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Veröffentlicht am 08.02.2020

Schwere Zeiten ...

Villa Conrad
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Kunst, Kultur und Wirtschaftsaufschwung fällt mir spontan ein, wenn ich an die „goldenen Zwanziger“ denke. Aber auch der zweite Weltkrieg und die dazugehörigen Schrecken. Mein neuester Roman „Villa Conrad“ ...

Kunst, Kultur und Wirtschaftsaufschwung fällt mir spontan ein, wenn ich an die „goldenen Zwanziger“ denke. Aber auch der zweite Weltkrieg und die dazugehörigen Schrecken. Mein neuester Roman „Villa Conrad“ von Nora Elias erzählt das Schicksal einer Familie in dieser Zeit. Das Cover ist, wie ich finde, ansprechend gestaltet. Man sieht eine junge, hübsche dunkelhaarige Frau, mit Hochsteckfrisur und Perlenkette, die sich leicht umzudrehen scheint und zurückblickt. Umrandet von einem goldigen Ornament ist der Titel „Villa Conrad“ in einem angenehmen Braunton. Der Name der Autorin ist im Kontrast dazu wieder im Goldton gehalten. Der Klappentext liest sich spannend und fasziniert mich vom ersten Augenblick. Gebannt fange ich an zu lesen und tauche schnell in die damalige Zeit ein. Die Protagonisten sind eine wohlhabende Frankfurter Familie. Oberhaupt Günther Conrad und seine Ehefrau Lydia, seine älteste Tochter Clara, sein Sohn Raiko sowie die Zwillinge Sophia und Ludwig. Dazu gibt es noch ein paar Cousins, Freundinnen, Schauspieler, Anwälte und eine Geliebte. Diese Personen werden am Anfang kurz erklärt. Der Plot gliedert sich in fünf Teile. Teil 1: spielt von 1928 -1930. Teil 2: 1932 -1933. Teil 3: 1937 -1939, Teil 4: 1940 -1941, Teil 5: 1944 -1945. Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, der sich wie ich finde, sehr gut lesen lässt. Wortwahl und Sprachgebrauch sind der Thematik angepasst. Die Romanfiguren werden detailreich und fein beschrieben. Da springt, ob man will oder nicht, das eigene Kopfkino an. Dramatische und schwere Zeiten, aber auch eine „gefährliche Epoche“ für „meine“ Romanfiguren. Naziterror, Krieg, Weltwirtschaftskrise... Ich liebe und leide, wie bei jedem guten Roman mit, verdrücke mir hin und wieder ein paar Tränen und kämpfe mich tapfer durch die vielen, vielen Buchseiten. Da ich einen großen Faible für Familiengeschichten habe, gelingt mir das innerhalb kürzester Zeit. Das Schicksal von Schauspieler und Sinto Vincent Rubik ging mir beim Lesen besonders unter die Haut. Und fast bin ich beim Zuklappen des Buches ein wenig traurig, dass ich nicht noch mehr über die Familie erfahren habe.


... Ein großer Gesellschaftsroman aus einer gefährlichen Epoche ...

Inhalt:
Frankfurt in den Goldenen Zwanzigern: Der Großindustrielle Günther Conrad befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Doch während seine älteste Tochter Clara alle Erwartungen erfüllt und den Unternehmer Eduard Jungbluth heiratet, entpuppt sich Conrads Sohn und künftiger Nachfolger Raiko als Pantoffelheld. Die meisten Sorgen bereiten Conrad aber seine beiden jüngsten Kinder, die Zwillinge Sophia und Ludwig. Sie verbringen ihre Zeit lieber mit Schauspielern als in der besseren Gesellschaft. Als sich Sophia in den Sinto Vincent Rubik verliebt, bahnt sich mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten eine Katastrophe an. Denn Sophia geht für ihre Liebe Risiken ein, die sie und ihre Familie in den Abgrund zu reißen drohen ...

Die Autorin:
Nora Elias ist das Pseudonym einer im Rheinland lebenden Autorin historischer Romane. Zum Schreiben kam sie bereits als Studentin; nun widmet sie sich vermehrt der jüngeren deutschen Geschichte. Sie liebt Reisen und lange Wanderungen. Ihr Roman »Antonias Tochter« wurde mit dem begehrten DELIA-Literaturpreis 2018 ausgezeichnet.

Weitere Bücher:
Die Frauen der Familie Marquard, Antonias Tochter, Königsberg 1, Königsberg 2,

Fazit: 5 Sterne***** Das Taschenbuch hat 576 Seiten und ist im Goldmann Verlag erschienen.




























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Veröffentlicht am 02.02.2020

Du sollst nicht töten ....

Liebe mich, töte mich
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Düstere Krimis und Thriller haben es mir als Kontrastprogramm neben Familiengeschichten stark angetan. Sehe ich so eine Neu-Erscheinung ☺, schwubs landet sie, wie von Zauberhand in meinem Reich. So auch ...

Düstere Krimis und Thriller haben es mir als Kontrastprogramm neben Familiengeschichten stark angetan. Sehe ich so eine Neu-Erscheinung ☺, schwubs landet sie, wie von Zauberhand in meinem Reich. So auch bei diesem Werk. Der Taschenbuch-Thriller „Liebe mich, töte mich“ von Jennifer Hillier hat ein fantastisches Cover. Tiefschwarz, darauf in schneeweißen Lettern, der Name der Autorin, der Titel und das Wort Thriller. Ein paar blutrote Rosenblätter die verstreut und achtlos darüber verstreut sind. Ich finde ja, dass Farben ein reines Manipulationsinstrument sind. Die Farbe schwarz hat für mich etwas Dämonisches, Unheimliches. Weiß dagegen rein und unschuldig. Das rot als Eyecatcher für Gefahr und Achtsamkeit. Der Klappentext liest sich vielversprechend und lässt auf ungetrübten Krimispass hoffen. Gespannt fange ich an zu lesen. Das Buch ist in fünf Teile gegliedert. Verleugnung, Wut, Verhandlung, Depression, Akzeptanz. Der Plot ist eine in sich geschlossene Geschichte. Die Protagonisten Geo, (Angela) und Calvin sind eigenartig und wie ich finde gewöhnungsbedürftig. Aber das ist vermutlich auch irgendwie damit erklärbar, dass man Serienmörder wohl nicht wirklich sympathisch finden kann. Und dass Menschen immer und immer wieder töten, bis dein Freund und Helfer sie endlich stoppt. Und als Vielleserin weiss ich nicht erst seit gestern, dass oft hinter dem „netten Nachbarn“, „dem Postmann“ oder „dem Gärtner“ so eine Krimifigur stecken kann. Der mir bis dahin unbekannten Autorin gelingt es jedenfalls, mich meisterhaft zu unterhalten. Der Thriller ist aufwühlend, mitreißend und hat viele überraschende Wendungen. So eine richtig schöne Schauergeschichte lese ich natürlich am liebsten im Hellen und auch nur wenn mein Lieblingsmensch in der Nähe ist. Und es geht in diesem Büchlein recht blutrünstig zu, denn es werden einige Frauen ermordet.

...Man sieht nur, was man sehen will, nicht das, was da ist ... Seite 373



Inhalt:
Der Mörder hinterlässt grausame Botschaften. Und du weißt, sie gelten dir.

Vor vierzehn Jahren kehrte Geos beste Freundin Angela nach einer Party nicht nach Hause zurück. Nun wird ihre zerstückelte Leiche gefunden. Für die Polizei ist schnell klar: Angela ist das Opfer des berüchtigten Serienmörders Calvin James. Doch für Geo ist Calvin nicht nur ein Serienmörder. Für sie ist er ihre erste große Liebe. Seit vierzehn Jahren weiß sie, was in dieser einen Nacht geschah, und vierzehn Jahre lang hat sie niemandem davon erzählt. Doch dann werden weitere Frauen ermordet, auf dieselbe Weise wie damals Angela. Der Mörder hinterlässt am Tatort eindeutige Botschaften. Und diese Botschaften gelten Geo ...

Die Autorin:
Jennifer Hillier hat Angst im Dunkeln – bevor sie schlafen geht, überprüft sie mehrmals, ob alle Türen gut verschlossen sind. Trotzdem ist ihr Lieblingsautor Stephen King. Mit ihrem Mann und dem gemeinsamen kleinen Sohn lebt sie in Toronto, Kanada. »Liebe mich, töte mich« ist ihr erstes Buch auf Deutsch.

Fazit: 4**** Das Taschenbuch „Liebe mich, töte mich“, hat 464 Seiten und ist im Penguin Verlag erschienen. Es ist ein Thriller, wie ich ihn gerne mag und der einem die Häääääärchen zu Berge stehen läßt. Das Ende hat mich überrascht und war so auch nicht vorhersehbar.


























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Veröffentlicht am 02.02.2020

Vergangene Zeiten ...

Blaue Nächte
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Ich erinnere mich noch genau, denn ich bin ein Kind der 60ziger. Wilde Zeiten waren dasssssss ☺! Und nun schwelge ich beim Anblick meines neuesten Romans, „Blaue Nächte“ von Rebekka Knoll, ein wenig in ...

Ich erinnere mich noch genau, denn ich bin ein Kind der 60ziger. Wilde Zeiten waren dasssssss ☺! Und nun schwelge ich beim Anblick meines neuesten Romans, „Blaue Nächte“ von Rebekka Knoll, ein wenig in eigenen alten Erinnerungen.... Das Cover des broschierten Taschenbuchs sieht recht hübsch aus. Sechziger Jahre mäßig. Blauer Himmel, Wölkchen, Möwen und davor ein junges Paar. Im Hintergrund sieht man Teile der Stadt.
Der Klappentext liest sich vielversprechend, das scheint ein Buch zu sein, das ganz für mich gemacht ist. Im Inneren des Taschenbuchs befinden sich alte Schreibschriftbrieflein und deuten auf einen Emil und eine Lotte hin.
Große Liebe, Hindernisse, Träume , haaaach. Gespannt fange ich an zu lesen und lasse mich auf die Geschichte ein. Die Protagonisten Lotte und Emil sind von der Autorin liebevoll erdacht und werden detailreich beschrieben. Ich kann mir gut vorstellen, dass es sie so tatsächlich irgendwo so gegeben hat. Ich begebe mich auf meine virtuelle Zeitreise und träume, liebe und leide, wie immer kräftig mit. Das Liebe aber auch immer so kompliziert sein muss. Die jungen Leute müssen einiges aushalten und ich zücke schon mal prophylaktisch die Taschentücher, denn ich habe heute irgendwie „nahe am Wasser gebaut“. An alte Tanzbars, Diskotheken oder urige Kneipen erinnere ich mich aus meiner Jugendzeit ebenfalls gerne und fühle mich daher durch die Lektüre in diese Zeit zurückversetzt. Das hat Rebekka Knoll fein aufgegriffen und die Atmosphäre von früher ins „hier und jetzt“ transportiert. Mitreißend und zu Herzen gehend schildert sie gekonnt die Geschichte. Besonders fein gelöst finde ich dabei, die Teilung in „früher“ und „fünfzig Jahre später“. Da wird dann die dritte Protagonistin Milena ins Spiel gebracht. Kunstvoll wie bei einer alten Flechtfrisur, greift nun, in abgeteilten Strängen, die Vergangenheit in die Gegenwart. Das finde ich immer wieder gut gemacht und lese es daher gerne. Das waren irgendwie schon tolle Zeiten. Minikleider, Bluejeans, rebellierende Jugendliche, Hindernisse und romantische Glühwürmchen-Sommer. Es kommt mir auch fast ein wenig so vor, als ob es eher ein „mit“ anstatt ein „nebeneinander“ gegeben hätte. Aber vielleicht, ist das auch nur mein Alter und der verklärte Blick auf die Vergangenheit. Das Buch ist jedenfalls wunderschön und wirkt noch lange nach. Und wer sich bis jetzt fragt, ob es die große Liebe wirklich gibt, der sollte unbedingt dieses Buch lesen! Aber sich unbedingt auch eine Packung Kaugummi parat legen, denn die Lust darauf steigt nach dieser Lektüre ebenfalls. ☺!


.... Es gibt sie. Die ganz große Liebe....

Inhalt:
Es gibt sie, die ganz große Liebe – man muss nur um sie kämpfen

Deutschland in den Sechzigern: Lotte und Emil sind noch Kinder, als sie sich ineinander verlieben. Doch als Lottes Familie fortzieht, verlieren sie sich aus den Augen. Jahre später begegnen sie sich im Tanzlokal Blue Nights wieder. Zwischen eng umschlungenen Paaren in Bluejeans und Minikleidern versprechen sie sich, dass sie sich genau hier wiederfinden werden, sollten sich ihre Wege je erneut trennen …

Fünfzig Jahre später jobbt die junge Milena im Blue Nights. Eines Abends begehrt ein alter Mann verzweifelt Einlass: Er behauptet, dass auf der Tanzfläche jemand auf ihn warte. Milena weist ihn ab, doch seine Bitte lässt sie nicht los. Sie taucht ein in die Vergangenheit des Blue Nights – und stößt auf eine bewegende Liebesgeschichte …


Die Autorin:
Rebekka Knoll, 1988 in Kassel geboren, studierte in Erlangen, Bern und Berlin. Sie hat bereits mehrere Romane und ein Jugendbuch veröffentlicht und wurde mit dem Kurd-Laßwitz-Stipendium der Stadt Gotha ausgezeichnet. »Blaue Nächte« ist ihr erster Roman im Penguin Verlag. Sie arbeitet in Kassel, lebt auf dem Land und fühlt sich von alten Tanzlokalen magisch angezogen.




Fazit: **** Sterne. “Blaue Nächte“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 336 romantische und verführerische Seiten.


























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Veröffentlicht am 02.02.2020

Lass dich bezirzen ...

Ich bin Circe
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Mein neues Hörbuch hat ein umwerfendes Cover. Tiefschwarz und in Gold das Porträt einer griechischen Schönheit. Darunter der lockende Titel „Ich bin Circe“ von Madeline Miller. Das Ganze wird von Anna ...

Mein neues Hörbuch hat ein umwerfendes Cover. Tiefschwarz und in Gold das Porträt einer griechischen Schönheit. Darunter der lockende Titel „Ich bin Circe“ von Madeline Miller. Das Ganze wird von Anna Vielhaben gesprochen. Hmmm ☺, griechische Sagen mag ich sehr gerne. Ein paar kenne ich noch aus meiner Schulzeit. An Circe erinnere ich mich nur noch dunkel. Ich meine, dass sie keine Männer mochte, gezaubert hat und Menschen in Tiere verwandeln konnte. Gespannt setze ich also meine Kopfhörer auf und lasse mich auf die Geschichte ein. Am Anfang erfahre etwas über ihre Familie und ihr Umfeld. Das sie die Tochter von Helios und Perseis ist, aber auch die Schwester von König Aeetes von Colchis von Kreta. Nach und nach dämmert es mir langsam wieder. Ein paar bekannte Namen fallen mir beim gespannten zuhören wieder ein. Gar nicht so einfach die Geschehnisse und Götter wieder zu einem runden Bild zusammenzufügen. Wer da noch nie etwas von den Geschichten und Personen gehört hat, für den könnte es etwas schwierig werden. Das denke ich zumindest. Und „bezirzen“, jemanden in seinen Bann ziehen, das scheint Circe mit Odysseus jedenfalls gelungen zu sein. Denn Hermes, der Botengott, konnte mit seinem Kraut, das er Odysseus gegeben hat, nichts gegen Circes Zauberkräfte bewirken. Schön fand ich auch, dass die Odyssee aufgegriffen wurde, aber auch einige Symbole, wie das des Schweins oder der Tasse, erklärt wurden. Dadurch wird das Stück noch eher verständlich und ergibt nach und nach Sinn. Ich fand es jedenfalls recht erbaulich, wieder in die Welt der Götter abzudriften und mein „angestaubtes“ Wissen so wieder etwas aufzufrischen. Und Cire hat es geschafft, mich ebenfalls für mehrere Stunden in den Bann zu ziehen.

UNSTERBLICH. UNVOLLKOMMEN. UNBEZÄHMBAR

Inhalt:
Der Mythos von Circe – modern und fesselnd neu erzählt

Circe, Tochter des Sonnengotts Helios, ist anders: Denn sie besitzt Zauberkräfte. Von ihrer Familie missachtet und von Zeus verbannt, führt sie ein zurückgezogenes Leben auf der Insel Aeaea unter wilden Tieren, die sie gezähmt hat. In der Abgeschiedenheit entwickelt sie ihre magischen Fähigkeiten weiter, bis sie sich wahrhaftig eine Hexe nennen kann. Doch sie bleibt nicht lange allein: Als Hermes, Daidalos, Odysseus, Iason, Medea und die mächtige Athene ihre Wege kreuzen, muss sich Circe die Frage stellen: Will sie zu den Göttern gehören oder zu den Sterblichen, die sie lieben gelernt hat?

Ann Vielhaben lässt Circe in all ihren Facetten lebendig werden, aber ihre Stimme gefällt mir nicht so wirklich. Vorlesen, will gelernt sein. Die angenehme Dynamik oder die richtige Betonung alleine reicht nicht, wie ich finde. Das hätte man vielleicht besser besetzen können. Dennoch würde ich das Hörbuch weiter empfehlen, weil mir der Inhalt trotzdem gefallen hat.

Die Autorin und weitere Mitwirkende:
Madeline Miller, 1978 in Boston geboren, wuchs in New York und Philadelphia auf, studierte Altphilologie und unterrichtete in Cambridge Latein und Griechisch. Für ihren Debütroman „Das Lied des Achill” wurde sie 2012 mit dem Orange Prize for Fiction ausgezeichnet; er wurde in 25 Sprachen übersetzt. In „Ich bin Circe”, ihrem zweiten Roman und ebenso wie „Das Lied des Achill” ein internationaler Bestseller, erzählt sie Circes Geschichte aus der Odyssee noch einmal neu – als die einer weiblichen Selbstermächtigung. Madeline Miller lebt in der Nähe von Philadelphia, Pennsylvania.

Ann Vielhaben, geboren 1975 in Hamburg, studierte Schauspiel und spielte an verschiedenen deutschen Theatern, bevor sie sich als Synchron- und Hörbuchsprecherin einen Namen machte. Sie ist u. a. die Synchronstimme von Deborah Ann Woll (bekannt aus der Serie „True Blood“ und aus dem Marvel-Universum „Daredevil“, „Punisher“, „Crime”). Mit ihrer warmen und atmosphärischen Art zu lesen, erweckt sie v. a. Fantasyhörbücher zum Leben.

Weitere Bücher:
Das Lied des Achill, The Song of Achilles

Fazit: **** Sterne. Die MP3-CD “Ich bin Circe“ ist im Random House Audio Verlag erschienen. Die zwei MP3-CDs haben eine Laufzeit von 12 Stunden und 15 Minuten.








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Veröffentlicht am 24.01.2020

Selbstbesinnung ...

Das Knistern der Sterne
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Das Knistern der Sterne

Diane Jordan

Mein neuestes Buch, hat ein wunderschönes Cover, wie ich finde. Nachtblau mit einem herrlichen Sternenhimmel, der Vollmond mit zwei Möwen, ein Ozeandampfer und dazu ...

Das Knistern der Sterne

Diane Jordan

Mein neuestes Buch, hat ein wunderschönes Cover, wie ich finde. Nachtblau mit einem herrlichen Sternenhimmel, der Vollmond mit zwei Möwen, ein Ozeandampfer und dazu den verlockenden Titel: „Das Knistern der Sterne“ von Claire Hoffmann. Der Klappentext ist ansprechend und reizt zum weiteren Lesen an.
Die Protagonisten Stella und Balthasar sind originell und ungewöhnlich. Sie werden detailreich beschrieben und haben jeder auf seine Weise, einen recht eigenwilligen Charakter. Nichtsdestotrotz strahlen sie dabei ihren ganz eigenen, besonderen Charme aus. Die Konstellation „Alt trifft Jung“ scheint auf den ersten Blick recht ungewöhnlich. Witzig wird es, wenn man sich die Frage stellt: Was denken die gegenseitig voneinander? Also: Was denken ältere Menschen über junge Menschen? Was Junge über Alte? Der Autorin gelingt es, meiner Meinung nach fantastisch, diesen Denkansatz für ihren Plot mit aufzubereiten. Das gegenseitige Kennenlernen und aufeinander Einlassen könnte nicht schöner beschrieben werden als am Beispiel von der noch jungen Stella und dem alten Balthasar. Der Schreibstil von Hoffmann ist angenehm zu lesen und die Wortwahl der Thematik angepasst. Ich finde es zwar selber merkwürdig oder eher ungewöhnlich, dass einen ein Mensch, den man nicht kennt, zu einer Kreuzfahrt einlädt. Grins ☺! Aber was soll es. Hat es alles schon gegeben und wenn nicht, ist es zumindest ein fantasievoller Aufhänger für eine ungewöhnliche Geschichte. Die beiden Protagonisten machen während ihrer gemeinsamen Reise einen Entwicklungsprozess durch. Dies bringt nach und nach jeden von ihnen weiter, denn sie konnten sich vorher nicht wirklich für andere oder den anderen öffnen. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass „Jemanden zu vertrauen ist, als verschenke man den Schlüssel zu einem wertvollen Schatz, nämlich dem Herzen!“ Und so kann in einer Begegnung auch der Charme eines Neuanfangs oder Beginns liegen. Und ich hoffe aus tiefsten Herzen, dass meine Buchhelden dadurch nicht verletzt, verraten, betrogen oder belogen werden. Aber wie bei jeder „guten“ Geschichte, wird am Ende alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, ist es nicht das Ende“ ....

... Eine unvergessliche Geschichte über den Mut zur Wahrheit, Neuanfänge und die Magie, die jeder Begegnung innewohnt ...


Inhalt:

Stella, arbeitslos und frisch verlassen, ist in einem ziemlich desolaten Zustand, als sie auf den siebzigjährigen Balthasar trifft. Der ehemalige Literaturprofessor lädt sie ein, ihn auf eine Kreuzfahrt zu begleiten. Seine einzige Bedingung: Stella darf keine Fragen zu seiner Vergangenheit stellen. Spontan sagt sie zu, und die Reise beginnt wie ein Traum, der sich erfüllt. Stella genießt das Leben an Bord, die Weite des Ozeans, die sternenklaren Nächte, erlebt ein Abenteuer nach dem anderen und findet langsam zu sich selbst zurück. Doch dann wird immer deutlicher, dass Balthasar etwas zu verbergen hat. Und auch Stella wird mit einer unbequemen Wahrheit über ihr Leben konfrontiert.

Die Autorin:
Claire Hoffmann hat als Schauspielerin an Theatern und in zahlreichen Filmen gespielt, heute schreibt sie Drehbücher und Romane. Sie liebt es, ganze Tage am Schreibtisch zu verbringen und Geschichten zu erfinden, die überall auf der Welt spielen. Sie lebt in Hamburg und Berlin.



Weitere Bücher:

Die Liebe zum Regen, Rosenkurs,
Fazit: **** Sterne. “Das Knistern der Sterne“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 272 fast philosophische Seiten.


























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