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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2023

Ein witziges neues Dahlbuch zum Entdecken und Lachen

Roald Dahl – 100 erste Wörter
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Das neue Buch von Roald Dahl ist wieder ein witziges Pappbilderbuch geworden, für Kinder ab 12 Monaten. Das Buch ist laut Klappentext geeignet, um dem Spracherwerb zu unterstützen, wobei ich es etwas früh ...

Das neue Buch von Roald Dahl ist wieder ein witziges Pappbilderbuch geworden, für Kinder ab 12 Monaten. Das Buch ist laut Klappentext geeignet, um dem Spracherwerb zu unterstützen, wobei ich es etwas früh und stellenweise auch zu schwer für die Kleinen finde. Natürlich sind viele nützliche und leicht erlernbare Wörter dabei, aber "der Purzelbaumvogel", "rülpsen" oder "das Kacka" finde ich weniger geeignet bzw. sinnvoll, wenn es um den Aspekt des Spracherwerbs geht, mit dem das Buch wirbt.

Die Zeichnungen sind wieder sehr lustig und es macht sehr viel Spaß mit den Kindern zu lesen. Auch die Klappen sind wieder super, da sie die Kleinen zum Entdecken und Mitmachen anregen. Einiges wie "Dieb", "knabbern" oder Ähnliches ist mir wieder ein bisschen zu abstrakt dargestellt. Alles in allem fanden wir das Buch daher unterhaltsam, aber für den Spracherwerb nicht ganz so gut geeignet. Insbesondere da im Titel 100 ERSTE Wörter vorkommen, hätten wir hier doch mit einfacheren und alltagstauglicheren Wörtern gerechnet.

Unsere Tochter ist zwei und tatsächlich würde ich persönlich das Buch auch erst ab diesem Alter und nicht schon ab 1 empfehlen.

Ein besonders schönes Zusatzspiel bietet die Maus, die sich auf jeder Seite versteckt. Das ist natürlich toll, um das Buch mehrfach zu lesen.

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Veröffentlicht am 27.08.2023

Berührend, rasant, spannend bis zum Schluss und ein echt gelungener Mittelband

WiccaCreed | Schuld & Sünde
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***SPOILER***



Ein wirklich gelungener Mittelband, der mich kaum losgelassen hat. In kaum drei Tagen hatte ich es auch schon durch. Er fängt genauso rasant und turbulent an, wie der letzte Teil geendet ...

***SPOILER***



Ein wirklich gelungener Mittelband, der mich kaum losgelassen hat. In kaum drei Tagen hatte ich es auch schon durch. Er fängt genauso rasant und turbulent an, wie der letzte Teil geendet hat. Mit einem absoluten Plottwist. Daher kann ich diese Rezension ausnahmsweise auch nicht ohne Spoiler verfassen. Denn bereits im ersten Kapitel erfahren wir, dass Valea ein Kind von Nikolai ausgetragen und bei den Menschen versteckt hat. Ich habe diese Wendung geliebt. Eine Mutter zu sein, passt einfach perfekt zu Valea und zur Geschichte. Eine Mutter würde einfach alles für ihr Kind tun und Berge versetzen, um es zu schützen. Und genau das liegt vor Valea. Etwas eigentlich unmögliches. Nur mit dieser Motivation kann sie es schaffen, sich der Königin und den anderen, vielleicht noch größeren Gegnern entgegenzustellen und nach dem Tod ihres Zwillingsbruders nicht zusammen zu brechen.

Im Mittelband geht es wieder um das Lüften uralter Geheimnisse, um Intrigen und die Frage, wem Valea wirklich vertrauen kann. Wir begleiten sie auf eine erneute Reise durch Caraiman in Ardeal auf den Spuren Esteras. Daher war das Buch für mich ein absoluter Pageturner. Ich fand es unheimlich spannend und Marah Woolf versteht es, mich vollständig in ihre Welt zu ziehen. Ich war gefesselt, habe jedes Wort verschlungen und mitgerätselt.

