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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2020

Mahlzeiten auf Vorrat zubereiten

Healthy Meal Prep
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Auf 203 Seiten verrät uns die Food-Bloggerin Sally O’Neill, wie man auf Vorrat gesunde Mahlzeiten vorbereiten kann, die sich unterschiedlich kombinieren lassen und für eine Woche reichen. Eine tolle Idee ...

Auf 203 Seiten verrät uns die Food-Bloggerin Sally O’Neill, wie man auf Vorrat gesunde Mahlzeiten vorbereiten kann, die sich unterschiedlich kombinieren lassen und für eine Woche reichen. Eine tolle Idee besonders für junge Berufstätige, die nicht täglich aufwändig kochen wollen. Das Buch ist übersichtlich gegliedert in Vorwort, Das Einmaleins der Vorbereitung, Proteine richtig vorbereiten, Auf Vorrat kochen und Der Menü-Baukasten. Man muss das Buch einfach einmal durchblättern und sich von den großformatigen Fotos inspirieren lassen. Finden lässt sich ganz sicher die eine oder andere Idee zum Nachmachen, wenngleich nicht alle Mahlzeiten die eigene Geschmacksrichtung treffen werden. Die optische Gestaltung des Buches ist gelungen. Vielleicht wäre ein festerer Einband küchengeeigneter gewesen.

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Veröffentlicht am 26.05.2020

Was bestimmt die Entwicklung eines Menschen?

Fast genial
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Meine erste Frage war, warum ein deutscher Autor einen Roman in Amerika ansiedeln muss? Die Antwort erschließt sich aus der Danksagung am Ende der Geschichte – Wells wollte über die ihm von einem Dritten ...

Meine erste Frage war, warum ein deutscher Autor einen Roman in Amerika ansiedeln muss? Die Antwort erschließt sich aus der Danksagung am Ende der Geschichte – Wells wollte über die ihm von einem Dritten bekannt gemachte Samenbank der Genies schreiben, die es einst tatsächlich in Amerika gab. Ein wirklich moralisch und ethisch fragwürdiges Projekt, dem sich amerikanische Wissenschaftler verschrieben haben. Um die Fortpflanzung hoch intelligenter Menschen zu vervielfachen, ließen sie berühmte Persönlichkeiten Samen spenden und züchteten damit Babys aus der Retorte. Eine solche Vergangenheit hat auch der Protagonist dieser Geschichte. Er, der sich als Versager in jeglichen Lebenslagen sieht, erfährt davon im jungen Erwachsenenalter und begibt sich auf die Suche nach seinem leiblichen Vater, die ihn quer durch die USA führt. Es liegt also nicht fern anzunehmen, dass vor allem der Frage nachgegangen wird, ob vor allem die Gene eines Menschen seine Entwicklung bestimmen oder auch Erziehung, soziales Umfeld und dass, was der Mensch aus sich selbst macht, eine Rolle spielen. Auf jeden Fall ein interessantes Thema, wenngleich ich mir gewünscht hätte, dass der Protagonist mir etwas sympathischer gewesen wäre und das Ende vielleicht nicht offen geblieben wäre.

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Veröffentlicht am 22.05.2020

Tragisch endende Dreiecksbeziehung

Stellas Traum
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So richtig einlassen konnte ich mich nicht auf die Geschichte, vielleicht weil es mir zu sehr außerhalb aller Möglichkeit erscheint, dass eine Frau - hier die Protagonistin Stella – mehr als 20 Jahre lang ...

