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Veröffentlicht am 18.02.2020

Spannende Fortsetzung

Biker Tales 3
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Im dritten Band der Biker Tales dreht sich alles um Emma und Scar.
Emma ist die gute Seele des Clubs und kümmert sich liebevoll um alle anderen und deren Sorgen. Ihre eigenen Probleme macht sie lieber ...

Im dritten Band der Biker Tales dreht sich alles um Emma und Scar.
Emma ist die gute Seele des Clubs und kümmert sich liebevoll um alle anderen und deren Sorgen. Ihre eigenen Probleme macht sie lieber mit sich aus. Als sie von ihrer schmerzvollen Vergangenheit eingeholt wird, steht ihr der schweigsame Prospect Scar die ganze Zeit zur Seite. Mit ihm verbindet sie von Anfang an eine enge, aber rein platonische, Freundschaft. Doch in letzter Zeit wird Emma immer klarer, dass sie weit mehr für Scar empfindet. Aber je näher sie ihm kommt, desto stärker stößt er sie weg und verschließt sich vor ihr.

Emma war schon in den beiden vorangegangenen Teilen ein sehr wichtiger und sympathischer Charakter. Ich freue mich, dass sie nun ihre eigene Geschichte bekommt. Die Chemie zwischen ihr und Scar war schon in den anderen Büchern spürbar. Doch sie geht offenbar noch viel tiefer, als erwartet. Leider bekommen beide in dieser Geschichte (noch?) kein Happy End. Stattdessen schließt das Buch mit einem bösen Cliffhanger ab.
Man erfährt einiges zu Emmas Vergangenheit, was mich teilweise sehr überrascht hat. Scar bleibt weiterhin mysteriös, so dass man nur gespannt auf die Fortsetzung warten kann. Man fiebert automatisch mit den beiden Charakteren mit, denn irgendwie fühlt man sich ihnen sofort verbunden. Die Emotionen von Emma sind nachvollziehbar geschildert und sie hat mein volles Mitgefühl. Aber auch hinter Scars Zurückhaltung blitzen immer wieder tiefe Gefühle auf.
Sandra Binder hat einen tollen Schreibstil und man fliegt nur so durch die Seiten. Die Handlung ist durchweg spannend, auch wenn man die unterschwellige Bedrohung bisher nur im Hintergrund spürt. Zum besseren Verständnis ist es vielleicht besser, wenn man die Vorgängerteile auch kennt. Von mir gibt es für diesen Band sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 17.02.2020

Seelenbegleiter

Dark Crows
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„Dark Crows“ von Nadine Stenglein entführt in eine Welt zwischen Schatten und Licht.
Angel ist seit dem Unfalltod ihrer Mutter, bei dem sie selbst nur knapp überlebt hat, nicht mehr dieselbe. Sie wird ...

„Dark Crows“ von Nadine Stenglein entführt in eine Welt zwischen Schatten und Licht.
Angel ist seit dem Unfalltod ihrer Mutter, bei dem sie selbst nur knapp überlebt hat, nicht mehr dieselbe. Sie wird von düsteren Visionen heimgesucht, die sie sich nicht erklären kann. Ihr größter Halt ist ihr bester Freund Tim, für den sie seit längerem mehr als freundschaftliche Gefühle hat. Aber Tim reagiert äußerst widersprüchlich und abweisend, immer wenn sie von ihren Träumen und Visionen erzählt. Angel glaubt schon verrückt zu werden und beschließt, auf eigene Faust herauszufinden, was hinter den seltsamen Erscheinungen steckt. Sie ahnt jedoch nicht, in welche Gefahr sie sich begibt.

Erstmal muss ich das wunderschöne Cover loben, was perfekt zur Geschichte passt. Es zeigt für mich auch sehr gut die Einsamkeit und innere Zerrissenheit, die die Protagonistin Angel oft fühlt.
Die Atmosphäre ist düster und man spürt die unterschwellige Gefahr, die Angel die ganze Zeit umgibt. Die widersprüchlichen Signale, die Tim aussendet, tragen auch nicht unbedingt dazu bei, dass sich Angel wohlfühlt. Man kann ihren Kummer über den Tod ihrer Mutter immer noch spüren. Tim und seine Freunde sind irgendwie undurchschaubar und ich wurde nicht wirklich mit ihnen warm. Dafür mochte ich Angel und ihren Vater sofort.
Nadine Stenglein hat eine spannende Fantasywelt erschaffen, die absolut Potential hat. Ich gehe einfach mal davon aus, dass die Geschichte noch fortgesetzt wird, denn dafür besteht noch viel Raum. Das Buch konnte mich zu Beginn völlig in seinen Bann ziehen, aber dann gab es für mich persönlich zu viele Wiederholungen in der Handlung. Die Zusammenhänge sind nicht nur für Angel teilweise verwirrend.
Insgesamt finde ich die düstere Romantasy gut gelungen mit genügend Stoff für eine Fortsetzung. Für Genrefans würde ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.