Besonders (an)spannend fand ich es, dass sich Valea die ganze Zeit direkt unter den Feinden, inmitten des Hexenlagers der Königin befindet und dort ihre Hexenprüfung ablegen muss. Man möchte sich selbst über die Schulter sehen, wer einen belauschen könnte. Die Prüfungen sind leider im ganzen hektischen Geschehen ein bisschen zu kurz gekommen, für meinen Geschmack. Denn diesen Wettbewerb und die tödlichen Prüfungen fand ich genial und haben die Geschichte ganz wunderbar angeheizt. Es blieb aber leider bei der einen Prüfung. Ich hätte gerne gewusst, welchen Grad Valea schaffen würde. Aber das Buch wäre sonst wahrscheinlich 1000 Seiten dick geworden und die Geschichte bietet einfach so viel, dass das nur ein ganz minimaler Kritikpunkt ist.

WiccaCreed ist einfach eine geniale Fantasystory, die ich sehr ins Herz geschlossen habe. Ich liebe die Stimmung, die geschichtlichen Aspekte, die Welt und die Charaktere. Ich liebe es, dass die Geschichte für ältere Leser ist. Somit reifen die Bücher von Marah Woolf genau wie ihre Leser heran und werden mit jedem Buch einfach besser und besser ;)

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Veröffentlicht am 17.08.2023

Ein richtiges Kunstwerk, das sich ganz und gar dem Thema Leuchten in der Natur widmet

Glow – Das wundersame Leuchten der Natur
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Das Buch hat uns auf den ersten Blick absolut in seinen Bann gezogen. Die ganze Aufmachung ist einfach phänomenal schön. Der Stil ist atemberaubend und einzigartig. Das ganze Buch ist ein echtes Kunstwerk ...

Das Buch hat uns auf den ersten Blick absolut in seinen Bann gezogen. Die ganze Aufmachung ist einfach phänomenal schön. Der Stil ist atemberaubend und einzigartig. Das ganze Buch ist ein echtes Kunstwerk zum Thema leuchten.

Die Natur ist immer wieder faszinierend. Glow zeigt uns auf erstaunliche und ästhetische Weise, wie alles um uns herum leuchtet. Sogar wir selbst. Dass es Pilze gibt, die leuchten können und Anglerfische, mag ja heutzutage nicht mehr überraschend sein. Glow findet trotzdem Wege, uns zu überraschen. Vampirtintenfische zum Beispiel haben wir noch nie gehört. Man erkundet leuchtende Höhlennetzwerke, Wälder und die faszinierende und beängstigende Tiefsee. Das Buch ist voll mit Bildern, Informationen und Fakten, die einen zum Staunen bringen. Daher war es für uns ein richtiges Jahreshighlight. Es macht Spaß, man lernt einiges und es ist einfach ganz wundervoll anzusehen.

Wer sich also für das Phänomen der Biolumineszenz interessiert, findet hier ein wunderschönes Werk, das keine Wünsche offen lässt.

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Veröffentlicht am 14.07.2023

Ein gelungener Abschluss dieser genialen Dilogie

Court of Sun 2: Court of Moon
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Ich habe super schnell wieder in die Geschichte gefunden, auch wenn ich mich nicht mehr bis ins kleinste Detail an alles aus Court of Sun erinnern konnte. Court of Sun konnte mich schon sehr begeistern, ...

Ich habe super schnell wieder in die Geschichte gefunden, auch wenn ich mich nicht mehr bis ins kleinste Detail an alles aus Court of Sun erinnern konnte. Court of Sun konnte mich schon sehr begeistern, aber Court of Moon hat mir sogar noch ein kleines bisschen besser gefallen.

Alles in allem, war auch Court of Moon für mich ein absolutes Highlight. Die Story und das Storytelling sind einfach genial. Ich liebe die ganze Welt, die Gesellschaftsstrukturen und die geschichtlichen Aspekte, die Lexi Ryan hier erschaffen hat.

