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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2024

Ein Highlight!

Alles, was wir fühlen
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Puh, das war eine richtig starke Geschichte, die uns Nicole Fisher hier präsentiert. Ich habe das Buch über Lovelybooks für eine Leserunde gewonnen und bin noch immer absolut geflasht.

Der Klappentext ...

Puh, das war eine richtig starke Geschichte, die uns Nicole Fisher hier präsentiert. Ich habe das Buch über Lovelybooks für eine Leserunde gewonnen und bin noch immer absolut geflasht.

Der Klappentext schreit förmlich nach einer Dreiecksgeschichte, die es allerdings nur bedingt ist. Ich bin nämlich auch kein Fan von dieser Art von Liebesromanen. Außerdem sollte man sich von der Inhaltsangabe nicht täuschen lassen, denn die Geschichte ist nicht immer leichte Kost.

Lisa ist eine junge Frau Ende Zwanzig, die mit ihrer Jugendliebe Fabian verheiratet ist. Gemeinsam haben sie Mika, ihren sechsjährigen Sohn, der Lisas Ein und Alles ist. In letzter Zeit fühlt sie sich in der Ehe allerdings alleine gelassen. Fabian ist abends laufend unterwegs, kümmert sich nicht um den gemeinsame Sohn und Lisa hat neben ihrem Job noch den gesamten Haushalt und alles andere auf ihren schmalen Schultern zu tragen. Es ist einer der ersten Abende, an dem sie wieder ausgeht, als sie auf der Geburtstagsfeier ihrer Schwägerin Natalie, Ben kennenlernt. Die Beiden verstehen sich auf Anhieb und entdecken viele Gemeinsamkeiten. Lisa bemerkt, wie sie nach Beachtung und liebevollen Worten hungert, denn Fabian verhält sich die letzte Zeit eher lieblos und wälzt alles auf Lisa ab. Sie möchte auf keinen Fall ihre Ehe gefährden und ihren Sohn eine intakte Familie bieten. Auch Ben versucht seinen Gefühle nicht nachzugeben. Er weiß, dass Lisa verheiratet ist und außerdem kämpft er selbst mit seinen Dämonen aus seiner Vergangenheit....

Die Stärke des Romans liegt in der einfühlsamen Schreibsweise der Autorin. Sie fängt Verzweiflung, Wut, Schmerz und Machtlosigkeit unglaublich toll ein. Dabei erzählt sie abwechselnd aus der Sicht von Lisa und Ben.
Die Charaktere sind lebendig und facettenreich dargestellt. Sie haben Ecken und Kanten und sie wirken absolut authentisch, denn auch sie haben so einige Probleme, die sie mit sich herumschleppen. Emotionen und Gefühle sind allgegenwärtig. Ich habe mit Lisa wirklich mitgefühlt und mitgelitten, denn ich konnte sie in vielen Dingen gut verstehen.
Die Nebencharaktere sind ebenfalls sehr gelungen. Dabei sind mir besonders Ina, Lisas Schwester und ihr beider Vater ans Herz gewachsen.

Während des Lesens habe ich mich immer wieder gefragt, wie diese Geschichte wohl ausgehen wird. Nicole Fisher hat einige dramatische Entscheidungen und viel Emotionalität in ihrem Roman einfließen lassen. Die Geschichte hat mich teilweise sehr aufgewühlt und ich bin schwer wieder daraus aufgetaucht.

Einen Satz aus dem Vorwort der Autorin möchte ich hier noch extra herausschreiben:
"Lest diese Geschichte mit Bedacht, ehe ihr urteilt. Geht in euch und überlegt, was ihr getan und wie ihr reagiert hättet."

Damit möchte ich meine Rezension beenden, die mir sehr schwer gefallen ist - wie immer bei Büchern, die mich wirklich mitreißen und überzeugen konnten.

