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Veröffentlicht am 22.06.2022

Interessanter Einblick in das Leben von Virginia Woolf

Die Liebenden von Bloomsbury – Virginia und die neue Zeit
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Der Roman "Die Liebenden von Bloomsbury – Virginia und die neue Zeit" von Stefanie H. Martin ist der Auftakt der Bloomsbury-Saga, die im Aufbau Taschenbuchverlag erscheint.

London, 1903: Virgina Woolf ...

Der Roman "Die Liebenden von Bloomsbury – Virginia und die neue Zeit" von Stefanie H. Martin ist der Auftakt der Bloomsbury-Saga, die im Aufbau Taschenbuchverlag erscheint.

London, 1903: Virgina Woolf gründet mit ihrer künstlerisch begabten Schwester Vanessa und ihren Brüdern eine Wohngemeinschaft in Bloomsbury. Virginia möchte nur eines, schreiben und damit neue Wege begehen. Aber in der Gesellschaft ihrer Zeit erwartete man von ihr, dass sie heiratet und nicht als ledige Frau ein Leben in Freiheit führt. In der Bloomsbury Group konnte sie sich in Diskussionen über Literatur, Wissenschaft und Kunst mit Intellektuellen austauschen und so weiter entwickeln.

Virginia Woolf gilt als Ikone der literarischen Moderne und trat für ein gesellschaftliche Veränderungen, insbesondere das Frauenrecht und ein selbstbestimmtes Leben der Frauen ein.

Die Bloomsbury Group, benannt nach einem Stadtteil Londons, umfasste einen Kreis von Literaten und Intellektuellen, die sich dem freien Denken hingaben und gegen die bestehenden gesellschaftlichen Vorstellungen auflehnten, den Imperialismus und die Tabuisierung der Sexualität hinterfragten. Zu dieser Gruppe gehörten berühmte Personen wie Lytton Strachey, der Maler Duncan Grant, der Ökonom John Maynard Keynes und auch Virginia Woolf.

Dieser Roman ist der Auftakt zu einer dreiteiligen Reihe, er beschreib die Anfänge der Bloomsbury Group zwischen 1903 bis 1909. Wir erleben an Virginias Seite die Gründung der Gruppe, nehmen teil an Gesprächen und Diskussionen und erleben eine Frau, die ihr Leben dem Schreiben widmen möchte und mit dem gesellschaftlichen Zwang einer Heirat hadert. Die weltoffene Ansicht des Zirkels eröffnete ihr freigeistige Eindrücke, die sich in ihren Essays widerspiegeln.

Stefanie H. Martin stellt in ihrer Romanbiografie Virginia Woolf in den Mittelpunkt. Wir erleben die historischen Ereignisse der Zeit, tauchen in Virginias Gedanken und Gefühle ein und spüren, wie sehr ihr die Schriftstellerei am Herzen liegt. Sie ist ein Vorbild ihrer Zeit, in der es Frauen nicht vergönnt war, ihre Leidenschaft frei auszuleben.

Von der sprachlichen Seite her ist dieser Roman ein Genuß, die Ausarbeitung ist der Autorin sehr zeitbeschreibend gelungen, man fühlt sich durch die poetischen Formulierungen und die besonderen Diskussionen und Briefwechsel förmlich in diese Epoche zurückversetzt. Es gelingt Stefanie H. Martin auf interessante und zeitbeschreibende Weise das private Leben der vielseitigen Persönlichkeit Virginias und ihrer Zeitgenossen zu begleiten und mehr über ihre Ambitionen zur Frauenbewegung zu erfahren. Dabei steht die anschauliche Charakterisierung der Figuren besonders im Fokus. Virginia wirkt ehrgeizig, dabei aber auch etwas unsicher und fragil. Ihre enge Beziehung zu Vanessa macht klar, wie sehr sie eine Bezugsperson suchte und brauchte.

Wer sich in den Literatursalons traf, hatte nicht nur Intellekt, er hatte auch das finanzielle Polster, um hier zu diskutieren und gedanklichen Austausch zu pflegen. Dabei ging es besonders offen auch um Sexualtität, einige der Bloomsburries waren Homosexuelle.

