Profilbild von tanjas_buecherstuebchen

tanjas_buecherstuebchen

Lesejury Star
offline

tanjas_buecherstuebchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit tanjas_buecherstuebchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2022

Weihnachtsfest mit (W) Irrungen

Love Songs in London – All I (don’t) want for Christmas
0

Für mich gehört zur Einstimmung auf den Winter und die Weihnachtszeit eine romantische Weihnachtsgeschichte genauso dazu wie die Kugeln am Baum. Deshalb kann ich im Herbst meist gar nicht früh genug anfangen, ...

Für mich gehört zur Einstimmung auf den Winter und die Weihnachtszeit eine romantische Weihnachtsgeschichte genauso dazu wie die Kugeln am Baum. Deshalb kann ich im Herbst meist gar nicht früh genug anfangen, die ein oder andere Weihnachtsgeschichte in meine Leseliste einzubauen. So machte mich auch dieses Buch gleich neugierig mit seinem verspielten, winterlichen Cover und dem ansprechenden Klappentext.
Es ist für mich das erste Buch der Autorin Tonia Krüger und der Auftakt einer Reihe von Londoner Liebesgeschichten. Angesprochen wird hier vorwiegend die etwas jüngere Leserschaft, nämlich Jugendliche und junge Erwachsene. So macht es auch mir der lockere und leichte Schreibstil leicht in die Geschichte einzutauchen. Mit der Literaturstudentin Febe konnte ich mich gleich identifizieren. Ich mag ihre zurückhaltende, ruhig und unauffällige Art. Allerdings finde ich im Gesamten betrachtet die von ihr je nach Situation vorgetragenen Shakespeare-Zitate für meinen Geschmack etwas zu viel. Als sie sich von ihrer besten Freundin Joss überreden lässt, dem besten Kumpel ihres Partners als Alibi-Freundin für eine Weihnachtswoche bei der Familie zur Seite zu stehen, war mir gleich klar, dass dies nur Ärger gibt. Doch dies habe ich anhand des Klappentextes ja auch erwartet. Liam, der männliche Hauptcharakter, ist für mich anfangs nicht gut einzuschätzen. Ehrlich gesagt, nervten mich seine Launen und Wutausbrüche sogar sehr. Ich wollte ihn schütteln und sagen, brich meiner Febe nicht das Herz. Es ist sein Glück, dass er mit der Zeit auch seine charmante und verletzliche Seite zeigt. Liam´s Familie fand ich allesamt chaotisch perfekt, wie eine Familie halt ist. Der muffelige Vater Christopher, die liebevolle Mutter Joan und die flippige Großmutter Flora. Auch Liam´s jüngerer Bruder Matt mit seiner Lausbubenart hat gleich mein Herz erobert. Lediglich Nathan, Liam´s älterer Bruder und seine Ex Charlotte mochte ich gar nicht. Charlotte machte für mich das Bild eines berechnenden Miststückes perfekt. Warum in aller Welt will Liam sie zurückhaben?
Na, auf jeden Fall ist klar, dass sich Febe und Liam bei ihrer Scharadespiel näherkommen, spätestens seit dem Kuss unterm Mistelzweig – aber aufgepasst – die hängen überall im Haus verteilt. Febe wird gleich herzlich in die Familie aufgenommen, was ihr wirklich gut tut, denn von ihrer Familie ist nach dem Tod ihrer Großmutter nur noch sie selbst und Granny´s Hund Hamlet übrig. Hamlet hatte ich gleich bildhaft vor Augen, mittelgroß mit krausem und braunem Fell und großen Kulleraugen. Ohne ihn hätte mir an der Geschichte eindeutig etwas gefehlt.
Die Story ist natürlich ziemlich vorhersehbar, jedoch hat das meinen Lesespaß nicht gemildert und ich vergebe gerne 4 Sterne hierfür. Ein Hauch von Kitsch und ein Happy End gehören einfach zu einem Weihnachtsliebesroman dazu. Vielen Dank Tonia Krüger und den dtv Verlag für die Bereitstellung des Rezenisonexemplares, ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Reihe.

Mein Fazit:
Eine romantische Weihnachtsgeschichte im Stil des 90er-Jahre-Films WÄHREND DU SCHLIEFST, auch hier hat sich die Protagonistin nicht nur in den Sohn des Hauses, sondern in dessen ganzen Familie verliebt. Warmherzig mit einer Prise Humor und ganz viel Liebe und Verwirrungen. Passend dazu ist der Genuss einer heißen Tasse Schokolade und eine Hand voll Weihnachtsgebäck.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.09.2022

Es ist nicht alles Gold was glänzt

Schloss Liebenberg. Hinter dem hellen Schein
0

An diesem Buch konnte und wollte ich nicht vorbeigehen. Denn sobald ich wusste, dass die Handlung des Buches aus der Sicht der Dienstbotinnen geschildert wird, war bei mir die Neugier geweckt. Bücher über ...