Fazit:
Eine intensive Geschichte mit Tiefgang, die mich sehr berührt hat. Ich erlebte eine emotionale Achterbahn der Gefühle und habe die Geschichte wirklich "miterlebt". Der Roman hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen. Für mich ein Highlight, das ich sehr gerne weiterempfehle!

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Veröffentlicht am 11.06.2024

Interessante Geschichhte auf zwei Zeitbenen mit Längen

Das Licht der Fjorde
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Von Christine Kabus habe ich bereits einige Romane gelesen. Die letzten Geschichten spielten in Estland, was ich sehr interessant finde. Meistens spielen ihre Bücher allerdings in Norwegen, wie auch "Das ...

Von Christine Kabus habe ich bereits einige Romane gelesen. Die letzten Geschichten spielten in Estland, was ich sehr interessant finde. Meistens spielen ihre Bücher allerdings in Norwegen, wie auch "Das Licht der Fjorde".

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen, nämlich 1970 und Anfang der Vierziger Jahre, erzählt.
Norwegen ist zu diesem Zeitpunkt von den Deutschen besetzt. Die junge Solveig ist Übersetzerin für die deutschen Truppen und lernt durch ihren Vater den Ingenieur Roar kennen und lieben. Als Solveig erfährt, dass ihr Freund im Widerstand arbeitet, schließt sie sich ihm an. Doch schon bald schweben beide in großer Gefahr...

Lizzys Vater arbeitet bei einer Ölbohrfirma. Der gebürtige Norweger, der seit Jahrzehnten in den USA lebt, zieht berufswegen mit der gesamten Familie nach Stavanger. Der Umzug ist für Lizzy nicht leicht, zumal sich ihr Vater plötzlich seltsam verhält und etwas zu verbergen scheint. Während sich ihr kleiner Bruder Chris schnell an seine neue Heimat gewöhnt, vermisst Lizzy ihre beste Freundin Shirley und ihre Großeltern. Als sie Erik, seine Schwester Reidun und seinen besten Freund Ole kennenlernt, beginnt sie sich mit ihrer neuen Situation etwas mehr anzufreunden.

Christine Kabus hat viele interessante historische Fakten und Hintergründe in ihrem Roman miteinfließen lassen. Über Norwegen und den Widerstand während der Besatzungszeit wusste ich bisher sehr wenig. Bislang habe ich nur ein Buch zum Thema "Lebensborn" gelesen, welches in Norwegen während des Zweiten Weltrkieges spielt.

Die Autorin schreibt teilweise sehr detailreich, aber auch wunderbar flüssig. Ganz besonders liebe ich aber ihre bildhaften Beschreibungen der Landschaft, wie auch die Einbettung politischer und historischer Begebenheiten zu dieser Zeit. Ich habe wieder einige neue Erkenntnisse über diese Zeitspanne während des Zweiten Weltkrieges gezogen - bei diesem Thema lernt man wirklich nie aus.

Leider empfand ich diesmal die Handlung etwas zu sehr in die Länge gezogen, während mir der Wechsel der beiden Handlungstsränge zu schnell von statten ging. Kaum war man in einer Zeit richtig drinnen, wurde man schon wieder herausgerissen. Das war schade!
Bis es zum spannenden Finale kam, dauerte es sehr lange. Hier hätte ich mehr Tempo und vielleicht ein bisschen weniger Ausführlichkeit vorgezogen. Ein Punkt war für mich auch schon sehr früh ersichtlich und keine wirkliche Überraschung mehr. Das Ende war mir dann jedoch wieder zu schnell abgehandelt. Im Großen und Ganzen war es jedoch eine bewegende Geschichte.

Fazit:
Eine interessante Geschichte auf zwei Zeitebenen, die mir leider zu viele Längen hatte und erst im letzten Drittel richtig an Tempo zunahm. Der Wechsel zwischen den beiden Zeiten empfand ich hingegen zu schnell. Der historische Hintergrund war allerdings sehr gut recherchiert und bewegend erzählt.