Diese sprachlich gelungene Ausarbeitung über Virginia Woolfs Leben ist für mich ein interessanter Einblick, der mit den gezeigten Zeitgenossen ein klares Bild der Bloomsbury Group und der viktorianischen Zeit abbildet.

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Veröffentlicht am 21.06.2022

Immer wieder ein besonderes Krimierlebnis

Ostseekreuz
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"Ostseekreuz" ist der 17. Fall für Pia Korittki von Eva Almstädt, die Reihe erscheint im Bastei Lübbe Verlag.


Kommissarin Pia Korittki hat von ihrem letzten Fall traumatische Nachwirkungen und braucht ...

"Ostseekreuz" ist der 17. Fall für Pia Korittki von Eva Almstädt, die Reihe erscheint im Bastei Lübbe Verlag.


Kommissarin Pia Korittki hat von ihrem letzten Fall traumatische Nachwirkungen und braucht dringend eine Auszeit. In einem Ostsee-Kloster hofft sie, durch das beschauliche Leben Ruhe und Kraft zu tanken und das Erlebte verarbeiten zu können. Doch dann bringt das Läuten der Totenglocke Unruhe in das Klosterleben. Bruder Zacharias wurde ermordet wurde. Da Pia als Gast im Kloster weilt, möchte sie sich aus den Ermittlungen heraushalten, als aber ein weiterer Gast verschwindet, ändert sich ihre Einstellung und sie stellt ihre eigenen Nachforschungen an.


Küstenkrimis gehören für mich einfach zur Urlaubslektüre dazu. Dieser Krimi passte wie Faust aufs Auge, weil ich gerade in der Nähe des Klosters Cismar Urlaub gemacht habe. Und so konnte ich mir diese Lokalität dann auch noch genau ansehen.

Pia hat in ihrem letzten Fall mit Lohse überreagiert und wird von ihrem Chef vor die Wahl gestellt, entweder sie wird suspendiert oder sie nimmt eine Auszeit. Pia wählt die Auszeit und geht in ein Kloster. Mit den Beschreibungen des alltäglichen Klosterlebens und alten Mauern und verborgenen Kammern sorgt Eva Almstädt schon einmal für ein mystisches Ambiente, das mir gut gefällt. Ostseekreuz ist insgesamt eher ein ruhiger Krimi und die Handlung braucht ein wenig, bis sie richtig Fahrt aufnimmt. Danach bringen die abwechselnd erzählten Handlungsstränge im Kloster und Martens Verfolgung von Häftlich Lohse durch geschickt eingebaute Wendungen wieder etwas mehr Spannung ins Spiel.


Die Charaktere werden sehr authentisch und mit einigen Ecken und Kanten gezeigt. Pia und Marten sind bekannt für Alleingänge und bringen sich damit immer wieder in Gefahr. Die Mönche und Gäste sorgen mit ihren privaten Verbindungen und üblichen Konflikten für ein reales und stimmiges Bild von Menschen, die sich gut in den Krimi einfügen. Wir können davon ausgehen, dass Pias Leben weitere Entwicklungen bereithält und das mag ich an dieser Figur so sehr.

Mir hat besonders das Setting des Kloster, die Aufdeckung von Grausamkeiten und der durch die Örtlichkeit eingeschränkte Täterkreis gut gefallen. Hier kann man gut miträtseln und wird trotzdem am Ende mit der unerwarteten Täterauflösung überrascht.

Etwas übertrieben erscheint mir die dauerhaft erfolglose Jagd Martens nach Albrecht Lohse, dessen Flucht ihn inzwischen nach Frankreich führt. Ständig ist Lohse Marten immer einen Schritt voraus und da könnte auch mal ein erfolgreicher Zugriff stattfinden.


Pias Auszeit im Kloster ist wieder ein spezieller Ermittlungseinsatz, den man sich als Fan der Reihe nicht entgehen lassen sollte.

