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Veröffentlicht am 30.10.2018

Wohltuend und unterhaltsam zeigt dieser Roman die Rückbesinnung auf das Landleben!

Kräuter der Provinz
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Die drei Frauen Therese, Greta und Christine gehen mit viel Engagement, Ideenreichtum und Mut an die Aufgabe, das Dorf Maierhofen in der Öffentlichkeit Publik zu machen und ein Genießerdorf entstehen zu ...

Die drei Frauen Therese, Greta und Christine gehen mit viel Engagement, Ideenreichtum und Mut an die Aufgabe, das Dorf Maierhofen in der Öffentlichkeit Publik zu machen und ein Genießerdorf entstehen zu lassen. Das Dorf soll sich dem Tourismus öffnen und sich für seine guten Produkte einen Namen machen. Dabei sind diese starken Frauen Wegbereiter, die mit ihren Träumen und neuen Möglichkeiten dieses Dorf aufleben lassen. Mit ihren Ideen und ihrer Tatkraft überzeugen sie ihre Mitbewohner und Nachbarn und stacheln sie zu eigener Mithilfe an. Sie können auf den Rückhalt der Dorfbewohner bauen, jeder bringt sich entsprechend seiner individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten mit ein. Ein wenig fühlte ich mich an die Aktion "Mein Dorf soll schöner werden" erinnert. Auch dort bringt der Gemeinschaftssinn unglaubliche Werke zustande.

Ich hatte einen leichten Frauenroman erwartet, der eine bunte Mischung aus Liebesgeschichte, Krankheit, Freundschaft und zwischenmenschliche Probleme beeinhaltet und wurde angenehm positiv überrascht.
Es ist ein Frauenroman, keine Frage, aber diese Geschichte geht tiefer. Sie zog mich gleich zu Beginn in seinen Bann und ich fühlte mich in der Gesellschaft der verschiedenen Protagonisten richtig wohl. Beim Lesen schien es mir fast so, als ob ich ebenfalls eine Mitbewohnerin wäre und das Dorf retten wollte. Die Figuren waren mir sehr nahe gekommen, was an einer genauen Beschreibung der Charaktere liegt und an ihren speziellen Eigenheiten, die man detailgenau vor sich sieht. Hier hat jeder seine eigenen Ecken und Kanten und dennoch harmonieren die Personen miteinander, geht es doch um die gemeinsame Aufgabe, die bewältigt werden muss. Natürlich schliesst sich nicht jeder Bewohner mit an, aber das wäre auch nicht realistisch.

Mir gefällt besonders die Beschreibung der ländlichen Idylle, die Hinwendung zum Regionalen, zum Ursprünglichen.
So wie die Rückbesinnung auf alte Rezepte für Liköre und Kräutersalze, auf die Verwendung von heimischen Produkten. Auch die gute alte Handwerksarbeit von Bäcker, Schlachter und Tischler wird in diesem Buch deutlich in Szene gesetzt. Man bekommt richtig Lust, selbst mal wieder einen Bauernmarkt zu besuchen, Äpfel zu mosten oder Sirup anzusetzen. Auch die aktuelle Hinwendung der Esskultur zur fleischlosen Küche nimmt Petra Durst-Benning in ihre Handlung mit auf.


Eine unterhaltsame Handlung, die anheimelnde Rückbesinnung auf ländliche Produkte und ein angenehmer Schreibstil machen diesen Roman zu einer wohltuenden Lektüre.

Veröffentlicht am 30.10.2018

Unterhaltsamer Krimi mit tollen Figuren, humorvoll und locker geschrieben, einfach super! Mehr davon!

Ausgeplappert
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Dieser regionale Krimi aus dem Hessischen ist eine humorvolle Geschichte mit tollen Charakteren, etwas hessischer Mundart und einer abwechslungsreichen Handlung.
Dabei gefallen mir speziell die Figuren ...

Dieser regionale Krimi aus dem Hessischen ist eine humorvolle Geschichte mit tollen Charakteren, etwas hessischer Mundart und einer abwechslungsreichen Handlung.
Dabei gefallen mir speziell die Figuren besonders gut. Sie haben Ecken und Kanten, sodass man sie bildhaft vor Augen hat und nicht wieder vergisst.