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Veröffentlicht am 09.06.2024

Ein Neuanfang

Das Lied der Biene
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Ich durfte den neuen Roman von Gabriela Gross aka Gabriele Diechler über die Lesejury lesen. Schon auf den ersten Seiten erkennt man den einfühlenden Schreibstil der Autorin, den ich so wunderbar finde.
Doch ...

Ich durfte den neuen Roman von Gabriela Gross aka Gabriele Diechler über die Lesejury lesen. Schon auf den ersten Seiten erkennt man den einfühlenden Schreibstil der Autorin, den ich so wunderbar finde.
Doch worum gehts?
Marga ist seit Jahren die Perle des Haushaltes von Hotelier und Unternehmer Paul Alprecht. Nach einem Streit mit ihrer Tochter, die ihr vorwirft, ihr Leben nicht zu leben und die baldige Hochzeit von Paul mit Sibylle, mit der sie nur schwer auskommt, veranlassen Marga schweren Herzens zu kündigen. Doch kurz vor der Hochzeit stirbt Sibylle an einem Bienenstich. Durch ihren plötzlichen Tod kommt Marga nicht mehr dazu ihre Kündigung einzureichen. Außerdem fühlt sie sich durch Pauls Verlust an eine Zeit in ihrem Leben erinnert, die sie noch immer traurig macht. Ohne nachzudenken schreibt sie Paul eine tröstende, anonyme Email, auf die er nur zögerlich antwortet. Doch mit der Zeit wartet er bereits sehnsüchtig auf eine Antwort der unbekannten Schreiberin. Er ist neugierig, wer sich hinter der anonymen Absenderin verbirgt, die ihn so gut versteht.
Auch Marga erkennt im Laufe der Zeit, dass sie mutiger werden und in ihrem Leben etwas ändern muss. Ihre beiden Freundinnen Kirsten und Eva versuchen sie dabei zu unterstützen. Als Paul wegen einer baldigen Hoteleröffnung nach Portugal reisen muss, nimmt er Marga kurzfristig mit. Sie soll den Haushalt in seinem Ferienhaus führen. Dabei kommt es jedoch bald zu unvorhersehbaren Komplikationen....

Die Autorin spricht im Roman jede Menge Themen an. Das beginnt mit Trauer und Verlust, diversen Beziehungsproblemen, sowie Schwierigkeiten zwischen Eltern und ihren Kindern. Trotz der Vielzahl an Themen werden diese von der Autorin nicht oberflächlich behandelt. Der Roman steckt voller wundervoller Lebensweisheiten, die man am liebsten alle irgendwo notieren möchte.
Die Geschichte macht nachdenklich und unwillkürlich beginnt man beim Lesen sein eigenes Leben zu reflektieren. Gabriela Gross versteht es großartig die Gefühle ihrer Figuren zu transportieren, auch wenn ich sie nicht immer verstehen und ihr Tun nachvollziehen konnte. Es sind Charaktere mit Ecken und Kanten, die gute, aber auch falsche Entscheidungen treffen. Die Entwicklung der Figuren, besonders die von Marga, die immer mehr aus ihren Schatten tritt, hat mir sehr gut gefallen.

Obwohl natürlich einige Dinge vorhersehbar sind, überrascht uns die Autorin genauso mit unerwarteten Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte.
Einige größere Sprünge in der Handlung und das Ende waren mir allerdings etwas zu schnell abgehandelt.

Fazit:
Ein sehr positiver Roman, der trotz einiger schwerer Themen mit einer Leichtigkeit daherkommt, die mich überrascht hat. Der intensive und gefühlvolle Schreibstil der Autorin, sowie die Poesie in ihren Worten, machen jeden ihrer Romane zu etwas ganz Besonderen. Eine Geschichte für alljene, die einen Wohlfühlroman mit Tiefgang lesen wollen.

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Veröffentlicht am 09.06.2024

Dorfleben in den Zwanziger Jahren

Der Dorfladen - Wo der Weg beginnt
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Mit dem ersten Band der "Dorfladen-Saga" hat Anne Jacobs eine tolle neue Reihe begonnen, wobei ich allerdings sagen muss, dass der titelgebende Dorfladen gar keine so große Rolle spielt. Er ist eher der ...

