Profilbild von streifi

streifi

Lesejury Star
offline

streifi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit streifi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

wunderschönes Buch!

A Taste of Cornwall: Ein Löffel Glück
0

Annabelles Leben liegt gefühlt am Boden. Sie leidet unter Depressionen und kann nicht mehr arbeiten. Als ihr nur noch Katalogjobs angeboten werden und sie durch Zufall auf Sophie trifft, die mittlerweile ...

Annabelles Leben liegt gefühlt am Boden. Sie leidet unter Depressionen und kann nicht mehr arbeiten. Als ihr nur noch Katalogjobs angeboten werden und sie durch Zufall auf Sophie trifft, die mittlerweile in Sea Haven sesshaft geworden ist, beschließt sie tätig zu werden. Eines von Sophies Konzepten soll umgesetzt werden und es wird noch eine Moderatorin gesucht. Nach einigem Überlegen lässt Annabelle sich darauf ein, das Casting dafür mitzumachen und kehrt nach Sea Haven und somit zu ihrer Vergangenheit zurück.

Katharina Herzog schenkt uns hier wieder eine ganz wunderbare Geschichte, in der es nicht nur um Freundschaft und Liebe geht, sondern auch darum für sich selbst einzustehen. #MeToo spielt eine große Rolle und das zu sich selbst finden. Annabelle schafft es sich ihrer Vergangenheit zu stellen und natürlich darf die Liebe auch nicht zu kurz kommen. Die aufkeimende Beziehung zu Flynn wurde ja schon in Band 1 angeteasert und wird hier nun erzählt. Dabei glänzen beide Charaktere mit altersgerechtem Beziehungsverhalten. Unstimmigkeiten werden zeitnah geklärt und nicht tagelang mit sich rumgetragen und zum Drama gemacht. Diese Unaufgeregtheit gefällt mir extrem gut.

Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Das Setting ist sehr schön, es geht ums Essen, das so geschildert wird, dass man es fast riechen kann. Die Charaktere entwickeln sich und man trifft auch die Protagonisten aus Band 1 wieder. Und diese sind nicht nur ein kleiner Sidekick, sondern tragen auch zur Handlung bei.

Von daher kann ich den zweiten Band der Reihe nur empfehlen und freu mich auf Band 3.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.02.2026

nicht so stark wie Band eins

Die Frauen der Villa Sommerwind. Die Hoffnung am Horizont
0

Es geht weiter in der Villa Sommerwind in Timmendorf. Julia und Christine werden erwachsen und gehen ihre Wege. Während Julia alles daran setzt als Köchin arbeiten zu können, studiert Christine Medizin ...

Es geht weiter in der Villa Sommerwind in Timmendorf. Julia und Christine werden erwachsen und gehen ihre Wege. Während Julia alles daran setzt als Köchin arbeiten zu können, studiert Christine Medizin und wird Ärztin. Und beide finden die Liebe. Julia mit Johannes der ihre Leidenschaft zum Kochen teilt, und Christine mit Maximilian, der sich politisch einsetzt. Als die Nazis an die Macht kommen muss Christine sich irgendwann entscheiden. Bleibt sie bei der Familie und ordnet sich unter oder folgt sie ihrem Gewissen und geht mit Maximilian in den Untergrund.

Wir begleiten nun also Henriettes Zwillinge durch ihr Leben. Die beiden sind sehr unterschiedlich und auch die Männer an die sie sich binden sind unterschiedlich. Vom Rest der Familie bekommt man nicht mehr ganz so viel mit, Henriette und Amalia spielen zwar eine Rolle, die ist aber eher im Hintergrund. Das Setting ist wieder schön beschrieben, allerdings treten außer den eigentlichen Protagonisten kaum weitere Personen auf, was dem Setting ein wenig die Tiefe nimmt. Gerade da Hotelleben wirkt dadurch etwas blutleer.

Die Autorin baut wieder große Zeitsprünge ein, die teilweise auch wichtige Ereignisse wie z.B. die Geburt von Christines Tochter Gerda umfassen. Das fand ich nicht ganz so schön, ich hätte mich schon dafür interessiert, wie es Christine und Julia in der Zeit von Christines Studium in Kiel ging und was sie alles erlebt haben. So werden die Schwangerschaft und die erste Zeit mit Kind in einem Absatz kurz geschildert, aber das war es auch.

Was mich am Ende doch recht gestört hat, war die Formulierung „Es zupfte ein Lächeln an ihren Lippen“ Das kam so oft, dass es wirklich auffällig wurde. Hier hätte man sicher auch andere Formulierungen für ein leichtes Lächeln finden können.

