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Veröffentlicht am 21.09.2025

Der Grusel im Keller

Das Septemberhaus
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So richtig gruselig empfand ich "Das Septemberhaus" eigentlich nicht. Margaret und Hal sind sich sicher ihr Traumhaus gefunden zu haben. Die viktorianische Villa, die zum Kauf angeboten wird, ist günstig. ...

So richtig gruselig empfand ich "Das Septemberhaus" eigentlich nicht. Margaret und Hal sind sich sicher ihr Traumhaus gefunden zu haben. Die viktorianische Villa, die zum Kauf angeboten wird, ist günstig. Einzig die Vormieter blieben alle nicht lange im Haus wohnen. Auch die Mieterin macht sie auf einige Todesfälle aufmerksam, was die Beiden jedoch nicht hindert einzuziehen. Margaret fühlt sich wohl und schließt Freundschaft mit Nachbarin Edie. Doch im September offenbart sich Schreckliches. Von den Wänden tropft Blut, furchtbare Schreie hallen während der Nacht durch das Haus, Geisterkinder spuken durch die Zimmer, Vögel fliegen in selbstmörderischer Absicht gegen die Fenster und im Keller scheint etwas Furchtbares zu wohnen. Mit jedem Tag im September wird es schlimmer und hört erst im Oktober wieder auf.
Margaret beginnt sich damit zu arrangieren und stellt ihre eigenen Regeln auf, um den Monat zu überstehen. Es ist ihr Haus und sie möchte bleiben - komme, was wolle. Sie schließt sogar Freundschaft mit der Haushälterin, die vor Jahrhunderten in der Villa gearbeitet und anscheinend bestialisch ermordet wurde und seitdem durch das Haus spukt. Nur Hal hat nach drei Septembern genug und verschwindet von einem Tag auf den anderen, kurz bevor der nächste September bevorsteht....

Margret habe ich zuerst bewundert, wie sie sich stoisch dagegen wehrt, aus dem Haus vertrieben zu werden. In Rückblenden in ihre Vergangenheit wurde mir klar, wie sie ihr Leben durch Regeln, die sie sich aufstellt, in den Griff bekommen hat. Die Ehe mit Hal ist nicht das, was man nach außen hin sieht und Tochter Katherine hat sie seit Jahren nicht mehr besucht und lebt ihr eigenes Leben. Als sie sich genau im September ankündigt, weil sie ihren Vater nicht erreichen kann und ihn suchen will, wird Margaret nervös. Sie kann doch ihre Tochter nicht in einem Spukhaus wohnen lassen, wo die Wände anfangen zu bluten, die Geister durchs Haus spuken und Katherine der Gefahr im Keller aussetzen. Kurzerhand holt sie den Exorzisten-Pfarrer der Gemeinde zu sich ins Haus, der ihr schon einige Male geholfen und dem Spuk mit Weihrauch und Gebeten entgegenwirkt. Doch das Böse kehrt schneller zurück, als Margaret lieb ist....

Bevor es zum gruseligen Finale kommt, ist die Geschichte mehr Familiendrama. Man erfährt so einiges über Hal und Margaret, wie auch über Katherine. Die Vergangenheit wirft ein etwas anderes Licht auf die Familie. Mich verwirrte zu Beginn, wie Margaret so gleichgültig mit diesen fürchterlichen Umständen leben konnte und mit ziemlich emotionsloser Akzeptanz das Verschwinden von Hal hinnahm. Spätestens als Katherine auftaucht und man Margarets Beziehung zum Haus und ihre Eigenschaft, sich den Dingen zu stellen erkennt, fragt man sich, ob vielleicht doch nicht alles so ist, wie es uns Margaret erzählt.

Die Figuren sind sehr bildhaft und lebendig gezeichnet, auch wenn viele keine Sympathieträger sind. Über Hal erfahren wir einiges in Rückblenden, aber auch Katherine ist kein wirklich liebenswerter Charakter. Sie ist aufbrausend und übergriffig.
Die Atmosphäre ist düster und trotzdem nicht so gruselig, dass man sich fürchten müsste.