Gerade Protagonistin Lissie Sommer schafft mit ihrem trockenen Humor eine gelunge witzige Sicht auf die Bewohner und ihre Macken und verleiht dem Krimi eine besondere Note. Es gibt so viele amüsante Szenen, die den Leser herrlich unterhalten. So sind auch Lizzies Eltern der Kracher! Die Mutter, eine babbelnde Hessin, wie sie im Buche steht, möchte ihrer Tochter mit 37 Jahren endlich zu einem Mann verhelfen, näht ihr aber einen kindgerechten Pumuckelsticker auf die Hose. Der Vater weckt seine Tochter immer noch mit einem speziellen Morgenweckgesang aus ihrer Kindheit. Doch mehr möchte ich nun wirklich nicht verraten! Noch eines: ein Traummann kreuzt Lissies Weg, Kommissar Loch. Der könnte zu Lissie passen, aber mit dem Namen ist ein Doppel-Name undenkbar.

Ja, die Bewohner der hessischen Kleinstadt haben so ihre Eigenarten, führen ein geselliges Leben in ihrer Stamm-Kneipe bei Äppelwoi und werden mit viel Liebe zum Detail beschrieben. Die Autorin zeigt in ihrem Krimi mit einem Augenzwinkern Szenen aus dem realen Leben.


Dieser Hessen-Krimi ist einfach herrlich und so richtig zum Geniessen. Die Handlung ist sehr lustig, unterhaltsam und auch spannend, da kann man sich kaum eine Pause gönnen. Aus dieser Feder möchte man am liebsten gleich den nächsten Fall von Lissie lesen. Und die Autorin hat eine Fortsetzung schon bestätigt. Ich freue mich schon sehr auf die nächste humorvolle Geschichte!

Veröffentlicht am 30.10.2018

Geniale Umsetzung der Spielidee in Buchform

Die Siedler von Catan
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Rebecca Gablé hat ein Händchen für historische Romane, die sie mit ihrem überragendem Geschichtswissen und ihrem einzigartigen Erzählstil zu einem Vergnügen für jeden Leser macht.

Ihr gelingt es auch ...

Rebecca Gablé hat ein Händchen für historische Romane, die sie mit ihrem überragendem Geschichtswissen und ihrem einzigartigen Erzählstil zu einem Vergnügen für jeden Leser macht.

Ihr gelingt es auch in diesem Buch, lebendig wirkende Charaktere zu erfinden und die Geschichte auf einer interessanten Handlung entstehen zu lassen. Der Ort ist Fiktion, die Zeitdarstellung fusst auf einer realen nordeuropäischen Welt, die Mitte des 9. Jahrhunderts angesiedelt ist und die Welt der Wikinger mit ihren Lebenssituationen und ihrem Brauchtum lebensnah wiedergibt.

Der geschichtliche Hintergrund der Handlung zeigt den Konflikt zwischen dem aufkommenden Christentum, im Buch durch den sächsischen Sklaven und ehemaligen Mönch Austin dargestellt, und dem altnordischen Götterglauben. An den alten Riten getreu dem nordischen Glauben der
Wikinger halten viele Bewohner weiterhin fest. Das kommt zu Spannungen und Streit, der der Gemeinschaft in ihrer friedlichen Ansiedelung Probleme bereitet.

Eine gelungene Umsetzung eines Brettspiels in eine literarische Geschichte, die mit Unterhaltung und Fantasy gespickt ist. Für Fans von Rebecca Gablé ein Muss, ansonsten ein spannender historischer Roman.

Veröffentlicht am 30.10.2018

Unterhaltsamer Ausflug ins mittelalterliche Lübeck

Die Kaufmannstochter von Lübeck
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Gleich vorab, dieses Buch ist toll zu lesen, die Charaktere haben mir gefallen und auch die Handlung weist viel Interessantes auf. Der Zusammenschluss von Kaufleuten zur Hanse ermöglichte gemeinsame Handelswegsicherung ...

