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Veröffentlicht am 14.04.2026

witzig, unterhaltsam und charmant

Ziemlich beste Verbrecher
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„Ziemlich beste Verbrecher“ ist von Sunil Mann geschrieben und im Verlag grafit erschienen.
Alois Mistelzweig, ehemaliger Pianist, und Berta Bartók, eine pensionierte Köchin wohnen gemeinsam in der Zürcher ...

„Ziemlich beste Verbrecher“ ist von Sunil Mann geschrieben und im Verlag grafit erschienen.
Alois Mistelzweig, ehemaliger Pianist, und Berta Bartók, eine pensionierte Köchin wohnen gemeinsam in der Zürcher Villa ihrer verstorbenen Arbeitgeberin, obwohl sie sich eigentlich nicht mögen. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie durch Gaunereien und Diebstahl. Als sie bei einem Handtaschenraub vom Opfer erwischt werden, wird das ungleiche Paar gezwungen nach einer verschwundenen Freundin zu forschen und zu suchen. Diese Herausforderung nehmen sie gerne an, weil es für sie zugleich eine Abwechslung aus dem öden Rentnerdasein bedeutet.
Es handelt sich hier um einen ungewöhnlichen Kriminalroman, der sicher auch Nicht-Krimifans begeistern wird. Der Fokus liegt nicht unbedingt auf dem Spannungsbogen. Das Buch ist charmant, unterhaltsam und humorvoll geschrieben. Es ist jede Menge Situationskomik enthalten. Die Charaktere sind etwas eigen, aber liebenswert. Alois und Berta sind wirklich toll gewählt und sehr ungewöhnlich. Über die humorvollen Dialoge zwischen ihnen habe ich mich sehr amüsiert.
Obwohl es in dem Buch nicht blutig zugeht und auch keine polizeilichen Ermittlungen anfallen, ist ein kleiner Spannungsbogen vorhanden, der bis zum Ende erhalten bleibt. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf Humor und Unterhaltung. Auch ein paar ernste Zwischentöne sind zu finden. So geht es auch um das Leben im Alter und um Altersarmut.
Fazit: Ein ungewöhnliches und ungleiches Ermittlerpaar tritt hier als Hobbydetektive in Erscheinung. Ich habe die beiden ins Herz geschlossen und mit ihnen beiden mitgefiebert. Ich finde die Grundidee und auch die Handlung sehr originell und gut umgesetzt. Gerne empfehle ich diesen Cosy Crime weiter.

Veröffentlicht am 10.04.2026

lustig und lehrreich

Gehen Tiere auch aufs Klo?
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Durch den Prozess des Trockenwerdens sind lustige Klo-Geschichten bei Kindern im Kleinkindalter sehr beliebt. Im Carlsen Verlag ist ein Kinderbuch passend zu diesem Thema erschienen: „Gehen Tiere auch ...

Durch den Prozess des Trockenwerdens sind lustige Klo-Geschichten bei Kindern im Kleinkindalter sehr beliebt. Im Carlsen Verlag ist ein Kinderbuch passend zu diesem Thema erschienen: „Gehen Tiere auch aufs Klo?“ von Maike Harel und Nadine Resch. Es hat uns schon mit seinem Cover, das mit lustigen Tieren verziert ist, richtig Lust gemacht, mehr über deren Klo-Gewohnheiten zu erfahren.

Alle Tiere gehen aufs Klo. Sie essen, und der natürliche Prozess erfordert danach – egal wann und wo – den Darm zu entleeren. Wie das aussieht, ob es müffelt oder nicht und ob die Hinterlassenschaften mancher Tiere sogar als Nahrung für andere Tiere dienen? Seid gespannt!