An diesem Buch konnte und wollte ich nicht vorbeigehen. Denn sobald ich wusste, dass die Handlung des Buches aus der Sicht der Dienstbotinnen geschildert wird, war bei mir die Neugier geweckt. Bücher über die hohen Herrschaften oder Bessergestellten gibt es zur Genüge. Dabei sind es doch gerade die einfachen Personen von ganz unten, die ein herrschaftliches Haus am Laufen halten. Die oftmals bis zu 18-Stunden-Tage sind gefüllt mit anstrengender Arbeit, Freizeit gab es wenig, Unzulänglichkeit und Fehler wurden gleich bestraft bis hin zum Lohnabzug. Auch körperliche Züchtigung war zu Anfang des 20.Jahrhunderts noch sehr gängig. Dies wirkte sich dann auch auf die Familien der Dienerschaft aus, die teilweise von dem minimalen Verdienst mitversorgt wurden. Gerade die Anstellung in einem hoch angesehenen Haushalt war extrem begehrt.

In diesem Buch kann es die 18-jährige Adelheid, Tochter eines Tagelöhners gar nicht fassen, als sie von der Fürstin zu Eulenburg ausgerechnet als Stubenmädchen eingestellt wird. Unter den Dienstboten ist dies ein Skandal, weiß doch jeder, dass man sich die Stellung erarbeiten muss und der Aufstieg streng nach Hierarchie geht. Begonnen wird auf der untersten Stufe als Küchen- oder Hausmädchen, erst darüber kommen die Stubenmädchen. Das ist gerade dem 1. Hausmädchen Lydia Keller ein Dorn im Auge, denn ihr hätte als Aufstieg der Posten des neuen Stubenmädchens zugestanden. Mit viel List und Tücke schafft sie es, dass die fleißige und kluge Adelheid unschuldig zum Hausmädchen degradiert wird. Das bedeutet noch weniger Lohn, um ihre Familie mit dem Kauf von Lebensmitteln und Kohlen zu unterstützen, es reicht einfach hinten und vorne nicht. Gerade Adelheid habe ich gleich in mein Herz geschlossen, sie ist so lieb und unbescholten. Ich habe mich gefreut, dass sie sie sich mit Hedda Pietsch, angefreundet hat, auch wenn diese ihr beibringen möchte, wie man sich ein Stück vom Glück aneignet, ohne dass die Herrschaft etwas davon merkt. Da Hedda jedoch das Herz am rechten Fleck hat, konnte ich ihr die kleinen Vergehen nachsehen. Erstaunlich fand ich, wie wenig die Dienstboten teilweise Privates voneinander wissen. Jeder hat seine besondere Geschichte und meist sein Päckchen zu tragen. Gerade der junge Diener Viktor Nowak trägt ein Geheimnis mit sich herum, welches ihm die Stellung kosten könnte. Auch die Mamsell, Frau Reineke, scheint nicht unfehlbar zu sein. Der oberste Diener Herr Opitz herrscht über alle mit strenger Hand, jeder kleine Fehler landet in seiner -Kartei der Verfehlungen-, welche er sodann als Druckmittel verwendet.

Als Sahnehäubchen des Buches hat Frau Caspian die fiktive Geschichte über die Dienstbot
innen auf Schloss Liebenberg mit dem seinerzeitigen Skandal um den Fürsten Philipp zu Eulenburg und dessen Einfluss auf das Kaiserreich perfekt verwoben. Mehr und mehr verhärten sich die Anschuldigungen des Journalisten Harden, der u.a. den Fürsten der Homosexualität beschuldigt sowie an einer heimlichen Nebenregierung des Kaisers, der sogenannten Eulenburger Tafelrunde, beteiligt zu sein. Welche Folgen hat die Niederlegung aller öffentlichen Ämter von Fürst Eulenburg für die Fürstenfamilie und ihre Angestellten? Wird er weiterhin Stillschweigen bewahren oder sich gegen die Vorwürfe verteidigen? Mit Spannung sehe ich der Fortsetzung entgegen, welche im Frühjahr des kommenden Jahres erscheinen wird. Begründet durch den wunderbar flüssigen Schreibstil bin ich nur so durch die Geschichte geflogen.

Herzlichen Dank Hanna Caspian für die fesselnden und interessanten Lesestunden, die mich sehr begeistern konnten. Von mir erhält Band 1 der neuen Saga eine klare Leseempfehlung mit 5 von 5 Sternen.