Gleich vorab, dieses Buch ist toll zu lesen, die Charaktere haben mir gefallen und auch die Handlung weist viel Interessantes auf. Der Zusammenschluss von Kaufleuten zur Hanse ermöglichte gemeinsame Handelswegsicherung als Fahrgemeinschaft. Über den Ostseezugang erfolgte der Handel mit Russland (Getreide, Felle, Wachs) und mit Skandinavien (Fisch), die im Gegenzug Fertigprodukte wie Tuche und Wein erhielten.

Es werden die Handelswege der Ostsee und die daraus resultierenden Machtverhältnisse aufgezeigt, die Herstellung von Marzipan wird vorgestellt und erklärt, das damals Marzipan eine schützende Wirkung vor der Pest nachgesagt wurde.

Mit Spannung habe ich die Entwicklung der Geschehnisse verfolgt, die Handlung ist logisch aufgebaut und scheint historisch belegt.
Aber die Protagonisten haben mich nicht genügend überzeugt, sie blieben mir trotz detailreicher Charakterisierung ziemlich fremd.

Besonders das Verhalten von Johanna fand ich recht befremdlich, galt sie doch dank ihrer Religiosität in ihrer Familie fast als Heilige und dann gibt sie sich, beflügelt durch ihre erste Verliebtheit, gleich einem ihr völlig fremden Mann hin. Dazu auch noch in einer Kirche, was ja überhaupt nicht zu ihrem Vorhaben passt, in ein Kloster eintreten zu wollen.
Außerdem hat sie als trotz ihrer Rolle als Frau unverhältnismäßig viel Mitspracherecht und kann lesen und schreiben. Das war für die damalige Zeit allerdings absolut untypisch.

Die unterhaltsame Liebesgeschichte ist natürlich der rote Faden, der sich durch die Geschichte zieht und den Leser fesselt. Schließlich will man sehen, wie es den Liebenden ergeht. Letztendlich ist alles recht vorhersehbar, es gibt einige Intrigen und Machtkämpfe zu bestehen und Johanna erweist sich als mutige und draufgängerische Frau.


Dieser unterhaltsame Roman zeigt die Position der Hanse in Lübeck und erzählt vor dem Hintergrund eines Bündnisses gegen den dänischen König die Geschichte einer Kaufmannstochter. Ihre Liebesgeschichte unterhält und zeigt gleichzeitig die Wirrungen der damaligen Zeit auf.

Veröffentlicht am 30.10.2018

Lockere Unterhaltung über ein Stadtmädchen

Schweinsgalopptage
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Dieser Roman zeigt die kleinen chaotisches Abenteuer einer echten Stadtpflanze, die sich auf das Landleben einläst und es trotz Pumps und hoher Absätze erobert.

Die Charaktere sind durchaus sympathisch ...

Dieser Roman zeigt die kleinen chaotisches Abenteuer einer echten Stadtpflanze, die sich auf das Landleben einläst und es trotz Pumps und hoher Absätze erobert.

Die Charaktere sind durchaus sympathisch gezeichnet und haben so ihre speziellen Eigenarten, die für lustige Erlebnisse sorgen.
Gerade die Männer, die Melory bei ihren Blind Dates kennen lernt, haben so ihre Macken und ganz speziellen Vorstellungen von einer Beziehung, die für die größten Lacher im Buch sorgen.
Das Verhältnis zwischen Mel und ihrer Mutter ist auch immer wieder für eine Überraschung gut. Denn auf einmal gibt es an deren Seite einen neuen Mann, was Mel doch sehr überraschend trifft. Das Liebesleben ihrer Mutter bereitet ihr auf einmal Probleme. Melory war mir in ihrem Verhalten daraufhin doch ein wenig kindisch und ihre Reaktionen zu dramatisch.


Der humorvolle lockere Schreibstil macht das Lesen zum Vergnügen und Melorys Leben zieht munter am Leser vorbei. Die Lebensgeschichten der Freunde und Dates sorgen für heitere Unterhaltung und auch für romantische Momente ist gesorgt.

Eine heitere, leichte Lektüre für den Strand oder für gemütliche Stunden an langen Herbstabenden gut geeignet. Ein bißchen Freundschaft, Landleben und die große Liebe.