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Veröffentlicht am 29.11.2025

Räumt mit Vorurteilen auf

Die geheime Welt der Straßenhunde
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Die Hundetrainerin Sarah Fink ist 6 Monate durch Europa gereist und hat Straßenhunde mit GPS-Trackern ausgestattet. Dadurch hat sie tiefe Einblicke in deren Leben erhalten. Davon berichtet sie in ihrem ...

Die Hundetrainerin Sarah Fink ist 6 Monate durch Europa gereist und hat Straßenhunde mit GPS-Trackern ausgestattet. Dadurch hat sie tiefe Einblicke in deren Leben erhalten. Davon berichtet sie in ihrem Buch "Die geheime Welt der Strassenhunde". Eine wichtige Erkenntnis aus ihrer Reise lautet: Nicht alle Straßenhunde sind unglücklich und müssen unbedingt gerettet werden. Viele führen ein vollendetes Rudelleben, haben ihre Position im Rudel und sind schlichtweg glücklich. Im Gegenteil - werden sie aus dem Verband gerissen, verlieren sie ihren Halt, für das Rudel bedeutet das Fehlen eine Lücke in der Aufgabenverteilung, was Machtkämpfe zur Folge haben kann. Wichtig ist auch, daß nicht alle Hunde misshandelt werden, viele werden sogar gefüttert, haben Besitzer, die ihnen ihre Freiheit lassen. Hier wird hinterfragt, ob man den Hunden wirklich einen Gefallen tut, wenn man sie aus ihrem Verband herausreißt und fortan an der Leine in der Großstadt hält. Wenn man dieses Buch wirklich verstanden hat, kommt man zu einem klaren Nein, auch wenn Sarah Fink hier wirklich "nur" ihre Forschungsergebnisse beschreibt und keine Wertung abgibt. Dabei lernt man so viel! Denn alle uns bekannten Regeln wie: Hunde brauchen soundsoviel Bewegung und Schlaf pro Tag, werden hier über Bord geworfen. Straßenhunde lehren uns, daß jeder Hund seinen eigenen, individuellen Rhythmus hat. Der eine läuft mehr als der andere, der nächste braucht mehr Schlaf - so mancher Hundebesitzer sollte dies einmal verinnerlichen. Sarah Fink schreibt auf wunderbar leicht verständliche Art, ohne erhobenen Zeigefinger. Sie läßt sich den Leser eigene Gedanken machen und somit selbstständig zu einem Fazit kommen. Dies tut sehr gut, denn oft sind die Fronten im Tierschutz verhärtet, der Umgangston rauh. Unterstützt wird dieses Buch durch zahlreiche tolle Farbfotos, die Straßenhunde in ihrem wahren, ausgeglichenen Leben zeigen. Fazit aus diesem Buch: Natürlich gibt es Straßenhunde, denen es schlecht geht - aber eben nicht alle. Folglich müssen auch nicht alle gerettet werden!

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Sehr berührend

Die Frauen von Ballymore
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Sorcha d'Donovan ist 16 Jahre alt, als sie in ihrem Heimatdorf Ballymore an der irischen Küste den Musiker Con Daly kennenlernt. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick. Sorchas strenger Vater ist ...

Sorcha d'Donovan ist 16 Jahre alt, als sie in ihrem Heimatdorf Ballymore an der irischen Küste den Musiker Con Daly kennenlernt. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick. Sorchas strenger Vater ist gegen die Beziehung. Deshalb beschließen die Verliebten nach London zu ziehen. Con will dort als Musiker berühmt werden. Die ersten Jahre leben sie in Armut. Con verdient als Straßenmusiker nur wenig. Dann bekommt er die Möglichkeit, Mitglied einer Band zu werden. Sein Traum geht in Erfüllung. Die Band wird bald weltberühmt und Con wird ein reicher Mann. Doch er verändert sich und wird Sorcha immer fremder. Ihre Liebe steht vor dem Aus. Da schlägt das Schicksal grausam zu. Con muß erkennen, daß es Dinge im Leben gibt, die man für kein Geld der Welt kaufen kann.