Mein Fazit:
In diesem Buch wurden historische Gegebenheiten und Fiktion perfekt miteinander vereint. Von der Frau Caspian bestens recherchiert fühlte ich mich zurückversetzt ins Jahr 1906 als stille Beobachterin des Geschehens hinter dem hellen Schein des Schlosses Liebenberg. Wie schön, dass die Autorin in dieser neuen Saga der Dienerschaft das Wort verliehen hat. Sie hat jedem einzelnen Charakter authentisch Leben eingehaucht und diese mit Ecken und Kanten versehen. Es gab Personen, die ich gleich ins Herz geschlossen habe, doch auch solche, für die ich wenig Verständnis aufbringen konnte und deshalb bei mir eher auf Ablehnung trafen. In allem ein absolutes Lesevergnügen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2022

Das Schicksal sucht sich seinen Weg

Das Goldblütenhaus - Im Licht der Hoffnung
0

Ich liebe einfach den bildhaften und feinfühligen Schreibstil von Gabriela Groß, die mir mit Band 1 der Goldblüten-Saga bereits ein Highlight beschert hatte. Vielen ist die Autorin ja bereits unter dem ...

Ich liebe einfach den bildhaften und feinfühligen Schreibstil von Gabriela Groß, die mir mit Band 1 der Goldblüten-Saga bereits ein Highlight beschert hatte. Vielen ist die Autorin ja bereits unter dem Namen Gabriele Diechler bekannt, welche hier unter ihrem Mädchennamen veröffentlicht. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder versunken im Leben rund um die Familie Glanz.

Nachdem die Zwillingsschwestern Ella und Leonie Glanz sich in Band 1 von heute auf morgen um die Firmenleitung des Kosmetikkonzerns kümmern mussten, war ich hoch erfreut, dass sich ihr Mut und Fleiß ausgezahlt haben und das Unternehmen erfolgreich da steht und die Produktpalette erweitert wurde. In diesem Band wird der Fokus besonders auf Ella und ihre Großmutter Hedi gesetzt. Ella, der kreative Kopf der Glanz AG hat in Timo den perfekten Partner gefunden. Sie ergänzen sich gegenseitig und unterstützen sich bei der Umsetzung ihrer Träume. Da Timo mit seinem Bruder Kai in Kopenhagen ein eigenes Restaurant eröffnen möchte, pendeln beide zwischen Tegernsee und Kopenhagen und schaffen sich kleine, intensive Auszeiten. Doch leider bringt das Leben nicht nur Freude, sondern auch Herausforderungen. Denn plötzlich sieht sich nicht nur die Glanz AG mit Schadenersatzansprüchen konfrontiert, nein auch Ella hat mit einigen Schicksalsschlägen zu kämpfen, die ihr Glück in Gefahr bringen.

Ferner hat sich Großmutter Hedi, die nie viel über ihre Vergangenheit erzählt hat, entschlossen, ein dunkles Geheimnis preiszugeben über eine Entscheidung, die sie und Ihr Mann Alfons vor langen Jahren getroffen haben. Hier hat Gabriela Groß perfekt mit zeitlichen Rückblenden in Hedis Vergangenheit Stück für Stück die Wahrheit ans Licht gebracht. Feinfühlig und emotional schildert sie die Reaktionen der Enkelinnen Ella und Leonie sowie der tief getroffenen Annalena, die von über ihre Mutter mehr als entsetzt ist.

Zusammengefasst kann ich nur sagen, in diesem Buch stecken 411 Seiten geballte Achterbahn an Gefühlen. Ich habe gelacht, geweint, gehofft und gebangt, bevor ich das Buch mit einem warmen, für mich tröstlichen Glücksgefühl zur Seite legen konnte. Wenn ich könnte, würde ich hier mehr als 5 Sterne für dieses absolute Lesehighlight vergeben, dessen Inhalt Band 1 sogar noch übertroffen hat. Vielen Dank liebe Gabriela Groß, ich fiebere nunmehr Band 3 entgegen, welches im Frühjahr 2023 erscheint.

Mein Fazit:
Im Licht der Hoffnung ist eine perfekte Fortsetzung rund um die liebgewonnenen Charaktere der Familie Glanz. Im Vordergrund der Handlung stehen Familie, Freundschaft, Liebe und jede Menge Emotionen. Gerade das Miteinander und die leisen Töne in jeder Art von Zauber und Empfindung wurden von Gabriela Groß perfekt in Worte gefasst. Eine Geschichte in die man völlig eintaucht, als wäre man mittendrin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2022

Liebe und eine geheime Teezeremonie

Der Duft der Kirschblüten
0

Ich liebe einfach Romane, die im 19. Jahrhundert angesiedelt sind. Wenn es dann noch um mutige Frauen geht, die sich gegen die Konventionen der Zeit wehren, kann ich kaum nein sagen. Auch bei diesem Auftakt ...