Mit dem ersten Band der "Dorfladen-Saga" hat Anne Jacobs eine tolle neue Reihe begonnen, wobei ich allerdings sagen muss, dass der titelgebende Dorfladen gar keine so große Rolle spielt. Er ist eher der Treffpunkt der Dorfgemeinschaft von Dingelbach, wo getratscht wird und sich die Einwohner austauschen.

Nachdem ich die Tuchvilla der Autorin nicht gelesen habe, kann ich jetzt keine Vergleiche ziehen, denn mir ist aufgefallen, dass "Der Dorfladen" im Vergleich dazu nicht so gut bewertet wird. Da enthalte ich mich natürlich...

Auf den ersten Seiten lernen wir die Bewohner des fiktiven Dörfchens Dingelbach, welches am Fuße des Taunus liegt, kennen. Im Mittelpunkt steht Frieda, die mittlere Tochter von Marthe Haller, die den Dorfladen führt. Frieda hat sich in den Kopf gesetzt Schauspielerin zu werden und setzt auch alles daran, sich diesen Wunsch zu erfüllen. Ihre kleine Schwester Ida ist ein sehr intelligentes Mädchen, die Klassenbeste in der Dorfschule ist und alles liest, was sie in die Finger bekommt. Sie erhält Unterstützung von ihrem Lehrer Hohnermann, der erkennt, dass sie gefördert werden muss. Helga, die ältere Schwester, ist eher ruhig und verträumt, aber auch streng zu ihren jüngeren Schwestern. Ihr sind die Ambitionen von Frieda und Ida komplett fremd. Ihr Ziel ist es, ihren Traumprinzen zu finden und zu heiraten.

Neben den drei Haller Mädchen und ihrer Mutter Marthe lernen wir noch Helga kennen, die unter ihren cholerischen Ehemann Otto und der giftspritzenden Schwiergermutter leidet. Sie und der gemeinsame Sohn Heini werden schlechter als die Dienstboten behandelt, während ihr Mann als Bürgermeister des Dorfes seine Macht ausübt. Ein ganz anderes Kaliber ist Ilse Küpper, die die ortsansäßige Schirm- & Stockfabrik leitet, die ihr Bruder nicht erben wollte und nun neiderfüllt auf seine Schwester blickt, die alles daran setzt diese wieder gewinnbringend zu führen. Doch die Inflation stoppt auch vor Dingelbach nicht und kaum jemand kann sich leisten Schirme oder Spazierstöcke zu kaufen...

Anfangs ist es mit den vielen Charakteren etwas verwirrend, doch man findet schnell in die Handlung, nachdem man die Figuren kennengelernt hat.
Es ist die Zeit nach dem ersten Weltkrieg. Obwohl die Frauen für das Wahlrecht zu kämpfen beginnen und nicht mehr nur Ehefrau und Mutter sein wollen, sind die Menschen am Land noch sehr mit den althergebrachten Traditionen verbunden. Es ist schwer aus diesen auszubrechen, wie es Frieda versuchen möchte, die in Frankfurt an die Schauspielschule möchte.
Neben den vielen Charakteren haben wir viele Themen, die die Autorin in ihre Geschichte miteinfließen hat lassen. Wir lesen über die wenigen Frauen in Führungspositionen, die Macht der Männer über die Ehefrau, über Mädchen, die gerne eine Ausbildung oder eine höhere Schule besuchen wollen und über traumatisierte Kriegsheimkehrer, die keinerlei psychologische Behandlung erfahren und oftmals von den Mitmenschen schlecht behandelt werden, nachdem sie für das Vaterland ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben.

