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Veröffentlicht am 08.10.2018

actiongeladener zweiter Teil

Hidden Legacy - Tanz des Feuers
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Im zweiten Teil der Hidden Legacy Reihe von Ilona Andrews wird Nevada von Cornelius Harrison, der bereits im ersten Band einen Gastauftritt hatte, angeheuert, um den Mord an seiner Frau Nari aufzuklären. ...

Im zweiten Teil der Hidden Legacy Reihe von Ilona Andrews wird Nevada von Cornelius Harrison, der bereits im ersten Band einen Gastauftritt hatte, angeheuert, um den Mord an seiner Frau Nari aufzuklären. Obwohl Nevada weiß, dass sie sich mit diesem Auftrag bei den großen Häusern Feinde machen wird, nimmt sie ihn an. Als sich dann auch noch Mad Rogan in die Sache einmischt, ist das Chaos perfekt. Nun wird sie nicht nur von mehreren Killern verfolgt, sondern muss sich auch noch mit ihren widersprüchlichen Gefühlen für Rogan auseinandersetzen, sowie der Tatsache, dass sie ihre Gabe öffentlich gezeigt und damit unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hat.

Nachdem mir der erste Teil so gut gefallen hat, habe ich regelrecht auf dieses Buch hin gefiebert und mich sehr gefreut, als ich endlich die erste Seite lesen konnte. Ich weiß nicht, ob meine Erwartungen zu hoch waren, aber irgendwie ist dieses Mal der Funke nicht ganz so übergesprungen.
Es gab zwar immer noch einige witzige Passagen, Nevadas Familie enttäuscht da schließlich nie, aber lang nicht so viele wie im ersten Teil. Nevadas witzige Kommentare und Sarkasmus, die den ersten Teil erheblich aufgelockert haben, fehlen hier fast vollständig. Auch ihre Gefühle werden, meiner Meinung nach, nicht genügend geschildert. Stattdessen wird der Fokus mehr auf die Handlung gelegt, die einem Krimi-Action-Film gleicht. Es gibt Attentate, Schießereien, Mord und Totschlag. Dazwischen ist sie immer wieder sauer auf Rogan und dann plötzlich wieder verliebt in ihn. Diese Sprünge konnte ich nicht so ganz nachvollziehen, da sie nicht erklärt oder näher geschildert wurden. Dadurch konnte ich auch die sprühenden Funken zwischen Nevada und Rogan nicht mehr spüren. An deren Stelle ist ein nerviges Hin und Her getreten, weil Nevada, die sonst immer so klug und umsichtig ist, ziemlich seltsame Schlüsse zieht und Rogan Vorwürfe macht, anstatt zu sehen, warum er handelt, wie er eben handelt.

Das hört sich nun alles recht negativ an, aber das Buch hat mir trotzdem einen großen Lesespaß bereitet, mich in die Welt um das magische Houston entführt und nicht mehr losgelassen, bis ich es zu Ende gelesen hatte. Was zugegebenermaßen recht flott ging, weil ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil ist gewohnt leicht zu lesen, sehr detailreich und in der Ich-Perspektive Nevadas. Die Hintergrundgeschichten und Magie werden gut geschildert und so wirkt alles sehr realistisch.

Auch dieses Mal kommt der aktuelle Fall zu einem Abschluss, aber das Buch endet mit einem richtigen Cliffhanger, weshalb ich nun sehr gespannt bin auf den dritten Teil. Vielleicht springt dort der Funke wieder vollständig über.

Veröffentlicht am 03.05.2018

Fantastischer Auftakt einer spannenden Urban-Fantasy-Serie

Hidden Legacy - Das Erbe der Magie
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Hidden Legacy ist das erste Buch, das ich von Illona Andrews gelesen habe und auch das erste Urban-Fantasy-Buch, das in meinen Händen gelandet ist. Und um schon mal eins vornweg zu nehmen: es hat mich ...

Hidden Legacy ist das erste Buch, das ich von Illona Andrews gelesen habe und auch das erste Urban-Fantasy-Buch, das in meinen Händen gelandet ist. Und um schon mal eins vornweg zu nehmen: es hat mich vom Hocker gerissen!

