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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2019

skurriles Buch

Eiswelt
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Eiswelt spielt in einer Parallel-Welt der Erde, einer Erde, bei dem die Eiszeit nie aufgehört hat und die Menschen sich an extreme Winter angepasst haben. Die meisten von ihnen verschlafen den Winter, ...

Eiswelt spielt in einer Parallel-Welt der Erde, einer Erde, bei dem die Eiszeit nie aufgehört hat und die Menschen sich an extreme Winter angepasst haben. Die meisten von ihnen verschlafen den Winter, nur wenige bleiben wach um über diejenigen zu wachen, die schlafen.
Charlie ist einer von ihnen, ein Winterkonsul. Er ist noch ganz neu in seinem Job und versucht alles richtig zu machen. Doch schon bei deinem ersten Auftrag stellt dich heraus, dass richtig und falsch manchmal gar nicht so einfach zu unterscheiden sind.
Um den Winter zu überleben muss Charlie entscheiden, wem er trauen kann und wem nicht.

Eiswelt ist ein sehr skurriles Buch. Was vom Autor auch zu erwarten war. Die Gesellschaft, in der Charlie lebt ist unserer manchmal recht ähnlich (viele werden diverse Markennamen erkennen) und doch in vielen Dingen komplett anders. Anfangs fällt es manchmal recht schwer zu begreifen, um was es gerade genau geht. Ich muss gestehen, das Fortpflanzungskonzept dieser Gesellschaft habe ich bis zum Schluss nicht genau verstanden. Hat aber nichts ausgemacht, da es nicht handlungsbestimmend war.
Man sollte sich Zeit nehmen für dieses Buch. Anfangs um sich in das Geschehen hineinzudenken und zum Ende hin dann einfach um herauszufinden, was denn nun genau passiert ist und wie alles endet.

Ich habe mir Anfangs recht schwer getan mit dem Buch, aber als dann Action aufkam und immer wieder völlig unerwartete Dinge passierten, war ich voll dabei.

Dadurch, dass man alles nur aus Charlies Sicht sieht, fällt es einem tatsächlich sehr schwer zu entscheiden, wer den nun zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Oder wer einfach nur versucht den Winter irgendwie zu überleben.
Das Ganze ist mir einer guten Portion Kritik an Monopolisten gewürzt und zeigt was passiert, wenn sich plötzlich Firmen, die Geld verdienen wollen zum Wohltäter der Menschheit aufschwingen.
Für alle, die abgedrehte Plots und englischen Humor lieben, ist dieses Buch absolut richtig.

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und vergebe auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 22.02.2019

schöner Cozy Krimi für zwischendurch

Je dunkler das Grab
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Mags Blake bekommt einen Anruf von ihrem Freund Sam, der als Historiker derzeit auf der Insel St. Michael’s Mount an einer Festschrift arbeitet und ihre Hilfe bezüglich der Gärten braucht. Kaum dort angekommen ...

Mags Blake bekommt einen Anruf von ihrem Freund Sam, der als Historiker derzeit auf der Insel St. Michael’s Mount an einer Festschrift arbeitet und ihre Hilfe bezüglich der Gärten braucht. Kaum dort angekommen macht sie mit Sam einen Rundgang über die Insel und die beiden finden dabei eine Leiche in einer kleinen Kapelle.

Als sich die Ermittlungen der Polizei in eine Richtung entwickeln, die Mags und Sam nicht gefallen, beschließen die beiden sich selbst etwas umzuhören.


Dieser zweite Band um Mags Blake und ihren Freund Sam Hawthorne ist wieder etwas für Liebhaber beschaulicher Krimis. Es geht wahrhaftig nicht blutig zu und das Privatleben der beiden steht wieder im Vordergrund.


Mags trifft auf eine alte Bekannte ihrer Mutter und beschließt herauszufinden, warum diese die Familie verlassen hat. Die ersten Hinweise dazu finden sich in der Bibliothek der Insel.

Auch die Beziehung zwischen Sam und Mags nimmt ganz langsam Formen an. Schön beschrieben ist auch wieder die Landschaft und ihre Besonderheiten.


Ich habe das Buch innerhalb eines Tages gelesen und ich muss sagen es war wirklich gut zu lesende Unterhaltung und ich freue mich schon auf den dritten Band der Reihe, der im Juli erscheinen wird.

