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Veröffentlicht am 29.03.2020

Eines der großartigsten Bücher, welches ich je gelesen habe!

Miracle Creek
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Inhalt:
Als im Sommer 2008 in der Kleinstadt Miracle Creek die Scheune der Familie Yoo in Flammen aufgeht und dabei zwei Menschen zu Tode kommen; ist dies erste der Anfang einer Geschichte, deren Anfang ...

Inhalt:
Als im Sommer 2008 in der Kleinstadt Miracle Creek die Scheune der Familie Yoo in Flammen aufgeht und dabei zwei Menschen zu Tode kommen; ist dies erste der Anfang einer Geschichte, deren Anfang und Ende unter Lügen und der verzweifelten Suche nach der Wahrheit verborgen liegen.
Doch als der Gerichtsprozess knapp ein Jahr später eine Schuldige gefunden hat, beginnt die Fassade der Beteiligten zu bröckeln und die Wahrheit sucht ihren Weg an die Oberfläche.
Doch wer hat wirklich Schuld an den Ereignissen von vor einem Jahr oder ist die Angeklagte etwa wirklich Schuld am Tod ihres eigenen Sohnes ?

Meine Meinung:
Dieses Buch ist für mich eine der größten literarischen Neuentdeckungen der letzten fünf Jahre. Denn selten habe ich eine so faszinierende Art erlebt, wie eine Geschichte erzählt wird, so emotional, spannend und von literarischem Können geprägt, dass man voller Erstaunen dem Geschehen des Buches entgegen blickt und dieses kaum mehr aus der Hand legen kann.

Die literarische Präzision der Schriftstellerin Angie Kim ist dabei wirklich bemerkenswert, sie erschafft eine Geschichte, die komplex und durch viele Personen geschildert wird. Dabei lösen die so fein und präzise, beinahe minutiös ausgearbeiteten Charaktere eine solche Sogkraft, durch ihre Ambivalenz aus, dass man erstaunt vor der Geschichte verweilt. Denn das großartige ist, ihre Charaktere sind keinesfalls perfekt, oder leicht zu durchschauen, sie sind zutiefst menschlich und dabei manchmal hassens- und liebenswert zugleich. Sie zeigt uns durch ihre Protagonisten die fragwürdigen Fassetten eines Menschen und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Und dabei entwickelt sie etwas so wichtiges:
Einen Charakter, den man zunächst für seine Taten verurteilt und dem man im nächsten Augenblick mit Tränen in den Augen Verständnis entgegen bringt. Dies streitbare Ambivalenz trägt die ganze Geschichte.

Kein Handlungsstrang ist dabei klar oder mit einer Emotion verbunden, ganz im Gegenteil. Eine Handlung befeuert die nächste und dabei ist der Grund dahinter niemals klar oder trivial. Diese Stärke und die schriftstellerische Präsenz der Autorin, Geschildertes oft unbeurteilt zu lassen, es dem Leser zu überlassen,dieses zu interpretieren, ist die große Stärke des Buches. Sich mit streitbaren Themen auseinander zu setzen ohne dabei eine Meinung aufgezwungen zu bekommen.

Und ganz nebenbei ist dieses Buch spannend wie ein herausragender Thriller und gerade deshalb kann man das Ende des Buches kaum erwarten. Da man endlich wissen möchte, wer denn nun die Schuld trägt an diesem furchtbaren Unglück aus dem Jahre 2008...

Mein Fazit:
Ein unglaubliches spannendes Buch, das beinahe die Qualitäten eines Pageturners hat. Welches streitbare Themen und Charaktere hervorbringt, die ebenso vom Leben geprägt und vielschichtig gezeichnet sind, wie es das echte Leben ist. In meinen Augen ein zutiefst kluges, moralisch wichtiges Buch, da es uns Lesern nicht die Dinge zu hören gibt, die wir hören wollen. Ganz im Gegenteil, manchmal so hassenswerte, aber authentische Aussagen, regen uns Leser plötzlich zum Nachdenken an und rufen wider Erwarten Verständnis hervor.

Ein wichtiges und literarisch wertvolles Buch, welches von einer schriftstellerischen Feinheit und Aufmerksamkeit der Autorin getragen wird.
Herausragend!

Veröffentlicht am 25.03.2020

Ein zarter und feinfühliger Roman!

Die Tanzenden
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Inhalt:
Einmal im Jahr verwandelt sich das "Hôpital de la Salpêtrière" zu einem riesigen Ballsaal, einem Ort der Tanzenden. Dass die Tanzenden dabei die Hysterikerinnen, Epileptikerinnen und psychisch ...

