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Veröffentlicht am 20.01.2020

Magie, Morde und dazwischen Mercer, eine ahnungslose Hexe

Hex Hall - Wilder Zauber
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In „Wilder Zauber“, dem ersten Teil der Hex Hall Reihe, erzählt Rachel Hawkins, wie die 16jährige Hexe Sophie Mercer dank eines verunglückten Liebeszaubers auf das Internat Hecate Hall geschickt wird. ...

In „Wilder Zauber“, dem ersten Teil der Hex Hall Reihe, erzählt Rachel Hawkins, wie die 16jährige Hexe Sophie Mercer dank eines verunglückten Liebeszaubers auf das Internat Hecate Hall geschickt wird. Dort trifft sie nicht nur auf beißwütige Werwölfe, mürrische Gestaltwandler, eingebildete Feen und andere Hexen, nein sie teilt sich das Zimmer auch noch mit der einzigen Vampirin des Internats. Das wäre ja alles schon aufregend genug, doch plötzlich werden ihre Mithexen angegriffen und ausgerechnet ihre Zimmergenossin wird zur Tatverdächtigen.

Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Sophie erzählt, sodass man wunderbare Einblicke in ihre Gedankenwelt erhält. Der Schreibstil ist locker, dem Alter der Protagonistin angemessen und lässt sich flüssig und leicht lesen. Vor allem die witzigen Beschreibungen und Kommentare von Sophie haben mir ungemein gut gefallen und mich des Öfteren zum Lachen gebracht.
„Aber dieses Zimmer sah eher so aus, als hätte es das uneheliche Balg von Barbie und einem Erdbeertörtchen eingerichtet.“

In der Geschichte folgt eigentlich ein Ereignis das nächste, sodass keine Langeweile aufkommt. Es gibt mehr als ein „Problem“, das gelöst werden will, und nebenbei erfährt man auch mehr über die magische Parallelwelt bzw. wie die magischen Wesen unter den Menschen leben. Man wird, meiner Meinung nach, nicht mit Informationen erschlagen, sondern bekommt sie nach und nach gefüttert, was mir gut gefallen hat. Sophie ist eine sympathische Protagonistin, die noch nicht alles kann, und bei der auch mal das ein oder andere schief geht, was ich toll fand. Natürlich umgibt sie eine ganz besondere Geschichte, wie es oft bei diesen Büchern der Fall ist, aber da diese nur häppchenweise enthüllt wurde, fand ich es trotzdem interessant. Zudem wartet das Buch mit mehreren Wendungen und Überraschungen auf.

Kurz gesagt: ein tolles Buch, das mir gute und kurzweilige Unterhaltung geboten hat. Der „Krimifall“ wird noch in diesem Band aufgelöst, aber die anderen Nebenprobleme bleiben offen, sodass man auf den nächsten Teil gespannt sein darf.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.01.2020

Amerika trifft auf Highlands – witzige Dialoge und Romantik inbegriffen

Victorian Rebels - Mein Ende und mein Anfang
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Im fünften Band der Victorian Rebels erzählt Kerrigan Byrne die Geschichte des Highlanders Gavin MacKenzie, dem Halbbruder des Highlandteufels aus dem 3. Band. Gavin möchte sich von den MacKenzies loslösen ...

Im fünften Band der Victorian Rebels erzählt Kerrigan Byrne die Geschichte des Highlanders Gavin MacKenzie, dem Halbbruder des Highlandteufels aus dem 3. Band. Gavin möchte sich von den MacKenzies loslösen und dafür das Anwesen der nach Amerika gezogenen Familie Ross kaufen. Doch da kommt Samantha ins Spiel, eine junge Amerikanerin, die in einer Notlage ihren Ehemann erschoss, nun auf der Flucht ist und sich als Alison Ross ausgeben soll, damit das Anwesen nicht in Gavins Hände fällt. Schon bald treffen nicht nur Kontinente, sondern auch zwei Hitzköpfe in den schottischen Highlands aufeinander, wobei nicht nur unflätige Worte fallen, sondern auch Funken sprühen.

