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Veröffentlicht am 01.05.2026

Liebes-Chaos auf Malta

Ein Sommer auf Malta
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Im Atlantik Verlag erscheint der Liebesroman Ein Sommer auf Malta von Marlies Ferber.

Nach dem Ende ihrer enttäuschenden Beziehung will Linda Abstand gewinnen und nimmt eine Stelle als Sprachlehrerin ...

Im Atlantik Verlag erscheint der Liebesroman Ein Sommer auf Malta von Marlies Ferber.

Nach dem Ende ihrer enttäuschenden Beziehung will Linda Abstand gewinnen und nimmt eine Stelle als Sprachlehrerin auf Malta an. Sie hat die Nase voll von Männern, glaubt sie jedenfalls, denn schon auf dem Flug nach Malta lernt sie den Scheidungsanwalt Clive kennen. Zufälligerweise hat er für gemeinsame Freunde den Ehevertrag aufgesetzt. In der Sprachschule trifft sie auf den lebenslustigen Niko, den sie gut leiden kann und wie aus dem Nichts taucht plötzlich auch noch ihr Ex David auf und möchte Linda zurückgewinnen. Gerade war sie noch Single und nun sind da drei Männer, die sich für sie interessieren.

Als Fan von Marlies Ferbers Null-Null-Siebzig-Krimireihe war ich neugierig auf ihren neuen Liebesroman.

Die Geschichte liest sich kurzweilig und bietet mit dem eingebauten Humor und dem Liebesdrama eine lockere Sommerunterhaltung.

Die Figuren sind mit Ecken und Kanten versehen, das wahre Naturell entpuppt sich bei manchen Personen erst im Laufe der Geschichte. Etwas Romantik sorgt für den Spice und missverständliche Handlungen verleihen der Geschichte den nötigen Unterhaltungswert. Zum Glück ist neben den Intrigen der Humor ständiger Begleiter. Wir erleben chaotische Vorbereitungen für eine anstehende Hochzeit und ein Scheidungsdrama und sind mittendrin in Lindas Gefühlschaos. Sie ist eine sympathische, aber leichtgläubige Figur, die an Erinnerungen festhängt und als ihr Ex-Freund um eine zweite Chance bettelt, droht sie erneut auf ihn reinzufallen. Dabei bekommt sie Clive und ihre gemeinsame Zeit nicht aus dem Kopf.

Marlies Ferbers lebendiger und bildhafter Schreibstil ließ mich die sommerliche Atmosphäre und die bildhafte Darstellung des Settings auf Malta fühlen. Ich wandelte durch die engen Gassen, fuhrmit dem Boot durch Felsenhöhlen und bekam Appetit auf die genannten landestypischen Speisen.

Ein sommerlich-leichte Urlaubslektüre mit Liebes-Chaos vor der malerischen Kulisse Maltas!

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Nostalgisch mit englischem Charme

Mord in der Pension Möwennest
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Der Krimi Mord in der Pension Möwennest von Jess Kidd erscheint im Dumont Verlag.

Nach 30 Jahren beendet Nora Breen ihr Dasein als Nonne im Kloster, denn sie möchte herausfinden, was mit ihrer Freundin ...

Der Krimi Mord in der Pension Möwennest von Jess Kidd erscheint im Dumont Verlag.

Nach 30 Jahren beendet Nora Breen ihr Dasein als Nonne im Kloster, denn sie möchte herausfinden, was mit ihrer Freundin Frieda passiert ist. Sie zieht in Gore-on-Sea in die Pension Möwennest, die Adresse aus der sie Friedas letzter Brief erreichte. Dort wohnen mehrere Dauergäste, die alle irgendetwas zu verbergen haben. Über Friedas Verschwinden wird geschwiegen und kurz nach Noras Ankunft wird ein Mensch vergiftet aufgefunden. Das könnte ein Suizid gewesen sein, Nora ist allerdings skeptisch und nimmt die Ermittlungen in die Hand.

Bei diesem Krimi treffen bildhaft beschriebenes Küstenflair und britische Krimi-Nostalgie aufeinander.