Inhalt:
Einmal im Jahr verwandelt sich das "Hôpital de la Salpêtrière" zu einem riesigen Ballsaal, einem Ort der Tanzenden. Dass die Tanzenden dabei die Hysterikerinnen, Epileptikerinnen und psychisch Kranken sind, rückt an diesem einen Abend in den Hintergrund.
Als die junge Pariserin Eugénie in die Anstalt eingewiesen wird, sieht sie sich mit den grauenvollen Umständen der Zeit konfrontiert. Eine Zeit, in der Frauen keine Recht besaßen und eine Zeit, in der Eugénie das Leben einiger auf den Kopf stellt... denn sie kann Geister sehen.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich wirklich sehr überrascht und dies kann für unterschiedliche Leser, auch ein unterschiedliches Fazit herbeiführen. Denn wer nun eine Geschichte über die Rechte der Frauen Ende des 19. Jahrhunderts erwartet und eine Protagonistin, ja eine Handlung, die sich damit intensiv auseinandersetzt oder diese Freiheit gar erstrebt, der wird möglicherweise enttäuscht sein.

Denn der Debütroman der französischen Autorin Victoria Mas erzählt eine sehr viel feinere und im kleineren Milieu angesiedelte Geschichte, die zwar diese für Frauen sehr schwere Zeit thematisiert, dafür aber keine großen Bogen spannt und diese Thematik allzu stark in den Mittelpunkt rückt.
Zentrales Thema sind hierbei viel mehr die einzelnen Charaktere, die unsagbar liebevoll und detailgetreu ausgearbeitet sind und jede von ihnen bringt ihr eigenes Schicksal mit, so auch: Eugénie

Welche eine sehr viel zentralere Rolle spielt, vor allem die besondere Gabe von Eugénie. Denn diese kann Geister sehen und auf dieser Gabe baut sich die ganze Handlungsstärke des Buches auf.
Die Schriftstellerin stellt ihre Charaktere in einen zentralen Mittelpunkt und durch diese wird das Zeitgeschehen und die Machtlosigkeit der Zeit subtil deutlich gemacht. Diese allerdings keinesfalls in den Mittelpunkt gerückt oder zentral nach moralischen Antworten oder Lösungen gesucht, dessen muss man sich als Leser bewusst sein.

Dennoch ist dieses Buch von hohem literarischen Wert, da es mit einer unschlagbaren Sanftheit erzählt wird, wortgewandt ist ohne dabei prätentiös zu sein. Generell ist dieses Buch (wie passend), wie ein ruhiger Tanz in dem alle Teile eine stimmige Symbiose ergeben. Denn ebenso wie der Schreibstil sind auch die Charaktere von einer Unaufgeregtheit und dennoch zielsicheren Stärke und machen eine anschauliche Entwicklung durch.

Mein Fazit:
Ein Roman, der ganz anders war, als ich es erwartet hatte.
Dennoch konnte er mich durch ein literarisches Feingefühl und Können von sich überzeugen, da so viel mehr zwischen den Zeilen zu finden ist.
Ein Buch für Leser, die genau diese Sensibilität und Zartheit in einer Geschichte mögen und das Besondere suchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2020

Großes Highlight

Ein Augenblick für immer. Das zweite Buch der Lügenwahrheit, Band 2
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Besonders die Atmosphäre, die wunderbare Ausarbeitung des settings und die liebevolle und sehr plastische Beschreibung Englands, laden den Leser eindeutig zum Träumen ein. Auf jeder Seite vergisst man ...

Besonders die Atmosphäre, die wunderbare Ausarbeitung des settings und die liebevolle und sehr plastische Beschreibung Englands, laden den Leser eindeutig zum Träumen ein. Auf jeder Seite vergisst man beinahe ein Buch zu lesen so träumerisch und genau und absolut fesselnd ist der Schreibstil der Autorinnen.
Auch die Charakterwahl ist absolut entzückend, denn June ist zweifelsohne keine typische Jugendbuchprotagonistin, sondern ist frech, klug, charmant und vor allem ist sie abosut eigen und mehr als liebenswert!

Außerdem ist die Story ein absoluter Pageturner, neben mythischen und spannendes Passagen, gibt es ebenso romantische und zum Träumen einladende.

Veröffentlicht am 25.03.2020

Enttäuschend

Camp21
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Leider konnte mich dieses Buch nicht von sich überzeugen, deshalb habe ich es nach wenigen Minuten zur "Seite" gelegt

Leider konnte mich dieses Buch nicht von sich überzeugen, deshalb habe ich es nach wenigen Minuten zur "Seite" gelegt