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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2025

Wiedersehen mit dem Regenbogenfisch

Der Regenbogenfisch in Gefahr
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Der Regenbogenfisch war eines meiner liebsten Bücher, als ich selbst noch im Kindergarten war. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass es jetzt ein neues Abenteuer gibt, das ich gemeinsam mit meinem Kind ...

Der Regenbogenfisch war eines meiner liebsten Bücher, als ich selbst noch im Kindergarten war. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass es jetzt ein neues Abenteuer gibt, das ich gemeinsam mit meinem Kind erleben kann.

Dieses Mal schwebt der Regenbogenfisch in Gefahr. Er und seine Freunde geraten in ein Fischernetz, doch mit vereinten Kräften schaffen es die Meerestiere, sich zu befreien.

Die Illustrationen sind wieder wunderschön. Mein Sohn liebt die bunten Fischschwärme und die glänzenden Schuppen der Fische. Das Buch hat eine Altersempfehlung ab 4 Jahren, es handelt sich also nicht um ein Pappbilderbuch. Optik und Haptik sind sehr wertig und obwohl der Preis etwas teurer ist, finde ich ihn durchaus angemessen. Bei uns ist das Buch sehr beliebt und ich muss es mir mehrmals am Tag angucken. Ich kann es daher nur empfehlen.

Veröffentlicht am 23.08.2025

Bewegender Roman

Am Meer ist es schön
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Am Meer ist es schön erzählt die bewegende Geschichte von Susanne, die seit vielen Jahren ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern pflegt. Als Kind wurde sie in ein Verschickungsheim ...

Am Meer ist es schön erzählt die bewegende Geschichte von Susanne, die seit vielen Jahren ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter und ihren Geschwistern pflegt. Als Kind wurde sie in ein Verschickungsheim geschickt, wo sie schreckliche Erfahrungen machen musste. Doch ihre Eltern glaubten ihr damals nicht und das zerstörte die familiären Beziehungen nachhaltig. Nun liegt die Mutter, inzwischen an Demenz erkrankt, im Sterben. Susanne und ihre Geschwister kommen im Heim zusammen, und es kommt endlich zu einer längst überfälligen Aussprache.

Barbara Leciejewski ist eine wunderbare Autorin, die es meisterhaft versteht, traurige Themen mit viel Gefühl zu erzählen und ihnen gleichzeitig eine besondere Schönheit zu verleihen.

Die Handlung bewegt sich auf zwei Zeitebenen: Zum einen begleiten wir Susanne und ihre Familie bei der letzten Begegnung mit ihrer Mutter, zum anderen erleben wir die bedrückende Vergangenheit im Verschickungsheim. Besonders eindrücklich schildert die Autorin, wie die Kinder dort behandelt wurden. Das ist schockierend und traurig zugleich. Gleichzeitig entstehen aber auch bewegende Momente voller Freundschaft und Zusammenhalt.

Das Ende hat mich besonders berührt: Trotz all des Leids gibt es so etwas wie Wiedergutmachung. Man schließt das Buch mit einem Gefühl von Wehmut, aber auch von Zufriedenheit. Wie immer ein tolles Buch von Leciejewski.

Veröffentlicht am 16.08.2025

Kampf einer Frau

In uns der Ozean
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Aufmerksam geworden bin ich auf In uns der Ozean, weil ich bereits Theresia Graws vorherigen Roman Don’t Kiss Tommy begeistert gelesen habe. Obwohl mich der Klappentext dieses neuen Buches zunächst nicht ...

Aufmerksam geworden bin ich auf In uns der Ozean, weil ich bereits Theresia Graws vorherigen Roman Don’t Kiss Tommy begeistert gelesen habe. Obwohl mich der Klappentext dieses neuen Buches zunächst nicht angesprochen hat, war meine Erwartungshaltung hoch und ich wurde nicht enttäuscht.

Der Roman beruht auf wahren Begebenheiten und erzählt die Lebensgeschichte der berühmten Autorin und Wissenschaftlerin Rachel Carson. Rachel stammt aus einfachen Verhältnissen, doch sie trägt eine tiefe Liebe zur Natur in sich – besonders zum Meer. Ihr großer Traum ist es, Wissenschaftlerin zu werden. Das Leben zwingt sie jedoch immer wieder dazu, Kompromisse einzugehen und andere Wege zu wählen. Trotzdem bleibt sie sich selbst und ihren Überzeugungen treu.

