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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2019

Ein toller Reihenabschluss - lässt Raum für Phantasien

Silber - Das dritte Buch der Träume
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Liv Silber steht in dem dritten Buch der Träume von Kerstin Gier vor neuen Problemen, die größer wirken als alle zuvor. Auch ihr eigenes Leben steht auf dem Spiel und sie muss einige Entscheidungen treffen, ...

Liv Silber steht in dem dritten Buch der Träume von Kerstin Gier vor neuen Problemen, die größer wirken als alle zuvor. Auch ihr eigenes Leben steht auf dem Spiel und sie muss einige Entscheidungen treffen, die alles verändern könnten. Annabell und Arthur sind weiterhin gewitzte Gegenspieler, die die Welt der Träum für ihre Zwecke ausnutzen wollen. Die Handlung konnte mich also auf Anhieb wieder packen und mitreißen, da sich die Ereignisse zuspitzen.


Ein bisschen gefehlt haben mir in diesem Band allerdings die detailiert beschriebenen und wundervollen Träume. Die kamen hier für meinen Geschmack etwas zu kurz, da Henry, Liv und Gracen häufig in ein und dem selben Traum waren. Hier gab es dieses Mal weniger Abwechslung.

Dennoch beweist Kerstin Gier wieder einmal ihren Einfallsreichtum, denn die Geschehnisse sind bis zum Schluss für mich nicht vorhersehbar gewesen und sie baut einige Rafinessen ein. Auch ihr Schreibtstil ist wie eigentlich immer einfach großartig. Ihre Texte lesen sich unheimlich flüssig und sie hat ein Talent für wunderbare Wortkombinationen und witzige Bezeichnungen. Daher war das Buch Ratzi-Fatzi durchgelesen.

Die Charaktere wie der zersauste und geniale Henry, der gutmütige Gracen, die backsüchtige Lotti und die detektivische Mia sind wie bei den Bänden zuvor sehr symphatisch und ich habe sie sehr ins Herz geschlossen. Es fiel mir gerade zum Ende hin sehr schwer, mich von Ihnen zu verabschieden.

Wer allerdings darauf hofft, dass in dem Abschlussband alles erklärt wird, dem steht eventuell eine kleine Enttäuschung bevor. Denn auch wenn vieles am Ende aufgelöst wird, so wird der eigenen Phantasie noch etwas freien Lauf gelassen. Aber Kerstin Gier schreibt auch "nicht alles lässt sich wissenschaftlich erklären" ;) Mir hat auch das sehr gut gefallen.

Veröffentlicht am 27.12.2018

Ein wirklich toller Auftakt

Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1)
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Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche Kräfte. Doch ...

Mares Welt wird von der Farbe des Blutes bestimmt. Sie selbst gehört zu den niederen Roten, deren Aufgabe es ist, der Silber-Elite zu dienen. Denn die – und nur die – besitzt übernatürliche Kräfte. Doch als Mare bei ihrer Arbeit in der Sommerresidenz des Königs in Gefahr gerät, geschieht das Unfassbare: Sie, eine Rote, rettet sich mit Hilfe besonderer Fähigkeiten! Um Aufruhr zu vermeiden, wird sie als verschollen geglaubte Silber-Adlige ausgegeben und mit dem jüngsten Prinzen verlobt. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Gefühle durcheinander bringt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Rote Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben – und ihr Herz … --- Fesselnd, vielschichtig und voller Leidenschaft: Victoria Aveyard entwirft eine faszinierende Welt mit einer starken Heldin, die folgenschwere Entscheidungen treffen muss. Es geht um Freundschaft, Liebe und Verrat, um Politik, Intrigen und Rebellion, um Gut und Böse – und jede Schattierung dazwischen.

Die rote Königin konnte mich von Anfang an absolut fesseln und in den Bann ziehen. Mare ist ein Charakter, den man schnell mag, denn sie ist mutig, unerschrocken, lässt sich nichts gefallen und hat ihren eigenen Kopf. Trotzdem trifft sie auch mal falsche Entscheidungen und vertraut den falschen Leuten, was schlimme Konsequenzen hat. Das macht sie aber in meinen Augen nur um so sympathischer und authentischer.Die beiden Brüder haben mir als Charaktere, Mit- und Gegenspieler ebenfalls sehr gut gefallen. Man erlebt ein turbulentes Auf und Ab an Gefühlen. Auch die Wendungen waren für mich unvorhersehbar, plausibel und spannend. Zwischendurch möchte man Mare schütteln und schreien, weil man selbst so verzweifelt ist. Das macht mich für ein richtig gutes Bu ch aus.

Für mich ein echtes Jahreshighlight und ich freue mich schon auf Teil 2.

Veröffentlicht am 26.12.2018

Ein toller Reihenabschluss

Götterfunke
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Inhaltsangabe

Caydens größter Wunsch hat sich erfüllt: Endlich ist er sterblich
Allerdings lässt es sich als Mensch gar nicht so einfach leben. Schon gar nicht, wenn sich seine Feinde gegen ihn verschwören, ...

Inhaltsangabe

Caydens größter Wunsch hat sich erfüllt: Endlich ist er sterblich
Allerdings lässt es sich als Mensch gar nicht so einfach leben. Schon gar nicht, wenn sich seine Feinde gegen ihn verschwören, um ihn für all das büßen zu lassen, was er in den vergangenen Jahrhunderten angerichtet hat. Und nun bekommt Cayden auch noch zum ersten Mal zu spüren, wie es sich anfühlt, wenn man liebt, aber nicht zurückgeliebt wird. Denn Jess ist nicht bereit, ihm seinen Verrat zu verzeihen. Aber ist sie deshalb bereit, ihn zu opfern?

