!

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Veröffentlicht am 10.10.2022

Ein spaßig-buntes Geisterabenteuer für junge Leser*innen ab 7 Jahre

Detektivbüro Grusel & Co. – Vorsicht! Geister-Kleister
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„Geister gehören zur Familie der Elfen und Kobolde. Im Allgemeinen werden sie jedoch fälschlicher Weise für die zurückgekehrten Seelen längst verstorbener Menschen gehalten.“ (aus: Professor Montagues ...

„Geister gehören zur Familie der Elfen und Kobolde. Im Allgemeinen werden sie jedoch fälschlicher Weise für die zurückgekehrten Seelen längst verstorbener Menschen gehalten.“ (aus: Professor Montagues monströser Monstroklopädie)

Unsere Meinung:
Im altrosa-farbigen und hochzeitstortenförmigen Luxushotel „Kronjuwel“ ereignen sich unerklärliche Zwischenfälle, weswegen Direktor Schnörkel die Geisterjäger der Detektei „Grusel & Co.“ engagiert. Doch bevor der Fall erst richtig beginnen kann, verschwindet Luis auf einmal (fast) spurlos…
Humorvoll und spannend startet der zweite Fall für die Nachwuchs-Geisterjäger. Das pittoreske Luxushotel ist eine stimmungsvolle Kulisse für diese ungewöhnliche Spukgeschichte, bei der die Geister mal eine erfrischend andere Rolle spielen! Auch wenn das empfohlene Lesealter bei „ab 7 Jahren“ liegt (dem ich mich voll und ganz anschließen kann), hat die Geschichte auch meinen 11jährigen Sohn und mich (bei mir kam leichtes Ghostbuster-Nostalgie-Feeling auf!) sehr gut unterhalten – ruck-zuck war sie verschlungen! 😊
Neben der tollen Geschichte besticht das Buch aber insbesondere auch durch die absolut coolen Illustrationen von David Füleki im knallig-bunten Comic-Stil, die mindestens auf jeder zweiten Seite zu finden sind. Eine perfekte Symbiose aus Text und Bildern, die auch Leseanfänger (ab Klasse 2) vor keinerlei Probleme stellen dürfte und Lesemuffel mit Sicherheit zum Schmökern einlädt!

FAZIT:
Klasse Geschichte & coole Illustrationen – bitte mehr davon!

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Veröffentlicht am 07.10.2022

Wer sich bislang noch nicht ans Brotbacken herangetraut hat, wird es mit diesem Buch locker schaffen!

Das große Brotbackbuch
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„Für alle, die noch nie Brot gebacken haben: Probiert es aus! Ihr werdet sehen: Es ist so schön, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen, es macht Spaß, immer wieder neue Rezepte auszuprobieren und verschiedene ...

„Für alle, die noch nie Brot gebacken haben: Probiert es aus! Ihr werdet sehen: Es ist so schön, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen, es macht Spaß, immer wieder neue Rezepte auszuprobieren und verschiedene Variationen auszutesten – und es macht zufrieden, glücklich, einfach: satt.“ (S. 6)

Meine Meinung:
Das mittlerweile sechste Buch der österreichischen Bäuerin, Bäckerin und Bloggering Christina Bauer – wie immer sehr persönlich, sympathisch und vollgepackt mit vielen tollen und sehr abwechslungsreichen Rezepten für jede Gelegenheit.
Es startet mit einem Grundrezept, das mit seinen nur vier Zutaten auch Brotback-Neulinge nicht überfordert (gerade beim Einsatz einer Küchenmaschine), kinderleicht gelingt und gleich auch noch die Basis für viele weitere Brotkreationen darstellt.
Das sich dieses Buch insbesondere auch an „Neulinge“ richtet, werden hier auch die Grundausstattung und die wichtigsten Handgriffe erklärt und eine kleine Getreide- und Mehlkunde mit angeboten.
Die Rezeptsammlung in diesem Buch ist wirklich sehr umfangreich und vielfältig. Neben vielen „Standards“ finden sich tolle, nicht alltägliche Rezepte, wie etwa das herzhafte Gewürzbrot mit Anis und Kümmel (S. 80), das krustige Kartoffel-Bier-Brot (S. 107), die party-tauglichen Speck-Käse-Stangen (S. 140) und Laugenbagels (S. 156) bis hin zu süßen Versuchungen wie Briocheknöpfe (S. 190) und Vanillekrapfen (S. 255). Selbst einen „Scheiterhaufen“ findet man hier (S. 318)! 😉
Alle Rezepte sind ausführlich und leicht verständlich erklärt und mit Bildern versehen, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Abgerundet wird dieses tolle Backbuch mit hilfreichen FAQ´s, einem übersichtlichen Glossar und einem Rezeptregister.

