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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2021

Wortwörtlich zuckersüß

Sweet Enemy
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„Sweet Enemy“ von Kristen Callihan ist der zweite Band ihrer unterhaltsamen und emotionalen Between Us Reihe.
Die beliebte Schauspielerin Emma ist schockiert, als sie erfahren muss, dass ihre Hauptrolle ...

„Sweet Enemy“ von Kristen Callihan ist der zweite Band ihrer unterhaltsamen und emotionalen Between Us Reihe.
Die beliebte Schauspielerin Emma ist schockiert, als sie erfahren muss, dass ihre Hauptrolle in der bekannten Serie Black Castle mit dem Tod ihrer Serienfigur endet. Doch das wird noch getoppt, als sie sich Trost von ihrem Freund erhofft und ihn beim Fremdgehen in ihrer eigenen Wohnung erwischt. Tief verletzt sucht Emma Ruhe und Abgeschiedenheit auf dem Anwesen einer Freundin ihrer Großmutter in Kalifornien. Hier trifft sie auf deren Enkel Lucian, der an dem idyllischen Ort ebenfalls Abstand zu seinem bisherigen Leben sucht. Seine abweisende Art ist jedoch nur ein Schutzmechanismus, den er gegenüber Emma nicht lange aufrecht erhalten kann.

Was soll ich sagen, Kristen Callihan hat mich mit ihren Büchern noch nie enttäuscht. Sie versteht es, die tiefen Emotionen ihrer Protagonisten total berührend und authentisch zu transportieren und gleichzeitig, ihre Geschichten leicht und humorvoll zu gestalten.
Man muss den ersten Band nicht unbedingt gelesen haben, auch wenn Saint und Delilah erneut eine nicht unwichtige Rolle spielen.
Emma ist die ehemalige Serienpartnerin von Saint, deren Rolle im Staffelfinale einen grausamen Tod erleidet. Ziel- und perspektivlos flüchtet sich Emma daraufhin nach Kalifornien, wo sie niemals damit gerechnet hätte, dass sich ein mürrischer und abweisender Ex-Eishockeyprofi in ihr Herz schleichen könnte.
Lucian musste wegen einer schweren Verletzung seinen Traum beenden und pflegt bei seiner Großmutter seine Wunden. Er hat alle Verbindungen zu seinem alten Leben komplett abgebrochen und ist auf dem besten Weg zu einem Misanthropen.
Natürlich knistert es von Anfang an zwischen Emma und Lucian und die Luft in Kalifornien ist förmlich statisch aufgeladen, wenn sich die beiden einen ihrer witzigen und heißen Schlagabtausche liefern. Doch bevor es eine gemeinsame Zukunft geben kann, muss vor allem Lucian nach vorn blicken und nicht Verlorenem nachtrauern. Es ist so süß, wie er sich um Emma kümmert und bemüht, und zum Schreien, wenn er alles mit unüberlegten Äußerungen zunichte macht. Das emotionale Auf und Ab hält einen bis zum Schluss in Atem, denn die Chemie der beiden Hauptfiguren funktioniert einfach großartig.

Mein Fazit:
Ich kann für dieses Buch und die gesamte Reihe nur eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen!

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Veröffentlicht am 02.10.2021

Ein ungewöhnlicher Straßenräuber

Der schwarze Falter
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„Der schwarze Falter“ von Georgette Heyer ist der erste Roman der Autorin, den sie im Alter von siebzehn Jahren schrieb und der 1921 erstmals veröffentlicht wurde.
Schauplatz der Handlung ist England ...

„Der schwarze Falter“ von Georgette Heyer ist der erste Roman der Autorin, den sie im Alter von siebzehn Jahren schrieb und der 1921 erstmals veröffentlicht wurde.
Schauplatz der Handlung ist England im Jahr 1750. Der Herzog von Andover ist überall berühmt und berüchtigt für sein zügelloses und verschwenderisches Leben, welches er hauptsächlich an Spieltischen und mit seinen amourösen Liebschaften verbringt. Die junge Diana Beauleigh weckt sein Interesse und er beginnt, ihr inkognito den Hof zu machen. Doch Diana fällt auf seine Schmeicheleien nicht herein und macht aus ihrer Abneigung keinen Hehl. Also muss er sie entführen, damit sie keine Wahl mehr hat. Der Plan wird jedoch zufällig durch John Carstares verhindert, der in der Vergangenheit seine eigenen Differenzen mit Andover hatte.