Das Buch wird aus der dritten Perspektive erzählt, wobei abwechselnd Sam und Gavin in den Mittelpunkt gerückt werden, sodass man einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Protagonisten erhält. Der Schreibstil ist wie immer leicht zu lesen und wunderbar bildhaft. Kerrigan Byrne hat eine so schöne Art zu schreiben und findet, meiner Meinung nach, die tollsten Vergleiche. Allein deswegen freue ich mich schon immer auf die Bücher dieser Reihe.
„Ihre Glieder waren wie Wolle, die man in einen See geworfen hatte. Vollgesogen, langsam und schwer.“

Was mir bei diesem Buch gleich aufgefallen ist, ist, dass es viel humorvoller ist als seine Vorgänger. Die hitzigen Dialoge zwischen Sam und Gavin haben mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht und auch die Beschreibungen waren witziger.
„Alison Ross stürmte mit der damenhaften Raffinesse eines brunftigen Hirsches, der sich auf seinen Gegner stürzte, in sein Büro.“
Dafür ist der Krimianteil nicht sonderlich spannend und, meiner Meinung nach, eher vorhersehbar. Das hat meinem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch getan, da mich Sam und Gavin von der ersten Seite an in ihren Bann geschlagen haben. Ihre Kabbeleien sind herrlich und mir hat auch sehr gut gefallen, dass die Protagonistin so ganz anders war als in den anderen Bänden. Hier haben wir keine feine englische Dame, sondern ein Cowgirl aus Amerika, das reiten und schießen kann und sich nicht scheut ihre Pistole auf ihr Gegenüber zu richten. Auch Gavin und sein Bemühen sich vom Clan der MacKenzies loszulösen sowie seine Streitereien mit seinem Bruder fand ich sehr interessant und unterhaltsam. Er hatte mein Interesse bereits im dritten Band gepackt, weshalb ich mich gefreut habe, nun mehr von ihm lesen zu dürfen.

Wieder mal ein gelungenes Buch der Victorian Rebels, das mir vergnügliche Lesestunden beschert hat und etwas anders daherkam als die anderen vier Bände. Nun bin ich gespannt, wer denn als nächstes ins Visier gefasst wird, denn die ein oder andere spannende Nebengeschichte wurde bereits angedeutet, und freue mich schon auf den nächsten Band.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2019

Unterhaltsamer Abschluss einer tollen Trilogie

Sinful Royalty
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Der letzte Band der Trilogie um Temperance Ransom und ihren Auftragsmörder spielt einen Monat nach Ende des zweiten Teils. Temperance trauert, verkriecht sich zu Hause, fühlt sich verraten und verlassen. ...

Der letzte Band der Trilogie um Temperance Ransom und ihren Auftragsmörder spielt einen Monat nach Ende des zweiten Teils. Temperance trauert, verkriecht sich zu Hause, fühlt sich verraten und verlassen. Mit Hilfe ihrer schrulligen Vermieterin findet sie zurück ins Leben und macht sich auf die Suche nach Antworten, wodurch sie sich immer tiefer in einem Netz aus Intrigen und Verbrechen verstrickt.

Auch dieser Band wird größtenteils aus Temperance’ Sicht erzählt, aber auch Kane kommt zu Wort, wenn auch nicht so oft. Der Schreibstil lässt sich gewohnt flüssig lesen und ich hab das Buch in einem Rutsch gelesen.

Allerdings fand ich es nicht ganz so spannend, da der erste Teil des Buches für mich von Anfang an recht offensichtlich war und es ansonsten nur um Nebengeschichten wie Temperance Kunst ging. Erst im letzten Viertel nimmt die Geschichte so richtig an Fahrt auf und endet mit einem Knall, der für mich etwas zu abrupt war und auch manche Motive offengelassen hat. Da wurden seitenlang die finsteren Machenschaften einer Person angedeutet, aber die Hintergründe werden letzten Endes nicht verraten.

Insgesamt war mir alles ein bisschen zu oberflächlich, es sind einfach keine Gefühle bei mir angekommen. Nichtsdestotrotz hat mich das Buch gut unterhalten, weil ich mich an die Protagonisten gewöhnt habe und sie auch sehr gern mochte, und gerade gegen Schluss konnte ich es nicht mehr weglegen. Zudem konnte die Autorin noch mit der ein oder anderen Überraschung aufwarten.

„Du musst die Vergangenheit hinter dir lassen, wenn du deine Zukunft und die Chancen, die dich erwarten, annehmen willst.“

Vielen Dank an NetGalley und den LYX Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars, was jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung hat.

Veröffentlicht am 29.10.2019

Spannender, erotischer zweiter Teil

Sinful Princess
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Nachdem am Ende des ersten Teils plötzlich Temperance‘ Fremder vor ihrer Tür stand, erfährt sie nun wer er ist und was er arbeitet. Kane ist ein Auftragsmörder mit dem Auftrag ihren Bruder zu töten. Während ...

Nachdem am Ende des ersten Teils plötzlich Temperance‘ Fremder vor ihrer Tür stand, erfährt sie nun wer er ist und was er arbeitet. Kane ist ein Auftragsmörder mit dem Auftrag ihren Bruder zu töten. Während Temperance noch hin und her gerissen ist, ob sie ihm vertrauen und wie sie ihrem Bruder helfen kann, kochen die Gefühle und vor allem Lust der beiden über. Aber haben sie überhaupt eine Chance, wenn sich alle Welt gegen sie verschworen zu haben scheint?