Die Autorin hat uns einige Male gekonnt auf den falschen Weg gelotst. Vor allem im letzten Drittel war man total unsicher, was nun Sache ist. Bildet sich Margret alles nur ein oder geistert es im Spukhaus tatsächlich?
Carissa Orlando verpackt die Gruselgeschichte mit schwarzem Humor, so dass man sich nicht wirklich gruselt - bis es zum Finale kommt. Trotzdem könnte das eine oder andere Thema jemand unvorhergesehen triggern, denn zuvor geht es vor allem um Opferverhalten: verheimlichen, anpassen, ertragen und die Schuld auf sich nehmen.

Das Ende kam fast etwas zu abrupt und ich hätte mir hier noch einen Epilog gewünscht.

Fazit:
"Das Septemberhaus" ist eine etwas andere Geschichte, als man erwarten würde. Der Grusel steht eher im Hintergrund, der Inhalt ist vielschichtig und hat emotionalen Tiefgang. Mit der Bewertung tat ich mir allerdings sehr schwer und schwankte zwischen 3 und 4 Sternen. Nach dem Schreiben der Rezension habe ich nun den Mittelweg genommen und 3 1/2 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Wieder spannend, aber mit Abstrichen

Der Lehrer – Will er dir helfen oder will er deinen Tod?
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Eve und Nate sind verheiratet und unterrichten beide an der Caseman High School. Nach außen hin führen sie eine perfekte Ehe, doch hinter den Kulissen bröckelt die Fassade gewaltig. Zusätzlich gab es an ...

Eve und Nate sind verheiratet und unterrichten beide an der Caseman High School. Nach außen hin führen sie eine perfekte Ehe, doch hinter den Kulissen bröckelt die Fassade gewaltig. Zusätzlich gab es an der Schule das letzte Jahr einen kleinen Skandal. Addie, eine der Schülerinnen, wurde eine Affäre mit einem Lehrer nachgesagt, der daraufhin seinem Job verloren hat. Im neuen Schuljahr haben sowohl Eve, als auch Nate, Addie als Schülerin. Schon bald entsteht eine Geflecht aus Misstrauen, Machtspielchen und Manipulation.

"Ein Grab auszuheben, ist harte Arbeit" - Seite 1
Der Prolog ist düster und weckt sofort die Neugier des Lesers. Man weiß nicht, wer hier gräbt und wer die Leiche ist. Von Beginn an wird Interesse geweckt!
Danach jedoch erinnert die Geschichte eher an einen Roman mit kleinen und großen Dramen. Der Spannungsbogen ist zu Beginn nicht wirklich hoch. Erst im letzten Viertel kommt der Thriller durch und es wird richtig spannend, wie von der Autorin gewohnt.

Der Thriller lässt sich wieder wahnsinnig schnell und gut lesen, jedoch fand ich "Der Lehrer" nicht so spannend, wie die Vorgänger. Die Geschichte ist kurzweilig und die Sprache einfach. Die Kapitel sind kurz und werden größtenteils aus der Sicht von Addie und Eve, aber auch von Nate erzählt. Die Charaktere sind jedoch in sich widersprüchlich und man erlebt manche Ereignisse aus verschiedenen Wahrnehmungen.
Wie schon bei "Die Kollegin" hat auch hier eine der Figuren einen Tick. Waren es bei Dawn Schildkrötenfiguren, liebt Eve Schuhe - und zwar hochpreisige Pumps. Damit kompensiert sie die Kälte in ihrer Ehe.
Richtige Sympathieträger gibt es Roman nicht, auch wenn man Mitleid mit Addie hat, die von den Mitschülern ausgegrenzt und schwer gemobbt wird. Nur bei Nate findet sie ein offenes Ohr. Doch alle drei Protagonisten haben Geheimnisse und versuchen diese zu verstecken.

