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Veröffentlicht am 30.04.2026

Gefährliches Erbe

Witch of the Wolves - Halbmond Erbe
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„Witch of the Wolves – Halbmond Erbe“ von Kaylee Archer ist der spannende Auftakt ihrer spicy Fantasy Reihe, in der eine Hexe mit unerwarteten Familienbanden kämpft.
Cordelia Levine ist eine junge Hexe, ...

„Witch of the Wolves – Halbmond Erbe“ von Kaylee Archer ist der spannende Auftakt ihrer spicy Fantasy Reihe, in der eine Hexe mit unerwarteten Familienbanden kämpft.
Cordelia Levine ist eine junge Hexe, die in London bei ihrer Tante lebt. Bisher verlief ihr Leben in ruhigen Bahnen, was sich abrupt ändert, als sie der attraktive Werwolf Bishop Danvers entführt und Cordelia zu ihrem totgeglaubten Vater bringt. Dieser ist nicht ein menschlicher Parfümeur, sondern der mächtige Alpha des Albion Rudels. In seinem abgelegenen Anwesen soll Cordelia ihre Kräfte als Lykanerin trainieren, denn diese machen sie für alle Werwölfe überaus begehrenswert und zu einem Ziel für Entführungen. Schnell merkt Cordelia jedoch, dass sie unter der Obhut ihres Vaters und inmitten seines Rudels alles andere als sicher ist. Ausgerechnet Bishop ist der, dem sie noch am meisten vertraut. Aber macht sie damit einen weiteren Fehler?

Die Grundidee ist absolut spannend und steckt voller Potenzial. Kaylee Archer konnte mich mit ihrem mitreißenden Schreibstil ab der ersten Seite packen und es hat mich auch nicht gestört, dass die gesamte Handlung ausschließlich aus Cordelias Perspektive erzählt wird.
Cordelia ist tough und kämpferisch, aber auch besonnen und nicht zu impulsiv. Sie wählt ihre Schlachten mit Bedacht und beobachtet erst, um Pläne zu schmieden. Das mochte ich an hundertprozentig, aber dann gab es noch ihre andere Seite. Nichts gegen die instinktive Anziehung zu Bishop, aber für die Story waren diese Szenen oft nicht hilfreich und einfach zu lang ausgewalzt. Auch im Angesicht der jeweiligen Situation ergab die spicy time häufig einfach null Sinn.
Bishop ist ebenfalls ein interessanter und facettenreicher Charakter. Er ist der passende Gegenpart zu Cordelia und man weiß eigentlich von Anfang an, dass die beiden zusammengehören.
Die Twists kamen zum Großteil überraschend und man wusste nie, wem man überhaupt trauen kann. Das ist der Autorin sehr gut gelungen, genau wie die großartigen Nebencharaktere, die einem mehr oder weniger schnell ans Herz wachsen.
Insgesamt konnte mich die Storyline durchweg packen und ich bin neugierig, wie es weitergehen wird.

Mein Fazit:
Ein halber Punkt Abzug für sinnfreie spicy time, aber trotzdem sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Lovely Daisy

Picking Daisies on Sundays
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„Picking Daisies on Sundays“ von Liana Cincotti ist eine unheimlich süße Friends-to-Lovers Romance, bei der man die Protagonisten gern mal zum Kommunikations-Workshop schicken würde.
Seit ihrem ersten ...

„Picking Daisies on Sundays“ von Liana Cincotti ist eine unheimlich süße Friends-to-Lovers Romance, bei der man die Protagonisten gern mal zum Kommunikations-Workshop schicken würde.
Seit ihrem ersten Jahr an der Highschool waren Daisy und Levi die besten Freunde, denn der Verlust ihrer Väter verband sie von Anfang an. Sie kannten sich in und auswendig und doch merkte Levi offenbar nicht, dass Daisy schon seit einiger Zeit hoffnungslos in ihn verliebt war. Beim Abschlussball wollte sie ihm endlich ihre Gefühle gestehen, doch dann brach er ihr Herz. Daisy brauchte zu ihrem eigenen Schutz Abstand und erst jetzt, vier Jahre später, laufen sie sich in New York zufällig über den Weg. Daisy hat Mühe die alten Schmetterlinge im Zaum zu halten, vor allem, nachdem Levi sie bittet, so zu tun, als sei sie seine feste Freundin und ihn auf die Hochzeit seiner Schwester zu begleiten. Sie will keinesfalls ein zweites Mal in Herzschmerz zerfließen.

