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Veröffentlicht am 01.06.2017

Kann man eine verloren geglaubte Liebe neu beleben

Mittsommerleuchten
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Schon das Cover hat mir gut gefallen, eben typisch Asa Hellberg.
In dieser Geschichte menschelt es gewaltig. Eine verloren geglaubte Liebe kehrt zurück, eine andere Liebe geht in die Brüche oder etwa doch ...

Schon das Cover hat mir gut gefallen, eben typisch Asa Hellberg.
In dieser Geschichte menschelt es gewaltig. Eine verloren geglaubte Liebe kehrt zurück, eine andere Liebe geht in die Brüche oder etwa doch nicht, Eifersucht, ja sogar ein Mordversuch, alles kommt vor.
Gloria Moreno, 53jährig, die Operndiva in Stockholm ist in leichter Panik. Sie spürt ihr Alter und möchte eigentlich nach Spanien, die Heimat ihrer Mutter ziehen. Als wäre das nicht genug, soll sie noch einmal die Carmen singen. An sich kein Problem, die Stimme ist immer noch einwandfrei geölt, wenn da nicht die Sänger wären, die die männlichen Rollen singen. Sebastian und Dominic. Mit Dominic war sie mal verheiratet und Sebastian war der Freund danach. Am liebsten würde sie hinschmeißen und spielt schon mal krank, bis ihr Berufsethos doch greift. Sie spricht mit Agnes ihrer Schwester darüber, doch die hat jetzt andere Sorgen. Sie will sich unbedingt von Stefan ihrem langjährigen Mann trennen. Zu den Vorproben kam Gloria nicht, aber zu den Hauptproben erscheint sie. Absofort geht es rund. Sebastian und Dominic giften sich an, sie sind eifersüchtig aufeinander. Pjotr, der Dirigent will was von ihr und ein abgelegter Liebhaber taucht auch noch auf. Gloria sagt klar, daß sie momentan frei sein will, obwohl sie doch noch Gefühle für Dominic hat, die sie aber heftig bestreitet. Agnes kommt mit ihrer Trennung gut zurecht, bis Stefan ins Krankenhaus muß.
Den Rest sollte der geneigte Leser selber lesen. Es gibt noch soviele Fragen. Finden Gloria und Dominic wieder zusammen, findet die Aufführung überhaupt statt, wem galt der Mordanschlag und wer hat ihn verübt, was passiert mit Agnes und Stefan und noch einiges mehr.
Ich mag den Erzählstil. Asa Hellberg kann sich sehr gut in das Leben von Ü50 Personen einfühlen, was man ja schon aus ihren anderen Büchern kennt. Zudem kriegt man einen kleinen Abriß vom Geschehen an einer Oper mit und lernt Stockholm ein bißchen kennen.

Veröffentlicht am 23.05.2017

Lustig und kurzweilig!

Ich will so bleiben, wie ich war
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Pluspunkte:

Ich habe auf jedenfall ein lustiges, kurzweiliges Buch gelesen. Die kurzen Kapitel verführen zum immer weiter lesen. Das Cover ist modern aufgemacht! In den Kapiteln wird versucht dem Wunschtraum ...

Pluspunkte:

Ich habe auf jedenfall ein lustiges, kurzweiliges Buch gelesen. Die kurzen Kapitel verführen zum immer weiter lesen. Das Cover ist modern aufgemacht! In den Kapiteln wird versucht dem Wunschtraum "ich will so bleiben wie ich war" näher zu kommen und doch auch wieder nicht. Vielleichtt will ich ja doch grade so sein, wie ich momentan bin. In vielen Geschichten hab ich mich wiedererkannt. Einige Sprüche,die so mancher Leserin weiterhelfen können, sind auch zu finden. Das bayrische Mantra kenn ich allerdings schon als Bayerin. Vieles wird überspitzt dargestellt. Zum Schluß freut sich Frau Bittl zu recht Spiegel-Bestsellerautorin zu sein und versucht mit dieser Tatsache klar zu kommen. Es gibt auf jedenfall viel zu schmunzeln und man kann prima Vergleiche anstellen.

Minuspunkt

Es mag vielleicht an der Lebenserfahrung liegen, vieles kam mir sehr bekannt vor, nur etwas anders geschrieben, vieles auch sehr pauschal. Warum muß ich Unglück lernen um zu wissen, wann ich glücklich bin?