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Veröffentlicht am 19.06.2022

Ein Neuanfang auf Rügen

Wo Himmel und Meer sich berühren
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Bei Harper Collins erscheint der Roman "Wo Himmel und Meer sich berühren" von Kathleen Freitag.


Rügen 1945: Der Krieg ist vorbei, es kommen die Flüchtlinge aus den Ostgebieten auf die Insel. Auch Edith ...

Bei Harper Collins erscheint der Roman "Wo Himmel und Meer sich berühren" von Kathleen Freitag.


Rügen 1945: Der Krieg ist vorbei, es kommen die Flüchtlinge aus den Ostgebieten auf die Insel. Auch Edith hat die beschwerliche Flucht hinter sich, mit dem Verlust ihrer Mutter und leider auch unterwegs getrennt von ihrer Schwester Esther. Sie muss erst einmal ankommen und hofft auf ein Wiedersehen mit ihrer Schwester. Doch noch fühlt sie sich fremd und als Vertriebene wird sie nicht gern gesehen. Auf dem Hof von Almas Eltern findet Edith Arbeit und eine Unterkunft und dank einer beginnenden Freunschaft zu Alma lernt sie die Insel allmählich kennen und lieben. Doch nicht nur die Flüchtlinge haben Opfer zu beklagen, auch Alma wartet auf die Heimkehr ihres Verlobten.

Erzählerisch hat mir dieser Roman von Kathleen Freitag mit der flüssigen Schreibweise gut gefallen. Man ist schnell in der Geschichte drin und erfährt wechselseitig aus Almas und Ediths Sichtweise von ihren Ängsten, ihrem Leben und ihrer Vorgeschichte und kann sich so ein Bild ihrer Hoffnungen machen. Rügen wurde 1945 für viele Flüchtende aus dem Osten zum erklärten Ziel. Die Bewohner rückten zusammen, ließen sie bei sich wohnen, beäugten die Zugereisten aber mit einigem Argwohn. Edith kommt zwar auf einem Bauernhof unter, aber sie fühlt sich fremd, so fern ihrer Heimat und völlig allein. Ihre Mutter starb auf der Flucht und zu ihrer Schwester Esther verlor sich die Spur. Doch als sie Alma kennenlernt, freunden sie sich an und verbringen ihre freie Zeit miteinander. Bei ihren Gesprächen vermisse ich den Ausdruck ihrer Gefühlslage, ihre Emotionen kann man mehr erahnen, als dass sie zur Sprache kommen.

In diesem Roman wird die Nachkriegszeit mit all den menschlichen Schicksalen näher beleuchtet. Viele Menschen kamen ohne Hab und Gut und mussten sich ein neues Leben aufbauen. Sie hegten neue Hoffnung und brachten sich und ihre Arbeitskraft für die beheimateten Bauern ein. Die aufnehmenden Bewohner sind zum Teil hilfsbereit, aber auch sehr skeptisch, schliesslich müssen die Lebensmittel nun für mehr Menschen reichen als vorher.

Alma wartet seit Kriegsende auf die Rückkehr ihres Verlobten Friedrich und aus Angst vor einer schlechten Nachricht, öffnet sie ein ankommendes Schreiben der Wehrmachtsauskunftsstelle nicht. Viel lieber liest sie die ihr vertrauten alten Briefe, in denen Friedrich ihr seine Gefühle versichert. Das erschien mir am Anfang ja noch verständlich, ich konnte auf Dauer aber nicht nachvollziehen.

Dieser Roman zeigt eine Flüchtlingsgeschichte, die sofort an aktuelle Vorgänge erinnert. Sie zeigt neben einigen aufgedeckten Geheimnissen auch Optimismus und Zuversicht auf, die ein neues Leben in einer neuen Heimat verspricht und den Menschen Hoffnung und neue Kraft verleiht.

Manche Entwicklungen fand ich etwas vorhersehbar und einige Szenen wurden nur erzählt und damit etwas oberflächlich abgehandelt. Da hätte ein etwas tiefer gehender Blick gut getan.

