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Veröffentlicht am 07.01.2025

Sterblich

Spark of the Everflame
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Diem Bellators Mutter arbeitet als Heilerin für die herrschenden Descendeds. Wie Diem glaubt, hat sie sich dazu verpflichtet, damit Diems jüngerer Bruder die Schule der Descended besuchen kann. Doch nachdem ...

Diem Bellators Mutter arbeitet als Heilerin für die herrschenden Descendeds. Wie Diem glaubt, hat sie sich dazu verpflichtet, damit Diems jüngerer Bruder die Schule der Descended besuchen kann. Doch nachdem Diem ein unheimliches Gespräch ihrer Mutter mit einem der Herrschenden beobachtet hat, verschwindet ihre Mutter spurlos. Muss Diem nun die Verpflichtungen ihrer Mutter übernehmen? Eine Ausbildung als Heilerin hat sie zumindest. Als sie in den Palast gerufen wird, um ein paar verletzte Kinder, die ihre Unsterblichkeit noch nicht erlangt haben, zu behandeln, ist sie erfolgreicher als sie sein dürfte. Und der Kommandant Prinz Luther ist für sie interessanter als ihr Freund Henri gutheißen würde.

Mit diesem Roman startet eine vierteilige Reihe um Diem Bellator und ihre Bestimmung. Diems Mutter hat sie als Baby mit in die Ehe gebracht, ihren leiblichen Vater kennt sie nicht. Und nun kann sie ihre Mutter nicht mehr fragen, weil diese verschwunden ist. Das Verhalten denr Descendeds den Sterblichen gegenüber findet Diem grausam und unterirdisch, denn eine Vermischung der beiden Völker soll es nicht geben, weil dies zu einer Schwächung der Unsterblichen führen könnte. Diem möchte nicht als Wesen zweiter Klasse behandelt werden. Vielleicht wäre es richtig gegen die befohlenen Unterschiede anzukämpfen. Ihre Begegnung mit Prinz Luther bringt zusätzlich einiges in ihr durcheinander.

Es fängt dramatisch an mit dem Verschwinden von Aurelie Bellator. Wie schlimm ist es für junge Menschen, wenn sie plötzlich ohne einen Elternteil leben müssen. Diem und Teller vermissen ihre Mutter sehr, doch nach Monaten müssen sie sich zwangsläufig daran gewöhnen. In dieser Zeit kann man Diem dabei zusehen, wie der Wunsch in ihr wächst, sich gegen die Umstände zu wehren. Man sieht auch ihre Unsicherheit, welches der richtige Weg sein könnte. Hin und her gerissen ist sie auch zwischen Henri, den sie schon seit Jahren kennt, und Prinz Luther, der zu denen gehört, die die Sterblichen ausnutzen und quälen. Es entspinnt sich eine packende Geschichte, in der die Gefühle ebensowenig zu kurz kommen wie dramatische und außergewöhnliche Ereignisse. Manchmal erscheint Diem dabei etwas wankelmütig. Das hat man aber nach dem aufsehenerregenden Cliffhanger schnell verziehen. Ein vielversprechender Start dieser vierteiligen Young Adult Fantasy Reihe.

Veröffentlicht am 06.01.2025

Komplex

The Atlas Complex
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Verlagsbeschreibung: Die talentiertesten Magier wurden auserwählt – aber nur die Klügsten werden überleben. Die Ereignisse in der Bibliothek von Alexandria spitzen sich zu, und jeder der sechs Auserwählten ...

Verlagsbeschreibung: Die talentiertesten Magier wurden auserwählt – aber nur die Klügsten werden überleben. Die Ereignisse in der Bibliothek von Alexandria spitzen sich zu, und jeder der sechs Auserwählten muss sich die Frage stellen, ob die Suche nach grenzenloser magischer Macht sie verändert. Wie sie sich selbst beschränken können, um menschlich zu bleiben. Oder wen sie verraten müssen, um ihre wahren Ziele zu erreichen.

Üblicherweise bin ich schon in der Lage, eine kurze Inhaltsangabe zu fertigen. Doch hier fiel es mir schwer, die Sache auf den Punkt zu bringen. Deshalb habe ich die Beschreibung des Verlags, die auch eher allgemein gehalten ist, kopiert. Mit dem „Beenden wollen einer Reihe“-Gen ist es so eine Sache. Wenn einen die Bücher, deren Cover sehr schön gestaltet sind, in der Bücherei anlachen und man dazu noch einem Urlaub entgegensieht, kann man schon mal in so eine Falle tappen.