Abwechselnd lesen wir aus den verschiedenen Sichtweisen der obengenannten Frauen. Deren Schicksale gingen mir teilweise sehr nahe. Die Charaktere sind lebendig und authentisch dargestellt.
Der Schreibstil ist der Zeit angepasst und Anne Jacobs hat einige Worte verwendet, die ich auch noch kenne oder meine Großmutter benutzt hat. Sie erzählt sehr bildhaft und authentisch. Auch die Atmosphäre des Dorfes und der Dorfbewohner wird sehr lebendig eingefangen.

Der Spannungsbogen der Geschichte ist eher mittelmäßig und steigt erst zu Ende an. Trotzdem hat mir der Roman gut gefallen.

Fazit:
Ein Reihenbeginn, der mit vielen Charakteren aufwartet und kein wirklicher Pageturner ist, aber viele interessante Themen anspricht. Ich werde auf jeden Fall weiterlesen, denn ich bin neugierig, wie es vorallem mit Ida und Helga weitergeht, aber auch wie es den anderen Frauen ergehen wird.

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Veröffentlicht am 04.06.2024

Ganz überzeugt mich die Reihe nicht

Nebelstunde
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Wie schon in den Vorgängerbänden sind es auch hier wieder zwei Handlungsstränge, die parallel laufen. Einer davon handelt - wie bereits in den anderen Bänden - um den Fall von Hanna Dunckers Vater. Endlich ...

Wie schon in den Vorgängerbänden sind es auch hier wieder zwei Handlungsstränge, die parallel laufen. Einer davon handelt - wie bereits in den anderen Bänden - um den Fall von Hanna Dunckers Vater. Endlich kommt es zu einer Verhandlung, die seine Unschuld beweisen soll.
Doch auch in diesem vierten Fall wird dieser Cold Case nicht aufgelöst. Die Autorin versteht es, ihre Leser auf die Folter zu spannen! Begeistert bin ich nicht davon, aber natürlich will ich auch wissen, wer der wahre Täter von damals ist bzw. ob man ihn auch verurteilen kann....denn während des Prozesses sieht es nicht wirklich danach aus. Es kommt zu einigen dramatischen Wendungen und zu Vorfällen, die zwar Licht ins Dunkel bringen, aber auch wieder neue Fragen aufwerfen.

Im zweiten Handlungsstrang wird die Leiche der ehemaligen Jugendliebe von Hannas Nachbarin Ingrid gefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin, doch Ingrid kann nicht glauben, dass sich Vidar das Leben genommen hat. Schließlich wollten sie beide einen späten (Liebes-)Frühling genießen, nachdem sich während ihrer Jugendzeit ihre Wege eher unfreiwillig trennten. Hanna und Erik begeben sich auf Spurensuche, jedoch ist Hanna diesmal nicht so ganz bei der Sache, denn der Prozess macht ihr sehr zu schaffen. Außerdem ist sie schwanger und sollte sich eigentlich nicht auf wilde Verfolgungsjagden einlassen...

Diesmal hat die Autorin auch Corona miteingebunden. Eriks Frau macht sich große Sorgen wegen ihrer indischen Eltern, denn wir sind hier erst am Beginn der Pandemie und niemand weiß, wie es weitergehen wird. Dies belastet zusätzlich die Ehe der Beiden.

Es spielen also auch einige private Befindlichkeiten in diesen Krimi mit. Leider hat auch der vierte Band wieder seine Längen.
Gelungen sind hingegen wieder die Beschreibungen der rauen Natur auf Öland und des Menschenschlages. Das Verhalten von Hanna kann ich hingegen noch immer nicht verstehen. Ihre Obsession, was den Fall ihres Vaters betrifft, verstehe ich auf irgendeine Weise, aber ihre oft unüberlegten Handlungen weniger.


Fazit:
So richtig überzeugt mich die Reihe nicht, aber durch den noch immer unaufgeklärten Fall von Hanna Dunckers Vater, der sich durch alle Bände zieht, versteht es die Autorin die Leser:innen bei der Stange zu halten. Es sieht danach aus, als ob Band 5, der im Februar 2025 erscheint, nun endgültig die Auflösung bringt - hoffentlich!

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