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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2022

konnte mich nicht begeistern

Bullet Train
0

In Japan reisen in einem Hochgeschwindigkeitszug aus Tokio mehrere Killer. Kimura will sich an Oji rächen, einem psychopatischem Schüler, der seinen Sohn vom Dach geschubst hat. Tangerine und Lemon haben ...

In Japan reisen in einem Hochgeschwindigkeitszug aus Tokio mehrere Killer. Kimura will sich an Oji rächen, einem psychopatischem Schüler, der seinen Sohn vom Dach geschubst hat. Tangerine und Lemon haben gerade den entführten Sohn eines Gangsterbosses befreit, Nanao, der ewige Pechvogel soll einen Koffer voller Geld finden und an sich nehmen. Ihre Wege kreuzen sich. Es geht schief, was schief gehen kann. Wer arbeitet für wen? Und wer wird die Reise überleben?

Das Buch war hoch gelobt worden, wird mit "pures Adrenalin, schierer Wahnsinn. Äußerst originell" angepriesen. Ich hatte von daher einige Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden. Ich fand das Buch nicht sonderlich spannend, habe mich regelrecht durchmühen müssen durch die endlosen Dialoge, z.B. zwischen Tangerine und Lemon um Lokomotiven. Sympathisch war mir höchstens der Pechvogel Nanao. Es gibt aber zahlreiche Wendungen und ein zufriedenstellendes Ende. Vielleicht muss man schwarzen Humor mehr mögen, um sich für das Buch zu begeistern. Mein Fall war es leider nicht.

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Veröffentlicht am 28.03.2022

Macht Lust auf Meer

Mörderische Brise
3

Clara Clüver zieht es nach einer Trennung von Wiesbaden nach Travemünde. Dort hat sie eine Pastorenstelle bekommen. Denkt sie. Wie sich im Kirchenbüro bei ihrer Ankunft herausstellt, will der bisherige ...

Clara Clüver zieht es nach einer Trennung von Wiesbaden nach Travemünde. Dort hat sie eine Pastorenstelle bekommen. Denkt sie. Wie sich im Kirchenbüro bei ihrer Ankunft herausstellt, will der bisherige Pastor Kruse das Feld nicht räumen. Clara lernt aber die Buchhändlerin Frike kennen, die sie herzlich aufnimmt und ihr für die Zeit der Klärung der Angelegenheit ihre Ferienwohnung zur Verfügung stellt.

Zeitgleich wird in Niendorf der Gastrokönig Erich Konstantin ermordet aufgefunden. Clara und Jule, die Vermieterin von Frieke, wollen auf eigene Faust Ermittlungen anstellen und unbedingt den Mord aufklären, um die Unschuld eines Freundes, der in der Presse verunglimpft wurde, zu beweisen.

Das Buch hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil. Es kommt einem eher wie ein Frauenroman vor, als wie ein Krimi. Die Protagonisten sind alle sehr sympathisch, ich habe sie gleich ins Herz geschlossen. Der Autor versteht es auch meisterhaft, durch die Beschreibungen der Örtlichkeiten die Atmosphäre zu vermitteln und im Leser die Lust auf Meer zu wecken. Ich habe beim Lesen geradezu die Ostsee gerochen und die Möwen gehört, ein idealer Urlaubskrimi also. Eine Fortsetzung werde ich auch gern lesen.

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Veröffentlicht am 25.03.2022

leider nur mäßig spannend

Todesfall
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Bei der Eröffnungsfeier der Extremsportwoche in Voss verunglückt eine der Formationsfallschirmspringerin. Schnell stellt sich heraus, dass ihr Fallschirm manipuliert wurde. Die Reporterin Agnes Tveit, ...

Bei der Eröffnungsfeier der Extremsportwoche in Voss verunglückt eine der Formationsfallschirmspringerin. Schnell stellt sich heraus, dass ihr Fallschirm manipuliert wurde. Die Reporterin Agnes Tveit, die vor kurzem in ihren Heimatort Voss zurückgekehrt ist, kannte die verunglückte Frau noch aus ihrer Jugend und kann nicht umhin, auf eigene Faust zu ermitteln, was passiert ist und wer der Springerin nach dem Leben trachtete.

Das Buch konnte mich leider nicht so wie erhofft fesseln. Es ist eigentlich nicht schlecht geschrieben, aber ein großer Teil war doch für mich etwas ermüdend zu lesen, da die Autorin immer wieder in Nebensächlichkeiten abschweifte. Agnes war mir nur zum Teil sympathisch, oftmals konnte ich ihre Reaktionen nicht nachvollziehen. Sie hat so ihre Probleme, möchte unbedingt schwanger werden. Aber will sie das wirklich? Das Kinderthema hat mich etwas gelangweilt. Erst im letzten Drittel wurde das Buch dann spannender. Aber so richtig packende Stellen zum mitfiebern gab es auch hier leider keine. Ich bin etwas enttäuscht.


