Sehr ergreifendes Porträt eines hochsensiblen Jugendlichen, dem Orientierung, Halt und Fürsorge fehlt
AmokalarmDas Buch hat mich wirklich sehr berührt, weil es auch mein Sohn sein könnte, der dort zum Täter wird. Ich finde sehr viele Parallelen von der Mathebegabung bis hin zur Traumatisierung, Hochsensibilität ...
Das Buch hat mich wirklich sehr berührt, weil es auch mein Sohn sein könnte, der dort zum Täter wird. Ich finde sehr viele Parallelen von der Mathebegabung bis hin zur Traumatisierung, Hochsensibilität bis hin zur erforderlichen Psychotherapie sodass mich das Buch schon rein persönlich sehr sehr interessiert hat. Mein Sohn ist zum Glück erst 10 Jahre, aber der Weg, den H.C. Nachtnebel einschlägt, ist meiner Meinung nach einer, der so nicht unrealistisch ist für viele Jugendliche. Umso wichtiger ist es, dass man den Kontakt nicht verliert zu Ihnen, Ihrer Welt und Ihren Gedanken und Gefühlen. Ich denke, dass das auch hier der Wendepunkt war, dass die Eltern ihn aufgeben. Sie fragen Sie nicht mal mehr nach seiner Sicht der Dinge, was war wirklich passiert ect, sondern verurteilen Ihnen sofort. Dieses Kind ist hochsensibel und kann mit seinen Ängsten, Gefühlen und Verlustängsten so schwer umgehen und benötigt Halt und jm. der einfach da ist ohne kluge Ratschläge zu verteilen. Ich finde die Gefühlslage und das Innenleben wurden vom Autor sehr gut dargestellt. Auch die unterschiedlichen Perspektiven stören überhaupt nicht. Man verliert trotz der Zeitsprünge nicht den Überblick. H.C. tut mir unheimlich leid, weil es eigentlich ein so kluger und emphatischer Junger Mann ist, der nicht richtig verstanden wird. Seine Freunde gefallen mir trotzdem auch sehr gut, weil Sie ihn so nehmen, wie er ist. Das Buch hat mich wirklich sehr berührt, Ich finde man merkt, dass der Autor ein Pädagoge ist und es wirkt alles sehr real. Das Buch kann ich ausnahmslos empfehlen und ich finde, dass es sich auch für eine Verfilmung eignet.