Mich hat das Buch sehr beeindruckt und emotional bewegt. Rachel Carson wird als eine starke, empathische und bewundernswerte Persönlichkeit dargestellt. Sie opfert sich für andere auf, ohne sich selbst zu verlieren, und übernimmt Verantwortung für unseren Planeten – eine Haltung, die heute aktueller denn je ist.

Der Roman ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil widmet sich vor allem Rachels frühen Jahren und dem Beginn ihrer Karriere. Im zweiten Teil wird es deutlich ernster und düsterer: Es geht um ihren Kampf gegen den massenhaften Einsatz von Pestiziden und den Widerstand der amerikanischen Chemieindustrie. Beim Lesen habe ich oft zu meinem Handy gegriffen, um mehr über die historischen Hintergründe zu erfahren – ein Zeichen dafür, wie spannend und zugleich erschütternd das Thema ist.

Theresia Graw gelingt es mit ihrem einfühlsamen, fesselnden Schreibstil, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zu bilden. In uns der Ozean ist nicht nur ein großartig geschriebener Roman, sondern auch ein wichtiges Buch mit einer starken Botschaft. Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 12.08.2025

Sommer in Italien

Zypressensommer
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Julias Großvater Gianni ist vor kurzem verstorben und hat ihr ein geheimnisvolles Rätsel hinterlassen, das sie nach Italien führt. Dort begibt sie sich auf Spurensuche in ihrer Familiengeschichte und trifft ...

Julias Großvater Gianni ist vor kurzem verstorben und hat ihr ein geheimnisvolles Rätsel hinterlassen, das sie nach Italien führt. Dort begibt sie sich auf Spurensuche in ihrer Familiengeschichte und trifft dabei auf den charmanten Matteo. Die Ausgangslage klingt vielversprechend – und auch die vielen positiven Bewertungen haben meine Erwartungen entsprechend hochgeschraubt.

Leider konnte mich Zypressensommer nicht so mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte. Der Schreibstil wirkte auf mich langatmig und zäh, wodurch sich das Lesen stellenweise sehr gezogen hat. Auch die Rückblicke in die Vergangenheit, die emotional berühren sollten, ließen mich seltsam unbeteiligt zurück.

Obwohl die Protagonisten sympathisch gezeichnet sind, konnte ich keine tiefere Verbindung zu ihnen aufbauen. Die Geschichten von Gianni und Giulia verlaufen eher nebeneinander her, ohne dass sich für mich ein wirklich stimmiges Ganzes ergeben hätte. Die Idee hinter der Geschichte finde ich sehr gelungen – doch in der Umsetzung blieb sie für mich leider hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Insgesamt ein Buch mit Potenzial, das mich jedoch emotional nicht abholen konnte. Daher vergebe ich 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 07.08.2025

Das harte Leben der Hummerfischer

Die Hummerfrauen
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Das Buch die Hummerfrauen hat mir sehr gut gefallen. Es geht um Mina, die nach einem tödlichen Unfall ihres Bruders an den Ort glücklicher, gemeinsamer Sommer zurückkehrt und dort auf die Hummerfischerinnen ...

Das Buch die Hummerfrauen hat mir sehr gut gefallen. Es geht um Mina, die nach einem tödlichen Unfall ihres Bruders an den Ort glücklicher, gemeinsamer Sommer zurückkehrt und dort auf die Hummerfischerinnen Ann und Julie trifft.
Der Schreibstil vermittelt die Atmosphäre an den Schauplätzen auf Eagle Island und in Stone Harbor sehr gut. Ich konnte die heißen Sommer regelrecht fühlen, genauso wie die rauen Bedingungen der See. Es geht hauptsächlich um Ann, Julie und Mina, die alle eine bewegte Vergangenheit haben. Gerade Ann und Julie hat das Leben und die Einsamkeit etwas eigentümlich werden lassen. Dennoch sind sie auf ihre Art sehr sympathisch und kümmern sich liebevoll um Mina. Es gibt Rückblenden in vergangene Sommer, bei denen auch Minas Mutter eine große Rolle spielt. Gerade diese Rückblicke ermöglichen es, sich wunderbar in die Gefühlswelt von Mina hineinzuversetzen. Das Buch lässt sich sehr schnell und flüssig lesen und bietet gute Unterhaltung zum nicht immer einfachen Leben.