Freida McFadden ist die Königin der Plot-Twists. Sie beherrscht das Spiel mit den Misstrauen der Leser und die unterschwellige Bedrohung in ihren Geschichten perfekt. Einiges davon konnte ich jedoch diesmal erahnen, trotzdem hat mich McFadden noch mit weiteren Twists richtig überrascht. Nur den im Epilog fand ich nicht ganz stimmig. Für mich passen hier einige Punkte nicht hundertprozentig. Trotzdem konnte ich den Thriller wieder nur schwer aus der Hand legen

Fazit:
"Der Lehrer" lässt sich gewohnt schnell und "süffig" lesen. Vor allem zum Ende hin kann man das Buch wieder schwer aus der Hand legen und wird von der Königin der Plot-Twists wie üblich überrascht. An den ersten Band der "Housemaid" Reihe kommt "Der Lehrer" nicht heran, aber der Thriller hat mich wieder gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Der Reihenauftakt hat noch Luft nach oben

Der Trailer
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Vor 15 Jahren verschwindet Lisa Martin, eine junge Frau, spurlos auf einem abgelegenen Campingplatz in den belgischen Ardennen. Es wird weder eine Leiche, noch werden irgendwelche Hinweise gefunden. Als ...

Vor 15 Jahren verschwindet Lisa Martin, eine junge Frau, spurlos auf einem abgelegenen Campingplatz in den belgischen Ardennen. Es wird weder eine Leiche, noch werden irgendwelche Hinweise gefunden. Als die Hamburger Hauptkommissarin Frieda Stahnke bei einem True Crime Podcast zum Cold Case Stellung nimmt, werden einige Menschen nervös, die damals ebenfalls in Camp Donkerbloem campiert haben. Kurz nach der Ausstrahlung meldet sich ein anonymer Anrufer bei ihr, der zugibt sich damals nicht als Zeuge gemeldet zu haben. Er macht eine interessante Aussage. Frieda trifft bald auf den schmierigen Barbesitzer Wout Meertens, der hinter den Anruf steckt. Die suspendierte Kommissarin, die aus der selben Heimatstadt, wie Lisa Martin kommt, lässt der Cold Case nicht los und beginnt zu weiter recherchieren.

Der Thriller beginnt spannend. Man befindet sich mit Lisa Martin auf dem Campingplatz, wo an bestimmten Wochenenden brutale Partys veranstaltet werden. Lisa weiß nichts davon und ist entsetzt über die Brutalität gegenüber Frauen. Sie beobachtet aus ihrem Trailer, wie diese misshandelt werden, bis die Gefahr auch vor ihrem Trailer lauert....

Die Geschichte wird aus einigen Perspektiven erzählt, die oft wechseln. Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig und man findet schwer Zugang zu den einzelnen Figuren. Das wird mit der Zeit aber besser. Zusätzlich springen wir auch öfters zurück in die Vergangenheit.

Die Hauptfiguren sind sehr eigenwillige Charaktere. Wirkliche Sympathieträger sind sie nicht. Frieda ist eine eher unkonventionelle Kommissarin, die sich einsetzt und hartnäckig bleibt.

Wout ist ein halbseidener Barkeeper, der polizeilich bekannt ist und nichts anbrennen lässt. Der Türke Tayfun ist Boxer, sein Bodyguard und ein guter Freund. Er ist loyal, mutig und hilfsbereit. Ebenfalls zum Kreis rund um Wout gehört Kathinka, die bei ihm zur Untermiete wohnt. Sie ist intelligent und die drei ergänzen sich perfekt. Der Thriller lebt vor allem durch seine ungewöhnlichen Protagonisten.