FAZIT:
Alles, was man über das Brotbacken wissen muss: authentisch – sympathisch – und einfach gut!

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Veröffentlicht am 07.10.2022

Kinder der Zeitenwende - die nächste, wunderbare Etappe des phantastischen Abenteuers

Alea Aquarius 8. Die Wellen der Zeit
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„Es gibt nichts Wichtigeres als die Ozeane. Denn von dort kam alles Leben, und dort entscheidet sich auch, ob es mit der Welt zu Ende geht.“ (S. 180)
„Ihr braucht die Erde. Sie hingegen braucht euch nicht.“ ...

„Es gibt nichts Wichtigeres als die Ozeane. Denn von dort kam alles Leben, und dort entscheidet sich auch, ob es mit der Welt zu Ende geht.“ (S. 180)
„Ihr braucht die Erde. Sie hingegen braucht euch nicht.“ (S. 224)

Meine Meinung:
Inzwischen sind wir also bei Band 8 dieser wunderbaren Reihe angelangt und von Wiederholungen oder gar „Abnutzungserscheinungen“, wie man es von manchen anderen Reihen leider kennt, ist auch diesmal absolut keine Spur zu finden! Einsteigen sollte man mit diesem Band allerdings nicht, denn dann würde einem wirklich etwas entgehen.
Während in der Geschichte gerade mal eine Nacht vergangen ist, liegt der Vorgängerband nun bereits ein Jahr zurück. Wie gewohnt schafft es Tanya Stewner aber einmal mehr, uns Lesende mühelos wieder „abzuholen“ und die vorangegangenen Ereignisse kurz Revue passieren zu lassen. So ist man ruck-zuck wieder „mittendrin“ und es geht – einem kleinen Road-Trip gleich – vom Rhein nach Venedig. Auf diese Station der Reise hatte ich mich besonders gefreut und Tanya Stewner hat mich nicht enttäuscht. Es gelingt ihr unglaublich gut, die einzigartige Atmosphäre dieser unvergleichlichen Stadt mit ihren Worten zu transportieren und dabei dennoch nicht die Themen Umweltschutz und Massentourismus außen vor zu lassen („Wenn der Dreck und die Menschenmassen nicht wären, könnte Venedig absolut märchenhaft sein“ – S. 149).
Wieder einmal bietet dieser Band alles, was wir von der Reihe kennen und lieben: die nächste Etappe einer phantastischen und spannenden Reise, unvergleichliche und absolut atmosphärische Settings, von denen man gerne noch mehr lesen würde (genial: die Nixenhauptstadt Gat´Nambeessa und das „Herz des Ozeans“), zahlreiche phantastische Wesen und jede Menge cooler und liebevoller Charaktere, zu denen ich hier im achten Band sicherlich gar nichts mehr schreiben muss. Doch, zwei Dinge sollte ich wohl erwähnen: hier warten natürlich wieder einige intensive Lennlea-Momente auf uns und jede Menge toller Sprüche von Reihen-Liebling und dem „offiziellem Spaßbeauftragten“ der Alpha Cru Sammy, die von schräg-humorvoll („Wie krass. Mein Delfin jodelt Mozartsonaten! Mit Hip-Hop-Refrain – auf Panflöten!“ - S. 154) bis hin zu absolut tiefgründig und sogar einer Mischung daraus changieren („Hupen ist gut für den inneren Frieden“ - 338). Sammy ist und bleibt halt mein (nicht ganz so) heimlicher Star dieser Reihe… 😉
Eines habe ich in meiner Aufzählung noch nicht erwähnt, möchte es aber hier noch präsent am Ende bemerken: Es ist absolut großartig, wie Tanya Stewner in allen Büchern immer wieder Themen rund um Umwelt-, Klima- und Naturschutz in ihre Geschichte mit einbaut. Das erfolgt ganz ohne erhobenen Zeigefinger, sehr fundiert und dazu auch noch sehr differenziert. Das sind Themen, die noch nie wichtiger waren als heute, und wenn sie so geschickt in eine fesselnde Story verpackt werden, dann ist das ein ganz wunderbarere Art, die öffentliche Aufmerksamkeit noch stärker darauf zu lenken. Klasse gemacht, Tanya!

FAZIT:
Eine wunderbare Fortsetzung, die große Lust auf noch viele weitere Bände macht!