Ich liebe einfach Romane, die im 19. Jahrhundert angesiedelt sind. Wenn es dann noch um mutige Frauen geht, die sich gegen die Konventionen der Zeit wehren, kann ich kaum nein sagen. Auch bei diesem Auftakt einer neuen Serie wurde ich gleich neugierig, denn Titel, Cover und Kurzinfo waren ganz nach meinem Geschmack. Das Thema Tee in der Verbindung zu Japan ist nicht neu in der Romanwelt, dennoch konnte mich der Auftakt der Kirschblütensaga aus der Feder von Rosalie Schmidt absolut überzeugen.

Die Familie Winterfeld betreibt in Berlin ein Teehaus. Alle sind mit Herz und Seele der Liebe zum Tee zugewandt, vor allen Dingen Clara, die ältere Tochter des Hauses. Sie ist extrem fleißig und insgeheim diejenige, die sich um die Leitung des Geschäftes kümmert, seid ihr Vater immer mehr gedanklich abwesend ist. Der Schreibstil von Rosalie Schmidt ist flüssig und bildhaft. Gerade ihre eigene Liebe zum Tee kann man deutlich spüren bei den Beschreibungen des Geruches, Geschmacks und der Zubereitung. Gut dargestellt ist auch das Leben im Jahr 1870, noch nicht alle Häuser verfügen über Elektrik oder gar ein Wasserklosett. Für ausreichend Wärme ist Kohlen schleppen angesagt. Kurzum das Leben war nicht leicht.

Da Japan sich erst kurz zuvor der Welt geöffnet hat, begegnet man dem fremdländischen grünen Tee mit Argwohn. So auch das Ehepaar Winterfeld. Lediglich Clara zeigt sich von Anfang an offen gegenüber dem blumigen Geschmack in zartem Grün und saugt die Erzählungen des Teehändlers Akeno über Japan und dessen Tee begierig in sich auf. Von Anfang an merkte ich die zarte Verbundenheit der beiden, kaum greifbar und dennoch immer präsent. Ich malte mir schon eine romantische Reise nach Japan aus. Doch schnell wurde ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht, bei der sich Clara aus Verpflichtung heraus und für die Zukunft des Teehauses auf eine Vernunftehe mit Franz, einem Freund aus Kindertagen einlässt. Von Liebe und Leidenschaft ist in der Ehe keine Spur und ich habe regelrecht die Verzweiflung Claras gespürt. Ihr Heimweh zum Teegeschäft, die verlorenen Träume und die Liebe zu Akeno.

Nach einem tragischen Todesfall kommt es nochmals zu einer Begegnung zwischen Clara und Akeno, bei der sich beide ihre Liebe gestehen und eine leidenschaftliche Nacht miteinander verbringen. Wie verzaubert war ich von der abgehaltenen Teezeremonie. Die Intimität und Poesie der Worte haben bei mir Gänsehaut erzeugt. Kurzum spätestens da bin auch ich Akeno´s Zauber verfallen. Wie zu erwarten, fühlte sich Clara jedoch an ihre Verpflichtungen gebunden und kehrte zu Mann und Familie zurück.

Franz beginnt Clara immer mehr zu schikanieren und einzuengen, erst recht als er von ihrer Schwangerschaft erfährt. Welche Boshaftigkeiten er sich ausdachte ließ mich des Öfteren sprachlos den Kopf schütteln.

Neben diesem Haupterzählstrang wird das Augenmerk seitens der Autorin immer wieder auf Clara´s Eltern gelenkt. Den gesundheitlichen Verfall des Vaters, die Zukunft des Teegeschäfts sowie einem Geheimnis der Mutter, welches nach seiner Offenbarung entscheidenden Einfluss auf die ganze Familie hat.