An der Seite der ehemaligen Nonne Nora streifen wir auf ihren Ermittlungszügen durch die Gegend und erleben Meeresrauschen, kreischende Möwen und die vielen speziellen Figuren, die mit dem Veschwinden ihrer Freundin zu tun haben könnten. Ich wurde unweigerlich in die maritime Atmosphäre hineingezogen und habe versucht, hinter die Kulissen der Verdächtigen zu blicken und ein Motiv zu entdecken. Noras Scharfsinn war natürlich größer als meiner und als empathischer Mensch findet sie zu allen Personen den passsenden Zugang und kommt verschiedenen Details auf die Schliche. Als weitere Todesopfer zu beklagen sind und Nora merkt, dass Inspektor Rideout eher nachlässig ermittelt, macht sie sich in Eigeninitiative auf die Suche. Sie bilden ein gegensätzliches Paar, die sich ein Kräftemessen bieten. Am Ende gewinnt die Cleverness von Nora, doch das nimmt ihr der Inspektor nicht übel.

Jess Kidd hat eine wunderbare Erzählweise, die das Flair des Settings fühlbar einfängt und die Figuren zum Leben erweckt. Für mich machen die skurrilen Charaktere den Reiz der Handlung aus, die sich ganz wunderbar in die gezeigte Atmosphäre des Settings einfügen.

Ein wenig nostalgisch mit englischem Charme hat mich dieses Buch gefesselt und gut unterhalten!

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Leichte Unterhaltung mit wolligem Charme!

Widdersehen
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Im Dumont Verlag erscheint mit Widdersehen von Leonie Swann der dritte Teil der Schafskrimi-Reihe.

Die Schafe kehren mit ihrer Schäferin Rebecca zurück nach Glennkill und freuen sich auf ihre Wiese. ...

Im Dumont Verlag erscheint mit Widdersehen von Leonie Swann der dritte Teil der Schafskrimi-Reihe.

Die Schafe kehren mit ihrer Schäferin Rebecca zurück nach Glennkill und freuen sich auf ihre Wiese. Doch die ist abgegrast von Schafen, die dort Revieransprüche anmelden. Und dann verschwindet Rebecca und als einzige Hinweise dienen ein im Schafstall gefundener menschlicher Finger und ein geheimnisvoller Brief. Nun beginnt für die Herde um Miss Maple ein Abenteuer der besonderen Art und ein neuer Schäfer namens Theseus gibt ihnen Rätsel auf.

Leonie Swann erzählt ihr Buch aus der Perspektive ihrer außergewöhnlichen Schafe, denen sie persönliche Eigenschaften andichtet. Diese individuellen Fähigkeiten nutzen die Tiere zur Lösung des Falls, indem sie auch die menschlichen Figuren auf die richtige Fährte bringen. Als intelligentes Detektivschaft zeichnet sich Miss Maple aus, sie zieht bei ihren Beobachtungen die richtigen Schlüsse. Für sein gutes Gedächtnis ist Mopple the Whale bekannt, Leitwidder Othello ist schwarz wie sein bekannter Namensvetter, mit seinen vier Hörnern ist er eine beeindruckende Leitfigur. Amüsiert habe ich mich über Madouc, sie ist eine Ex-Ziege und Schaf auf Probe. Sir Ritchfield hat als altes Tier ein schlechtes Gedächtnis, doch sein Kampfgeist ist ihm noch immer nicht abhanden gekommen. Den harmlos aussehenden Tieren sieht man ihre famosen Fähigkeiten nicht an und so können sie völlig unbemerkt agieren, ohne dass die Menschen Verdacht schöpfen.

Der flüssige Schreibstil ist unterhaltsam und nimmt uns mit in die Welt der Schafe und präsentiert die Denk- und Sichtweise und die speziellen Erkenntnisse der Tiere.

Für humorvolle Abwechslung sorgen einige überraschende Handlungen der Tiere und spezielle Wortspielereien, die mir ein Schmunzeln ins Gesicht zauberten. Ich konnte in die bildhaft geschilderte Szenerie der Schauplätze Glennkills eintauchen und habe die Schafe gerne bei ihrem Abenteuer begleitet.

Das Buch ist für mich ein gemütlicher Roman, der mit seinen Tierfiguren und Spannungsmomenten für gute Unterhaltung sorgt. Mir fehlt es an durchgängiger Spannung und die Handlung war mir insgesamt zu ruhig und teilweise sehr in die Länge gezogen.

