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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2019

Schwächelt leider

Seegrund
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Die Vorgängerbände habe ich verschlungen und geliebt. Leider kann dieser hier nicht mithalten. Was bei den Vorgängern noch lustig war wird hier leider zu sehr überspitzt, Kluftinger wird in manchen Szenen ...

Die Vorgängerbände habe ich verschlungen und geliebt. Leider kann dieser hier nicht mithalten. Was bei den Vorgängern noch lustig war wird hier leider zu sehr überspitzt, Kluftinger wird in manchen Szenen als ziemlich trottelig dargestellt. Ich hoffe beim Nachfolger wird dies wieder besser und eher wie bei den Vorgängern.

Veröffentlicht am 25.03.2019

Gelungen, aber mit Schwächen

Stern des Nordens
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Beim Lesen ist mir erst aufgefallen, wie wenig ich eigentlich über Nordkorea weiß. Obwohl das Land in den Nachrichten sehr häufig präsent ist bekommt man wenig über Hintergründe oder die Menschen vor Ort ...

Beim Lesen ist mir erst aufgefallen, wie wenig ich eigentlich über Nordkorea weiß. Obwohl das Land in den Nachrichten sehr häufig präsent ist bekommt man wenig über Hintergründe oder die Menschen vor Ort mit und macht sich vermutlich auch zu wenige Gedanken darüber wie es ist unter einem solchen Regime zu leben. Das Buch kann dem Leser hier zumindest ansatzweise einen Einblick verschaffen, auch wenn vieles natürlich nur Fiktion ist.

In "Der Stern des Nordens" werden drei Geschichten erzählt. Da ist Jee-min, genannt Jenna, die für die CIA arbeitet und deren Zwillingsschwester vor Jahren spurlos verschwunden ist. Die beiden anderen Erzählstränge spielen in Nordkorea: Funktionär Cho steht eine wichtige Beförderung bevor. Zuvor wird allerdings sein Umfeld und seine Familie genau untersucht, was für ihn ein großes Risiko bedeutet. Denn er wurde adoptiert und kennt seine wahren Eltern nicht. Falsche Verwandtschaft kann sein Karriereende oder sogar Gefangenschaft bedeuten. Zuletzt ist da noch die Bäuerin Moon, die in der Provinz gegen Hunger und Korruption kämpft. Im Laufe der Geschichte werden die drei Erzählstränge nach und nach miteinander verbunden.

Als ich mit dem Buch begonnen hatte habe ich erwartet einen Thriller zu bekommen. Die Erzählung geht, zumindest bis kurz vor Ende des Buches, aber noch darüber hinaus, man erfährt viele Hintergründe und durch die Geschichte der Bäuerin Moon auch vieles über das Leben der einfachen Menschen. Zum Ende hin überwiegt dann die Action. Die Geschehnisse im Zug fand ich übertrieben, vor allem als hier versucht wurde ein Rätsel der Geschichte mit in die Story einzubauen und zu beantworten. Auch die übermäßig schnelle Karriere von Jenna fand ich recht unglaubwürdig. Binnen kürzester Zeit wird sie von der Professorin zur Top CIA Agentin, die sich John-Rambo-mäßig durch die Gegner prügelt und bei der auch mal der Amerikanische Präsident persönlich anruft um sie für eine Idee zu loben. Hier wäre weniger besser gewesen, zum Ende hin verliert sie durch diese übertriebene Darstellung zumindest bei mir einiges an Sympathie.

Abgesehen davon fand ich das Buch jedoch sehr lesenswert. Gerade die drei Erzählstränge machen es sehr abwechslungsreich, die Geschichte bleibt so stets sehr dynamisch. Die sehr detailliert beschriebene Atomosphäre in Nordkorea fand ich sehr authentisch, in vielen Situationen versucht man sich ein Leben unter diesen Umständen vorzustellen - und kann es nicht. Wenn hier bald noch ein zweiter Teil folgt würde es mich nicht wundern, eine gute Grundlage wäre vorhanden.

Veröffentlicht am 25.03.2019

Konnte mich nicht überzeugen

Rachgier
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Rachgier ist mein erstes Buch um die Ermittler Carol Jordan und Tony Hill. Da es bereits deren zehnter Fall ist, bin ich gar nicht mit der Erwartung an das Buch gegangen, gleich alle Beziehungen zu verstehen. ...