Dieser unterhaltsame geschriebene Roman lässt sich gut lesen. Er zeigt, unter welchen Problemen und Sorgen Nachkriegsflüchtlinge und auch Alteingessene zu kämpfen hatten und wie Freundschaft neue Wege ebnet.


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Veröffentlicht am 18.06.2022

Romantische Lovestory mit irischer Wohlfühlatmosphäre

Das kleine Cottage in Irland
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Der Roman "Das kleine Cottage in Irland" ist Julie Caplins siebter Band aus der Reihe "Romantic Escapes", die im Rowohlt Verlag erscheint.

Bei dieser Reihe sind alle Romane eigenständig und unabhängig ...

Der Roman "Das kleine Cottage in Irland" ist Julie Caplins siebter Band aus der Reihe "Romantic Escapes", die im Rowohlt Verlag erscheint.

Bei dieser Reihe sind alle Romane eigenständig und unabhängig voneinander und bieten Landeseinblicke und echtes Lesevergnügen.


Die Anwältin Hanna lebt in Manchester und meldet sich zu einem mehrwöchigen Kochkurs in Irland an. Sie liebt gute Küche und möchte endlich kochen lernen. Am Tag ihrer Anreise trifft sie in Dublin auf Conor, sie verbringen einen romantischen Abend und eine gemeinsame Nacht miteinander. Am nächsten Tag reist Hannah ins wunderschöne County Kerry, wo sie die Truppe des Kurses kennenlernt. Und zufällig taucht auch Conor auf, er ist der Sohn der Kursleiterin. Das hatte ihr gerade noch gefehlt!

Dieses Mal entführt uns Julie Caplin in die irische Grafschaft Kerry mit ihrer wildromantischen Steilküste und den grünen Wiesen und Hügeln.

Hannah ist eine gute Anwältin, aber eine miserable Köchin. Deshalb macht sie einen sechs-wöchigen Kochkurs bei der renommierten Kochschule Adrienne Byrnes an der irischen Südwestküste in Killorgally. In Dublin lernt sie Conor kennen, es knistert sofort zwischen ihnen und sie verbringen die Nacht miteinander.

In Killorgally trifft Hannah auf die Kochtruppe, eine bunt gewürfelte Gruppe, die im Laufe der Kochwochen gut zusammenwächst. Alle fünf Teilnehmer:innen bekommen unterschiedliche Aufgaben zugeteilt, Hannah kümmert sich um die Hühner, andere übernehmen den Kräutergarten, die Schweine und Kühe und lernen so das Landleben kennen und lieben.

Als Hannah Conor wiedersieht, trifft sie fast der Schlag. Beide wollen ihr Geheimnis von Dublin geheimhalten, fühlen sich aber zueinander hingezogen, was niemand merken soll. Dieser Umstand sorgt für unterhaltsame Leseszenen, aber auch für romantische Dates und Kabbeleien, für Missverständnisse und ablehnende Haltung. Hannah unternimmt einige Ausflüge mit ihren neuen Kochfreunden in die nährere Umgebung, in Pubs und in Restaurants, wodurch man als Leserin die Gegend und Landsleute wunderbar miterleben kann. Die Beschreibung des traumhaften irischen Settings und der köstlich klingenden Gerichte habe ich genossen. Sie machen den besonderen Reiz dieser Reihe aus.


Im Kochkurs wird einiges Grundwissen erlernt und angewende und es ist unterhaltsam zu sehen, wie sich die Kochteilnehmer so anstellen. Nebenbei erfährt man mehr über ihr Privatleben und es ist schön zu beobachten, wie sie sich näher kennenlernen und als Gruppe zusammenwachsen. Sehr gern habe ich auch die alltäglichen Szenen auf dem Hof und die romantische Liebesgeschichte begleitet. Trotz der verborgen gehaltenen, gegenseitigen Gefühle sind sich Conor und Hannah bewusst, dass diese gemeinsame Zeit bald enden wird. Ich war neugierig, ob sie sich ihre Gefühle eingestehen und ein Paar werden.