Die Beschreibung der Schauplätze ist gelungen und die Atmosphäre düster. Der Spannungsbogen bleibt jedoch nicht kontinuierlich oben und es gibt einige Wiederholungen und Längen. Die vielen raschen Perspektivwechsel machen es ebenfalls nicht einfacher in die Geschichte besser einzutauchen. Da es sich um eine Trilogie handelt, gibt es am Ende einen kleinen Cliffhanger, der den nächsten Band schmackhaft machen soll. Den eingebauten Twist zum Ende hin fand ich aber gut.

Es gibt noch eine weitere Nebenhandlung, die sich auf Friedas Suspendierung bezieht. Hier dreht sich alles um einen Immobilienhai und seine kriminellen Machenschaften in der auch eine Gruppe einflussreicher Personen verwickelt sind. Linus Geschke verschafft uns darauf aber nur kurze Einblicke und ich denke, dass sich dieser Handlungsstrang über alle drei Bände ziehen wird.

Die Story um Camp Donkerblom wird eine Trilogie werden. Ich kann mir zwar noch nicht vorstellen, was auf diesem Campingplatz noch alles passieren soll, aber ich lasse mich gerne überraschen!

Die Idee für die Buchcover der Trilogie finde ich genial. Man kann dem Piper Verlag dazu nur gratulieren.

Fazit:
Der Auftakt um Camp Donkerbloem ist solide. Noch hat diese Reihe Potential nach oben. So ganz überzeugt bin ich nicht, aber in den nächsten Teil werde ich wahrscheinlich noch reinlesen und dann entscheiden.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Kurzweilige Geschichte voller Magie

Gondelküsse und Zeitensprünge
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Die 16jährige Lucy hatte einen schweren Unfall, bei dem sie nur knapp dem Tod entronnen ist. Nach einem langwierigen Reha-Aufenthalt soll sie bei ihrem Vater, der in Venedig lebt, etwas zur Ruhe kommen. ...

Die 16jährige Lucy hatte einen schweren Unfall, bei dem sie nur knapp dem Tod entronnen ist. Nach einem langwierigen Reha-Aufenthalt soll sie bei ihrem Vater, der in Venedig lebt, etwas zur Ruhe kommen. Doch was soll man bitte im November in Venedig anfangen tun?
Lucy erwartet sich einige langweilige Wochen, doch bereits bei der Bootsfahrt sieht sie einen süßen Jungen mit Wollmütze, der ihr auffällt. Als sie bei ihrem Vater ankommt, bemerkt sie, dass sie anscheinend einen falschen Koffer mitgenommen hat. Es scheint, als sei es ausgerechnet der Koffer des Wollmützenjungen, denn dieser ist mit Jungenkleidung gefüllt.
Kurze Zeit später trifft sie im Trödelladen, neben dem Café ihres Vaters, auf einen weiteren interessanten Jungen im Brokatmantel, der jedoch aus einem anderen Jahrhundert zu sein scheint. Dieser bittet sie um Hilfe und Lucys Aufenthalt wird nun doch alles andere als langweilig...

Die Autorin hat Realität und Magie wunderbar vermischt und daraus eine reizende Geschichte erschaffen. Durch die lebendige und bildhafte Beschreibung des Schauplatzes und der Charaktere ist man schnell mitten im Geschehen. Venedig wird in allen Facetten beschrieben. Besonders gefallen hat mir der Blick auf das historische Venedig, den Palästen und engen Gässchen, die einem schnell auf Irrwege führen kann.

Die Charaktere sind sehr verschieden, was im Verlauf der Geschichte für einige Verwirrungen, lustigen Momenten und Konflikten sorgt.
Lucy ist ein cooler Charakter, der jedoch seit ihrem schweren Unfall die Welt mit anderen Augen sieht. Dass sie plötzlich die Gedanken anderer Menschen hören kann, verunsichert sie sehr. Doch mit der Zeit ist diese Gabe auch sehr hilfreich.
Ihre Gefühlslage wird sehr lebendig dargestellt, denn Lucy fühlt sich seit dem Unfall sehr unsicher und hat jede Menge Selbstzweifel. Sie macht im Laufe der Geschichte eine tolle Entwicklung durch. Jannis, der Wollmützenjunge und Apollo, der Junge aus dem 18. Jahrhundert sind sympathische Charaktere, die so einige schräge Momente liefern und für Spannung sorgen.
Auch viele der Nebencharaktere sind sehr lebendig beschrieben - manche mehr, manche weniger. Dabei habe ich Lucys Vater als sehr blassen Charakter in Erinnerung.