Rachgier ist mein erstes Buch um die Ermittler Carol Jordan und Tony Hill. Da es bereits deren zehnter Fall ist, bin ich gar nicht mit der Erwartung an das Buch gegangen, gleich alle Beziehungen zu verstehen. Immer wieder wird auf eine dramatische Vorgeschichte angespielt, sie ist wohl auch Grund für die angeknackste Psyche der Beiden.

Überraschend war für mich, dass man sehr früh erfährt wer der Mörder ist und warum er seine Taten begeht. Das nimmt dem Ganzen ein wenig die Überraschung, dennoch war das Buch stellenweise sehr spannend. Dann gab es allerdings auch wieder diese Stellen, wo die Story gemächlich vor sich hinplätschert und ins Privatleben der Ermittler abdriftet. Bis zu diesem Punkt hätte ich dem Buch noch 4 Sterne gegeben.

Dann kam allerdings das Ende, das für mich weder logisch noch nachvollziehbar ist. Man merkt, dass die Autorin ihre Leser schockieren und überraschen will. Dass eine Person mit so vielen Berufsjahren ihre Werte über Bord wirft weil sie Druck von oben hat, aber nicht ans Ziel kommt ist für mich leider absolut unrealistisch. Ich will nicht spoilern, daher muss ich leider so vage bleiben. Mich haben diese Logiklücken so geärgert, dass ich in meiner Bewertung nochmal 2 Sterne abziehe.

Veröffentlicht am 25.03.2019

Stellenweise leider etwas langatmig

Der Spielmann (Faustus-Serie 1)
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Der Roman beginnt mit der Kindheit des jungen Faustus. Gaukler und Spielleute faszinieren ihn, er verschlingt Bücher und ist ein sehr wissbegieriges Kind. Nach dem Tod seiner Mutter muss er sein Zuhause ...

Der Roman beginnt mit der Kindheit des jungen Faustus. Gaukler und Spielleute faszinieren ihn, er verschlingt Bücher und ist ein sehr wissbegieriges Kind. Nach dem Tod seiner Mutter muss er sein Zuhause verlassen und wird von einem undurchsichtigen Mann ausgebildet. Den Meister verlässt er jedoch bald und schließt sich einer Gauklertruppe an. Man merkt auch hier, dass er weiterhin auf der Suche ist, dass er immer noch mehr Wissen erlangen will, was ihn nirgends lange bleiben lässt.

Der Roman ist nicht schlecht, vor allem das Thema, die Geschichte des Faustus, interessierte mich und war ausschlaggebend, dass ich mich für das Buch beworben habe. Dass es für Goethes Faust eine historische Vorlage gab wusste ich bisher nämlich gar nicht.

Obwohl das Buch stellenweise fesselnd ist, plätschert die Story leider allzu häufig vor sich hin. Ebenfalls hat mich das Übersinnliche nicht überzeugt, Faustus kann den Tod eines Menschen vorhersehen indem er seine Hand liest, ihm erscheint dann ein „pulsierendes Licht“. Das fand ich dann etwas zu viel. Dass ich das Buch nochmal lesen werde glaube ich daher nicht.

Veröffentlicht am 25.03.2019

Eine fantastische Reise durch die Welt der Sprache

Der Wortschatz
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Dank Lovelybooks durfte ich an einer Lesunde von „Der Wortschatz“ von Elias Vorpahl teilnehmen. Das Buch handelt von einem Wort, das seine Bedeutung verloren hat. Der Leser begleitet es auf seiner Reise ...

Dank Lovelybooks durfte ich an einer Lesunde von „Der Wortschatz“ von Elias Vorpahl teilnehmen. Das Buch handelt von einem Wort, das seine Bedeutung verloren hat. Der Leser begleitet es auf seiner Reise durch eine fantastische Welt der Sprache. An vielen Stellen fühlt man sich an Alice im Wunderland oder Die unendliche Geschichte erinnert.

Die Geschichte ist ein Märchen aus der Welt der Sprache, es macht Spaß die kleinen Wortspiele zu entdecken. Obwohl das Buch mit knapp 170 Seiten recht dünn ist, braucht man eine Weile bis man es gelesen hat. Es ist kein Buch, das man nebenbei liest, man muss sich auf die Geschichte konzentrieren, oft kommt man ins Grübeln und liest einen Absatz zweimal.

Auch die Aufmachung des Buches ist sehr hochwertig, die vielen liebevoll gestalteten Illustrationen runden diesen Eindruck ab. Man merkt, dass viel Zeit hineingesteckt wurde den Inhalt mit einer passenden Optik zu verbinden.