Aber zuerst einmal zum Inhalt. Die Geschichte spielt in einem modernen Houston in einer Welt, in der 1863 das Osiris-Serum erfunden wurde, welches Magie in Menschen wecken kann. Daher tummeln sich in dieser Welt Personen mit unterschiedlichen magischen Begabungen. Nevada Baylor ist eine von ihnen. Sie kann Lügen erkennen und leitet mit und für ihre Familie eine kleine Detektei. Sie erhält den Auftrag Adam Pierce, einen sehr mächtigen Feuermagier, aufzuspüren und seiner Familie zu überführen. Ein Auftrag, der sie das Leben kosten könnte, sie in tiefe Abgründe blicken und unglaubliche Dinge erleben lässt. Dabei muss sie auch mit dem magischen Hochbegabten Mad Rogan zusammenarbeiten, dem nachgesagt wird ein kaltblütiger Mörder zu sein. Ob sie ihren Auftrag zu Ende bringen oder selbst Opfer der mächtigen Magier wird?

Das Buch wird aus der Sicht von Nevada erzählt und das auf fantastische Art und Weise. Ihr Sarkasmus ist genial und hat mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht. Denn gerade bei Dialogen oder auch mal sehr angespannten Situationen, dürfen wir als Leser an ihren Gedanken Teil haben, was häufig für einen Lacher gut ist. Allerdings ist Nevada keine Witzfigur, ganz im Gegenteil ist sie eine junge Frau, die das Leben sehr ernst nimmt, sich aufopferungsvoll um ihre Familie kümmert und dabei kaum an sich denkt. Sie ist aber nicht verbiestert, sondern geht alles mit gesundem Menschenverstand und einer großen Portion Mut an. Mir war sie daher sehr sympathisch.
Ihre Familie ist ein chaotischer Haufen, der einen sehr guten Zusammenhalt hat. Ihre Oma Frida ist einfach nur der Knaller und haut einen Hammerspruch nach dem nächsten raus, sodass sie mich eigentlich bei jedem Auftritt zum Lachen gebracht hat.
Mad Rogan ist eine vielschichtige Person, die im Verlauf der Geschichte verschiedene Facetten von sich zeigt, was mir sehr gut gefallen hat und er wurde mir auch immer sympathischer, sodass ich schon gespannt bin, wie es mit ihm und Nevada im zweiten Teil weitergeht. Denn so viel kann man ja verraten: zwischen den beiden knistert es ganz gewaltig. Was ich dabei besonders gut fand, war, dass das Knistern in Form von Gedanken und gelungenen Dialogen spürbar wurde und nicht durch irgendwelche Bettszenen.

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt und in die Welt des magischen Houston entführt, die von dem Autorenduo so detailliert und wunderbar beschrieben wurde, dass ich mir alles gut vorstellen konnte und die Stadt in meinem Kopf zum Leben erwachte.
An manchen Stellen war es mir etwas zu detailliert bzw. haben die verschiedenen Magiearten und ihre Vererbung, sowie die unterschiedlichen „Häuser“ mich manchmal etwas verwirrt. Das kann vielleicht daran liegen, dass ich keine große Leuchte in Physik war und daher meine Probleme mit der Unterscheidung von Telekinese, Telepathie, Kinetik usw. hatte. Das hat dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch getan, weil ich es mir immer irgendwie zusammengereimt oder einfach so akzeptiert habe.
Besonders gut gefallen hat mir, dass es keine reine Fantasy-Geschichte ist. Nein, es gibt auch viele Krimi-Anteile, was dem Buch den besonderen Kick verleiht. Man kann mit Nevada mitraten, Detektivarbeit machen und deckt den Fall Stück für Stück auf. Dabei ist alles logisch erklärt und nachvollziehbar, nichts wirkt an den Haaren herbeigezogen oder unglaubwürdig, was mir sehr gut gefallen hat. Die Geschichte wird zudem mit dem romantischen Knistern gewürzt und einer großen Portion Humor. Gerade dieser ist das Sahnehäubchen auf einer bereits tollen Geschichte. Denn die Grundstimmung des Buches ist eher düster, was aber durch die eingestreuten witzigen Szenen immer wieder aufgelockert wird.