Nun, es ist geschafft, die Reihe ist gelesen. Nachdem der zweite Band schon schwierig war, verliert einen der abschließende Band nun ziemlich gänzlich. Man beginnt eher darüber nachzudenken, welche unterschiedlichen Bedeutungen das Wort Komplex wohl hat. Soll das Buch einen Gebäudekomplex - das Archiv - vertreten oder soll es auf die Komplexität der Handlung hinweisen, die sich bei den Bewertungen möglicherweise mehreren Lesern nicht erschlossen hat. Oder soll man sich überlegen, welche Komplexe man entwickelt, weil man einfach nicht gepeilt hat, was das soll. Die Frage kann schlussendlich nicht beantworten. Vielleicht sollte man sich eher der Frage widmen, ab wann man Bücher abbrechen sollte, wenn sie einem nicht liegen. Am Positivsten zu sehen, ist die liebenswerte Danksagung der Autorin, für die es eine Aufrundung gibt.

Veröffentlicht am 02.01.2025

Der letzte Job

Billy Summers
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Billy Summers übernimmt Mordaufträge. Im Laufe der Zeit ist er seine Tätigkeit über geworden. Der Auftrag, den er jetzt angenommen hat, bringt so viel Geld, dass er endlich aufhören kann. Doch er hat ein ...

Billy Summers übernimmt Mordaufträge. Im Laufe der Zeit ist er seine Tätigkeit über geworden. Der Auftrag, den er jetzt angenommen hat, bringt so viel Geld, dass er endlich aufhören kann. Doch er hat ein ungutes Gefühl. Absagen will er die Sache aber nicht. Er fragt sich aber schon, wieso er sich im Vorfeld so lange vor Ort bewegen, sich in Arbeitsplatz und Nachbarschaft einfügen soll. Ein oberflächlicher, aber netter Bekannter. Da sein Fluchtweg gut organisiert ist, lässt er sich darauf ein. Damit alles echt wirkt, beginnt er, seine Lebensgeschichte niederzuschreiben. Jedoch zieht sich der Auftrag so lange hin, dass Billy sich eine eigene Fluchtmöglichkeit organisiert.

Von Stephen King kann man immer mal was lesen. Die Lebensgeschichte von Billy Summers ist schon ungewöhnlich und tragisch. Aber er ist auch klug. Und er weiß, dass es manchmal besser ist, sich dumm zu stellen. Aber Gedanke, seine Erlebnisse aufzuschreiben, ist einfach zu verführerisch, obwohl er nicht sicher sein kann, dass seine Auftraggeber mitlesen. Auch ist ihm bewusst, dass dieses freundliche sich Einfügen in die Nachbarschaft eigentlich nicht gut sein kann. Zwar fällt er so nicht auf, aber wenn alles gelaufen ist, wird man sich an ihn erinnern.

Mit Romanen von Stephen King ergeht es einem mitunter so oder so. So: Man verschlingt sie. Oder so: sie sind doch etwas langatmig. Billy Summers fällt leider eher in die zweite Kategorie, jedenfalls für die Leserin. Zu Beginn - und dieser Beginn dauert recht lange - passiert einfach nichts, man wartet mit Billy darauf, dass es losgeht. Und in der Zeit hat man schon einen Teil des Interesses verloren. In der Folge gibt es auch Wendungen, die einfach nicht den Geschmack der Leserin treffen. Dennoch nimmt das Buch irgendwann fahrt auf und wie bei King üblich, ist es intelligent geschrieben und weist ein paar Überraschungen auf.

Veröffentlicht am 01.01.2025

Sonnenlos

To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1)
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Seit fünfzig Jahren ist die Sonne aus dem Reich Asidia verschwunden. In ihrer Abwesenheit haben die Pflanzen es schwer zu gedeihen. Inzwischen sind die Speicher fast leer und Situation wird langsam tatsächlich ...

Seit fünfzig Jahren ist die Sonne aus dem Reich Asidia verschwunden. In ihrer Abwesenheit haben die Pflanzen es schwer zu gedeihen. Inzwischen sind die Speicher fast leer und Situation wird langsam tatsächlich bedrohlich. Zu dieser Zeit werden neue Rekruten in den Palast geholt, die von den Rittern ausgebildet werden sollen. Unter ihnen ist die achtzehnjährige Kiara, die von ihrem Onkel zum Kämpfen ausgebildet wurde. Und als Kämpferin legt sie sich gleich mit dem Kommandanten Jude Maddox an. Dieser ist der einzige Ritter, der jemals aus dem Nebel zurückgekehrt ist. Er erhält den Auftrag zu einer neuen Mission. Dass er die frischen Rekruten mitnehmen soll, geht gegen seine Überzeugung.

Mit diesem ersten Band einer zweiteiligen Reihe geht es recht heftig los. Kiara rettet ihren Bruder vor der Rekrutierung, die eigentlich eher männliche Jugendliche betrifft. Mit den Jungs aus ihrer Gruppe kann Kiara durchaus mithalten. Auch vor Jude hat sie keine Angst. Nur ihre Hände hält sie lieber verborgen. Schon zu Beginn kommt es zu einer Begegnung zwischen Kiara und Jude im Badehaus. Eigentlich wollen beide allein sein. Nun, das hat nicht so ganz geklappt. Und schon beginnen die Funken zu fliegen. Wichtig aber ist es sich auf die anstehende Mission zu konzentrieren.

In diesem Jugendphantasieroman soll das Licht zurückgebracht werden. Doch zunächst müssen sich die handelnden Personen kennenlernen und Vertrauen zueinander fassen. Denn genau darauf kann es in Kampfsituationen ankommen. Doch was, wenn Gefühle dazwischen kommen? Man merkt sofort, dass Kiara und Jude sich zueinander hingezogen fühlen. Das kann beflügeln oder hemmen. Wenn aber die gefährliche Mission viel zu früh kommt und die Ausbildung noch längst nicht beendet ist, kann es heikel werden. Vielleicht mögen man einem die Kampfszenen etwas zu hart erscheinen und es kann der Eindruck entstehen, dass etwas viel gestorben wird, jedoch ist der Roman so spannend und emotional, dass man jederzeit wissen möchte, wie es weitergeht und was die Hintergründe sind. Diese sind sehr interessant komponiert und machen neugierig auf den zweiten Band, der für Mai diesen Jahres angekündigt ist.

Veröffentlicht am 31.12.2024

Trans Siberian Express

Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland
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Marias Vater hat als Glasmacher lange mit für die Sicherheit des Zuges gesorgt, der das Ödland zwischen Peking und Moskau durchquert. Doch bei der letzten Durchquerung muss etwas schiefgegangen sein. Und ...

Marias Vater hat als Glasmacher lange mit für die Sicherheit des Zuges gesorgt, der das Ödland zwischen Peking und Moskau durchquert. Doch bei der letzten Durchquerung muss etwas schiefgegangen sein. Und Marias Vater wurde die Schuld zugeschoben. Letztich ist er an den Folgen gestorben. Nun im Jahr 1899 steht nach längerer Pause wieder eine Reise an. Daran nimmt Maria unter einem angenommenen Namen teil, weil sie herausfinden will, was wirklich geschehen ist und wie sie den guten Ruf ihres Vaters wieder herstellen kann. Im Zug begegnet sie neben ihren Mitreisenden auch dem Zugkind Weiwei, die im Zug geboren wurde.

Die Transsibirische Eisenbahn überwindet eine Weite, die kaum vorstellbar ist. Neben ihrer Mission erlebt Maria weitere ungeahnte Abenteuer. Zunächst geht die Reise ganz harmlos los. Es ist eine illustre Gesellschaft, die in der ersten Klasse reist. Die Gräfin nimmt Maria unter ihre Fittiche und ein junges Ehepaar hat immer etwas zu erzählen, Dr. Grey ist mit seinen Forschungen beschäftigt. Weiwei, die erst eher ein Maskottchen war, hat gelernt, sich als Bedienstete ihren Aufenthalt im Zug zu verdienen. Die Dinge laufen rund, bis die Grenze von China ins Ödland durchfahren wird. Dann beginnt das Ödland auf den Zug und seine Fahrgäste zu wirken.

Angelockt durch das tolle Cover und den ungewöhnlichen Titel ist einem zunächst nicht ganz klar, worauf man sich einlässt. Einen historischen Roman, eine Reisebeschreibung, einen Krimi? Vielleicht hat das Buch von allem etwas und noch mehr. Man kann gut verstehen, dass Maria nicht damit einverstanden ist, wie ihr Vater behandelt wurde. Man fiebert mit Weiwei, die als Einzige ein Wunder sehen kann. Man erlebt die weiteren Zugfahrer. Es entspinnt sich neben einer Reisebeschreibung eine ganz ungewöhnliche Geschichte, die einen gefangen nimmt. Vielleicht ist die Themenvielfalt etwas groß, doch das fantastische Ende holt einen gefühlsmäßig ab und stimmt einen hoffnungsvoll.

Das Buch kann natürlich auch einen Anlass geben, sich mal über die tatsächliche Trans Sibirische Eisenbahn zu informieren und mal wieder über die Dummheit in der Welt zu sinnieren, die große Teile der Welt von anderen abschneidet. Wann wird endlich gelernt, dass Zusammen besser geht als gegeneinander.