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Veröffentlicht am 14.02.2020

Ein Job mit Folgen

Heartbreaker
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„Heartbreaker“ ist der Auftaktband zur Harbor City Reihe von Avery Flynn.
Sawyer Carlyle lebt nur für seine Arbeit. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters hat er die Führung des millionenschweren Familienunternehmens ...

„Heartbreaker“ ist der Auftaktband zur Harbor City Reihe von Avery Flynn.
Sawyer Carlyle lebt nur für seine Arbeit. Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters hat er die Führung des millionenschweren Familienunternehmens übernommen und kennt keine Freizeit. Nachdem seine Mutter in letzter Zeit ihre Bemühungen verstärkt hat, ihm haufenweise passende Heiratskandidatinnen zu präsentieren, erscheint ihm die Idee seines Bruders gar nicht so abwegig, einen persönlichen „Puffer“ zu engagieren. Die ungewöhnliche Stellenanzeige spricht genau die abenteuerlustige Clover an, die auch gleich ihre Qualifikation beweist, indem sie seine Mutter in die Schranken weist. Aber irgendwie verselbständigt sich dieses Arrangement, denn auf einmal finden sich beide in einer vorgetäuschten Verlobung wieder. Und irgendwie fühlt sich das gar nicht so schlecht an.

Natürlich ist die Story vorhersehbar und auch Avery Flynn erfindet das Rad nicht neu. Aber mir persönlich hat die Umsetzung der Geschichte total gut gefallen. Clover ist leicht chaotisch und einfach liebenswert. Mit ihrer offenen und frechen Art lässt sie sich von der Welt der High Society nicht einschüchtern und bringt für Sawyer den Spaß zurück ins Leben. Ich finde es absolut witzig, wie er in den Verhandlungen mit ihr über den Tisch gezogen wird und Dinge ausprobieren muss, die außerhalb seiner Komfortzone liegen. Die beiden sind richtig süß zusammen, auch wenn es eine Weile dauert, bis sie erkennen, was sie wirklich wollen. Die Chemie zwischen Clover und Sawyer stimmt auf jeden Fall und macht gute Laune.
Die Autorin hat einen lockeren Schreibstil, der mir sehr gefällt. Die humorvollen Schlagabtausche oder die inneren Monologe der Figuren finde ich sehr witzig. Selbst die anfangs eiskalte Mutter von Sawyer sammelt im Verlauf der Handlung Sympathiepunkte bei mir. Das Buch bietet eine Wohlfühlstory und ist perfekt für amüsante Lesestunden.
Ich kann gern eine Leseempfehlung geben und freue mich schon auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 13.02.2020

Soviel zu guten Vorsätzen

Love You For Now
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Samanthe Beck schickt ihre Leser mit „Love You For Now“ nun schon zum dritten Mal in die idyllische Kleinstadt Bluelick, Kentucky.
Ginny Boca hat ein festes Ziel vor Augen. Sie kandidiert für den Bürgermeisterposten ...

Samanthe Beck schickt ihre Leser mit „Love You For Now“ nun schon zum dritten Mal in die idyllische Kleinstadt Bluelick, Kentucky.
Ginny Boca hat ein festes Ziel vor Augen. Sie kandidiert für den Bürgermeisterposten in ihrer Heimatstadt Bluelick. Dafür ist sie bereit auf vieles zu verzichten, auch auf Männer. Leider geht ihr der gutaussehende Unbekannte nicht mehr aus dem Kopf, der ihr in den letzten Wochen immer wieder über den Weg gelaufen ist. Ein Haarschnitt für ihn in ihrem Salon wird schnell zu etwas viel Heißerem, aber da ahnt sie noch nicht, mit wem sie es wirklich zu tun hat.