Wie man lesen kann, hat mich dieses Buch wirklich begeistert und ich kann es kaum erwarten, die Folgebände zu lesen. Das Buch kann ich jedem, der gerne eine Mischung aus Fantasy und Krimi liest, bei dem die Funken sprühen und auch mal gelacht werden darf, nur empfehlen.

Veröffentlicht am 24.06.2019

Leid und Liebe im viktorianischen England

Victorian Rebels - Das Versprechen einer Nacht
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Im bereits vierten Band von Kerrigan Byrnes „Victorian Rebels“ findet der frisch gebackene Duke of Trenwyth ausgerechnet in einem Freudenhaus sein weibliches Gegenstück - Ginny. Bei Nacht Kellnerin im ...

Im bereits vierten Band von Kerrigan Byrnes „Victorian Rebels“ findet der frisch gebackene Duke of Trenwyth ausgerechnet in einem Freudenhaus sein weibliches Gegenstück - Ginny. Bei Nacht Kellnerin im Nackten Kätzchen, um die Schulden ihres Vaters abzuarbeiten, und bei Tag Schwester Pritchard, ist Imogen keine Dirne, sondern nur verzweifelt darum bemüht, ihre Familie am Leben zu halten. Doch der Duke bezahlt eine solch außerordentliche Summe für sie, dass ihr Arbeitgeber sie verkauft. In jener Nacht verliert Imogen nicht nur ihre Unschuld an den Duke, sondern auch ihr Herz. Auch der Duke ist hin weg, vor allen Dingen aber weg, da er im Auftrag der Krone am nächsten Tag fortgeschickt wird. Ein Jahr vergeht, in dem sie sich nicht vergessen, aber Schreckliches erleiden, das sie unweigerlich verändert...

Das Buch wird aus der dritten Perspektive erzählt, wobei abwechselnd Imogen und der Duke in den Blickpunkt gerückt werden, sowie zweimal Morley, der Scotland Yard Inspektor, der schon einige Auftritte in den Büchern hatte. Der Schreibstil ist gewohnt detailreich, der Zeit angemessen und gespickt mit kreativen Bildern und Vergleichen, auf die ich mich bei jedem Buch der Autorin freue.

Mir hat gut gefallen, dass in diesem Band eine Frau der Mittelschicht, die weder berühmt noch reich ist, die Protagonistin war. Es war schön zu sehen, wie sie sich in den wenigen Jahren verändert und für ihre Ideale eingesetzt hat. Der Duke hingegen ist wohl einer der unfreundlichsten Gesellen bisher und war mir häufig zu arrogant und gemein. Allerdings hat es zu seinem Leben und Erlebnissen gepasst und war daher sehr glaubwürdig und angemessen. Aber sich gemeinsam mit Imogen über ihn aufregen kann man ja trotzdem ;)

Schön fand ich auch, wie die Pärchen aus den Vorgängerbänden in die Geschichte einbezogen wurden, insbesondere Argent. Dennoch denke ich, dass man das Buch auch ohne Vorwissen lesen kann.

Dieses Mal war die Geschichte irgendwie nicht so spannend und auch das große Rätsel hat mich nicht so gepackt, weil man aufgrund der verschiedenen Perspektiven schon das meiste wusste. Bei diesem Buch wären vielleicht Rückblicke sinnvoller gewesen, damit man bei der Suche nach Ginny miträtseln kann. Und leider verrät der Klappentext auch schon ein Viertel des Buches. Am Ende gibt es zwar eine Überraschung, aber die wird sehr schnell abgehandelt. Generell ging mir am Ende alles zu schnell und dieses Mal blieben auch noch Fragen offen. So wird beispielsweise um Morley ein Geheimnis gemacht, das nie gelüftet wird. Zudem wird immer wieder von einem Piraten gesprochen, der aber nichts zur Sache tut. Insgesamt wird in diesem Band häufiger über politische Themen diskutiert, was man eben mag oder nicht. Für mich war die Menge in Ordnung, aber viel mehr hätte es nicht sein dürfen.