Die Romane der Autorin Lucinda Riley sind weltberühmt. Dieser hier, mit dem Titel "Die Frauen von Ballymore", wurde nach ihrem Tod veröffentlicht. Die Geschichte hat mich ganz besonders beeindruckt. Sie ist so voll von tragischen Schicksalsschlägen, daß man manchmal tief durchatmen muß, um nicht allzu traurig zu werden. Lucinda Riley verstand es einfach hervorragend, ihre Leser in den Bann der Handlung zu ziehen. Sie beschreibt hier die Schattenseiten des Ruhms. Man macht sich darüber keine Gedanken und beneidet die Stars, doch es ist schon erschreckend, wie besitzergreifend manche Fans sind. Dieses Buch ist in der langen Reihe der Lucinda Riley Romane eines der ergreifendsten. Die Traurigkeit dieser Geschichte hält noch lange nach dem Ende an und bleibt in Erinnerung.

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Veröffentlicht am 27.11.2025

Perfekter Ratgeber

Leinenführigkeit
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Wer kennt nicht die ständig an der Leine ziehenden, ihre Besitzer hinter sich her schleifenden Hunde? Keine schöne Angelegenheit und nebenbei gefährlich. Sami El Ayachi hat dagegen das perfekte Training! ...

Wer kennt nicht die ständig an der Leine ziehenden, ihre Besitzer hinter sich her schleifenden Hunde? Keine schöne Angelegenheit und nebenbei gefährlich. Sami El Ayachi hat dagegen das perfekte Training! Dieses stellt er in seinem Buch : "Leinenführigkeit - Der orientierte Hund" vor. Auf leichte Weise vermittelt er, wie man überhaupt eine Verbindung zu seinem Hund aufbaut. Dies bildet nun einmal die Grundlage zu jeder Hundeerziehung und einem harmonischen Miteinander. Gibt es hier Defizite, muß erst daran gearbeitet werden. Sami zeigt auf, wie wichtig das tägliche Training auch in noch so kleinen Schritten ist, wie wichtig Konsequenz ist. Das Training wird hier nach und nach gesteigert, so daß man die Übungen zu Hause gut erarbeiten kann. Dabei wird der Hundehalter schnell merken, daß Leinenführigkeit viel mehr bedeutet, als einen an der lockeren Leine gehenden Hund zu haben. Denn Leinenführigkeit basiert auf Harmonie, bringt Freiräume und zeigt, daß beide Enden der Leine einander verbunden sind - und die Leine kein Zwangsmittel ist, sondern gemeinsam erlebten Spaß bedeuten kann. Nebenbei gibt die Leine manchen Hunden auch Sicherheit. Dieses Buch vermittelt Wissen nicht nur durch den leicht verständlichen Text, sondern auch durch Fotos, die die einzelnen Übungen und Fallbeispiele visuell verdeutlichen. Dieses Buch bekommt von mir eine klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Toller schwarzer Humor

Über die Toten nur Gutes
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Mads Madsen ist Trauerredner in Glücksburg an der Ostsee. Eines Tages erhält er Post aus dem Jenseits - sein alter Freund Patrick ist tot, Mads soll die Rede halten, hatte jedoch seit Jahren keinen Kontakt ...

Mads Madsen ist Trauerredner in Glücksburg an der Ostsee. Eines Tages erhält er Post aus dem Jenseits - sein alter Freund Patrick ist tot, Mads soll die Rede halten, hatte jedoch seit Jahren keinen Kontakt mehr zu Patrick und beginnt, dessen Vergangenheit zu erforschen. Dabei stellt sich heraus, daß Patrick alles andere als nett war. Mads kommt Geheimnissen und Lügen auf die Spur, bringt damit sich, seine Familie und Freunde in Gefahr.