So rosarot und zuckersüß wie das Cover, so ist auch die Geschichte von Daisy und Levi. Liana Cincotti hat einen leichten und lockeren Schreibstil, der sowohl zu den ganz jungen Versionen von Daisy und Levi, als auch zu ihren fast erwachsenen Ichs passt. Die gesamte Handlung wird aus der Perspektive der unglücklich verliebten Daisy erzählt und ich hätte mir echt gewünscht, ab und zu die Sichtweise von Levi zu lesen. So kann man seine Gefühle nur erraten, aber man muss kein Psychologe sein, um die eigentlich offensichtlichen Anzeichen in seinem Verhalten zu lesen.
Für Daisy gilt das nicht, denn sie hat keine rosarote Brille, sondern leider eine blickdichte Schutzbrille auf. Anders kann man sich die permanente Miscommunication nicht erklären, die sich durch die gesamte Beziehungsgeschichte von Daisy und Levi zieht.
Die Autorin schafft aber gekonnt den schmalen Grat zu halten, so dass ich nie genervt war, sondern einfach nur mitgefiebert und mitgehofft habe, dass sie endlich zu ihren Gefühlen stehen. Ihre liebenswerten Familien und ihre Freunde sind im selben Team und wirklich stark geforderte Wingmen und Wingwomen.
Die süße Lovestory ist berührend und zuckersüß. Die beiden Hauptcharaktere sind nerdig und herrlich unperfekt und dadurch absolut liebenswert. Man will einfach nur in einem Meer von Gänseblümchen dahinschmelzen und letztendlich nach einem romantischen Happy End Herzchen in den Augen haben.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Gefährliches Geheimnis

Ein Duke für Josephine
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„Ein Duke für Josephine“ von Manila Klafack ist eine nette Regency Romance für zwischendurch.
Dank der Spielsucht ihres Vaters gehört Lady Josephine Ashford mittlerweile zum verarmten Teil des Adels und ...

„Ein Duke für Josephine“ von Manila Klafack ist eine nette Regency Romance für zwischendurch.
Dank der Spielsucht ihres Vaters gehört Lady Josephine Ashford mittlerweile zum verarmten Teil des Adels und die schwere Krankheit ihrer Mutter belastet die Familie zusätzlich. Josephine macht sich keine Illusionen, denn sie weiß, der einzige Ausweg wäre eine lukrative Heirat, egal mit wem. Als sie jedoch auf einem Ball Prinzessin Sophia begegnet, wird ihr langweiliges Leben deutlich abwechslungsreicher. Zwischen Josephine und Sophie entwickelt sich schnell eine ungewöhnlich enge Freundschaft, bei der Josephine versehentlich über ein brisantes Geheimnis der Prinzessin stolpert, welches die gesamte Monarchie gefährden könnte. Josephine will Sophie unbedingt helfen, aber dabei gerät sie selbst in gefährliche Intrigen. Welche Rolle dabei der charmante Duke of Hatherleigh spielt, muss sich noch herausstellen.

Für Regency Romance bin ich immer zu begeistern, denn Bridgerton ist mein Guilty Pleasure. Bei diesem Buch von Manila Klafack ist aber noch deutlich Luft nach oben, wenn man es an dem erfolgreichen Vorbild messen möchte.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und die gesamte Handlung wird aus der Perspektive von Josephine erzählt. Das funktioniert in diesem Fall auch sehr gut, denn ihre Gedanken, Gefühle und Entscheidungen stehen klar im Fokus.
Josephine ist eine Mischung aus reif und naiv, denn sie musste aufgrund ihrer familiären Situation schnell erwachsen werden, aber sie ist auch sehr impulsiv und denkt Sachen nicht zu Ende.
Mir fiel einfach die Vorstellung schwer, dass sich eine Prinzessin und ihr königlicher Berater derart tiefgreifend auf die Ideen einer fremden jungen Frau einlassen. Bestimmte Regeln, wie Anstandsdamen, scheinen für Josephine ebenfalls nicht zu gelten. Viele Handlungsfäden werden nur oberflächlich angesprochen und verlaufen dann einfach im Nichts. Und letztendlich hätte es zwischen Josephine und Edmund deutlich stärker knistern können, auch ohne spicy Szenen.
Die Grundidee fand ich aber gut, auch wenn es der Umsetzung leicht an Glaubwürdigkeit mangelte.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gute drei Sterne!

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Trope zum Verlieben

The Romance Rivalry
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„The Romance Rivalry“ von Susan Lee ist perfekt für alle Romance Fans, denn hier werden von den Protagonisten fast alle beliebten Tropes ausgetestet.
Als Irene Park ihr Literaturstudium am Brighton College ...

„The Romance Rivalry“ von Susan Lee ist perfekt für alle Romance Fans, denn hier werden von den Protagonisten fast alle beliebten Tropes ausgetestet.
Als Irene Park ihr Literaturstudium am Brighton College beginnt, will sie sich gleichzeitig neu erfinden. Hier steht sie nicht mehr im Schatten ihrer erfolgreichen Geschwister, sondern sie kann ihre Liebe zu Romance-Büchern endlich auch in die Realität übertragen. Als bekannte Buchbloggerin winkt ein lukrativer Deal mit einer koreanischen Dating-App, aber dafür sollte Irene vielleicht erst einmal eine Beziehung haben. Leider gerät ihr ausgeklügelter Plan, einen realen Book-Boyfriend zu finden, schon in der ersten Vorlesung ins Wanken. Ausgerechnet Aiden Jeon, ihr größter Rivale am Romance-Buchblogger-Himmel, ist ihr Kommilitone und jetzt auch Projektpartner für den Rest des Semesters. Dabei gerät die spontane Wette, wer zuerst mit Romance Book Tropes die große Liebe findet, schnell außer Kontrolle.