Mich hat das Buch etwas ratlos zurück gelassen. Will ich jetzt so bleiben wie ich war oder vielleicht so bleiben wie ich bin? Soll ich jetzt nörgeln, weil es gesund ist oder lieber nicht? Ich hab noch nie genörgelt! Ich bin jetzt gut sechzig und interessiere mich für alles Moderne, auf mein Smartphone bin ich superstolz, ich hab ein Navi und einen Festplattenrecorder und natürlich einen Laptop.

Ich für mich hab auf diesem Gebiet schon Besseres gelesen!

Wenn sie ein lustiges, kurzweiliges Buch mit diesem Thema interessiert ist es sicher eine Empfehlung!



Veröffentlicht am 12.05.2017

Hat mich nicht ganz überzeugt

Das Panama-Erbe
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Das Cover ist einfach beeindruckend. Ich war sehr gespannt auf die Fortsetzung der Tochter des Drachenbaums.
Im Prolog erfahren wir ein bißchen von der Vorgeschichte. Ein Labor fliegt in die Luft. Mann ...

Das Cover ist einfach beeindruckend. Ich war sehr gespannt auf die Fortsetzung der Tochter des Drachenbaums.
Im Prolog erfahren wir ein bißchen von der Vorgeschichte. Ein Labor fliegt in die Luft. Mann und Frau versuchen das Kind zu retten. Das scheint nicht zu gelingen. Die Kleine findet sich wenig später mit einem fremden Mann auf dem Flug nach Panama. Dort soll sie bei ihrem Großvater großgezogen werden. Der Großvater ist Matteo Saratoga, der Vater von Nic Saratoga, der wiederum ihr Vater ist.
Zuallererst erfahren wir einiges von Sina, die als sehr begabt gilt und einmal das Banken-Imperium ihres Opas übernehmen soll. Sie studiert mit ihrem Freund Felipe in Harward. Eines Tages überrascht Felipe sie mit einem kleinen Esel, einem Stofftier. Von da an ist nichts mehr wie es war. Sina wird in den Moment zurück geschleudert, in dem sie ihre Eltern verlor. Sie ist total konfus, nicht mehr das taffe, konzentrierte Mädchen. Erst eine Psychiaterin bringt sie auf die Idee, ihren Wurzeln nachzugehen. Auf Wunsch ihrer Ärztin besucht sie eine Ausstellung derKuna-Indianer, bei der ein junger Kuna ein großes Bild mit einem eigenartigen Baum schnell an sich nimmt und wieder verschwindet. Ihre Nachforschungen ergeben, daß es ein Drachenbaum war, der da auf dem Bild verewigt wurde. Ein Drachenbaum ist in ganz Panama nicht zu finden, aber auf La Palma, der Insel auf der das Umglück mit ihren Eltern passierte. Sie erhofft sich Heilung bei den Kuna zu finden. Dann fängt eine spannende Geschichte an, bei der es sich in zwei Erzählsträngen hauptsächlich um Amakuna dreht, diesem Wundermittel. Wir treffen Iriome und Tamanca, Neri und Sina und natürlichist auch von Romy und Nic Saratoga die Rede. Noch etliche üble Charaktere machen Jagd auf Amakuna und schrecken vor nichts zurück, egal, ob das jetzt 1513 oder in der Gegenwart passiert. Da wird gemordet und entführt, Diebstähle wrden begangen und die Indianer hinterrücks um ihr Land gebracht. Doch zwei Liebesgeschichten überstrahlen alles! Aber was ist überhaupt Amakuna, wo wird es aufbewahrt, was ist eine Nele? Leben Romy und Nic vielleicht doch noch? Kann Julio sich noch retten? Noch viel mehr Fragen! Viele lösen sich beim Lesen, auf geht´s!
Für mich ist die Geschichte wirklich eine Empfehlung, obwohl mir diesmal etwas zuviel reingepackt wurde und es hätte ruhig ein bißchen mehr indianisch und mystisch sein können.
Ich bin jetzt schon auf den 3. Teil gespannt.

Veröffentlicht am 05.05.2017

Interessant,ehrlich, tolle Fotos!

Honeymoon XXL
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Vom haptischen her ist das Buch klasse. Vorne sehen wir Julia und Stefan die Autoren und auf der Rückseite ist eine tolle Zusammenstellung der Reiseroute mit allem drum und dran, Kosten, wieviel Flüge, ...