"Über die Toten nur gutes" ist ein Krimi voller schwarzem Humor. Andreas Izquierdo erzählt die Geschichte aus Sicht von Trauerredner Mads Madsen. Dadurch bekommt man einen sehr guten Einblick in dessen Gefühlswelt und versteht seine Handlungsweisen besser. Seine Charaktere hat der Autor allesamt sympathisch, aber mit speziellen Eigenarten beschrieben. Sie wirken durchweg etwas skurril, aber man mag sie sofort - bis auf Patrick, hinter dessen wahres Gesicht man hier erst nach und nach sieht. Andreas Izquierdo ist Meister des schwarzen Humors. Dies beweist er auch hier wieder. Man muß allerdings auch manchmal zwischen den Zeilen lesen, um seine Art richtig zu verstehen. Dann kann man hier sehr oft herzhaft lachen. Dieses Buch bereitet einfach richtig viel Spaß und unterhält perfekt. Mir hat es sehr gut gefallen!

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Sehr authentisch

Tatort Hafen - Die letzte Fähre nach Dockland
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Melanie Cullmann nimmt auf dem Weg von ihrer Arbeitsstätte, dem Containerterminal, die letzte Fähre nach Dockland. Auf der Fähre fühlt sie sich beobachtet, sogar bedroht. Sie bittet ihren Mann, Fred Cullmann, ...

Melanie Cullmann nimmt auf dem Weg von ihrer Arbeitsstätte, dem Containerterminal, die letzte Fähre nach Dockland. Auf der Fähre fühlt sie sich beobachtet, sogar bedroht. Sie bittet ihren Mann, Fred Cullmann, sie am Anleger abzuholen. Doch Melanie kommt nie dort an. Ihre angespülte Leiche wird von Johann "Schrotti" Hansen gefunden. Jonna Jacobi, Tom Bendixen und Charlotte Severin haben nun einige Fragen zu klären und kommen dabei zusätzlich noch auf die Spur der gefundenen Zollplompen aus einem letzten Fall. Doch was hatte Melanie damit zu tun?


"Tatort Hafen - Die letzte Fähre nach Dockland" ist der dritte Fall für das sympathische Ermittlerteam der Wasserschutzpolizei Hamburg. Man kann diesen Fall allerdings auch als Einzelband lesen. Auch wenn Bezug zur Rahmenhandlung des vorherigen Falles besteht, wird alles so gut vermittelt, daß auch Neueinsteiger hier ohne Probleme alles nachvollziehen können. Angelique und Andreas Kästner brillieren hier wieder mit ihrem berufsbedingten Insiderwissen. Ihre Erfahrungen fließen bei den Handlungsweisen und Hintergrundinfos sehr schön mit ein. Man lernt viel über die Wasserschutzpolizei und die Abläufe im Containerhafen. Dies ist einer der absoluten Pluspunkte dieser Serie und wird auch hier perfekt umgesetzt. Ein weiteres Plus ist die packende Handlung. Hier fiebert man von Beginn an mit, das Buch läßt den Leser nicht mehr los. Man ermittelt mit Jonna, Tom und Charlotte, durchlebt Höhen und Tiefen der Ermittlungen und muß sich durch viele Wendungen immer wieder neu orientieren, um am Ende eine große Überraschung zu erleben. Das Besondere hier iegt darin, daß dem Fall das wahre Unglück der Barkasse "Martina" im Jahr 1984 zugrunde liegt. Zwar sind die Personen abgeändert, aber die Grundzüge sind klar erkennbar. Solche Verwebungen finde ichbimmer wieder toll! Hier werden auch die Privatleben von Tom und Charlotte wieder thematisiert, was jedoch nicht viel Raum einnimmt und für mich als Stammleser sehr interessantzu verfolgenist. Für mich ist diese Serie ein absolutes Highlight und ich kann es kaum erwarten, endlich den nächsten Band lesen können!

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