Das Kinderbuch wird für Kinder ab 3 Jahren empfohlen – also genau passend für die ersten Toilettengänge. Wir hatten richtig viel Spaß beim Lesen und Betrachten, und meine Tochter hat sich kaputtgelacht. Neben dem unterhaltsamen Faktor ist es aber auch lehrreich zu sehen, wie die Tiere ihr Häufchen verrichten und wie man die Hinterlassenschaften im Spezifischen nennt. Wusstet ihr zum Beispiel, wie man die Notdurft einer Fledermaus nennt?

Der Text ist kurz gehalten, und durch die Reimform lässt er sich toll vorlesen. Auch die wiederkehrenden Reime machen das Buch zu einem kurzweiligen Lesespaß. Die tollen, farbenfrohen Illustrationen sind richtig schön und bereiten der ganzen Familie beim Betrachten viel Freude.

Von uns gibt’s eine große Weiterempfehlung für dieses wunderbare, lustige und lehrreiche Kinderbuch. Es eignet sich auch perfekt als kindgerechte Klolektüre zum Vorlesen bei den ersten eigenen Toilettenversuchen. In unserem Badezimmer bekommt es auf jeden Fall einen festen Ehrenplatz.

Veröffentlicht am 02.04.2026

schöne Cowboy-Romance

Arizona Cowboy
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Dr. Emma Killer hat eine Reise durch Amerika mit dem Auto geplant. Kurz vor dem Reisetermin fällt ihre Reisebegleitung krankheitsbedingt aus. Emma beschließt die Reise alleine anzutreten.

Mitten in der ...

Dr. Emma Killer hat eine Reise durch Amerika mit dem Auto geplant. Kurz vor dem Reisetermin fällt ihre Reisebegleitung krankheitsbedingt aus. Emma beschließt die Reise alleine anzutreten.

Mitten in der Wildnis Arizonas hat sie eine Autopanne. Hilfe bekommt sie von dem Rancher Brandon, auf dessen Farm sie einige Tage übernachten kann, nachdem sie sogar eine Nacht in der Arrestzelle der Polizei verbracht hat. Ganz unerwartet fliegen die Funken zwischen den beiden, und so nach und nach verliebt sich Emma in Brandon, obwohl das ganz und gar nicht auf ihrem Plan stand. Aber eine deutsche Ärztin und ein Cowboy – ob das eine Perspektive hat? Lest selbst…

Dies war meine erste Cowboy-Romance und ich hatte ein wenig Zweifel, ob es wirklich mein Genre ist. Aber Matilda Meng wusste mich mit ihrem Debüt zu überzeugen.

Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen. Es wechselt immer die Sichtweise zwischen Emma und Brandon, so dass man sich in beide gut hineinversetzen kann. Ich mochte beide Protagonisten gleichermaßen, und sie kamen mir authentisch vor. Das Buch witzig und humorvoll geschrieben, und es kommen keinerlei Längen auf. Die Romanze hat mir gut gefallen. Stellenweise waren die Beschreibungen richtig prickelnd und mit einem kleinen Schuss Erotik gewürzt.

Es wurden zwar einige Klischees bedient und das Ende war vorhersehbar, aber das hat mich hier nicht gestört.

Fazit: Ein wunderbares Setting, sowie sympathische Charaktere werden hier zu einer locker-leichten Liebesgeschichte zusammengefügt. Wer dieses Genre mag, dem kann ich den Roman sehr empfehlen. Ich freue mich jetzt auf den Folgeband „Arizona Baby“.

Veröffentlicht am 26.03.2026

ein Wohlfühlroman zum Abschalten und Entspannen

Körbchen mit Bergblick
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„Körbchen mit Bergblick“ von Caroline Messingfeld ist untertitelt mit „Ein Glücksroman“ und besticht durch sein zauberhaftes Cover.
Hauptprotagonistin Ally ist als Musical-Darstellerin auf Kreuzfahrtschiffen ...