Es war wieder ein toller Ausflug ins England des 19. Jahrhunderts, in dem die Protagonisten nicht nur großes Leid widerfährt, sondern auch die große Liebe. Nicht ganz so spannend wie die Vorgänger, aber dennoch sehr unterhaltsam. Nun bin ich gespannt, wer als Nächstes aufs Korn genommen wird und freue mich auf Band 5!

Vielen Dank an NetGalley und den LYX Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars, was jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung hat.

Veröffentlicht am 22.06.2019

Humorvolle, locker leichte Liebesgeschichte

Most Wanted Billionaire
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In „Most Wanted Billionaire“ erzählt Annika Martin die Geschichte von Lizzie und Theo. Sie ist Keksbäckerin, liebt das Leben bunt und versinkt in Schulden, weshalb sie für Theos Firma arbeitet. Theo ist ...

In „Most Wanted Billionaire“ erzählt Annika Martin die Geschichte von Lizzie und Theo. Sie ist Keksbäckerin, liebt das Leben bunt und versinkt in Schulden, weshalb sie für Theos Firma arbeitet. Theo ist Chemiker, ehrgeizig und ernst und ihm gehört eine riesige erfolgreiche Firma. Anders als Lizzie hat er mit Technik nichts am Hut und lässt sich daher täglich um 4:30 Uhr von einem Weckdienst wecken. Dumm nur, dass er mittlerweile alle im Land mit seiner mürrischen Art verschlissen hat und Lizzie dennoch Ersatz finden muss. Aus der Not und unglücklicher Umstände heraus, macht sie die Weckanrufe und lernt Theo dabei intimer kennen als geplant.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Lizzie und Theo erzählt, wobei Lizzies Anteil überwiegt, was ich ein bisschen schade finde, da Theo so ein komplizierter Mensch ist und ich daher gerne noch mehr in seinen Kopf geschaut hätte.
Der Schreibstil ist locker leicht und mir gefallen vor allen Dingen die kreativen Vergleiche, die die Geschichte aufpeppen und mich öfters zum Schmunzeln gebracht haben. Der Witz dieses Buches liegt weniger in Situationskomik, sondern viel mehr in den Worten, was mir gefallen und auch viel Freude beim Lesen bereitet hat.

„Er ist auf eine dramatische, theatralische, wilde Weise der bestaussehende Mann, der mir je begegnet ist. Seine Schönheit hat eine eigene Macht. Eine eigene Schwerkraft. Eine eigene Postleitzahl, irgendwo meilenweit hinter »Hör auf zu starren« und tief in der »Zum-Anbeten-schön«-Zone.“

Obwohl das Buch Teil einer Reihe ist, muss man den ersten Teil nicht gelesen haben, da es sich um zwei völlig von einander getrennte Geschichten handelt. Die Protagonisten aus Band eins bekommen nur einen Mini-Auftritt, für den man kein Vorwissen benötigt.

Die Nebenfiguren des Buches fand ich dieses Mal noch besser ausgearbeitet und mir hat gut gefallen, wie sie mit ihren Eigenarten zur Geschichte beigetragen haben. Da ich gerne mehr von Lizzies Freundin Mia und Theos Schwester Willow lesen würde, würde ich mal sagen, dass die Autorin sie gut beschrieben hat.

Die ersten zwei Drittel des Buches haben mir richtig gut gefallen. Die Geschichte schritt schnell voran, war witzig und interessant, sodass ich an den Seiten klebte. Dann war das eigentliche Thema geklärt und ich fragte mich, was nun noch kommen sollte. Tja, leider ging es ab da leicht mit der Geschichte bergab, da auf einige Klischees zurückgegriffen wurde und sich für mich alles ziemlich hingezogen hat, bevor es dann hopplahopp zum Schluss kam und die „Lösung“ praktisch auf zwei Seiten abgehandelt wurde. Das war schade und deswegen fällt es mir auch so schwer das Buch zu bewerten. Am Anfang hätte ich ganz klar fünf Sterne gesagt, aber gegen Ende war mein Enthusiasmus leicht verflogen.
Da mich die Geschichte größtenteils gut unterhalten hat, ich die Idee sowie den Schreibstil super finde, vergebe ich dennoch vier Sterne.