Veröffentlicht am 15.02.2019

spannnender Abenteuerroman

Roman Quest - Flucht aus Rom
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Juba wird eines Nachts von seiner Mutter aus dem Schlaf gerissen, er uns seine Geschwister sollen fliehen, da die Familie des Verrats beschuldigt wurden. So macht sich Juba mit seinen Geschwistern auf ...

Juba wird eines Nachts von seiner Mutter aus dem Schlaf gerissen, er uns seine Geschwister sollen fliehen, da die Familie des Verrats beschuldigt wurden. So macht sich Juba mit seinen Geschwistern auf nach Ostia um sich dort ein Schiff nach Britannien zu suchen, um dort bei einem Onkel unterzukommen.

Dabei müssen die bisher sehr verwöhnten Kinder lernen, hart zu arbeiten und immer wieder schwere Entscheidungen treffen.

Das Buch ist ein klassisch leichtes Jugendbuch. Die Kinder erleben ein großes Abenteuer und müssen sich mit Dingen auseinandersetzen, die sie bin jetzt nicht interessiert haben. Das Ganze ist in einer jugendgerechten Sprache verpackt, in der auch das Leben im römischen Reich zum Leben erweckt wird. Jugendliche, die bereits Lateinunterricht haben werden wohl einige Begriffe aus dem Unterricht wiedererkennen.

Flucht aus Rom ist wohl der erste Band einer bis jetzt vierteiligen Serie. Band zwei bis vier sind bisher nur auf Englisch erschienen. Während in diesem Band Juba im Vordergrund steht, drehen sind die anderen Bände wohl um die anderen beiden Geschwister und die Freundin, die sie in Britannien kennenlernen.

Das Buch ist ab 10 Jahren empfohlen. Sehr viel älter sollte man wohl auch nicht sein um es richtig spannend zu finden.

Mir hat es trotzdem Spaß gemacht es zu lesen, auch wenn ich schon lang nicht mehr in der Zielgruppe bin.


Veröffentlicht am 14.02.2019

Tolles Buch!

Der Klang der Täuschung
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Kazi, 17 Jahre alt, ist eine ehemalige Diebin, die es in die Leibgarde der Königin von Venda geschafft hat. Sie hat von ihrer Königin den Auftrag bekommen einen Verräter ausfindig und dingfest zu machen. ...

Kazi, 17 Jahre alt, ist eine ehemalige Diebin, die es in die Leibgarde der Königin von Venda geschafft hat. Sie hat von ihrer Königin den Auftrag bekommen einen Verräter ausfindig und dingfest zu machen. Dabei kommt sie nach Höllenrachen und lernt dort Jase kennen.

Dieser ist gerade erst zum Patrei der dort herrschenden Familie geworden und muss sich gegen diverse Intrigen wehren. da werden die beiden verschleppt und müssen sich gemeinsam durch die Wildnis nach Hause zurückbringen.

Auf dieser Reise kommen die beiden sich näher als jemals von beiden geplant war.

Das Buch wechselt kapitelweise den Blickwinkel, es wird immer abwechselnd aus der Sicht Kazis und Jases erzählt. Damit bekommt man einen tollen Einblick in das Gefühlsleben der beiden. An vielen Ecken sind die beiden sich ähnlicher, als sie es selbst merken, an anderen Stellen sind die beiden sehr unterschiedlich. Kazi kennt das enge Familienleben, dass das Leben in Torsfeste bestimmt, überhaupt nicht, wohingegen Jase es sich nicht vorstellen kann, wie es ist ohne Familie groß zu werden. Und doch ist es beiden extrem wichtig die zu schützen, denen sie Treue geschworen haben.

Ich kannte noch kein Buch der Autorin, allerdings hat meine Tochter mit großer Begeisterung die Chroniken der Verbliebenen gelesen. So dachte ich mir, dass ich doch den Auftakt einer neuen Reihe dazu nutzen könnte, die Autorin kennenzulernen. Allerdings hat genau die Unkenntnis der Vorgängerreihe es mir am Anfang etwas schwierig gemacht ins Buch zu kommen. Aber sobald Kazi und Jase das erste Mal aufeinander treffen war es vorbei mit den Problemen. Ab diesem Zeitpunkt hat das Buch einen richtigen Lesezwang hervorgerufen und ich mochte einerseits nur ungern aufhören zu lesen, andererseits sollte es auch noch nicht allzu schnell zu Ende sein.