Hannah hatte für mich etwas widersprüchliches in sich, deshalb wurde ich mit ihr nicht so recht warm. Mal ist sie schlagfertig und tough und dann wieder wirkt sie wie ein unreifer Teenager. Das habe ich ihr als erfahrener Anwältin nicht ganz abgenommen. Alle anderen Charaktere konnten mich da mehr überzeugen.

Dieser Liebesroman bezaubert durch ein traumhaftes Setting und die Wohlfühlatmosphäre. Wer romantische Storys mit Irlandflair mag, sollte dieses Buch lesen.

Veröffentlicht am 16.06.2022

Imkerei als persönlicher Glückswegweiser

Ostseeglück
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In der Reihe Sehnsuchtsorte des Eden Verlags erscheint mit "Ostseeglück" von Stephanie Eden nun Band 16. Er trägt den Untertitel "Mein Neubeginn zwischen Bienenstöcken und Rapsfeldern".

Stephanie Eden ...

In der Reihe Sehnsuchtsorte des Eden Verlags erscheint mit "Ostseeglück" von Stephanie Eden nun Band 16. Er trägt den Untertitel "Mein Neubeginn zwischen Bienenstöcken und Rapsfeldern".

Stephanie Eden (Jahrgang 1976) fühlte sich ausgebrannt nach Jahren in der Werbebranche und in der Großstadt. Die Geburt ihrer Zwillinge sorgte für ein Umdenken und führte sie an die Ostsee. Dort inmitten von Rapsfeldern entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Imkerei und entwickelte ihr persönliches Lebensglück.



Die Autorin wagt einen Neubeginn als Imkerin und eignet sich die dafür nötigen Kenntnisse nach und nach an. Über die einzelnen Schritte bei der Anschaffung von Bienenvölkern und wissenswerte Hintergründe über die Arbeit von Imkern und das Leben der fleißigen Bienen berichtet sie auf unterhaltsame Weise in "Ostseeglück". Für einen hilfreichen Anfang sorgt ihre Mitglied im Imkerverein, dort findet sie gleichgesinnte Imker, die sie mit Herz und Wissen unterstützen. Ihr ist die nachhaltige Imkerei wichtig, sie möchte nicht marktorientiert auf den Ertrag pochen. Die Arbeit mit den Bienen füllt sie aus und erdet sie, das naturnahe Leben mit Bienen macht glücklich.

Während Stephanie Eden ihre Anfänge der Imkerei schildert, wird man unweigerlich mitgerissen von ihrer Begeisterung für die Bienen. Alles Wissen, dass sie von ihrer Imker-Freunden erfährt, schreibt sie in ihrem Buch nieder. Wie arbeiten Bienen und welche Aufgaben haben Drohnen? Welche Hierarchie besteht in einem Bienenvolk?

Der Großteil des Buches dreht sich um Wissen über die Imkerei und um die Stephanie Edens eigene Erfahrungen mit ihren Bienenvölkern. Darüber hinaus bringt sie ihren persönlichen Hintergrund ein, erzählt auf lockere und heitere Weise aus ihrem Familienalltag als Mutter dreier Kinder und Frau eines Piloten.

Geradezu ein Segen ist Stephanies Imkerpate Udo, er gibt nicht nur sein immenses Wissen über die Imkerei weiter, er erklärt und hilft, wo er nur kann und seine Begeisterung für die Bienen färbt auch auf mich als Leserin ab. Diese neue Aufgabe und das Leben mit den Bienen ist als naturnahes Erlebnis gut nachzuvollziehen.
Die vielen Informationen über Bienen bringen auch unbekanntes Wissen über Bienen zutage, diese kleinen fleißigen Insekten sind ein wahres Wunderwerk der Natur und müssen unbedingt erhalten und geschützt werden.

Gerne hätte ich noch etwas mehr über das Leben an der Ostsee erfahren, von ihrer neuen Nachbarschaft und wie sie dort aufgenommen wurde als Neuhinzugezogene.

Lehrreiches und interessantes Buch über die Imkerei und über den Nutzen der Bienen für die Natur. Nach dieser Lektüre weiß man mehr über die Imkerei und möchte am liebsten selbst Bienenvölker betreuen.

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