Im Kontext zu dem Jahr, in dem dieser historische Liebesroman entstanden ist, sollte man sich vorher klar sein, dass er sich erheblich von den zeitgenössischen Regency-Romanen unterscheidet. Das bedeutet jedoch nicht, dass er nicht auch heute noch unterhaltsam wäre.
Ein Punkt, der mir sehr gefallen hat, sind die originellen und treffenden Kapitelüberschriften, die an ein Theaterstück erinnern. Der Aufbau der Story ist für heutige Verhältnisse eher ungewöhnlich, aber man findet sich trotzdem schnell zurecht.
Man kann nicht unbedingt ausmachen, wer denn nun die Hauptcharaktere sind, denn auch vermeintliche Nebenfiguren bekommen jede Menge Aufmerksamkeit, während der Handlungsstrang von Diana und John in den Hintergrund rückt. Der rote Faden geht aber niemals verloren, sondern wird geschickt immer wieder aufgriffen und mit den anderen Handlungsfäden verknüpft.
Ich gebe zu, dass ich mich an den ungewöhnlichen Schreibstil erst gewöhnen musste, genau wie an die ausführlichen und sehr detailverliebten Schilderungen der Mode. Die einzelnen Charaktere sind recht gut dargestellt, auch wenn ihre Beweggründe nach heutigen Maßstäben nicht vollkommen nachvollziehbar sind.

Mein Fazit:
Eine mal etwas andere historische Lovestory, die ich gern empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 01.10.2021

Grandioser Auftakt

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
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„Vergissmeinnicht – Was man bei Licht nicht sehen kann“ ist der Auftakt zur neuen faszinierenden Fantasy-Trilogie aus der bewährten Feder von Kerstin Gier.
Der siebzehnjährige Quinn ist cool, beliebt und ...

„Vergissmeinnicht – Was man bei Licht nicht sehen kann“ ist der Auftakt zur neuen faszinierenden Fantasy-Trilogie aus der bewährten Feder von Kerstin Gier.
Der siebzehnjährige Quinn ist cool, beliebt und äußerst gutaussehend. Seine Nachbarin Matilda ist dank ihrer strenggläubigen Familie leider fast nichts davon. Bisher hat Quinn sie meist ignoriert oder mit fragwürdigen Streichen schikaniert, während Matilda heimlich ihre Schwärmerei für den arroganten Nachbarn pflegt. Doch seitdem Quinn seltsame Erscheinungen hat und von gruseligen Wesen verfolgt wird, zweifelt er an seinem Verstand. Einzig Matilda, der verhasste Fantasy-Fan von gegenüber, scheint ihn zu verstehen. Unfreiwillig landen beide bei ihren Recherchen in einem lebensgefährlichen Abenteuer und kommen sich dabei auch noch ziemlich nahe.

Ich war sowas on gespannt auf die neue Reihe von Kerstin Gier und ich wurde in keinster Weise enttäuscht. Die abenteuerliche und magische Story entwickelt in kürzester Zeit eine unheimliche Sogwirkung, in der man beim Lesen unwiederbringlich gefangen ist.
Quinn ist äußerlich selbstbewusst und arrogant, aber eigentlich ein netter Typ. Er wird plötzlich in eine unbekannte Welt gerissen, die ihn gleich zu Beginn fast das Leben kostet. Ab seinem schweren Unfall wird alles noch viel schlimmer und er kann sich seine seltsamen Halluzinationen nicht erklären.
Matilda möchte Quinn helfen und auf einmal merken beide, dass der andere gar nicht so übel zu sein scheint. Sie verbindet der gleiche Humor und Matilda fasst Quinn nicht wie alle anderen mit Samthandschuhen an, sondern gibt ihm knallhart Kontra. Die Schlagabtausche der beiden sind einfach absolut witzig und man spürt die besondere Chemie, die im Laufe der Story immer intensiver wird. Die Perspektiven wechseln zwischen Quinn und Matilda, so dass man in beide Seiten einen tiefen Einblick bekommt.
Kerstin Gier erschafft mit ihrem neuen Buch eine magische und traumhafte Welt, in der böse Gefahren lauern, aber auch fantastische Abenteuer und Möglichkeiten. Die zwei Hauptfiguren sind mir jetzt schon ans Herz gewachsen und ich will sie gern auf der rasanten Gefühlsachterbahn bis zum ersehnten Happy End begleiten. Ein klares Highlight sind auch die großartigen Nebenfiguren, die mit ihren skurrilen, liebenswerten oder düsteren Charakterzügen einen tiefen Eindruck hinterlassen.
Der lockere Schreibstil und die mitreißende Handlung haben mich komplett überzeugt und ich liebe einfach den Humor der Autorin. Einzig die Wartezeit bis zum nächsten Band erscheint mir jetzt schon viel zu lang.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und das volle Sternchenfeuerwerk!

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Veröffentlicht am 01.10.2021

Verflucht gut

Lady of the Wicked
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„Lady of the Wicked“ von Laura Labas entführt uns in eine düstere Welt voller Magie und die schillernden und gefährlichen Straßen von New Orleans.
Darcia Bonnet ist eine junge Hexia, die vor vier Jahren ...

„Lady of the Wicked“ von Laura Labas entführt uns in eine düstere Welt voller Magie und die schillernden und gefährlichen Straßen von New Orleans.
Darcia Bonnet ist eine junge Hexia, die vor vier Jahren aus ihrer Heimat verbannt wurde und nun im Untergrund von New Orleans lebt. Der Wunsch nach Rache beherrscht ihr gesamtes Leben und ihr Ziel ist inzwischen ganz nah. Darcia will die Herrscherin der Wicked werden und damit die schwärzesten Seelen aller Hexen unter sich vereinen. Ein grausames Ritual lässt sie Jagd auf andere Hexen machen wobei ihr eines Tages Valens Mariquise in die Quere kommt. Er erhofft sich von Darcia Hilfe bei einem dunklen Fluch, der sein Leben zerstört hat. Beide ahnen nicht, wie stark ihre Schicksale miteinander verknüpft sind.