Alles in allem fand ich das Buch eher zwiespältig. Einerseits fand ich den Plot interessant, andererseits waren mir zu viele Lücken darin. Band 3 würde mich wohl interessieren, allerdings wird das wohl eher ein wenig dauern, wenn ich ihn überhaupt noch lese.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.02.2026

Neuanfang

Der Klang von Wind und Wellen
0

Julia ist gerade frisch getrennt und lebt bei ihrem Großvater, als dieser verstirbt. In seinen Unterlagen findet sie Bilder von Urlauben auf Amrum, die sie nicht zuordnen kann und ein Kontobuch einer Mina ...

Julia ist gerade frisch getrennt und lebt bei ihrem Großvater, als dieser verstirbt. In seinen Unterlagen findet sie Bilder von Urlauben auf Amrum, die sie nicht zuordnen kann und ein Kontobuch einer Mina Bork. Die Neugier ist geweckt und so macht sich Julia auf den Weg nach Amrum um ihr Leben neu zu sortieren und ein wenig zu forschen, was es wohl damit auf sich hat. Parallel dazu lernen wir die Geschichte von Minas Familie kennen.

Anne Barns liefert hier wieder ein Wohlfühlbuch, inklusive den Rezepten, die im Buch eine Rolle spielen. Dazu treten auf Amrum auch wieder Protagonisten auf, die wir schon aus dem Vorgängerbuch Der Duft von Kuchen und Meer kennen. Ich fand das Wiedersehen mit Maren und Leni wirklich schön, ich mag es ja sehr, wenn man Hauptfiguren in späteren Büchern als Nebenfiguren wiedertrifft.

Das Setting war wieder schön beschrieben und hat Lust darauf gemacht nach Amrum auch mal im Winter zu fahren. Eben genau dann, wenn die Insel nicht überfüllt mit Touristen ist.

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Ich mochte Julia, die sich klar werden muss, wie es in ihrem Leben weitergehen soll. Zuhause hat sie zwar ihre Familie, aber derzeit eigentlich keine Unterkunft mehr und ihr Job als Buchhändlerin ist ihr auch gekündigt worden. So ist es Zeit für einen Neuanfang. Mir hat es gut gefallen, wie besonnen Julia da vorgegangen ist und sich die Zeit genommen hat, um Pläne zu schmieden.

Alles in allem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen. Es bietet schöne Lesestunden, die einen an die Nordsee im Winter entführen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.02.2026

interessante Lektüre

Die Eloquenz der Computer
0

AI ist derzeit wohl das größte Thema in der Computer Entwicklung. Johannes Oster versucht in diesem Aufsatz nun die Technik dahinter zu erklären, aber auch wo die Chancen aber auch Risiken beim Einsatz ...

AI ist derzeit wohl das größte Thema in der Computer Entwicklung. Johannes Oster versucht in diesem Aufsatz nun die Technik dahinter zu erklären, aber auch wo die Chancen aber auch Risiken beim Einsatz dieser Technik liegen.

Das Buch lässt sich an sich gut lesen, allerdings sollte man schon grundlegende Ahnung von Computern und ihrer Art zu arbeiten haben. Da dieses Buch wohl ein Teil der Wiener Vorlesungen ist, ist hier das Zielpublikum aber auch klar definiert. Einsteiger in dieses Thema werden hier nicht glücklich werden.

Ich fand das Buch interessant, auch wenn ich nicht immer ganz folgen konnte. Aber es ist ein guter Baustein in meinem Wissen zu AI.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2026

Beschauliches Wien

Der Modesalon des Glücks
0

Frau Susanna führt einen sehr erfolgreichen Modesalon am Madensky Platz in Wien. Sie ist unverheiratet, aber mit einem verheirateten Mann liiert. Ihr Leben ist reich an Freuden und Bekannten und der Modesalon ...

Frau Susanna führt einen sehr erfolgreichen Modesalon am Madensky Platz in Wien. Sie ist unverheiratet, aber mit einem verheirateten Mann liiert. Ihr Leben ist reich an Freuden und Bekannten und der Modesalon ist ihr Lebenswerk.

Wir begleiten sie vor allem durch das Jahr 1911, als sie beschließt ein Tagebuch zu schreiben. Darin erfahren wir all die Kleinigkeiten, die die Gemeinschaft am Madensky Platz beschäftigen und lernen die Gesellschaft Wiens der damaligen Zeit kennen.

Eva Ibottson schreibt ganz wunderbar und lässt ein beschauliches Wien vor den Augen der Leser entstehen. Nicht alles ist gut, es gibt Intrigen, Armut und Ungerechtigkeit. Und doch hat man das Gefühl sich dort wohlfühlen zu können.

Ich mochte das Buch sehr. Es ist wie ein Spaziergang durch das Wien der Vergangenheit. Die Protagonisten wachsen einem ans Herz und es wird immer wieder spannend, weil man mitfiebert ob die Fäden, die Frau Suanna zieht wirklich den Effekt haben, den sie beabsichtigt hat.

Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen und werde mir die anderen Bücher der Autorin auch noch genauer anschauen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere