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Veröffentlicht am 30.12.2020

Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ist ein Ozean

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
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Nur noch wenige Tage trennen Emilia und ihre besten Freunde Matti und Tizi von ihrem Schulabschluss. Eine ihrer letzten Schulstunden im Fach Geschichte führt sie ins Museo Nazionale Romano. Dort wird das ...

Nur noch wenige Tage trennen Emilia und ihre besten Freunde Matti und Tizi von ihrem Schulabschluss. Eine ihrer letzten Schulstunden im Fach Geschichte führt sie ins Museo Nazionale Romano. Dort wird das sagenumwobene Voynich-Manuskript ausgestellt, dessen Inhalt bis dato noch von keinem Wissenschaftler entschlüsselt werden konnte. Als Emilia jedoch einen Blick auf den Text wirft, kann sie nicht verstehen, warum die anderen diesen Text nicht lesen können. Der Text ist klar und deutlich, in einem altmodischen Stil, aber unverkennbar in ihrer Muttersprache italienisch geschrieben. Als sie ihre Verwirrung kundtut, stößt sie nur auf Unverständnis, ohne zu wissen, dass sie damit die Aufmerksamkeit eines jungen Mannes, der sich im Hintergrund aufhält, auf sich zieht. Schon bald wird Emilia in eine jahrhundertealte Fehde gezogen, dessen Ursprung in einer verbotenen Liebesbeziehung fußt. Wie konnte Emilia da nur hineingeraten?

Am Anfang brauchte ich zunächst meine Zeit, um mit den Charakteren warm zu werden, da sie mir alle etwas „überdreht“ erschienen. Als ich gelesen habe, dass Mariagrazia Visconti ihren Vater selbst als „Paperino“ bezeichnet, der ihrer Principessa nichts abschlagen kann oder von einem Matti gelesen habe, der eine Wette verloren hat und nun fortan ein neongrünes Scrunchie mit glitzernden Einhörnern in seinen Haaren tragen muss, hat dies zunächst sehr schräg auf mich gewirkt, da ich mir nur dachte: „Wer redet so?“. Zum Glück zeigt sich diese Überdrehtheit nur am Anfang und spätestens als Emilia von der Existenz der Gold-Loge erfährt, wird das Buch zunehmend ernster.

Mit dem Ernst zieht auch die Spannung spürbar an. Ich wollte unbedingt wissen, warum Emilia scheinbar die Einzige ist, die das Voynich-Manuskript lesen kann. Zudem wird es ab dem Auftauchen der Gold-Lodge schön mystisch und geheimnisvoll, warten doch jahrhundertealte Geheimnisse darauf, von Emilia entschlüsselt zu werden. Damit entwickelt sich das Buch zu einer spannenden Schatzsuche rund um den Erdball.

Ein weiteres interessantes Element stellen die Kämpfe auf Basis der Alchemie dar. Zwar konnte ich mich in der Schule nie wirklich für Chemie begeistern, dafür empfand ich die Kämpfe zwischen den einzelnen Logen in diesem Buch als äußerst spannend. So kann sich Emilia z.B. nur aus einer Situation retten, da sie es schafft, Chlorgas in harmloses Streusalz zu verwandeln mit Hilfe von Natrium. Gerade diese Kämpfe besitzen viel Potenzial, da sie sehr taktisch sind und von den Kämpfern ein großes Wissen über die chemischen Elemente erfordern. Zudem lernt man als Leser so ganz nebenbei einiges über die Elemente und wie sie miteinander reagieren.

Natürlich darf auch neben der ganzen Schatzsuche rund um das Voynich-Manuskript nicht die Liebe zu kurz kommen. Oder wie man auch immer das bezeichnet, was Ben und Emilia miteinander verbindet. Am besten passt der Spruch „was sich liebt, das neckt sich“ zu ihrer Beziehung. Emilia und Ben schenken sich nichts und geraten wegen jeder Kleinigkeit aneinander. Aber gerade diese Streitereien sind sehr unterhaltsam und lockern die Geschichte auf.

Aus diesem Grund kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der eine spannende und wendungsreiche Geschichte rund um das sagenumwobene Voynich-Manuskript sucht, in dessen Zentrum eine ganz normale Schulabsolventin steht.

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Veröffentlicht am 10.12.2020

Manchmal bedeutet eine Flucht großen Mut zu haben

Wir sind für die Ewigkeit
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1939: Mercedes lebt mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Felix in Barcelona. Als jedoch eines Tages Mercedes Vater gefangen genommen wird, ändert sich ihr Leben vollständig. Der letzte Rat des Vaters ...

1939: Mercedes lebt mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Felix in Barcelona. Als jedoch eines Tages Mercedes Vater gefangen genommen wird, ändert sich ihr Leben vollständig. Der letzte Rat des Vaters an seine Familie lautete „Flieht!“ und so machen sich Mercedes, Felix und ihre Mutter zu Fuß auf den Weg nach Figueres zu ihrem Onkel. Doch schon der Weg dorthin gestaltet sich als schwieriges Unterfangen. Viele Menschen fliehen in den Norden, nur weg von der Diktatur Francos und den Kämpfen innerhalb des Landes. Der spanische Bürgerkrieg wütet und macht keine Ausnahmen, wer ihm zum Opfer fällt. Als Mercedes Mutter von einer Salve eines Militärflugzeugs tödlich verwundet wird und noch an Ort und Stelle stirbt, beginnen die Schrecken für Mercedes erst. Wird Mercedes dieser Hölle entkommen können?

Das Buch hat mich mit sehr gemischten Gefühlen zurückgelassen. Auf der einen Seite fand ich das Buch sehr gut geschrieben. Der flüssige Schreibstil hat mich direkt in die Geschichte von Mercedes eintauchen und mit ihr mitfühlen lassen. Zudem fand ich es interessant, dass immer wieder geschichtliche Details aus dem Spanischen Bürgerkrieg aufgegriffen worden sind. Da ich doch recht wenig von Spanien aus dieser Zeit weiß, konnte ich so gut meine vorhandenen Lücken füllen. Allerdings und jetzt kommt das große „aber“ fand ich die Geschichte an manchen Stellen zu „überdramatisch“.

Darauf möchte ich gerne näher eingehen. Im Laufe des Buches (ohne viel vorwegzunehmen) passieren Mercedes allerhand „Katastrophen“, die wahrscheinlich auch für 2 oder sogar 3 Leben ausgereicht hätten. Man hat ständig das Gefühl, dass Mercedes das Unglück förmlich anzieht. Kaum kommt sie ein Kapitel mal zur Ruhe, passiert das nächste Unglück. Es gibt sogar eine Stelle im Buch, da dachte ich nur noch, dass man so viel Unglück überhaupt nicht haben kann und mir erschien dieser „Zufall“ doch sehr unwirklich. Allerdings, wenn jemand solch dramatische Wendungen mag, empfindet er es wahrscheinlich weniger als Kritikpunkt, sondern fühlt sich bis zum Schluss gut unterhalten. Ich möchte das Buch an dieser Stelle auch nicht unnötig kritisieren. Es ist einfach nur mein subjektives Empfinden, dass mir das Buch eine Brise zu dramatisch war.

Positiv kann man aber hervorheben, dass durch die Katastrophen das Buch sehr spannend bleibt. Es gibt einfach keine „Ruhephasen“ im Laufe der Geschichte. Zudem werden viele Probleme wie z.B. die Flüchtlingswelle von Spanien nach Frankreich, die Bedingungen in den Flüchtlingslagern oder auch die Identitätsprobleme vieler Katalanen um das Jahr 1939 angesprochen, die einen nachdenklich zurücklassen.

Trotz allem hat mich das Buch gut unterhalten und ich kann jedem das Buch empfehlen, der gerne eine Geschichte über den Spanischen Bürgerkrieg lesen möchte und der nichts gegen ein bisschen Drama hat.

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Veröffentlicht am 30.11.2020

Unsere Identität ist nichts stabiles, sie entwickelt sich ständig weiter

Fräulein Gold: Scheunenkinder
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Die Berliner Hebamme Hulda Gold hat nach den Ereignissen aus Band 1, als sie nach und nach einem Serienmörder auf die Schliche gekommen ist, kaum Zeit, sich auszuruhen. Immer öfters erlebt sie durchwachte ...

Die Berliner Hebamme Hulda Gold hat nach den Ereignissen aus Band 1, als sie nach und nach einem Serienmörder auf die Schliche gekommen ist, kaum Zeit, sich auszuruhen. Immer öfters erlebt sie durchwachte Nächte und hat es mit komplizierten Fällen zu tun, die ihre vollkommene Aufmerksamkeit bei ihren Wöchnerinnen erfordert. Immerhin sitzt ihr Dr. Schneider im Nacken, der nur darauf wartet, dass sie einen Behandlungsfehler macht. Einer dieser Fälle führt sie ins Scheunenviertel. Dort soll sie einer jüdischen Frau bei der Geburt helfen. Zunächst wirkt alles normal und die Geburt verläuft ohne Komplikationen. Als das Neugeborene jedoch ein paar Tage später spurlos verschwindet, macht sich Hulda auf dessen Suche und stößt dabei auf großen Widerstand. Kann Hulda das Kind wieder mit seiner Mutter vereinen?

Auch dieses Mal konnte mich das Buch rund um die Hebamme Hulda Gold begeistern. Ich empfand diesen Band fast noch besser als den ersten Band. Zum einen deswegen, da man Hulda und ihre Welt schon kannte. Es musste nicht mehr viel erklärt werden. Wenn es Anne Stern auch versteht, die Geschehnisse von Band 1 zusammen mit der politischen Lage im Jahre 1923 meisterlich in die Geschichte einzuweben, ohne dass man sich großartig davon gestört fühlt. Dadurch eröffnete sich die Möglichkeit, mehr auf die inneren Einstellungen von Hulda Gold einzugehen, bis hin zu der Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Identität.

Genau diese Identitätsfindung fand ich mit am spannendsten. Im Laufe der Geschichte lernt Hulda eine jüdische Familie kennen, die sich streng an die Regeln und Traditionen des jüdischen Glaubens halten. Hulda als Halb-Jüdin, die nie in diesem Glauben erzogen worden ist, tut sich zunächst schwer Anschluss in diese Gemeinschaft zu finden, ist aber zusehends faszinierter von dieser Welt. Dies liegt vor allem an Rabbiner Esra. Schon von Beginn an fühlt sie sich auf eine merkwürdige Weise zu ihm hingezogen. Allerdings wird nicht nur ihre Glaubenswelt auf den Kopf gestellt. Ebenso muss sie sich mit der Beziehung zu ihrem Vater auseinandersetzen und ihrem Problem mit Nähe.

Generell habe ich zu jeder Zeit Hulda nachempfinden können, warum sie so handelt, wie sie handelt. Für mich ist Hulda immer noch eine starke, unabhängige Frau, die leider zu einer Zeit geboren ist, die nicht viele Möglichkeiten für Frauen vorgesehen hatte. Zu gerne hätte sie ein Medizinstudium absolviert, aber Frauen war zu dieser Zeit ein Studium nicht gestattet. Sie brennt für ihren Job als Hebamme und geht darin auf, für ihre Wöchnerinnen da zu sein, auch wenn es heißt, dass sie sich wieder in Gefahr begeben muss. Für eine Ehe mit Kindern scheint einfach kein Platz zu sein, da sie dann wahrscheinlich auch ihren Job aufgeben muss. Genau diesen Zwiespalt finde ich klasse dargestellt, da es Hulda auch nicht vollkommen egal ist, dass sie schon 28 Jahre ist und unverheiratet. Sie möchte ja eine richtige Beziehung mit Karl führen, hat aber Angst vor den Konsequenzen. Wahrlich keine einfache Entscheidung!

Zudem fand ich es auch gelungen, wie die geschichtlichen Ereignisse mit den Erlebnissen von Hulda verflochten worden sind. Hulda findet sich eines Tages z.B. mitten im Pogrom von 1923 wieder und erlebt hautnah, wie der Judenhass sich auf die Bevölkerung des Scheunenviertels entlädt. Zudem erlebt sie tagtäglich die Auswirkungen der Inflation und wie die Bevölkerung darunter leidet.

Demnach kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der gerne historische Romane liest und sich von einer Zeit gefangen nehmen lassen will, die für viele Menschen der Anfang einer beunruhigenden Zeit bedeutet hat.

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Veröffentlicht am 25.11.2020

Menschen, die durchhalten, obwohl ihnen schon lange die Kraft fehlt, das sind Helden

Der letzte Held von Sunder City
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Fetch Phillips, Mann für alles, bekommt einen Auftrag vom Schuldirektor der Ridgerock-Akademie Mr Burbage den verschwundenen Professor Edmund Albert Rye zu finden. Allerdings gestaltet sich dieses Unterfangen ...

Fetch Phillips, Mann für alles, bekommt einen Auftrag vom Schuldirektor der Ridgerock-Akademie Mr Burbage den verschwundenen Professor Edmund Albert Rye zu finden. Allerdings gestaltet sich dieses Unterfangen als schwieriger als gedacht. Bei dem verschwundenen Professor handelt es sich um einen betagten Vampir, dessen Lebenserwartung seit einigen Jahrhunderten abgelaufen. Sein natürliches Ableben ist für Fetch die einzig mögliche Erklärung. Denn seit der Coda, die mehr oder weniger von ihm ausgelöst wurde, ist die Magie aus der Welt verschwunden und mit ihr sterben auch ihre Nutzer. So auch die Vampire. Allerdings stößt Fetch auf immer mehr Ungereimtheiten und deckt ein Geheimnis auf, dessen Ursprung in seiner Vergangenheit liegt. Wird Fetch es schaffen, die Fehler seiner Vergangenheit wieder auszubügeln?

Ich fand die Grundidee des Buches richtig klasse: Die Magie verschwindet aus der Welt und die magiebegabten Wesen verfallen, da sie die Magie zum Leben brauchen. Einen ähnlichen Ansatz habe ich bis jetzt in keinem anderen Buch gelesen. Meistens benutzen die Elfen und Vampire in anderen Büchern ihre Kräfte wie selbstverständlich, und es wird nicht hinterfragt, woher sie ihre Kräfte beziehen. Demnach war ich gespannt auf die Auswirkungen auf die Welt und im Speziellen auf Sunder City. Es wird ein düsteres Bild einer Stadt gezeichnet, die immer mehr zu zerfallen droht. Die Feuerquellen unter der Stadt sind versiegt und die Stahlindustrie kommt zum Erliegen. Arbeitslose Zwerge und andere Völker sind die Folge und die Straßen sind überfüllt von Bettlern.

Doch alle magiebegabten Völker haben eine Gemeinsamkeit: Sie hassen die Menschen. Ihnen haben sie es zu verdanken, dass die Magie verschwunden ist. In mehreren Rückblenden erfährt man, warum gerade Fetch Phillips der Auslöser der Coda und damit der Katastrophe sein soll. Da ich am Anfang nicht ganz glauben konnte, dass ein Mensch allein eine solche Folge herbeiführen kann, fand ich es ziemlich spannend, diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

Zudem finde ich Fetch Phillips einen ziemlich interessanten „Helden“. Er ist sehr zynisch, wenn er aus seiner Perspektive von Sunder City und der Welt redet und man erlebt die Geschichte aus seinen Augen. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund. Zudem ist er auch alkoholabhängig und nimmt ein Schmerzmittel namens Clayfield, um den Schmerz in sich zu betäuben. Man merkt ziemlich schnell, dass er sehr darunter leidet Auslöser der Katastrophe zu sein, auch wenn er immer so handelt, als ob ihm alles egal wäre. Er leidet still, unfähig, die Folgen seines Handelns zu akzeptieren, da er immer noch das Herz am rechten Fleck trägt. Dies merkt man daran, dass er sich im Laufe der Geschichte dennoch an die Hoffnung klammert, dass er alles wiedergutmachen kann.

Ebenso finde ich die Sprache des Buches klasse. Ich musste mehrmals herzlich lachen, wenn Fetch solche Dinge gedacht hat wie: „Ein Impressionist hatte versucht, ein Porträt von mir zu malen, während er auf einer Kutsche saß“, als er einen Blick in den Spiegel wirft. Wer sowieso einen eher schwarzen Humor hat, wird hier vollkommen auf seine Kosten kommen.

Demnach kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der mal ein etwas anderes Fantasybuch lesen möchte, über das Gedankenspiel: Was passiert, wenn die Magie aus der Welt verschwindet? Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 10.11.2020

Jeder schreibt sein eigenes Schicksal oder etwa nicht?

Die 12 Häuser der Magie
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Nach dem Cliffhänger am Ende von Band 1 geht es im zweiten Band turbulent weiter. Nic, Matt, Jane und Liz gelingt die Flucht durch den schwarzen Spiegel, allerdings werden die Freunde getrennt. Nic und ...

Nach dem Cliffhänger am Ende von Band 1 geht es im zweiten Band turbulent weiter. Nic, Matt, Jane und Liz gelingt die Flucht durch den schwarzen Spiegel, allerdings werden die Freunde getrennt. Nic und Liz schaffen es in ihren geheimen Unterschlupf in London, dagegen treffen es Matt und Jane nicht so gut. Jane ist in den Schatten zwischen den Spiegeln gefangen und Matt landet in einer anderen Zeitebene in der Zeit von Egmont Chavale. Werden die Freunde es schaffen, wieder zueinander zu finden? Und können sie Ines aufhalten, die immer noch vor hat das zweite Regnum herbeizuführen?

Nach dem Ende des ersten Bandes war ich schon sehr gespannt, wie es weitergehen wird, und ich wurde nicht enttäuscht. Die Spannung bleibt auch weiterhin erhalten und Nic und seinen Freunden bleibt kaum Zeit die Ereignisse, aus dem ersten Band zu verdauen. An diesem Punkt fand ich gerade die Überleitung von Band 1 zu Band 2 besonders gut gelungen. Dadurch, dass Nic und Liz in ihrem Unterschlupf erst mal auf Angelo treffen, müssen sie ihm natürlich erst mal erzählen, was passiert ist. So erfährt der Leser auch noch mal in Kurzfassung, was in Band 1 geschehen ist.

Auch Band 2 hat wieder einige spannende Wendungen zu bieten, die ich so nicht vorhergesehen hätte. Man wird ständig überrascht und Kleinigkeiten, denen man in Band 1 keine große Bedeutung beigemessen hat, werden mit den neuen Ereignissen spannend verwoben. So erfährt man z.B. dass vieles in Band 1 von jemanden bewusst herbeigeführt wurde und gibt der Geschichte nochmal eine interessante Perspektive.

Da ich das Buch in der Hörbuchfassung gehört habe, möchte ich noch einige Worte über den Sprecher verlieren. Ich finde, Jan Katzenberger hat einen fabelhaften Job gemacht, um der Welt von Schicksalskämpfer Leben einzuhauchen. Nur hier und da fand ich einige Betonungen merkwürdig, wie z.B. „Jasper“. Das hätte ich eher englisch ausgesprochen, aber das sind auch nur Kleinigkeiten, die das Hörerlebnis in keinster Weise beeinträchtigen.

Demnach kann ich jedem dieses Hörbuch empfehlen, der eine interessante Geschichte rund um die Eigenarten des Schicksals hören möchte und wissen möchte, wie es mit Nic und seinen Freunden weitergehen wird.

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