Besonders gut gefallen haben mir die Charaktere von Kazi und Jase. Beide sind Fremden gegenüber sehr misstrauisch und vorsichtig, aber auch bereit, die Dinge einmal aus der Sicht des Gegenübers zu beurteilen. Beide versuchen die Fakten und das Verhalten anderer mit dem Bild abzugleichen, dass sie sich von demjenigen gemacht haben. Da gibt es kaum schwarz-weiß-Denken, sie sind durchaus bereit die Umstände mit in Betracht zu ziehen.

Das Kopfkino lief tatsächlich von der ersten Seite an, ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Die Ausstattung des Buches fand ich toll, der Verlag hat sogar ein Lesebändchen spendiert und das Cover passt auch gut zur Vorgängerreihe. Das Buch hat am Anfang und am Ende jeweils eine Karte des Kontinents und von Höllenrachen. Leider sind auf der Übersichtskarte Torfeste und Höllenrachen nicht eingezeichnet. Das hätte es mir als Neuling doch leichter gemacht das Geschehen zu verorten.

Alles in allem hat mich das Buch sehr begeistert und ich freue mich auf den zweiten Band. Bis dahin werde ich mich endlich mit den vier Büchern der Chroniken der Verbliebenen beschäftigen.

Von mir eine Leseempfehlung nicht nur für jugendliche Leser.


Veröffentlicht am 07.02.2019

Schönes Buch in Neuauflage

Nächte, in denen Sturm aufzieht
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Liza McCullen hat sich mit ihrer Tochter zu ihrer Tante nach Australien geflüchtet. Dort kann sie ruhig und versteckt leben. Bis Mike Dormer auftaucht, der für seine Firma die Lage checken soll, ob dort ...

Liza McCullen hat sich mit ihrer Tochter zu ihrer Tante nach Australien geflüchtet. Dort kann sie ruhig und versteckt leben. Bis Mike Dormer auftaucht, der für seine Firma die Lage checken soll, ob dort ein Luxusresort gebaut werden kann.


Nächte, in denen Sturm aufkommt ist bereits 2009 unter dem Namen Dem Himmel so nah erschienen, lange bevor Jojo Moyes mit Ein ganzes halbes Jahr bekannt wurde.

Man könnte jetzt meinen, hier wird einfach etwas altes neu aufgelegt um den Erfolg der Autorin zusätzlich abzuschöpfen. Das war sicher mit ein Grund. Allerdings muss ich sagen, dass mir dieses Alte trotzdem sehr gut gefallen hat. Das Buch besticht mit schrulligen Charakteren und deren Geheimnissen, die im Laufe des Buches nach und nach aufgedeckt werden. Dabei ist zwar vorhersehbar, dass am Ende alles gut ausgeht, aber bis dahin gibt es doch einige Überraschungen.


Jedes Kapitel wird aus der Perspektive eines anderen Charakters erzählt. Das hat es mir am Anfang zwar etwas schwerer gemacht in den Lesefluss zu kommen, aber man lernt alle sehr schnell kennen. Und durch den Perspektivwechsel erfährt man mehr über jeden einzelnen Charakter, als wenn nur aus einer Sichtweise heraus erzählt werden würde.


Das Kopfkino lief tatsächlich von der ersten Seite an, Silver Bay ist ein beschauliches Örtchen, in dem zwar einige von Wal- und Delfinbeobachtungen leben, sich aber alle einig sind, dass zu viele Touristen der Gegend eher schaden würden. Als Mike dort auftaucht wird dem Leser schnell klar, dass die Uhren hier doch anders ticken als in London. Auch Mike entschleunigt hier und nach und nach wird ihm klar, was die Pläne seiner Firma für die Gegend bedeuten. Er findet in Silver Bay zu sich selbst und schafft es zu erkennen, was ihm wirklich wichtig ist.


Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Die Entwicklung der Charaktere fand ich durchaus glaubwürdig, auch wenn es natürlich bei einigen recht klischeehaft rüberkommt. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und habe mich wohl gefühlt. Und auch die Spannung kam auch nicht zu kurz.


Von daher würde ich hier gerne eine Leseempfehlung geben, für Leser von Jojo Moyes neuen Romanen ist auch dieses Buch sicher etwas. Und Leser von schönen Liebesromanen sind hier auch gut bedient.