Die drängenden Fragen, ob es für Akeno und Clara nicht doch eine gemeinsame Zukunft gibt und was aus dem Teehaus Winterfeld wird, ließen mich nicht ruhen und Seite um Seite durchsuchten. Gerade im letzten Viertel des Buches passiert ziemlich viel und es findet für mich einen angenehmen vorläufigen Abschluss. Mit großer Freude sehe ich der Fortsetzung entgegen, welche im Frühjahr des kommenden Jahres erscheinen wird und mir – hoffentlich – einige Fragen beantwortet. Vielen Dank an Rosalie Schmidt für die unterhaltsamen Lesestunden und an den dtv Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Mein Fazit:
Dieses Buch ist neben einer fesselnden Familiengeschichte auch eine Liebeserklärung an die Vielfalt des Tees, dessen Herkunft und Zubereitung. Dass die Eltern der Autorin ebenfalls ein Teehaus betreiben, macht die Erzählung erst recht authentisch und unterstreicht mit liebevoll gestalteten Charakteren die Welt es Tees. Ich empfehle zum Genuss des Buches eine herrliche Tasse von Olga´s Minz-Apfel-Tee oder gar Clara´s Kirschtee.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2022

Romeo und Julia aka Sinclair und Tori

Dunbridge Academy - Anyone
0

Für das neue Schuljahr bin ich auch diesmal mit meinen Leseschwestern an die Dunbridge Academy zurückgekehrt. Es war tatsächlich ein klein wenig wie nach Hause kommen. Ich habe mich gefreut, liebe gewonnene ...

Für das neue Schuljahr bin ich auch diesmal mit meinen Leseschwestern an die Dunbridge Academy zurückgekehrt. Es war tatsächlich ein klein wenig wie nach Hause kommen. Ich habe mich gefreut, liebe gewonnene Charaktere aus Band 1 wieder zu treffen. Die meisten sind jedoch eher Randfiguren, denn nun haben Sinclair und Tori ihr Solo.

Die ersten Kapitel gingen mir allerdings ganz schön an die Nerven. Tori und Sinclair sind seit der 5. Klasse beste Freunde, sie kennen sich in und auswendig. Beiden wissen für sich, dass sie in den anderen verliebt sind und bekommen es nicht auf die Kette, darüber zu reden. Hatte man in dem Alter tatsächlich so viel Angst, den anderen als Freund zu verlieren? Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr erinnern. Es ist ja nicht nur, dass die beiden um den heißen Brei herumreden, nein sie bringen sich gegenseitig regelrecht auf die Palme vor lauter Missverständnissen und Eifersucht. Manchmal wollte ich die beiden echt wütend schütteln und sagen reißt Euch endlich mal zusammen und redet. Sie hätten mir damit einiges an Ärger sowie dem Frust geschuldeten Chipskonsum erspart.

Tori redet sich ein, eine Beziehung mit dem Captain des Rugby-Teams Valentin haben zu wollen und Sinclair gibt vor in Eleanor verknallt zu sein. Es ist klar, dass hier einiges an Ärger vorprogrammiert ist. Zumal Val eine sehr besitzergreifende und derbe Art an sich hat. Wer jedoch seine Mutter kennenlernt, kann dies ein wenig nachvollziehen. Aber ich will nicht abschweifen.
Stand in Band 1 eher der Sport im Vordergrund, so ist es hier nun ein Theaterstück. Für Liebende im Grunde das Theaterstück schlechthin – Romeo und Julia. Herzschmerz pur, aber soooo schön. Wäre ja alles ganz toll. Nur dass überraschend Sinclair, der sich als Ausnahmetalent erweist, die Rolle des Romeo bekommt an der Seite von Eleanor als Julia.

Im Laufe des Buches kommen interessante Erzählstränge zu Nebencharakteren dazu, die mich schnell mit dem Anfang des Buches versöhnen. Da ist einmal ein Problem von Toris Mutter, worunter die ganze Familie leidet. Zum anderen gerät Wills Freund Kit wiederholt mit seinem cholerischen Vater anneinander. Mehr möchte ich jedoch nicht verraten, aber es wird spannend.
Rund um das Theaterstück geht es noch hoch her mit jeder Menge Dramatik, aber auch der einen oder anderen delikaten Szene.

Das Buch endet mit einem ganz schönen Cliffhanger, der mich für Band 3 brennen lässt. In diesem wird übrigens Olives Geschichte im Vordergrund stehen. Meine Leseschwestern und ich sind uns schon einig, auch hier werden wir wieder gemeinsam dabei sein. Vielen Dank Sarah Sprinz für die unterhaltsamen Lesestunde, die ich mit 4 Sternen bewerten möchte.

Mein Fazit:
Auch bei Band 2 konnte mich die Autorin Sarah Sprinz wieder mitreißen. Die von mir empfundenen Unstimmigkeiten schiebe darauf, dass ich mich weit ab von der Zielgruppe befinde und somit auch meine Denkweise nicht mehr die eines Teenagers ist. Ebenso wie Emma und Henry und habe ich auch Tori und Sinclair in mein Herz geschlossen. Ich hoffe alle im letzten Schuljahr in Dunbridge wiederzutreffen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere