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Veröffentlicht am 11.09.2019

Freundschaft mit Hindernissen?

Promise me
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Da ich ein großer Fan von Geschichten bin, bei denen aus Freundschaft mehr wird, habe ich mich sehr auf die Geschichte von Hanna und Finn gefreut.
Der Einstieg in die Geschichte war locker und sehr einfach. ...

Da ich ein großer Fan von Geschichten bin, bei denen aus Freundschaft mehr wird, habe ich mich sehr auf die Geschichte von Hanna und Finn gefreut.
Der Einstieg in die Geschichte war locker und sehr einfach. Man merkt schnell, dass zwischen den beiden Hauptcharakteren die Funken sprühen.
Beide Figuren waren schön gestaltet. Vor allem der ruhige und charismatische Finn mit seinem Herz für Musik hat es mir angetan. Man spürt, dass ihn seine Vergangenheit und die Situation mit seiner Familien sehr belastet, jedoch wird die Situation nicht ausgelutscht, wie es in anderen Geschichten oft der Fall ist. Das hat dem Buch von meiner Seite aus definitiv einen großen Pluspunkt eingebracht. Finn war während der Story mein absoluter Lieblingscharakter, weswegen ich sehr froh war, dass die Geschichte aus zwei Sichten geschrieben wurde.
Hanna war für diese Storyline ein Charakter wie er im Buche steht. Ich hatte viel Spaß ihre Sicht auf die Dinge zu lesen und auch ihre schwere Vergangenheit berührte mich sehr. Am Ende des Buches wurde sie mir jedoch immer unsympathischer, da ich ihre Entscheidungen und Gefühle gegenüber ihrem Exfreund einfach nicht nachvollziehen konnte. Vor allem da sie am Anfang viel stärker wirkte, als dass sie diese Situation so aus der Bahn hätte werfen können.
Zu meinen Glück hat sich die Geschichte dann nochmal gewendet, sodass ich das gewünschte Happy End mit höchster Freude lesen konnte.
Insgesamt war die Story super aufgebaut. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und auch die Spannung blieb erhalten, sodass man schnell durch die Geschichte kam. Neben der Handlung haben mir auch die Nebencharaktere sehr gut gefallen.
Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig und leicht. Der Humor der Geschichte entsprach meinem Geschmack und auch der Anteil an intimeren Szenen war entsprechend der Handlung. Ich würde nicht sagen, dass die Storyline sehr innovativ war, jedoch sorgte sie für ein Leseerlebnis mit Wohlfühlfaktor.


Alles in allem würde ich der Geschichte von Hanna und Finn 4/5 Sternen geben, da die Story wirklich toll geschrieben ist. Der eine Stern wird jedoch abgezogen, da Hannas Entscheidungen in den letzten Seiten das Leseerlebnis für mich deutlich gedämpft haben.

Veröffentlicht am 01.09.2019

Eine Liebesgeschichte der anderen Art

Just three words
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Iris Fox hat mit der Geschichte von Patricia und Ben ein eher untypisches Thema aufgegriffen. Ich kenne wenige Geschichten, bei denen der männliche Hauptcharakter so uncool und unbeliebt dargestellt wird, ...

Iris Fox hat mit der Geschichte von Patricia und Ben ein eher untypisches Thema aufgegriffen. Ich kenne wenige Geschichten, bei denen der männliche Hauptcharakter so uncool und unbeliebt dargestellt wird, wie in dieser. Die weibliche Hauptprotagonisitin Patricia hingegen ist beliebt, jedoch wirkt sie auf vielen Ebenen oberflächlich und arrogant. Sie scheint ihr eigenes Wohl über das Anderer zu stellen und zeigt selbst in einer Familienkrise keine Einsicht, da es nicht in ihrem Interesse steht. Zu sehr fokussiert auf Geld und sozialen Status trifft Pat bei einer Party auf Ben, welcher so gar nicht in ihr Bild von Mann passt. Er scheint nervös, ungelenk und unsozial.
Am Anfang der Geschichte empfindet man definitiv Mitleid mit ihm, da er sich kaum in das Geschehen der Party einfinden kann. Das Patricia sich nur aus Zwang mit ihm abgibt und eigentlich ein Auge auf Maik geworfen hat, macht dieses Gefühl für den Leser nicht minder existent. Es wird viel über ihn hergezogen, doch im Laufe der Geschichte merkt man schnell, dass Ben nur ein Mensch mit Eigenarten und einem schweren Familienleben ist.
Er wird zwar von den Anderen als uncool angepriesen, ist jedoch der sympathischste Charakter im ganzen Buch. Vor allem im Vergleich zu Maik, an welchem Patricia auch Interesse zeigt, scheint Ben ein Hauptgewinn zu sein. Die beiden männlichen Charaktere stehen sich gegenüber wie Tag und Nacht.
Die Nebencharaktere der Geschichte waren interessant und man konnte in den Beschreibungen die Hintergründe und Meinungen der jeweiligen schnell erkennen.

Die Story verlief sehr fließend und gefühlvoll. Der Schreibstil der Autorin war angenehm und flüssig. Beide Charaktere haben sich miteinander zum Besseren entwickelt und man spürt eine besondere Art der Verbundenheit zwischen den beiden. Insgesamt hätte ich mir für den Verlauf der Geschichte noch mehr Spannung in Form von Krisen und Streitereien gewünscht, jedoch überzeugte das Buch auch durch Gefühl und tolle Liebesszenen.

Vor allem hat mich die Autorin jedoch mit dem Thema gefesselt. In der Liebe ist nicht das Äußere und der Status wichtig, sondern viel mehr das Gefühl, welches der Gegenüber gibt. Mit Patricia und Ben hat Iris Fox ein super Beispiel gebracht, dass man sich nicht auf die Vorurteile und Meinungen Anderer verlassen sollte, sondern lieber selbst einen Blick hinter die Fassade wirft.

Insgesamt würde ich der Geschichte von Ben und Patricia 4/5 Sternen geben, da die Geschichte sehr gefühlvoll war und ein sehr interessantes Thema aufgegriffen wurde, welches Gedanken der heutigen Gesellschaft wieder spiegelt.

Veröffentlicht am 26.08.2019

Nicht das, was man glaubt

Underground Love
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"Underground Love" von K.A. McKeagney ist auf den ersten Blick nicht das, was es scheint. Alles weist auf eine spannende Liebesgeschichte, doch das Buch entpuppt sich als ein langweiliger Erotikthriller. ...

"Underground Love" von K.A. McKeagney ist auf den ersten Blick nicht das, was es scheint. Alles weist auf eine spannende Liebesgeschichte, doch das Buch entpuppt sich als ein langweiliger Erotikthriller. Positiv fand ich den Schreibstil der Autorin und die allgemeine Idee der Geschichte. Die Storyline hat Potenzial, welches jedoch nicht vollkommen angewendet wurde, da sich die Autorin mehr auf unwichtige Zwischensequenzen, als auf die wichtigen Ereignisse konzentriert hat.

Die Hauptfigur Polly war zudem ein sehr anstrengender Charakter. Ich war mir nicht sicher ob die Autorin wollte, dass man durch die Essstörung und die elterlichen Hintergründe der Protagonistin Mitleid empfand. Jedoch wirkte Polly ziemlich unsympathisch, da sie nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit ihrem kompletten Umfeld ziemlich schlecht umging.

Genauso wie Polly war auch der männliche Hauptcharakter, mit dem Polly ihren Freund betrog, eine Figur, für die man von Anfang an keine Sympathie aufbringen konnte. Ihr Blick auf ihn war ziemlich oberflächlich und er wirkte in keiner Weise freundlich genug, als das man die Obsession der weiblichen Protagonistin mit ihm verstehen könnte.

Die ersten 60% des Buches waren ereignislos. Man bekam einen Blick in Pollys Alltag, der von Arbeit, ihrer Essstörung und der Unzufriedenheit mit ihrer Familie und ihrem Freund überschattet wurde. Ausflucht suchte sie sich dann in ihren Affären in der Londoner U-Bahn. Die erotischen Szenen, die für einen Ausgleich in der Geschichte sorgen sollten, waren jedoch unspannend und meist nicht wirklich ansprechend.

In den letzten 40% verwandelte sich die geglaubte Liebesgeschichte in einen Thriller. Erwartet hat man diese Wendung nicht und sie war insgesamt auch ziemlich unpassend, jedoch hatte man ab diesem Moment das erste Mal das Gefühl, dass sich eine Spannungskurve in der Story aufbaut. Der unpassendste Teil hat mir damit am Besten gefallen.

Das Ende der Geschichte war dann wieder ziemlich vorhersehbar, wodurch sich das Buch nicht mal durch die letzten Seiten irgendwie retten konnte.

Insgesamt würde ich der Geschichte 1,5/5 Sternen geben. Das Buch hat eine interessante Idee, die jedoch meiner Meinung nach vollkommen falsch umgesetzt wurde. Eine Empfehlung würde ich nicht aussprechen.

