Unterstützung
Sommer, Glück und RingelblumenSophia hat von ihrem Onkel den Blumenladen geerbt und kommt gerade so über die Runden. Allerdings muss sie demnächst ihre Brüder auszahlen und dafür reicht das Geld nicht. Doch der Auftrag landesweit Blumenmessen ...
Sophia hat von ihrem Onkel den Blumenladen geerbt und kommt gerade so über die Runden. Allerdings muss sie demnächst ihre Brüder auszahlen und dafür reicht das Geld nicht. Doch der Auftrag landesweit Blumenmessen auszustatten, überfordert Sophia eigentlich, ist sie doch Autistin und kommt nicht gut mit ungewohnten Umgebungen zurecht.
Blade hat seinen Job aufgegeben, um seine an Demenz erkrankte Mutter zu pflegen. Diese bittet ihn eindringlich in Schweden nach Sven zu suchen, ihrer großen Liebe, die sie vor vielen Jahren an einer Bushaltestelle versetzt hat. In Schweden angekommen trifft er auf Sophia und durch einen Zufall gehen die beiden gemeinsam in seinem Leihwohnmobil auf Reisen. Dabei lernt Sophia, dass es auch Menschen gibt, die sie so nehmen wie sie eben ist.
Ich muss sagen, dass ich von diesem Buch sehr überrascht worden bin. Die Protagonisten sind sehr eigen, aber auch sehr liebenswert. Anfangs habe ich mich schwergetan in Sophias Welt einzutauchen, aber das hat sich recht bald gelegt. Und dann ist sie mir richtig ans Herz gewachsen und ich habe mich sehr gefreut, dass sie bald einen Unterstützerkreis gefunden hat, der nicht an ihr rumkrittelt, so wie es ihre Familie jahrelang getan hat. Und auch der Erzählstrang in England war einfach toll, da man hier den unterschiedlichen Umgang von Menschen mit Demenzkranken sieht.
Das Buch ist vor allem aus den Sichtweisen von Sophia, Blade und Edith, Blades Mutter, geschrieben. Bei Edith wechselt die Autorin in die Ich-Perspektive, was wirklich gut passt, da Edith mit ihrer Erkrankung auch innerlich kämpft und daher die Innenperspektive auch wichtig ist.
Ich fand das Buch ausgesprochen gut. Ich mochte die Protagonisten und konnte gut mit allen mitfühlen. Und ich hatte immer Bilder vor Augen. Besonders schön fand ich, wie sich am Ende eine Gemeinschaft bildet, die sich gegenseitig unterstützt und allen das Leben verbessert. Es ist ein wirklich positives Buch, dass sehr schön mit den Themen Autismus und Demenz umgeht. Daher auf jeden Fall eine Leseempfehlung!