Für Fans der Reihe eine Bereicherung, für mich eher ein solides Buch für zwischendurch, das charmante Unterhaltung bietet, bei mir aber leider keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Wortwitziger Gartenkrimi

Gärten, Gift und kalte Rache
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Gärten, Gift und kalte Rache von Klaudia Blasl ist der dritte Band der Reihe aus dem Emons Verlag.

Oberdistelbrunn soll attraktiver für Touristen werden, alles soll blühen und mehr Insekten anlocken, ...

Gärten, Gift und kalte Rache von Klaudia Blasl ist der dritte Band der Reihe aus dem Emons Verlag.

Oberdistelbrunn soll attraktiver für Touristen werden, alles soll blühen und mehr Insekten anlocken, die dann für mehr Biodiversität sorgen. Doch der Fund eines Hundeskeletts führt zu einer mysteriösen Gift-Mordserie in Gang, die das Dorfleben massiv in Aufregung versetzt. Wer will hier schon Urlaub machen, wo ein Giftmörder sein Unwesen treibt? Die Polizei ist uninteressiert und ratlos und so kommen die Hobbygärtnerinnen Berta und Pauline ins Spiel, die sich als potentielle Miss-Marple-Nachfolgerinnen bereits mehrfach bewiesen haben.

"Er hat sich ja geweigert, an einen Massenmörder ... zu glauben. Diese Realitätsverweigerung hatte ihn das Leben gekostet. Ein bei Männern sicher häufiger Wesenszug. Sie hielten sich so lange für unsterblich, his der Herzinfarkt, eine zu scharfe Kurve oder eben ein Mörder zuschlug." Zitat Seite 283

Direkt vor Paulines Haus wird der tote Jürgen Kofler gefunden, er war Revierjäger des Dorfes. Doch was wollte er von Pauline? Kurze Zeit später wird eine weitere männliche Leiche gefunden, ebenfalls ein Jäger. Da die örtliche Polizei nur wenig auf die Reihe bekommt und Paulines Miss-Marple-Instinkt geweckt ist, geht sie wie gewohnt mit Unterstützung ihrer Freundinnen auf Spurensuche.

Klaudia Blasls Krimis enthalten Gartenthemen und interessante Informationen über Heilpflanzen. Sie zeigt uns das Dorfleben mit einem warmherzigen Blick auf die Bewohner und ihre Gewohnheiten. Erneut hat die Autorin in der Giftküche des Gartens und der Botanik geschnuppert und sich eine ganz spezielle Mordserie erdacht, der ihren Krimi mit viel Wortwitz, reichlich Gartenwissen und liebenswerten Hobby-Ermittlerinnen zu einer lesenwerten Lektüre macht.

Ein toter verbuddelter Hund macht den Anfang, danach folgen weitere Todesfälle im menschlichen Milieu. Lange Zeit fehlt eine heiße Spur zum Täter, doch die beiden charmanten älteren Damen Pauline und Toni verbeißen sich wie Spürhunde in die Ermittlungen. Nebenbei muss sich Pauline auch noch um ihren an einem Herzinfarkt erkrankten Mann kümmern. Die Handlung wurde dank der vielen eigenwilligen Charaktere nicht langweilig, die Spannung steigt allmählich an und ich wurde mit interessantem, giftigen Gartenwissen versorgt, was mich potentiell auch zu einer Giftmörderin machen könnte.

Die Erzählweise kommt mit perfekt gesetztem Wortwitz und Situationskomik daher und die Figuren wirken, auch wenn sie größtenteils die 60 berschritten haben, sehr lebendig und authentisch, jedenfalls die lebenden. Es gibt den deppigen Hauptkommissar Hartmann und viele liebenswerte Dorfbewohner, die die Geschichte zu einem Lesevergnügen werden lassen. Allen voran die scharfzüngige Ex-Lehrerin und Dorf-Miss-Marple Pauline, die uns als Erzählerin immer genau erklärt, wie sie ihre Mitmenschen einschätzt und was sie von ihnen hält. Ich hatte einen Verdacht, wer hinter den raffiniert ausgeführten Giftmorden stecken könnte, doch ich konnte mir insgesamt keinen Reim darauf machen. Die Auflösung am Ende ist logisch und zeigt ganz klar, dass Rache nicht bekanntermaßen süß ist.