So richtig einlassen konnte ich mich nicht auf die Geschichte, vielleicht weil es mir zu sehr außerhalb aller Möglichkeit erscheint, dass eine Frau - hier die Protagonistin Stella – mehr als 20 Jahre lang ein traumatisches Erlebnis aus ihrem jungen Erwachsenenalter völlig verdrängt, indem sie nur noch für ihre Arbeit als Ärztin lebt. Auch die besondere Freundschaft zwischen ihr und ihren beiden Freunden Paul und Tim seit Kindheitstagen („Dreigestirn“) ist nicht unbedingt realistisch. Denn gibt es wirklich eine Freundschaft zwischen einer Frau und zwei Männern, die nicht auf Kosten eines von ihnen geht? Dieser durchaus nachdenkenswerten Frage geht der Roman nach. Die Antwort möchte ich nicht vorwegnehmen. Auf jeden Fall ist es spannend, ganz allmählich zu erfahren, welches tragische Ereignis sich seinerzeit zugetragen hat, dem sich Stella nun stellen will.

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Veröffentlicht am 18.05.2020

Zum Nachdenken anregende Rechtsfälle

Strafe
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Der Autor ist ausgebildeter Strafverteidiger. Mit diesem Buch knüpft er an die früheren Erzählungsbände „Verbrechen“ und „Schuld“ an. Erneut erzählt er auch hier in zwölf kurzen, unabhängig voneinander ...

Der Autor ist ausgebildeter Strafverteidiger. Mit diesem Buch knüpft er an die früheren Erzählungsbände „Verbrechen“ und „Schuld“ an. Erneut erzählt er auch hier in zwölf kurzen, unabhängig voneinander lesbaren Rechtsfällen über menschliche Schicksale, zu denen ihn wohl sein früherer Berufsalltag inspiriert hat. In ihnen spielen oft einsame Menschen, Außenseiter eine wichtige Rolle. Alle Geschichten hat das Leben geschrieben, weshalb man einen guten Bezug zu ihnen bekommt. Sie regen zum Nachdenken an. Die zugleich sachlich und gefühlvoll gehaltene Schreibweise verschafft die notwendige Objektivität bei der eigenen Beurteilung der Sachverhalte. Juristische Fachbegriffe spielen keine große Rolle.
Sehr zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 17.05.2020

Fremdelte mit der Geschichte

Mädelsabend
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Der frühere Roman der Autorin „Wir sind doch Schwestern“ hat mir vor einigen Jahren so gut gefallen, dass ich durch ihn animiert wurde, auch das vorliegende Buch zu lesen. Leider wurde ich dieses Mal enttäuscht. ...

Der frühere Roman der Autorin „Wir sind doch Schwestern“ hat mir vor einigen Jahren so gut gefallen, dass ich durch ihn animiert wurde, auch das vorliegende Buch zu lesen. Leider wurde ich dieses Mal enttäuscht. Ich habe einfach keinen Zugang zu der Geschichte gefunden, alles erschien mir irgendwie künstlich aufgesetzt.
Dabei ist das Grundthema des Buchs sehr interessant. Es nimmt sich anhand der einen Protagonistin Ruth der Stellung der Frauen in der späteren Nachkriegszeit an und stellt gut dar, wie sie zu Gehorsam gegenüber Ehemann und Schwiegereltern verpflichtet waren. Interessant war das für mich vor allem deshalb, weil Ruth in etwa zur Generation meiner Mutter gehört. Anhand der zweiten Protagonistin – der Enkeltochter Sara - wird aufgezeigt, wie ihr Hang zur beruflichen Selbstverwirklichung zu Problemen mit dem Lebenspartner führt, für den Kind und Familie von Vorrang sind. Das ist für moderne Frauen ebenfalls interessant zu lesen. Allerdings bezweifle ich, ob alle das Fazit gut heißen können.
Künstlich aufgesetzt (s.o.) empfand ich den Roman, weil das Leben von Ruth im Seniorenstift sehr realitätsfremd beschrieben ist und eine Frau wie sie, die 65 Jahre mit einem Patriarchen verheiratet ist, wohl kaum im Handumdrehen Freundschaft mit einem Konvolut extrovertierter betagter Mitbewohnerinnen schließen wird, die sie zur Rebellion gegen den Ehemann anstiften.

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