Veröffentlicht am 01.08.2019

Ein weiterer Rockstar zum Verlieben!

Idol - Gib mir deine Liebe
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In "Idol - Gib mir deine Liebe" von Kristen Callihan dreht es sich um die Romanze zwischen John "Jax" Blackwood und Stella Grey. Ihre erste Begegnung findet in einem Supermarkt statt, wo beide versuchen ...

In "Idol - Gib mir deine Liebe" von Kristen Callihan dreht es sich um die Romanze zwischen John "Jax" Blackwood und Stella Grey. Ihre erste Begegnung findet in einem Supermarkt statt, wo beide versuchen sich für den kommenden Schneesturm einzudecken. Am Tiefkühlregal bricht ein Kampf zwischen den beiden aus -um das letzte Minz-Eis mit Schokostückchen. Stellas einzige Chance das Eis an sich zu reißen, besteht darin, ihr gegenüber zu küssen und somit für Ablenkung zu sorgen. Den Kampf gewinnt sie, doch was sie nicht weiß: ihr Gegenüber ist Jax Blackwood, einer der Leadsänger der legendären Band "Kill John" und dieser scheint plötzlich sehr viel Interesse an der rothaarigen Schönheit mit den Sommersprossen zu haben.

Kristen Callihan überzeugt auch mit dem dritten Teil der Idol-Reihe in vollem Maße. John und Stella sind zwei interessante Charaktere, welche in den letzten Jahren ihres Lebens viel durchmachen mussten.
Stella scheint eine starke junge Frau zu sein, die sich mit ihrem strahlenden Charakter durch ein schweres Leben kämpft. Ohne Familie, einem richtigen Zuhause und einem festen Job meistert sie das Leben in Manhattan wie auf einem Drahtseil. Ihre hilfsbereite, freundliche und offene Art wird im Buch immer wieder betont. Jeder in Manhattan kennt und schätzt sie. Trotz dessen fühlt sie sich einsam und glaubt nicht, dass es jemanden gibt, dem sie sich zuwenden kann. Oberflächlich scheint Stella vollkommen in Ordnung, doch im Inneren hat sie mit den Problemen der Vergangenheit und Gegenwart zu kämpfen.
John, dessen Künstlername Jax ist, traf man schon in den vorherigen Teilen. Sein Leben ist geprägt durch sein Dasein als Rockstar, jedoch überschattet alles sein Selbstmordversuch von vor zwei Jahren. Er scheint seine Lebenslust verloren zu haben. Selbst Frauen und die Musik können ihn nicht mehr aus seinem Trott heraus holen. Er ist ein komplexer Charakter mit vielen Ängsten, der eine riesige Last auf seinen Schultern trägt. Zu bedauern ist nur, dass man diese Komplexität oft nur erahnen kann. Kristen Callihan hat sich mit dem Thema Selbstmord ein schwieriges Thema ausgesucht, welches noch viel mehr in den Charakter von John hätte einfließen müssen. Die Konflikte und Spätfolgen eines solchen Versuches hätten der Story noch mehr Potenzial gegeben, jedoch konzentriert sich die Geschichte eher auf den romantischen Part zwischen Stella und John, was für einen Roman in der Kategorie New Adult verständlich ist. Trotz der dunklen Hintergründe sind die Zusammentreffen der Protagonisten immer lustig und spannend gestaltet. Man kann das Knistern zwischen den beiden ab der ersten Begegnung spüren und man wartet regelrecht, wie der nächste Schlagabtausch ablaufen wird. Die Charaktere durchlaufen Hoch- und Tiefpunkte, die sie näher zueinander bringen. Vor allem finden beide ineinander das Licht, welches ihnen Jahre lang gefehlt hat. Die Autorin hat hierbei auch neue Ideen für das langsame Kennenlernen und das stetige vertiefen der Beziehung gebracht. Die Hintergründe der jeweiligen Protagonisten sorgen nicht nur für Glücksmomente, sondern auch für tiefe Traurigkeit. Man kann in jedem Moment mit Stella und John mitfühlen. Die Nebencharaktere sind zudem eine erfrischende Abwechslung und bringen auf clevere Weise neue Konfliktsituationen in die Geschichte. Zudem werden weitere Chancen für neue Romanzen erbracht, die man in Fortsetzungen der Reihe nutzen kann.
Der flüssige Schreibstil und die Ideenvielfalt der Autorin hinterlassen ein langes und freudiges Leseerlebnis.