Die humorvolle und spritzige Erzählweise der Autorin lässt einem durch die Seiten fliegen. Die italienischen Begriffe und Sätze, die man auch ohne Italienischkenntnisse versteht, vermitteln Lokalkolorit.
Gefallen hat mir auch die Aufmachen des Buches. Die Kapitel sind mit einer Zeichnung einer Gondel geschmückt, das Cover auffällig in gelb und rosa gehalten.

Fazit:
Eine kurzweilige Geschichte voller Magie für Leser:innen ab 12 Jahren, die eine interessante Zeitreise ins 18. Jahrhundert erleben wollen. Dazu kommt ein Schuss Romantik, erste Liebe, Freundschaft und Verlust.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Toller Pageturner

Love, Mom
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Elizabeth Casper ist eine gefeierte Thriller Autorin, die unter dem Pseudonym E.V. Range schrieb und durch einen Unfall plötzlich verstorben ist. Ihre düsteren Thriller wurden gefeiert und von ihren Fans ...

Elizabeth Casper ist eine gefeierte Thriller Autorin, die unter dem Pseudonym E.V. Range schrieb und durch einen Unfall plötzlich verstorben ist. Ihre düsteren Thriller wurden gefeiert und von ihren Fans geliebt. Tochter Mackanzie hatte jedoch kein besonders gutes Verhältnis zu ihr und ihrem Vater. Das Gothic-Girl und Studentin der Literatur empfindet das Spektakel um die Beerdigung eher peinlich. Als sie die Feier verlässt, findet sie in ihrem Auto plötzlich einen Brief ihrer Mutter. Es sind Tagebuchseiten, die aus der Vergangenheit erzählen und für Mackenzie einige Überraschungen bereit halten. Weitere Briefe tauchen nach und nach auf, die sie zutiefst beunruhigen. Mackenzie vertraut sich ihrem besten Freund EJ an und die beiden versuchen mehr über die Vergangenheit von E.V. Range herauszufinden. Dabei decken sie ein ungeheuerliches Verbrechen auf.....

Ich war von der ersten Seite sofort in der Geschichte drinnen, aber spätestens nach dem ersten Brief, den Mackenzie erhält, war ich an die Seiten gefesselt. Erzählt wird im ersten Teil aus der Sicht der 20jährigen Mackenzie. Die Sprache ist daher eher jugendlich gehalten. Teil 2 wird aus der Sicht von Ben und Tonya erzählt, während im dritten Teil Mackenzie alle Puzzleteilchen zusammenfügen kann und die Wahrheit ans Licht kommt.

Der Schreibstil ist eher einfach, wie meistens bei Büchern dieses Genres, aber auch temporeich und fesselnd. Durch die Tagebuchseiten, die die Handlung immer kurz unterbrechen, wird der Spannungsbogen noch angehoben. Die Kapitel sind kurz und enden öfters mit einem Cliffhanger. Alle Figuren sind sehr gut gezeichnet und haben ihre Eigenheiten. Man spürt ihre Gefühlsregungen durch die Seiten.

Spätestens nach dem ersten Plot-Twist konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die unterschwellige Spannung wird von Seite zu Seite weiter aufgebaut.

Der Plot ist gut durchdacht und am Ende werden wirklich alle offenen Fragen beantwortet.

Fazit:
Wer gerne die Thriller von Freida McFadden liest, wird auch an "Love, Mom" Freude haben. Temporeich, fesselnd und ein wahrer Pageturner, der mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten hat. Leseempfehlung!

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