Wer humorvolle und gut geschriebene Cosy Crime mag, sich für die Giftwirkung von harmlos erscheinenden Alpenveilchen und Co. interessiert und der agilen Pauline beim Ermitteln über die Schulter schauen möchte, sollte Gärten, Gift und kalte Rache unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Mutmachendes Plädoyer für mehr Sichtbarkeit für Frauen ab 50

Mit anderen Augen
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Jane Taras Roman Mit anderen Augen erscheint im Diogenes Verlag

Mit 52 Jahren ist Tilda Finch eine erfolgreiche Geschäftsfrau und Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern. Eines Morgens bemerkt sie, ...

Jane Taras Roman Mit anderen Augen erscheint im Diogenes Verlag

Mit 52 Jahren ist Tilda Finch eine erfolgreiche Geschäftsfrau und Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern. Eines Morgens bemerkt sie, dass ihr kleiner Finger verschwunden ist, es gibt keine Verletzung, keine Schmerzen, der Finger ist einfach nicht mehr zu sehen.

Ihre Ärztin stellt die Diagnose: Unsichtbarkeit. Eine Krankheit, die bei Frauen häufig auftritt, leider nicht erforscht und auch nicht heilbar ist. Obwohl sich Tilda schon seit Jahren unsichtbar fühlte, ist sie geschockt und kämpft mutig und mit viel Humor gegen ihr Verschwinden ah.

"Sie (Tilda) kämpfte nicht mehr gegen Fältchen und graue Haare an, war aber selbstkritisch geblieben. Jetzt allerdings, als sie sich im Spiegel verschwinden sah, wünschte sie sich nicht sehnlicher, als sich beim Altwerden zuzusehen. Die Vorstellung, das zu verpassen, erschütterte sie bis ins Mark." Zitat Seite 120

Jane Tara hat mich mit dem Thema ihrer Story gut unterhalten. Sie wirft einen feinfühligen Blick auf

Frauen über 50, die durch ihren Alterungsprozess von der Gesellschaft nicht mehr gesehen werden, weil der Fokus auf Jugend, faltenlosem Aussehen und Frische gelegt wird. Die Film- und Werbebranche macht es vor und es läuft auch im Alltag oder in der Berufswelt ähnlich.

Wir begleiten Tilda Finch dabei, wie verschiedene Körperteile unsichtbar werden und sich Tilda anscheinend auflöst. Dieses "Unsichtbarwerden" steht für die Erkenntnis vieler Frauen im Alterungsprozess, in dem sie immer weniger gesehen, gehört, anerkannt oder geschätzt werden. Eine gesellschaftliche Bewertung, die Erfahrungen, Gelassenheit und gelebtes Leben für nichtig erklärt und damit die Stärke dieser Frauen ausblendet.

Tilda will sich mit dieser Entwicklung nicht abfinden und beginnt, über ihren eigenen Wert nachzudenken und darüber, was Sichtbarkeit überhaupt ausmacht. Sie besucht eine Therapeutin, lernt sich mit anderen Augen zu sehen und startet in einer Selbsthilfegruppe.

Im Leben hat Tilda einiges vorzuweisen, sie ist beruflich gut aufgestellt, hat zwei wunderbare Kinder und ist geschieden, ein Umstand, der sie frei und unabhängig macht. Nach ihrer Diagnose besucht sie Meditationskurse und lernt, sich selbst zu sehen und zu lieben.

In der Geschichte lernt Tilda einen Mann kennen, der mit Verständnis und Charme ihr Herz gewinnt. Das ist für Tilda natürlich ein Gewinn, ich hätte es aber auch schön gefunden, wenn hier mal die Liebe für die eigenene Weiblichkeit im Fokus stehen würde.

Mit anderen Augen ist ein gut erzählter Roman, der mit warmherzigem Blick und feinsinnigem Humor aufzeigt, was Frauen alles leisten, von der Kindererziehung über Beruf und Haushalt. Er zeigt, wie die Akzeptanz für Frauen in der Lebensmitte mit ihren Erfahrungen und ihrem Wert für die Gesellschaft nachlässt und sie einfach übergangen werden.

Ein nachhallender Roman, der Frauen mahnt, sich nicht aus den Augen zu verlieren und sich des eigenen Wertes bewusst zu sein. Denn gelebtes Leben sind nicht nur Falten und Narben, es ist eine Stärke, denn es bedeutet Erfahrung und Wissen. Ein Schatz, der für die Gesellschaft immens wichtig ist.

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