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Veröffentlicht am 07.03.2022

leider nur mäßig spannend

Deichfürst
2

Nach über einem Jahr Zwangspause können die Arbeiten am Emssperrwerk wieder aufgenommen werden. Die zahlreichen Gegner des Projekts haben eine Niederlage erlitten. Der 80-jährige de Vries, lokale Größe ...

Nach über einem Jahr Zwangspause können die Arbeiten am Emssperrwerk wieder aufgenommen werden. Die zahlreichen Gegner des Projekts haben eine Niederlage erlitten. Der 80-jährige de Vries, lokale Größe und einflussreicher Befürworter des Projekts, will den Erfolg in seiner Stammkneipe feiern, liegt aber am nächsten Tag tot in einer Holzkiste in einer Baugrube der Sperrwerksbaustelle, wo er von Arbeitern gefunden wird. Er wurde dort nicht nur begraben, sondern durch perfides luftdichtes Abdichten der Bretterkiste erstickt. Kommissar Möllenkamp, gerade frisch nach Ostfriesland zugezogen, nimmt die Ermittlungen auf. Diese gestalten sich schwierig, da der Ermordete de Vries ein grausamer und rücksichtsloser Mensch war, der viele Feinde hatte.

In zwei sich abwechselnden Erzählsträngen, von denen der eine zunächst ins Jahr 1946 zurückführt, liefert die Autorin einerseits das Motiv für den Mord und schildert andererseits die Ermittlungsarbeiten. So war denn auch leider vorhersehbar, wer der Mörder von de Vries ist. Zwar nicht die Identität der Person selbst, aber die Spannung litt etwas darunter, dass man von Anfang an vermutete, worauf es hinausläuft. Ich fand die Handlung insgesamt leider nur mäßig spannend. Der Schreibstil liest sich zwar flüssig und ist auch ein wenig humorvoll, viele Szenen waren aber recht ausschweifend dargestellt, wie das Weibertreffen von Möllenkamps Frau. Einige politische Ausführungen waren zwar ganz interessant, brachten den Fall aber nicht weiter.

Im Klappentext werden Möllenkamp und die "bullige Lokalreporterin Gertrud" als "neues Dreamteam" angekündigt, was ich so nicht bestätigen kann. Jeder ermittelt hier nämlich für sich, und Gertrud war mir dabei überhaupt nicht sympathisch. Möllenkamp blieb als Charakter für meinen Geschmack zu blass. Sein Team zieht auch nicht so richtig an einem Strang und konnte keine Sympathiepunkte erzielen. Einige Details wurden nicht aufgeklärt. Und was viele Leser sicher im Lesefluß stört, sind die häufig eingestreuten Sätze auf Plattdeutsch. Es gibt zwar Fußnoten mit Übersetzung, aber es ist für einige sicher mühsam zu lesen. Mich hat es nicht gestört, als Nordlicht verstehe ich "Plattdüütsch", für mich trug es sogar zum Lokalkolorit bei. Das Cover fand ich gut gemacht, mit dem bedrohlich wirkenden Schatten hatte es meine Neugier geweckt, aber ich hatte etwas mehr Spannung erwartet. Daher reicht es im Vergleich mit anderen Krimis leider nur für 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.03.2022

Spannender Ermittlerkrimi

Gezeitenmord
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Während eines Ausflugs ins Watt in Südjütland finden der Lehrer Lasse und sein Schüler Villards eine im Sand vergrabene Leiche. Kurz darauf wird Lasse niedergeschlagen und Villads ist verschwunden. Lykke ...

Während eines Ausflugs ins Watt in Südjütland finden der Lehrer Lasse und sein Schüler Villards eine im Sand vergrabene Leiche. Kurz darauf wird Lasse niedergeschlagen und Villads ist verschwunden. Lykke Teit von der Kopenhagener Kriminalpolizei wird zur Unterstützung der lokalen Polizei entsandt, und da die Leiche auf der Grenze zu Deutschland lag, auch Rudi Lehmann von der Flensburger Polizei. Was ist los in dem kleinen Ort in Südjütland? Denn bei dem Toten im Watt bleibt es nicht und auch Villads ist nicht das erste Kind, das verschwand.

Die Handlung ist spannend, von der ersten bis zur letzten Seite, mit einem dramatischen Abschnitt zum Ende. Wer hinter den Morden steckt, ahnt man lange nicht. Einige Passagen sind nichts für schwache Nerven, da sie sehr bildhaft beschrieben sind. Das Ermittlerteam war mir gleich von Anfang an sympathisch, die beiden harmonieren perfekt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Als Auftakt einer neuen Reihe um Teit und Lehmann fand ich es sehr gut gelungen.

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