Vom haptischen her ist das Buch klasse. Vorne sehen wir Julia und Stefan die Autoren und auf der Rückseite ist eine tolle Zusammenstellung der Reiseroute mit allem drum und dran, Kosten, wieviel Flüge, wieviel Länder, wie lange unterwegs u.s.w zu sehen, so hat man alles nochmal auf eine Seite gepackt, kompakte Information! Beim Blättern fällt auf, auch innen ist das Buch hochwertig gestaltet, dicke Hochglanzseiten und wahre "Sehnsuchts"-Fotos. Hier haben mir halt ein bißchen die Informationen gefehlt, manchmal hätte ich zugerne gewußt, wo genau das Bild entstanden ist. Auch im Buch wird zuletzt in dem Kapitel "Back to Reality" nochmal eine Zusammenfassung gegeben.
Dieser Honeymoon XXL hat was Besonderes, schließlich wollten die Beiden ja ein Jahr unterwegs sein, da muß viel bedacht werden. Sie merken schnell, daß man nicht alles planen kann. Das geht schon am Anfang los. Die Fahrt mit der Transmongolischen Eisenbahn durch Russland mußte wegfallen, da das russiche Visum sehr lange braucht. Auch unterwegs mußten sie einiges über den Haufen werfen um wieder etwas anderes erreichen. Die Zeit vergeht wie im Flug und Julia stellt einesTages fest, daß
sie genau ein halbes Jahr verheiratet waren und.....wir verstehen uns immer noch...
Gut fand ich, daß sie nicht durch die Welt gerast sind von einem Ziel zum anderen, sondern sich auch mal zwischendurch echt Zeit genommen haben, zum Surfen zum Beispiel.
Letztendlich wurde auch dadurch die Reise 2 Monate länger.
Im Buch gibts noch kleine Extras wie Packlisten für die einzelenen Vorhaben und am Ende jeden Kapitels wird ein Fazit über das besuchte Land gezogen.
Für Abenteurer eine unbedingte Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 04.05.2017

Ehrlich,modern, interessant und ausgesprochen weiblich

Wir
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"Ist das wirklich das Leben, das ich mir wünsche", fragen sich sicher sehr viele Frauen. In diesem Fall ist "Wir" eine Empfehlung. Auch den Satz "Ein befreiender, ehrlicher und motivierender Leitfaden, ...

"Ist das wirklich das Leben, das ich mir wünsche", fragen sich sicher sehr viele Frauen. In diesem Fall ist "Wir" eine Empfehlung. Auch den Satz "Ein befreiender, ehrlicher und motivierender Leitfaden, der die Welt verändern kann" kann ich unbedingt unterstreichen.
In dem Buch werden einem Hilfsmittel an die Hand gegeben, die durchaus machbar sind für jeden, auch für diejenigen, die nie lange Zeit haben. Ein Beispiel aus eigener Erfahrung: die 2-Minuten-Meditation. Wenn ich länger sitzen muss, fallen mir persönlich dann doch wieder alle möglichen Gedanken ein ... ich will, ich sollte, ich muss eigentlich... so in der Art. Auch die Anregung, für die Übungen ein kleines Notizbuch zu führen, hat mir gut gefallen. Das ist auf jeden Fall handlich und passt wirklich in jede Tasche. Von den beiden Autorinnen werden immer wieder Beispiele aus ihrem Leben, wie sie mit dem ein oder anderen Problem umgehen, eingestreut. Auf diese Weise lernt man vor allem Gillian Anderson auch mal als Frau, die durchaus in ihrem Leben öfter Hilfe annehmen musste, kennen.
Das Buch ist sehr schön aufgeteilt. Als erstes kommt die Einladung und warum "Wir" eigentlich entstanden ist. In Teil 1 werden lebenswichtige Praktiken vorgestellt und die passenden Übungen dazu. Teil 2 stellt die 9 Prinzipien vor, die man sich erarbeiten sollte, wobei immer wieder betont wird, dass die Liebe allem voransteht, zu sich selbst und zu den Mitmenschen. Teil 3, das Manifest, erklärt die globale Anwendung des Gelernten. Im Anhang findet man wichtige Adressen, um das Gelernte noch ausbauen und weiterarbeiten zu können.
Ich empfinde das Buch als großartigen Ratgeber, fraulich, weiblich geschrieben und immer das vorangestellt, was so viele Frauen und Männer in der heutigen Welt vergessen, die Liebe zum Ganzen.
"Die Reise beginnt und endet mit Liebe. Also was immer dich hierhiergerufen hat: Sei willkommen"