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Veröffentlicht am 28.12.2020

Ein Thriller ganz nach meinem Geschmack

Vergessene Gräber
2

Tatort Frankfurt - junge Menschen aus privilegierten Familien werden auf brutalste Weise gefoltert und ermordet. Mara Billinsky und Jan Rosen müssen versuchen einen Zusammenhang zwischen den Fällen zu ...

Tatort Frankfurt - junge Menschen aus privilegierten Familien werden auf brutalste Weise gefoltert und ermordet. Mara Billinsky und Jan Rosen müssen versuchen einen Zusammenhang zwischen den Fällen zu finden um den Tätern auf die Spur zu kommen. Dabei werden auch ihrer beider Privatleben in den Fall mit hinein gezogen.
Als Leser nimmt man zu Beginn mehrere Stränge auf und beginnt bereits früh damit eigene Theorien zu entwickeln. Dabei versteht es der Autor die Spannung auf einem konstant hohen Level zu halten und die Kapitel sind so geschrieben, dass man unbedingt weiter lesen muss!
Die Taten werden sehr plastisch und grausam beschrieben, was aber auch dazu passt. Der Bezug zu russischen Mafia wird schnell klar, aber auch hier legt der Autor mehrere Köder aus um den Leser auf mögliche Fährten zu locken.
Besonders schön fand ich die Charaktere der Ermittler beschrieben. Sie wachsen einem richtig ans Herz, weil ihre persönliche Seite und ihre Ecken und Kanten emotional geschildert sind.
Ich habe in diesem Thriller all das gefunden was für mich dieses Genre ausmacht - Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, Spielraum für eigene Gedanken und Theorien, persönliche Hintergründe der Hauptprotagonisten die sie sehr menschlich und nahbar machen, aber auch die Möglichkeit mich mal so richtig über ihr Verhalten aufregen zu können. Alles in allem ein super Leseerlebnis für mich, welches mich dazu anspornt die gesamte Reihe in Angriff zu nehmen.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 03.11.2020

Emotionale Lebensgeschichten vor dem Hintergrund der Geschichte Italiens

Es war einmal in Italien
2

Luca de Fulvio beschreibt in seinem Roman die Zeit des Kampfes zwischen den Anhängern des Nationalstaates Italiens und dem Kirchenstaat Rom unter Papst Pius IX.
Die junge Rebellin Marta und ihr Ziehvater ...

Luca de Fulvio beschreibt in seinem Roman die Zeit des Kampfes zwischen den Anhängern des Nationalstaates Italiens und dem Kirchenstaat Rom unter Papst Pius IX.
Die junge Rebellin Marta und ihr Ziehvater Melo reisen als Angehörige einer Zirkusfamilie nach Rom und treffen dort auf Pietro und seine Adoptivmutter, die nach hartem Schicksalsschlag aus ihrer Heimat nach Rom flüchten.
Pietro fängt die dramatischen Ereignisse mit seiner großen Leidenschaft der Fotografie ein, um die Realität des Krieges abzubilden, während Marta und Melo mit Waffen für die Freiheit Roms kämpfen.
Großartig beschrieben wird das unterschiedliche Leben in Armut und Aristokratie, die Tatsache das Menschen nicht nur gut oder böse sind und wie Lebensumstände Einfluss auf die Entwicklung der Personen hat.
Der Roman lässt den Leser atemlos durch die Seiten fliegen und den unterschiedlichen Charakteren mit Hoffen und Bangen folgen. Wie gewohnt schildert Luca de Fulvio die Erlebnisse seiner Figuren in seiner herrlich bildhaften, aber auch grausam ehrlichen Sprache.
Er lässt Geschichte aufleben und verknüpft sie mit den Schicksalen fiktiver Personen auf wunderbare Weise.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre