Ich habe Aurel Mertz das erste Mal in einer Talkshow wahrgenommen, als er über dieses Buch sprach. Dabei war er mir sofort sympathisch und ich mochte seinen Humor und seiner Art. Daher habe ich mich entschlossen ...
Ich habe Aurel Mertz das erste Mal in einer Talkshow wahrgenommen, als er über dieses Buch sprach. Dabei war er mir sofort sympathisch und ich mochte seinen Humor und seiner Art. Daher habe ich mich entschlossen dieses Buch zu lesen. Mertz setzt sich hierin mit dem Männerbild heutiger Zeiten auseinander, vor allem mit dem was man gerne auch als Alpha Männer bezeichnet. Sprich Männer mit übergroßem Ego und einer gewissen Geringschätzigkeit Frauen gegenüber.
Daher hatte ich mir ein witzige Buch erwartet. Leider war dann der geschriebene Humor des Autors nichts für mich. Vielleicht bin ich auch einfach zu alt für das Buch 🙂 und sicher nicht unbedingt die Zielgruppe. Ich habe mir gerade mit der Jugendsprache dann doch recht schwer getan und stand irgendwie ziemlich außen vor.
Daher war das Ganze leider nichts für mich, auch wenn es anderen, jüngeren Lesern sicherlich gefallen wird.
Morgan arbeitet in einer Bibliothek und hat damit genau den Job, den sich sich immer gewünscht hat. Dass die Bibliothek nur Nachts geöffnet hat und es ihr verboten ist, dann auf dem Gelände zu sein, stört ...
Morgan arbeitet in einer Bibliothek und hat damit genau den Job, den sich sich immer gewünscht hat. Dass die Bibliothek nur Nachts geöffnet hat und es ihr verboten ist, dann auf dem Gelände zu sein, stört sie nicht weiter. Doch eines Abends erhält sie einen Anruf, dass ein Buch fehlt. Sie fährt in die Bibliothek und gerät ins Abenteuer ihres Lebens.
Das Buch ist der Auftakt zu einer Dilogie rund um das Land Risest. Der Besitzer der Bibliothek kommt von dort und ist dort ein Gott. Morgans beste Freundin entpuppt sich als eine Fae, was Morgan völlig aus der Bahn wirft. Nach dem Auftakt in der menschlichen Welt wechseln wir gemeinsam mit Morgan nach Risest und lernen nach und nach das Land und dessen Bewohner näher kennen.
Ich muss sagen, dass mich das Buch ein wenig genervt hat. Die Geschichte hat mich auf Grund der Erwähnung der Bibliothek und des Auftretens von Drachen gereizt. Allerdings war ich schon relativ am Anfang kurz davor das Buch wieder zur Seite zu legen. Das Buch wird ja als spicy angekündigt, aber irgendwie war es mir gerade am Anfang, wenn man noch gar nicht weiß, wohin es mit der Story geht, dann zu spicy. Ich hätte das Fruchtbarkeitsritual ganz zu Beginn nicht wirklich benötigt, vor allem, weil ich kein bisschen verstanden habe, was der Sex mit der Geschichte überhaupt zu tun hat. Die Anzahl der Sexszenen wird dann weniger, aber ich brauchte nicht bei jedem Auftritt von Drager eine Beschreibung seines ach so tollen Körpers und vor allem seines Geschlechtteils. Außerdem habe ich mir mit Morgan ein wenig schwer getan. Sie ist einerseits sehr selbstbewusst und redegewandt, andererseits aber völlig ohne Selbstbewusstsein, gerade wenn es um ihren Körper geht.
Ab der zweiten Hälfte des Buches findet man dann langsam heraus, um was es denn eigentlich geht und die Spannung zieht an. War ich mir am Anfang noch unsicher, ob ich das Buch beende, hat es der zweite Teil dann herausgerissen und ich wollte dann doch wissen, wie die Geschichte endet. Das Buch endet mit einem ziemlich Cliffhanger, von daher sollte man den zweiten Band möglichst griffbereit haben, denn man möchte dann schon wissen, wie es weiter geht.
1848, es ist Revolution in Deutschen Bund. Die Menschen erheben sich für mehr Mitbestimmung, ein geeintes deutsches Reich und mehr Freiheiten. Mitten darin zwei Frauen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen. ...
1848, es ist Revolution in Deutschen Bund. Die Menschen erheben sich für mehr Mitbestimmung, ein geeintes deutsches Reich und mehr Freiheiten. Mitten darin zwei Frauen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen. Einmal Susanne, die sich als Prostituierte mehr schlecht als recht durchschlägt und damit nicht sich, sondern auch die Mutter am Leben erhält. und die privilegierte Schriftstellerin Louise Otto, die mit ihren Schriften auch für die Demokratie und für Frauenrechte kämpft.
Tanja Kinkel bringt uns diese Situation aus einem etwas anderen Blickwinkel nahe. Denn hier geht es vor allem um die Situation der Frauen, die den Herren der Revolution ja eigentlich völlig egal war. Denn bei ihnen ging es darum die Rechte der freien Männer zu verteidigen und zu erweitern. Die Lebensrealitäten der Frauen waren da eher Hintergrundrauschen. Das Buch ist wie von der Autorin gewohnt, exzellent recherchiert und die fiktiven Anteile geschickt in die Lücken der Geschichtsschreibung hinein gesetzt.