Laura Labas lässt sich nicht viel Zeit, sondern springt gleich zu Beginn ihrer fesselnden Story in die düstersten Abgründe, die ihre Hauptfigur Darcia antreiben. Schnell ist man in der faszinierenden und dunklen Welt von New Orleans gefangen, in der jeder um sein eigenes Überleben kämpfen muss.
Darcia geht für ihre Rache zwar über Leichen, aber sie ist nicht so skrupellos und eiskalt, wie man am Anfang vielleicht vermuten würde. Ihre Beweggründe sind durchaus nachvollziehbar, vor allem wenn man im Laufe der Geschichte das gesamte Ausmaß erfährt.
Valens ist fast zeitgleich in New Orleans gestrandet und kämpft seitdem mit seinen eigenen Dämonen. Darcia ist seine letzte Hoffnung, um seinen furchtbaren Fluch zu brechen. Und obwohl sie ihn immer wieder knallhart abweist, fühlt er sich seltsamerweise zu ihr hingezogen und bleibt hartnäckig.
Die Autorin wechselt in ihrer Story zwischen drei Perspektiven, die zwei verschiedene Handlungsstränge und –orte bedienen. Beide Stränge sind trotzdem miteinander verbunden, aber laufen in diesem Auftaktband noch getrennt. Jeder für sich ist hochspannend angelegt und am Ende hagelt es eine Kaskade von atemberaubenden Cliffhangern. Die geheimnisvollen und facettenreichen Haupt- und Nebencharaktere sind hervorragend ausgearbeitet und ich bin äußerst gespannt, wie die mitreißende Story weitergeht. Schreibstil, Worldbuilding, Spannungsaufbau und natürlich die grandiosen Protagonisten haben mich vollkommen überzeugt.

Mein Fazit:
Nicht nur Hexenfans werden hier auf ihre Kosten kommen und ich warte bereits sehnsüchtig auf den zweiten Teil. Klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 29.09.2021

Spannender Auftakt

Das Geheimnis der Talente
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„Das Geheimnis der Talente“ von Mira Valentin ist der Auftaktband der überarbeiteten Neuauflage ihrer Talente-Reihe.
Die sechzehnjährige Melek kann sich selbst nicht erklären, warum sie seit einiger Zeit ...

„Das Geheimnis der Talente“ von Mira Valentin ist der Auftaktband der überarbeiteten Neuauflage ihrer Talente-Reihe.
Die sechzehnjährige Melek kann sich selbst nicht erklären, warum sie seit einiger Zeit jeden Korb beim Basketballtraining ihrer Schulmannschaft trifft. Der angebliche Talentscout, der sie beim Training beobachtet, entpuppt sich jedoch als Anführer einer geheimen Gruppierung, die gegen mystische Gestaltwandler kämpft. Mira besitzt eines von mehreren Talenten, welche die Mitglieder der Gruppe auszeichnen. Ihre Zielsicherheit soll sie im Krieg gegen die „Dschinn“ einsetzen, die ihren menschlichen Opfern bei einem Kuss jegliche Gefühle rauben. Dafür muss Melek ihr altes Leben hinter sich lassen und einige Opfer bringen.

Ich kannte die Reihe vorher nicht, aber die Beschreibung hat mich sofort angesprochen. Der Schreibstil von Mira Valentin liest sich leicht und flüssig und man ist schnell in der Geschichte angekommen.
Melek ist eher eine Außenseiterin, die ihr eigenes Ding durchzieht. Selbst ihren einzigen Freund Erik, der gegen ihren Willen ständig ihre Nähe sucht, stößt sie oft unsensibel vor den Kopf. Da die Talente allesamt Außenseiter sind, fühlt sie sich von Anfang an mit ihnen verbunden. Vor allem der charismatische Anführer Jakob zieht sie in seinen Bann, obwohl er ihr unmissverständlich klarmacht, dass es niemals eine Annäherung geben wird.
Genau wie Melek wird man mitten in die fesselnde Story hineingeworfen und kann nur abwarten, was als nächstes passieren wird. Die Seiten sind offenbar nicht ganz so schwarz und weiß, wie es Jakob gern propagiert und einige Charaktere können im Laufe der Handlung absolut überraschen. Mit Melek musste ich erst warmwerden, denn sie hat viele Ecken und Kanten und manchmal konnte ich ihre Reaktionen nicht wirklich nachvollziehen. Trotzdem ist ihre Entwicklung total spannend und ich bin sehr neugierig, wie ihre Reise weitergehen wird.
Am Ende bleiben viele offene Fragen und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

Mein Fazit:
Facettenreiche Charaktere und eine mitreißende Story haben mich in diesem Auftaktband überzeugt. Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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