Brie als Charakter hatte in meinen Augen wahnsinnig viel Potenzial. Insbesondere durch ihre gewaltige Macht, hätte sie ein super taffer Charakter werden können. Ihre Naivität, ihre Blauäugigkeit und vor allem ihre Begriffsstutzigkeit in vielen Situationen, haben das aber leider verhindert. Die anderen Charaktere sind in Teil 2 etwas in den Hintergrund gerückt, da Brie sich nach dem Verrat sehr in sich zurückgezogen hat. Der neue Freund Misha konnte aber leider den Kreis um Finn, hinsichtlich Sympathie, nicht ganz ersetzen. Die Gruppe hat mir sehr gefehlt. Um so schöner war es dann aber, als Brie sich ihnen wieder angeschlossen hat. Nur die Wölfe hätten in meinen Augen nach wie vor eine präsentere Rolle verdient. Auch hier wurde sehr viel Potenzial verschenkt.

Die Atmosphäre und das Setting und die ganze Fantasywelt sind für mich absolut gelungen, aber das eigentliche Herzstück für mich war das geniale Storytelling. Es hat sich einfach nach und nach alles zusammengefügt. Ich liebe das Ende! Für mich hat die Autorin einfach einen perfekten Abschluss gefunden. So habe ich es mir erhofft.

Die Dilogie ist für mich ein Jahreshighlight und ich bin stellenweise nur so durch die Seiten geflogen! Ich hoffe, ich werde noch viel Fantasy von der Autorin lesen dürfen.

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Veröffentlicht am 11.07.2023

Ein liebevolles und verständnisvolles Pappbilderbuch für empfindsame Kinder und die elterliche Begleitung

Was weinst du denn so viel, kleines Krokodil?
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Juli, das kleine Krokodil in diesem Buch neigt dazu schnell zu weinen. Es gewinnt aber trotz oder wegen der dicken 'Krokodilstränen' unser Herz. Juli erschreckt sich und weint, weil ein großer ...

Juli, das kleine Krokodil in diesem Buch neigt dazu schnell zu weinen. Es gewinnt aber trotz oder wegen der dicken 'Krokodilstränen' unser Herz. Juli erschreckt sich und weint, weil ein großer Hund bellt. Wegen fehlendem Mut, geklautem Spielzeug, Missgeschicke, Angst, Wut und Empathie sind unter anderem die vorgestellten Gründe, warum Juli weinen muss. Dabei gibt ihr Papa ihr den nötigen Freiraum, die Zeit sich zu beruhigen und den Raum ihre Gefühle zu verstehen. Daher sehe ich mich als Elternteil hier genauso oder sogar noch etwas mehr als Zielgruppe als die Kinder. Das Buch hilft auf ganz mitfühlende und liebevolle Art und Weise, komplexe Gefühle zu verstehen und hilft dabei, nicht nur die stressige Situation und die Tränen zu sehen, sondern Verständnis für die aufkommenden Gefühle zu entwickeln. Weinen ist ein wichtiger Bestandteil der sozialen Entwicklung und sollte keinesfalls bestraft werden. Immer mehr Kinder sind sehr empfindsam und sensibel und wir Eltern müssen genauso lernen, mit unseren aufkochenden Emotionen zurecht zu kommen, wie die allerkleinsten. Denn allzu schnell reagiert man gestresst, in Eile und wenig verständnisvoll. Das Buch ist eine ganz wunderbare Erinnerung daran, dass das Kind nicht weint, weil es uns ärgern möchte. Es hat seine Gründe, die wir gemeinsam verstehen müssen.
Für uns ein ganz wundervolles Pappbilderbuch übers Traurigsein und über das Verständnis, das unsere Kinder verdienen.

Das Herzstück sind für mich die süßen Illustrationen, die sofort Mitgefühl wecken. Man möchte Juli einfach nur in den Arm nehmen und trösten. Das fördert ganz nebenbei auch die Empathie :)

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