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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2025

Nett

Nur du weißt, wer du bist
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„Nur du weißt, wer du bist“ von Michaela Wiebusch ist ein Selbsthilfebuch in Form einer persönlichen Geschichte. Es geht um Lena, die nach der Trennung von ihrem Freund Maik emotional sehr angeschlagen ...

„Nur du weißt, wer du bist“ von Michaela Wiebusch ist ein Selbsthilfebuch in Form einer persönlichen Geschichte. Es geht um Lena, die nach der Trennung von ihrem Freund Maik emotional sehr angeschlagen ist. Ihre Freundin Karla macht sich daher große Sorgen und legt ihr die „Agentur für Selbstwert“ nah. Diese bietet Dienstleistungen hinsichtlich persönlicher Entwicklung an.
Lena lässt letzten Endes auf das Konzept ein und lernt, über ihre eigenen Gefühle sowie Verhaltensmuster zu reflektieren. So erkennt sie mit der Zeit ihre eigenen Grenzen und arbeitet für sich Aspekte heraus, die ihr in zwischenmenschlichen Beziehungen wichtig sind.
Die Lektüre ist ganz nett für zwischendurch und erinnert an manche Themen wie Selbstwert und Selbstfürsorge, die man im Alltag nicht immer primär im Kopf hat und die oftmals zu kurz kommen.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Drei Menschen, drei Biografien

Flusslinien
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In diesem Buch geht es um drei Menschen, die so unterschiedlich und gleichzeitig eng miteinander verbunden sind. Margrit ist 102 Jahre alt und in einer Residenz sesshaft, ihre Enkelin Luzie (18 Jahre alt) ...

In diesem Buch geht es um drei Menschen, die so unterschiedlich und gleichzeitig eng miteinander verbunden sind. Margrit ist 102 Jahre alt und in einer Residenz sesshaft, ihre Enkelin Luzie (18 Jahre alt) hingegen hat kürzlich die Schule abgebrochen. Dann gibt es noch Arthur, er ist in der Residenz tätig, in welcher Margrit lebt.
Katharina Hagena hat einen sanften Schreibstil, ähnlich den Linien eines Fluss, dies nimmt auch eine zentrale Rolle ein. Ihre Sprache ist den dargestellten Situationen entsprechend, mal stark, mal zart. Als Leser erhält man Einblick in verschiedene Themen und Lebensbereiche, die jeden Einzelnen umtreiben. Da geht es um zwischenmenschliche Beziehung, wie die in der Familie, in Beziehungen oder Freundschaften. Aber auch Erinnerungen an Vergangenes, Situationen des Verlustes und das Erinnern an Menschen, die das Leben prägen.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Informativ und nicht trocken

Radikale Freundlichkeit
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Nora Blum plädiert in „Radikale Freundlichkeit“ für ein freundlicheres Miteinander statt feindgesinntem Gegeneinander. Der Schreibstil ist sehr angenehm und der Inhalt nachvollziehbar und verständlich ...

Nora Blum plädiert in „Radikale Freundlichkeit“ für ein freundlicheres Miteinander statt feindgesinntem Gegeneinander. Der Schreibstil ist sehr angenehm und der Inhalt nachvollziehbar und verständlich geschrieben. Die praktischen Übungen sowie die zahlreichen Tipps und persönlichen Erfahrungen der Autorin ergänzen die Aussagen, sodass man diese in den eigenen Alltag integrieren kann. Zudem untermauert sie ihre Thesen durch Studien, dies unterbricht zwar hin und wieder den Lesefluss, ist aber wichtig zur Ergänzung.
Es ist bestimmt hilfreich, das Sachbuch nach einiger Zeit erneut zum Nachschlagen und Erinnern zu Rate zu ziehen, um sich alles zu vergegenwärtigen und an der eigenen Haltung zu arbeiten. Durch die gute und übersichtliche Strukturierung kann man auch einzelne Kapitel genauer betrachten und verinnerlichen.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Sanft und Einfühlsam

Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen
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Ito Ogawa nimmt die Leserschaft in „Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen“ mit auf die Reise in das Leben von Hatoko und anderer Menschen.
Die Protagonistin Hatoko ist Ghostwriterin und verfasst Briefe ...

Ito Ogawa nimmt die Leserschaft in „Hatokos wunderbarer Schreibwarenladen“ mit auf die Reise in das Leben von Hatoko und anderer Menschen.
Die Protagonistin Hatoko ist Ghostwriterin und verfasst Briefe für Menschen, die selbst nicht die richtigen Worte finden. Dabei ist sie sehr gewissenhaft und stimmt Papier, Tinte und Schriftstil aufeinander ab, um ihre Texte entsprechend ästhetisch zu gestalten. Durch diese Tätigkeit taucht sie in die Geschichten und Lebensumstände verschiedenster Menschen ein, dies gibt ihr wiederum Anlass zu ausführlichen Reflexionen und zur Selbstfindung.
Dieses Buch ist mit einer beruhigenden Erzählweise geschrieben. Ogawa beschreibt die Natur und die Umgebung sehr ausführlich, sodass die Detailgenauigkeit sowie die liebevolle Art für eine sanfte sowie entschleunigende Atmosphäre sorgen.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Heimat finden im Exil?

Heimweh im Paradies
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Martin Mittelmeier nimmt die Leserschaft mit in die Welt des deutschen Exilanten Thomas Mann in Kalifornien zwischen 1938 und 1952. Auch andere Intellektuelle sowie bedeutende Künstlerinnen und Musikerinnen ...

Martin Mittelmeier nimmt die Leserschaft mit in die Welt des deutschen Exilanten Thomas Mann in Kalifornien zwischen 1938 und 1952. Auch andere Intellektuelle sowie bedeutende Künstlerinnen und Musikerinnen werden erwähnt und wie sie sich mit dem Nationalsozialismus und den verheerenden Folgen dessen beschäftigen (müssen). Insbesondere der Aspekt eines demokratischen Deutschlands und die Frage nach einer neuen Identität sind Themen, die eine Auseinandersetzung erfordern. Hierbei spielen Sehnsucht nach Heimat, Bitterkeit, persönliche Konflikte und Zerrissenheit eine wichtige Rolle.
Martin Mittelmeier regt zum Nachdenken an und gibt einen Einblick in die Gefühlswelt der Betroffenen. Der Inhalt ist hierbei sehr anspruchsvoll und liest sich daher auch etwas anstrengend. Nichtsdestotrotz ist die Aufarbeitung immens wichtig und die Lektüre stellt eine lesenswerte Biografie von Thomas Mann dar.

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