Vielen Dank an NetGalley und den LYX Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars, was jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung hat.

Veröffentlicht am 16.06.2019

der gefallene Prophet und die Verfluchte

Hades' Hangmen - Rider
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Im mittlerweile vierten Band der Hades Hangmen von Tillie Cole wird die Geschichte von Rider bzw. Cain erzählt. Der ehemalige Prophet und Hangmen sitzt nun im Gefängnis, wird täglich verprügelt und hadert ...

Im mittlerweile vierten Band der Hades Hangmen von Tillie Cole wird die Geschichte von Rider bzw. Cain erzählt. Der ehemalige Prophet und Hangmen sitzt nun im Gefängnis, wird täglich verprügelt und hadert mit sich, seinen Taten und seinem Glauben. Er ist schon fast gebrochen, als plötzlich eine neue Gefangene neben ihm einquartiert wird, die ihm neue Hoffnung schenkt und aus seiner Taubheit reißt. Doch Riders Zwilling plant Böses und wieder einmal wird Rider vor die Entscheidung gestellt, wem seine Loyalität gilt, was richtig und falsch ist.

Wie auch schon die Vorgängerbände wird dieses Buch aus der Ich-Perspektive der beiden Protagonisten geschildert und auch Styx hat ein paar Kapitel bekommen, sodass man ebenfalls die Perspektive der Hangmen bekommt und mehr über deren Leben erfährt, was mir sehr gut gefallen hat. Der Schreibstil lässt sich wie gewohnt flüssig lesen und Tillie Cole gelingt es einmal mehr, die Qualen ihrer Protagonisten so plastisch zu schildern, dass es mir das Herz zusammengezogen hat und gegen Ende sogar die ein oder andere Träne geflossen ist.

Dieser Band verfolgt einen ganz anderen Ansatz als die vorherigen Bände und der Fokus liegt hier mehr auf Rider und seiner Zerrissenheit sowie den Vorgängen in der Sekte. Harmony übernimmt hier eher den Part der Starken, was ich toll fand, da es eine nette Abwechslung zu den vorherigen „Frau muss gerettet werden“ Geschichten darstellt. Und mir war ihre kämpferische Art sehr sympathisch.

Zudem wartet die Autorin in diesem Band mit so einigen Überraschungen auf, die ich nicht habe kommen sehen bzw immer erst wenige Seiten vorher. Daher konnte ich das Buch auch kaum aus der Hand legen und habe es regelrecht verschlungen.

Wirklich gut fand ich auch, dass in diesem Band einmal die „hässliche“ Seite der Hangmen gezeigt wird. Sie sind nun mal ein MC und keine Kuscheltruppe und die Autorin zeigt das wunderbar. Natürlich war ich dennoch sauer auf die Hangmen, aber das zeigt ja nur, dass es der Autorin gelungen ist, mich ganz in ihre Geschichte zu ziehen und für die Protagonisten brennen zu lassen.

Das Einzige, worüber ich mich manchmal gewundert und dann der eigenen Realität von Büchern zugeordnet habe, war, dass Rider häufig richtig schlimm verprügelt wurde und mehr tot als lebendig war, aber kurz darauf wieder munter durch die Gegend „gehüpft“ ist. Er muss sehr gutes Heilfleisch haben.

Dieser Band hat mich wieder völlig begeistert und mitgerissen und ich bin schon ganz gespannt auf den nächsten, zumal ich auch gerne wissen möchte, wie es mit Rider und den anderen Hangmen und ihren Frauen weitergeht, denn so einige Fragen sind noch offen geblieben.

Vielen Dank an NetGalley und den LYX Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars, was jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung hat.