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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2025

Heimat finden im Exil?

Heimweh im Paradies
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Martin Mittelmeier nimmt die Leserschaft mit in die Welt des deutschen Exilanten Thomas Mann in Kalifornien zwischen 1938 und 1952. Auch andere Intellektuelle sowie bedeutende Künstlerinnen und Musikerinnen ...

Martin Mittelmeier nimmt die Leserschaft mit in die Welt des deutschen Exilanten Thomas Mann in Kalifornien zwischen 1938 und 1952. Auch andere Intellektuelle sowie bedeutende Künstlerinnen und Musikerinnen werden erwähnt und wie sie sich mit dem Nationalsozialismus und den verheerenden Folgen dessen beschäftigen (müssen). Insbesondere der Aspekt eines demokratischen Deutschlands und die Frage nach einer neuen Identität sind Themen, die eine Auseinandersetzung erfordern. Hierbei spielen Sehnsucht nach Heimat, Bitterkeit, persönliche Konflikte und Zerrissenheit eine wichtige Rolle.
Martin Mittelmeier regt zum Nachdenken an und gibt einen Einblick in die Gefühlswelt der Betroffenen. Der Inhalt ist hierbei sehr anspruchsvoll und liest sich daher auch etwas anstrengend. Nichtsdestotrotz ist die Aufarbeitung immens wichtig und die Lektüre stellt eine lesenswerte Biografie von Thomas Mann dar.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Lyrik und Sehnsucht vereint

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken
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In „Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken“ beginnt jedes Kapitel mit einem Gedicht der Autorin Mascha Kaléko, von der die Protagonistin Elisa ein großer Fan ist. Anschließend erzählt Elisa aus ...

In „Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken“ beginnt jedes Kapitel mit einem Gedicht der Autorin Mascha Kaléko, von der die Protagonistin Elisa ein großer Fan ist. Anschließend erzählt Elisa aus der Ich-Perspektive von ihren eigenen Erfahrungen, die sie im Laufe ihrer Biografie gemacht hat. Sie hatte kein einfaches Leben und musste viele einschneidende Momente überstehen, so musste sie mit knapp elf Jahren in ein Heim ziehen oder ist im jungen Teenie-Alter auf der Straße gelandet. Ein großes Thema, das sich durch ihr Leben zieht, ist das Thema der Liebe und die fehlende Zuwendung ihrer Mutter, die so dringend gebraucht hätte.
Die Autorin Sarah Lorenz beschönigt nichts und auch unangenehme sowie schwerwiegende Themen bekommen radikal ihren Raum. Das Buch hat autofiktionale Elemente und ist sehr einfühlsam sowie poetisch verfasst.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Slasher in Natura?

True Crime in Nature
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Das Sachbuch „True Crime in Natur“ beschäftigt sich mit dem „töten oder getötet werden“-Prinzip und beschönigt hierbei nichts. Es zeigt die knallharte Realität der Natur- und Tierwelt, wenn es um das Leben ...

Das Sachbuch „True Crime in Natur“ beschäftigt sich mit dem „töten oder getötet werden“-Prinzip und beschönigt hierbei nichts. Es zeigt die knallharte Realität der Natur- und Tierwelt, wenn es um das Leben und Überleben geht.
Der Schreibstil ist locker sowie humorvoll gehalten und kann einen immer wieder zum Schmunzeln bringen. Die Inhalte sind sehr ansprechend gestaltet und wie in einer True-Crime-Geschichte aufbereitet. Man merkt deutlich, welch gute Recherchearbeit sich Farina Graßmann gemacht hat und wie umfangreich diese gewesen sein muss. Ergänzt werden die Texte durch einige Naturfotos der Autorin selbst sowie durch Illustrationen von Cornelis Jettke, was den Inhalt aus meiner Sicht gut abrundet. Ich habe tatsächlich einiges aus dem Buch lernen dürfen und habe mir das Sachbuch gerne durchgelesen. Für Naturinteressierte eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Mutmach-Buch

Du hast ein Recht darauf, glücklich zu sein
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Ich habe bereits viel von Nicole Jäger im Rahmen ihrer Comedy-Karriere mitbekommen. Auch eines ihrer bisherigen Publikationen habe ich als Hörbuch durchgehört. Ihr Schreibstil ist flüssig und auf Augenhöhe, ...

Ich habe bereits viel von Nicole Jäger im Rahmen ihrer Comedy-Karriere mitbekommen. Auch eines ihrer bisherigen Publikationen habe ich als Hörbuch durchgehört. Ihr Schreibstil ist flüssig und auf Augenhöhe, sodass man sich gut mit dem Inhalt auseinandersetzen kann. Durch die authentische Herangehensweise habe ich mich gut aufgefangen und verstanden gefühlt, da sie auch viel über ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus ihrem Privatleben preisgibt.
Nicole Jäger beschönigt hierbei keineswegs die Realität und spricht auch Unangenehmes direkt an. Sie plädiert dazu, sich zu trauen, auch wenn es einem anfangs sehr schwerfällt. Dies verbindet sie damit, dass aus den kleinsten Schritten mit der Zeit Großes hervorkommen kann.
Die Lektüre war sehr bewegend und inspirierend und hat sowohl humorvolle als auch anregende Momente hervorgebracht.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Sylter Bücherliebe

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Das Cover ist in rosa-blau gestaltet und bildet eine atmosphärische Stimmung durch den Leuchtturm, den Strand und das Meer. Es ist sehr ansehnlich und passt gut zum Klappentext sowie dem Inhalt des Buches. ...

Das Cover ist in rosa-blau gestaltet und bildet eine atmosphärische Stimmung durch den Leuchtturm, den Strand und das Meer. Es ist sehr ansehnlich und passt gut zum Klappentext sowie dem Inhalt des Buches. Die „Bücherfrauen von Listland“ sind in diesem Band an verschiedenen Stationen ihres Lebens und mit unterschiedlichen Situationen konfrontiert, wobei es Gabriella Engelmann sehr gut gelingt die Biografie der Protagonisten mitsamt ihren Umständen und Gefühlswelten eindrücklich darzustellen. Besonders bemerkenswert ist ihre Fähigkeit die Entscheidungen einzelner Personen im Hinblick auf deren Einfluss auf die nachfolgenden Generationen abzubilden. Hierbei sind die Themen zum Teil bedrückend und schwerwiegend, der Schreibstil der Autorin kann aber nichtsdestotrotz eine gewisse Leichtigkeit reinbringen.

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