Wie sich im zweiten Band schon abzeichnete, steht diesmal die toughe Friseurmeisterin Virginia im Mittelpunkt. Ihr Ziel ist das Bürgermeisteramt von Bluelick, in das sie frischen Wind bringen will. Eigentlich möchte sie dafür an ihrem sauberen Ruf arbeiten, aber der mysteriöse Fremde kommt ihr in die Quere. Wobei ihr wahrscheinlich lieber wäre, wenn es sich tatsächlich um einen Fremden handeln würde, denn seine wahre Identität ist in ihrer momentanen Situation noch wesentlich ungünstiger. Aber die unübersehbare gegenseitige Anziehung lässt sie alle guten Vorsätze vergessen. Im geht es nicht viel anders und so stürzen sich beide in eine geheime Affäre.
Samanthe Beck erzählt wieder sehr unterhaltsam und humorvoll von dieser leidenschaftlichen Liebesbeziehung, der wie gewohnt einige Hindernisse in den Weg gelegt werden. Mittlerweile sind mir die Bewohner der Kleinstadt ans Herz gewachsen und ich habe mich bis zum Schluss auf ihr Happy End gefreut. Bis dahin gibt es selbstverständlich jede Menge Missverständnisse, einige Spannungsmomente und ganz viel Romantik.
Der locker leichte Schreibstil, der sich durch die ganze Reihe zieht, macht Spaß und sorgt für vergnügliche Lesestunden. Natürlich kann man das Buch auch problemlos unabhängig von den beiden Vorgängerteilen lesen. Ich persönlich habe mich sehr über ein Wiedersehen mit den altbekannten sympathischen Figuren gefreut.
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.02.2020

Tragisch und bittersüß

A Wish for Us
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Tillie Cole schießt mit diesem Buch eine ganze Schrotladung Herzschmerz auf ihre Leser ab.
Cromwell Dean ist ein gefeierter DJ und Superstar. Niemand weiß, dass der Virtuose der elektronischen Musik auch ...

Tillie Cole schießt mit diesem Buch eine ganze Schrotladung Herzschmerz auf ihre Leser ab.
Cromwell Dean ist ein gefeierter DJ und Superstar. Niemand weiß, dass der Virtuose der elektronischen Musik auch eine Karriere als Kinderstar der Klassik hinter sich hat. Doch die hat er komplett hinter sich gelassen und betäubt jegliche Gefühle mit Sex und Alkohol. Als er zum Musikstudium, an die Jefferson-Young-University kommt, trifft er auf Bonnie Faraday. Vor Monaten hat sie ihm bei einer Zufallsbegegnung nach einem Auftritt gesagt, wie seelenlos seine Musik wäre. Ausgerechnet sie beide sind nun Partner in einem sehr wichtigen Projekt ihres Musikseminars. Und dafür müssen die völlig gegensätzlichen Charaktere zusammenarbeiten.

Die Geschichte wird aus den Perspektiven der beiden Protagonisten erzählt, so dass die Gefühle beider Seiten beleuchtet werden. Cromwell macht zunächst keinen sonderlich sympathischen Eindruck, obwohl bereits anklingt, dass hinter seiner abgeklärten Fassade viel mehr steckt. Bonnie passt auf den ersten Blick überhaupt nicht zu ihm. Sie ist zielstrebig, ehrlich und liebenswert. Ihr extrovertierter Zwillingsbruder Easton ist das komplette Gegenteil von ihr. Aber man spürt von Anfang an das enge Band zwischen den Geschwistern.
Nach einem emotionalen Zusammenbruch von Cromwell entspinnt sich langsam eine besondere Beziehung zwischen ihm und Bonnie, für die sie beide noch keine Worte finden.
Tillie Cole lässt ihren Figuren viel Zeit und Raum, um ihre Gefühle zu entwickeln und zu offenbaren. Auf diesem langen Weg kommen immer mehr Dramen ans Tageslicht, die ein Happy End fast unmöglich machen. Für mich persönlich hätten es ruhig ein paar weniger Tragödien sein dürfen, denn hier kommt richtig viel zusammen. Die Geschichte hat mich sehr berührt, auch wenn es stellenweise einfach zu traurig und intensiv war. Man sollte die Taschentücher in Griffweite haben, um diese emotionale Achterbahnfahrt heil zu überstehen.
Die tiefgründigen Charaktere und die gefühlvolle und romantische Liebesgeschichte machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem. Wer sich darauf einlassen kann, dem gebe ich eine ganz klare Leseempfehlung!

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