„Sinful Princess“ wird im Gegensatz zum ersten Band abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Temperance und Kane erzählt. Dadurch erfährt man als Leser mehr über Kane und wie er zum Auftragsmörder Saxon wurde. Das hat mir gut gefallen und der Geschichte mehr Tiefe verliehen. Temperance Gefühlsaufruhr fand ich auch sehr glaubwürdig und schön beschrieben; darf sie einen Mörder lieben, ist das nicht verwerflich?

Weiterhin kommen noch ein paar neue Geheimnisse ans Licht und man geht mit den beiden auf eine spannende Suche durch die Sümpfe. Auch die Erotik kommt nicht zu kurz, denn zwischen den beiden knistert es gewaltig. Das Ganze gipfelt in einem scheinbar unlösbaren und wirklich fiesen Cliffhanger.

Eine spannende und kurzweilige Fortsetzung, die genau da anknüpft, wo der erste Band aufhörte und einen auf den letzten Teil hibbeln lässt.

„Für das Leben gibt es kein Sicherheitsnetz und auch keinen verdammten Fallschirm.“

Vielen Dank an NetGalley und den LYX Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars, was jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung hat.

Veröffentlicht am 29.10.2019

Witzig, spannend, gefühlvoll und unterhaltsam

Deep Six - Gefahr der Entscheidung
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Im zweiten Teil der Deep Six Reihe erzählt Julie Ann Walker Brans und Maddys Geschichte. Maddy ist die quirlige Tochter eines Ölbarons und großer Filmfanatiker. Auch Bran, der ehemalige Navy Seal mit einer ...

Im zweiten Teil der Deep Six Reihe erzählt Julie Ann Walker Brans und Maddys Geschichte. Maddy ist die quirlige Tochter eines Ölbarons und großer Filmfanatiker. Auch Bran, der ehemalige Navy Seal mit einer traurigen Kindheit, liebt Filme. Diese Leidenschaft und viele hunderte e-Mails schaffen ein Band zwischen ihnen. Ein rein platonisches Band natürlich, denn Bran ist für die Liebe nicht gemacht. Dann wird Maddy jedoch ein weiteres Mal Opfer von Gewalt und ehe sich die beiden versehen, stecken sie nicht nur in großen Schwierigkeiten, sondern müssen sich auch mit ihren immer stärker werdenden Gefühlen auseinander setzen.

Das Buch wird aus der dritten Perspektive erzählt, wobei abwechselnd auf Maddy und Bran eingegangen wird. Aber auch auf Mason, Brans Kollege, und die plappernde Historikerin Alex wird eingegangen. Die Autorin scheint hier eine Art Muster zu haben, das die Bücher miteinander verknüpft, was mir sehr gut gefällt. Denn auch Brans und Maddys Geschichte begann im ersten Band und wird hier zu Ende gebracht. Parallel dazu beginnt die Geschichte von Mason und Alex, die vermutlich im dritten Band zu Ende geführt wird. Daher würde ich auch empfehlen, den ersten Band zu lesen, damit man die Hintergrundinformationen kennt.

Dieser Band hat mir noch besser gefallen als der erste Band, da er nicht nur spannend, sondern auch ziemlich witzig war. Die Kabbeleien zwischen den Pärchen sind herrlich und Maddy hat fantastische Sprüche auf Lager.
„Und der Preis für den Armleuchter des Jahres geht an … ta-da! Bran Pallidino! Auch bekannt als König Hohlkopp von der Null-Hirn-Insel!“

Bran hat zudem eine tragische Vergangenheit, die gefühlvoll in die Geschichte mit eingeflochten wird, ohne gezwungen zu wirken. Es gibt kein nerviges Liebesdrama, sondern offene und ehrliche Kommunikation, was ich herrlich erfrischend fand.

Etwas irritierend fand ich die Benutzung der Kursivschrift, die sich durch ihre Unbeständigkeit ausgezeichnet und mich mehr verwirrt, als beim Lesen unterstützt hat. Hier hätte man von Verlagsseite aus auf mehr Durchgängigkeit/Sinn achten sollen.

Ein rundum gelungenes und unterhaltsames Buch, das eine Prise von allem enthält. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil!

„Man kann hundert Jahre alt werden und nie richtig gelebt haben, wenn man sich vor lauter Angst davor, was vielleicht passieren könnte, davon abhalten lässt, das anzustreben, was man will.“

Vielen Dank an NetGalley und den LYX Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars, was jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung hat.