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Veröffentlicht am 30.09.2022

Ein vielversprechender Reihenauftakt, der aber noch Luft nach oben hat

Der schwarzzüngige Dieb (Schwarzzunge, Bd. 1)
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„Hinter den Trümmern des Bergfrieds waren weitere schattenhafte Gestalten zu erkennen, jede davon doppelt so groß wie ein Mensch und mit einem Brustkorb wie ein Fass. Sie hatten Äxte mit Bronzeköpfen von ...

„Hinter den Trümmern des Bergfrieds waren weitere schattenhafte Gestalten zu erkennen, jede davon doppelt so groß wie ein Mensch und mit einem Brustkorb wie ein Fass. Sie hatten Äxte mit Bronzeköpfen von der Größe eines Kindersargs und Schleudern, mit denen sie Steine verschossen, die ein Mensch, wenn überhaupt, nur mit zwei Händen heben konnte. Einige hatten Köcher voller Baumstämme an ihrem Gürtel.“

Meine Meinung:
In einer von langjährigen Kriegen zutiefst gezeichneten Welt haben es mittellose Streuner nicht einfach, mag sich Kinsch na Schannack damals gedacht haben, als er sich in die Fänge der Gilde begeben hat, um dort alles zu lernen, was man als erfolgreicher Dieb und Betrüger so benötigt. Nun hat er zwar viele zwielichtige wie nützliche Talente, aber eben auch einen Haufen Schulden bei der Gilde, die es abzuarbeiten gilt. So kann man sich seine „Aufträge“ nicht wirklich aussuchen und läuft mitunter Gefahr, sich unvermittelt in einer lebensgefährlichen Quest wiederzufinden…
Mit „Der schwarzzüngige Dieb“ wagt sich US-Autor Christopher Buehlman erstmals in das anspruchsvolle Genre der High Fantasy. Wie so oft in diesem – meist sehr seitenstarken – Genre, braucht es eine ganze Weile, um in die Story und die Welt hineinzufinden. Durch die ersten rund 100 Seiten musste ich mich zugegebenermaßen etwas durchkämpfen, doch dann hatte mich die Geschichte gepackt. Dreh- und Angelpunkt sind hier die prägnant herausgearbeiteten Hauptcharaktere mit ihren (zahlreichen!) Ecken und Kanten. Gerade mit Kinsch na Schannack (endlich mal ein fantasievoller und außergewöhnlicher Name für einen Protagonisten!), diesem schlitzohrigen, schnodderigen und doch auf seine ganz eigene Art sympathischen Dieb, musste ich erstmal warm werden. Doch spätestens im „Duett“ mit der toughen und sehr schlagkräftigen Galva bilden die beiden ein schon fast perfektes Prota-Duo, dass sich – vielleicht auch wegen ihrer absoluten Gegensätzlichkeit – sehr gut und faszinierend ergänzt.
Das Grundgerüst der Story ist Genre-klassisch: eine gefährliche Quest mit zahlreichen Überraschungen auf dem langen Weg, selbstredend meistens negativer Art. Auch dass sich hier eine kleine Gruppe (Anti-)Helden aufmacht, ist alles andere als neuartig – die einzelnen Charaktere sind allerdings erfrischend anders. In welchem High Fantasy Werk findet man schon einen blinden Kater als heimlichen und geheimnisvollen Liebling?
So hat mich die Reise dieser illustren Truppe gut unterhalten, auch wenn das Buch stellenweise doch einige Längen hat, wenn die Beschreibungen des ganzen „Drumherums“ mal wieder überhandgenommen haben. Natürlich braucht eine gelungene Fantasywelt ein gutes Worldbuilding – aber man kann es damit halt manchmal auch übertreiben. Vielleicht ist dies aber auch als Grundstein im ersten Buch einer Reihe anzusehen und einzelne Ideen dieser Welt sind echt klasse (z.B. die „Hungerkünstler“).
Ein zweiter Punkt, der mir nicht ganz so gut gefallen hat, sind die manchmal sehr gewaltvollen und brutalen Szenen. Grundsätzlich habe ich damit überhaupt kein Problem, aber in dieser Story und bei dieser Erzählweise, die so oft mit wunderbar schwarzem Humor daherkommt, hätte es das gar nicht nötig gehabt. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass zeitgenössische High Fantasy durch Bestseller wie „Das Lied von Eis und Feuer“ oder der „Hexer-Saga“ auch immer jede Menge Gewalt enthalten muss… und das finde ich eben nicht!
Insgesamt kann ich aber sagen, dass mich dieses Buch, nachdem ich mich erstmal hineingelesen hatte, durchaus gut unterhalten hat!

FAZIT:
Ein skurriler und kantiger Helden-Haufen in einer manchmal etwas zu breiten Raum einnehmenden, aber faszinierenden Welt.

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