In dieser Lovestory von Susan Lee darf man sich mit allen beliebten Romance Book Tropes richtig austoben und ihre Praxistauglichkeit austesten. Das Buch ist eine Liebeserklärung an das gesamte Genre und allein das macht schon Spaß beim Lesen. Dazu kommt eine Prise K-Drama, da sowohl Irene als auch Aiden mit ihrem familiären Background zu kämpfen haben.
Irene ist das Sandwichkind und schon ihr ganzes Leben lang unter dem Radar. Sie will nirgendwo anecken und verliert sich selbst oft in People-Pleasing, außer sie trifft auf Aiden. Es ist witzig, wie sie ausgerechnet in seiner Gegenwart ausrastet oder nichts darauf gibt, was er von ihr halten könnte.
Aiden liebt es zwar, Irene ständig zu provozieren, aber er ist wirklich hundertprozentig eine Green Flag. Die explosive Chemie zwischen den beiden funktioniert ab der ersten Sekunde und ich liebe ihre Dynamik. In einigen Momenten wollte ich Irene zwar am liebsten schütteln, aber die Entwicklung von ihr ist sehr gut beschrieben und hat eben ihr eigenes Tempo.
Der trockene Humor, die teils skurrile Situationskomik, aber auch die ernsten und berührenden Momente ergeben eine gelungene Mischung, die von den Romance Book Tropes aufgelockert wird. Ob Irene und Aiden in ihrem Wettstreit auch ihr eigenes HEA finden, sollte man unbedingt selbst lesen.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Fesselnde Romantasy

Masked by Nightfall
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„Masked by Nightfall“ von Kim Nina Ocker ist der erste Band ihrer packenden New Adult Romantasy Reihe Last Shadows.
Elodie Havare kann das Leiden ihrer Familie nicht mehr mit ansehen und geht einen letzten ...

„Masked by Nightfall“ von Kim Nina Ocker ist der erste Band ihrer packenden New Adult Romantasy Reihe Last Shadows.
Elodie Havare kann das Leiden ihrer Familie nicht mehr mit ansehen und geht einen letzten verzweifelten Ausweg, um ihnen finanzielle Erleichterung zu verschaffen. Sie meldet sich heimlich für die Auslese, wo neue Rekruten der berüchtigten Schattensoldaten gesucht werden. Diese bewachen die Grenze zum Reich der gefallenen Götter und haben kaum ein langes Leben. Für jemanden wie Elodie ist dies eigentlich ein Selbstmordkommando, doch überraschenderweise schafft sie es tatsächlich, die ersten Tage lebend zu überstehen. Elodie möchte am liebsten unsichtbar bleiben, aber spätestens als ihr ein neuer Partner zugeteilt wird, ist es damit vorbei. Der arrogante Jax Elder ist so ziemlich das Gegenteil von unsichtbar und leider lässt er sich von Elodie auch nicht abschrecken.

Kim Nina Ocker geht diesmal in Richtung Romantasy und das war definitiv eine grandiose Idee. Die berührende und spannende Story von Elodie konnte mich ab der ersten Seite in ihren Bann ziehen, was sowohl am fesselnden Schreibstil der Autorin als auch an den tiefgründigen und facettenreichen Charakteren lag.
Das Bild der Gesellschaft ist ziemlich düster und Elodie ist samt ihrer Familie im ganz unteren Teil der Nahrungskette angelangt. Ihre Verzweiflung ist spürbar und auch wenn sie quasi jede Minute mit ihrem Tod rechnet, merkt man, dass Elodie eigentlich gern überleben will und eine Kämpferin ist.
Elodies Vertrauensprobleme sind aus Gründen unglaublich tief und ich konnte dies absolut nachvollziehen. Natürlich will man sie manchmal am liebsten zu ihrem Glück zwingen, aber letztendlich sind ihre bisherigen Erfahrungen traumatisch und in ihrem Kopf und Herzen verwurzelt.
Jax scheint das komplette Gegenteil zu sein und ich mochte ehrlich, wie sehr er sich um Elodie bemüht und trotz aller Widerstände nie wirklich aufgibt.
Die großartige und explosive Chemie zwischen Jax und Elodie ist unbestreitbar. Hier machen beide Charaktere eine gelungene Entwicklung durch, wobei der Weg von Elodie viel steiniger ist. Die gesamte Handlung wird aus ihrer Perspektive erzählt und das reicht in diesem Fall auch tatsächlich aus. Mir hat nichts gefehlt, zumal die Briefe am Anfang der Kapitel oft auch einen Einblick in die Gefühle von Jax geben.
Der Cliffhanger ist hundertprozentig böse und ich hätte niemals mit diesem Twist gerechnet. Jetzt brauche ich unbedingt die Fortsetzung, die in ein paar Monaten folgt.

Mein Fazit:
Düster, mitreißend und magisch! Klare Leseempfehlung!

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