„Körbchen mit Bergblick“ von Caroline Messingfeld ist untertitelt mit „Ein Glücksroman“ und besticht durch sein zauberhaftes Cover.
Hauptprotagonistin Ally ist als Musical-Darstellerin auf Kreuzfahrtschiffen heimisch und immer in der weiten Welt unterwegs. Als ihre Mutter erkrankt, kehrt Ally in ihre Heimat im beschaulichen Lenggries zurück. Während ihre Mutter sich eine Reha gönnt, kümmert sich Ally um die Tierarztpraxis und Tierpension der Familie.
Es handelt sich um einen wunderbaren Wohlfühlroman mit viel Herz und Gefühl. Zugleich kommt reichlich Urlaubsflair auf und man hat die bayrischen Berge förmlich vor Augen und die gesunde Landluft schier in der Nase. Mit einer Tierpension und einer Tierarztpraxis ist natürlich ein wunderbares Setting geschaffen.
Es ist auch eine schöne Liebesgeschichte mit viel Gefühl und Romantik eingebaut. Die Protagonisten sind sehr sympathisch dargestellt und wirken menschlich und authentisch.
Der Schreibstil liest sich locker und leicht. Es ist immer eine Prise Humor dabei, so dass man zwischendurch immer lächeln muss. Nur die Schrifttype beim Taschenbuch hat mir leider nicht zugesagt.
Fazit: Ein Buch für erholsame Lesestunden zum Wohlfühlen, Abschalten und Entspannen. Zugleich darf man ein wenig Berg- und Urlaubsluft schnuppern. Und auch alle Tierfreunde kommen hier auf ihre Kosten. Wenn ihr dies mögt, dann kann ich euch dieses herzliche Buch sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

unterhaltsamer Familien- und Urlaubsroman mit Tiefgang

Andere nennen es Urlaub
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„Sie nennen es Urlaub, andere nennen es Familientherapie“ (S. 366)
„Andere nennen es Urlaub“ ist von Franka Bloom geschrieben und im Verlag Rowohlt erschienen.
Das Buch handelt von einer abenteuerlichen ...

„Sie nennen es Urlaub, andere nennen es Familientherapie“ (S. 366)
„Andere nennen es Urlaub“ ist von Franka Bloom geschrieben und im Verlag Rowohlt erschienen.
Das Buch handelt von einer abenteuerlichen Reise nach Italien. Eigentlich wollte Nettie, die in der Mitte ihres Lebens steht, eine kleine Auszeit und etwas Erholung. Doch es kommt ganz anders, da sie ihren alten Vater nach Italien mitnehmen muss, der gerade unter dem Tod seiner kürzlich verstorbenen „Mutsch“ leidet.
Nettie hat es nicht leicht. Nun verliert sie auch noch ihren Brotjob und in ihrem Traumjob als Schauspielerin war sie nie erfolgreich. Ihr 18jähriger Sohn macht Abi und möchte sich abnabeln. Mit ihrer Schwester hat sie nicht das beste Verhältnis und ihr Vater, der gerade erst seine Frau verloren hat, ist es auch etwas schwierig. Dies alles deutet vielleicht schon darauf hin, dass es sich hier nicht nur um einen locker-leichten Urlaubsroman handelt, auch wenn das Cover dies vermuten lässt.
Die Geschichte ist zwar sehr humorvoll erzählt und man muss immer wieder schmunzeln und lachen. Trotzdem ist viel Tiefgang und Ernsthaftigkeit beigemischt. So geht es um das Eltern-Kind-Verhältnis, welches unabhängig vom Alter immer bestehen bleibt. Es geht ums Loslassen, um vergrabene Träume, um Neubeginn und einiges andere mehr.
Trotz der teilweise ernsten Thematik kann man die Lektüre und die Reise nach Italien richtig genießen. Der Schreibstil ist erfrischend und unterhaltsam. Insbesondere der Vater und das alltägliche Chaos haben mich immer wieder zum Grinsen gebracht und für gute Laune gesorgt.
Zum Abschluss noch ein Zitat von S. 298: „Wir alle haben nur dieses eine Leben. Und wir entscheiden selbst, was wir mit diesem einen Leben anstellen wollen.“

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