Trotzdem bin ich nicht so richtig warm damit geworden. Vielleicht war es nicht der richtige Zeitpunkt das Buch zu lesen, oder aber diese Zeit in der Geschichte ist einfach nicht meine. Die Charaktere fand ich durchaus interessant, aber die Ungerechtigkeiten die hier dauernd auf die Frauen einprasseln, waren mir einfach zu viel. Ja, das war Realität, dessen bin ich mir bewusst, aber für mich war es einfach anstrengend mich mehr oder weniger dauerhaft mich über die Männer in dieser Geschichte aufzuregen.
Das Buch ist ein wirklich hervorragender historischer Roman. Für mich war es nur einfach nicht der richtige Stoff zur richtigen Zeit.
Bets ist eine gute Seele, immer für andere da, immer hilfsbereit. Und alle sorgen sich um sie, ist nicht nur Teil der Gemeinschaft, die Gemeinschaft in Wilsgrave fühlt sich auch für sie verantwortlich. ...
Bets ist eine gute Seele, immer für andere da, immer hilfsbereit. Und alle sorgen sich um sie, ist nicht nur Teil der Gemeinschaft, die Gemeinschaft in Wilsgrave fühlt sich auch für sie verantwortlich. Als Jack, ihr langjähriger Freund, sie verlässt, tun sie alles um sie von ihrem Liebeskummer abzulenken und sie wieder glücklich zu sehen. Doch Bets weiß mittlerweile gar nicht wer sie ist und was sie will und die Beschäftigungstherapie hilft ihr damit auch nicht weiter. Doch nach und nach findet sie heraus, was ihr gefällt und was sie will.
Dieser zweite Teil der Reihe um Wilsgrave dreht sich nun um Bets, die wir im ersten Band bereits kennengelernt haben. Auch ihre etwas seltsame Beziehung zu Jack war da bereits Thema. Nun hat sich Jack also getrennt und Bets weiß nicht so recht weiter. Arbeitet sie doch für Jacks Vater und wohnt in einer Scheune, die seinen Eltern gehört. Und dann kommt Jack auch noch nach Hause und es stellt sich heraus, dass es auch ihm nicht gut geht und bei ihm einiges schief gelaufen ist. So begleiten wir dann abwechselnd ihn und Bets durch die Geschichte.
Ich mochte das Buch sehr gerne, Die Atmosphäre in Wilsgrave ist einfach schön und wir begegnen Ella und Devon wieder, die im ersten Band die Hauptrolle gespielt haben. Und auch Audrey und ihre Mitstreiterinnen sind wieder mit dabei. Die Geschichte liest sich flüssig und mir hat es gefallen, dass sich Bets wirklich weiterentwickelt und zwar ganz ohne die Hilfe der Dorfbewohner. So wird sie unabhängiger und kann am Ende bewusst entscheiden, wie sie ihr Leben weiter gestalten möchte.
Ich mag diese Reihe sehr gerne und freue mich schon auf den nächsten Band, von daher von mir eine Leseempfehlung!
Dieses Mal entführt und die Autorin nach Oberammergau. Dort treffen Elisabeth, die dort mit ihrer Familie wohnt, Agnes und Viktoria, die beide in München leben. Agnes studiert gegen alle Widerstände Architektur ...
Dieses Mal entführt und die Autorin nach Oberammergau. Dort treffen Elisabeth, die dort mit ihrer Familie wohnt, Agnes und Viktoria, die beide in München leben. Agnes studiert gegen alle Widerstände Architektur und Viktoria schlägt sich mehr schlecht als recht mit Gelegenheitsschreibarbeiten durch um sich und ihr Kind halbwegs über die Runden zu bringen.
Die drei werden Freundinnen und haben ein Ziel: den Aramis Berghof erwerben und dort ein Leben für sich aufbauen, gemeinsam wirtschaften und sich untereinander helfen. Doch der Weg dorthin ist steinig, sie müssen alle enorme Hürden überwinden, bevor ihr Traum wahr werden kann.
Stephanie Schuster nimmt uns nun also wieder mit ins Bayern der späten Prinzregentenzeit. Diesmal nach Oberammergau, dem Ort der Passionsspiele. Elisabeth und ihre Familie haben nicht viel, aber die Teilnahme an den Spielen ist der Familie wichtig und so lernt man viel über die Tradition der Gegend. Und auch über den Schmuggel mit dem sich auch Elisabeths Familie über Wasser hält. Die Geschichten rund um Agnes und Viktoria beschäftigen sich dagegen mit der Problematik lediger Mütter und den Hürden eines Studiums, das in Bayern erst seit kurzem auch Frauen erlaubt ist.
Mir hat das Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist lebhaft und anschaulich, ich konnte mir die Gegend und die Protagonisten gut vorstellen. Ich mochte die drei Frauen, aber auch die Männer, die nicht nur kleine Nebenrollen spielen. Ich habe eine schöne Zeit in den bayerischen Bergen verbracht und dabei einiges über das Leben der damaligen Zeit und den damaligen Gegebenheiten gelernt.
Ich kann das Buch daher empfehlen, es ist ein schöner authentischer, historischer Roman.