Meine Meinung

Die Inhaltsangabe kratzt das Buch wirklich nur sehr oberflächlich an, denn es geht um viel mehr als die Beziehung zwischen Cayden und Jess. Es geht nämlich ganz hoch her bei den Göttern in dem Abschlussteil. Agrios hat das Zepter an sich gerissen und Zeus und seine Famile können nicht mehr in den Olymp. Sie sind mehr oder weniger völlig handlungsunfähig und auf die Hilfe von Jess angewiesen, die als Diafani und dank ihrer Kette noch nach Mythica reisen kann. Jess beweist unglaublichen Mut und zeigt immer wieder, was für ein gutes Herz sie hat. Schlussendlich schaft sie es auch, den ein oder anderen Gott zu retten. Das mir gefallen, denn die überheblichen Götter hatten einen kleinen Dämpfer in meinen Augen durchaus verdient ;)

Besonders gut hat mir auch die Entwicklung von Jess gefallen, die von Band zu Band mutiger, unerschrockener und selbstbewusster wurde. In diesem Band wird die Veränderung überaus deutlich und ich war geradezu stolz auf sie :)
Auch die anderen Charaktere wie Apoll und Hera sind mir sehr ans Herz gewachsen und es fiel mir wahnsinnig schwer mich beim Epilog zu verabschieden. Vor allem, weil Marah eine Entwicklung einer Randfigur nicht ganz aufgelöst hat. Das macht mich völlig wahnsinnig und ich zermatere mir mein Hirn, seit dem ich die letzten Zeilen gelesen habe. Aber gerade das macht ein wirklich gutes Buch auch irgendwie aus. Dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann und das Gefühl hat, dass es einen auch nach dem Lesen noch begleitet.

Veröffentlicht am 23.12.2018

tolle Geschichte über Mut und Freundschaft

Iron Flowers – Die Rebellinnen
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Nomi und Serina sind die Hauptfiguren in dieser Geschichte. Sie sind Schwestern, könnten aber nicht unterschiedlicher sein.
Während Serina zu einer Grace erzogen wurde, deren Lebensinhalt darin besteht, ...

Nomi und Serina sind die Hauptfiguren in dieser Geschichte. Sie sind Schwestern, könnten aber nicht unterschiedlicher sein.
Während Serina zu einer Grace erzogen wurde, deren Lebensinhalt darin besteht, schön und anmutig zu sein, ist Nomi wild und unerschrocken. Sie hat einen eigenen Willen und zusammen mit ihrem Zwillingsbruder das Lesen gelernt, was Frauen eigentlich untersagt Ist. Frauen werden in jeder Schicht unterdrückt.


Serina möchte vom Thronfolger zu seiner Grace auserwählt werden, darauf hat sie ihr Leben lang hingearbeitet. Nomi ist damit nicht sonderlich einverstanden, da sie der Meinung ist, dass das keine echte Wahl ist und dass jedes lebendes Wesen ein Recht auf ein eigenes Leben und eigene Entscheidungen hat. Dennoch begleitet sie ihre Schwester als ihre Dienerin und begegnet im Palast dem Thronfolger und seinem Bruder. Ihre temperamentvolle Art sorgt dafür, dass sie den Thronfolger mit einem frechen Spruch vor den Kopf stößt. Damit bringt sie das Leben von ihr und ihrer Schwester völlig durcheinander. Sie werden auseinander gerissen und müssen fortan beide einen Kampf austragen, den sie eigentlich nicht gewinnen können.

Fazit

Iron Flowers konnte mich von der ersten Zeile an begeistern. Beide Schwestern haben mir sehr imponiert und besonders mit Nomi konnte ich mich gut identifizieren. Sie sehnt sich nach Freiheit, hat ihren eigenen Kopf und fügt sich nicht einfach ihrem Schicksal. Dennoch ist sie keine klassische Heldin, sie ist ein bisschen naiv, trifft auch mal falsche Entscheidungen, was sie aber nur noch authentischer macht. eine insgesamt spannende Geschichte, ohne fantastische Elemente über Mut und Freundschaft und eine Welt, in der keine Frau leben möchte.

Veröffentlicht am 07.02.2018

Bisher leider der schwächste und dünnste Teil

Magisterium
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Zunächst einmal muss ich die Reihe an sich loben. Ich mag die Geschichte rund um Call unheimlich gerne. Er ist ein nicht gerade typischer Protagonist, der über eine gesunde Prise Zynismus verfügt, die ...

Zunächst einmal muss ich die Reihe an sich loben. Ich mag die Geschichte rund um Call unheimlich gerne. Er ist ein nicht gerade typischer Protagonist, der über eine gesunde Prise Zynismus verfügt, die immer wieder Witz in die Geschichte bringt. Auch das Freundegespann, das dem aus Harry Potter sehr ähnlich ist, hat mir immer viel Freude bereitet, da ich die einzelnen Charaktere und die Konstellation sehr gelungen fand. Sie ergänzen sich sehr gut und seit dem Jasper dabei ist, gibt es eigentlich auch immer was zum Aufregen und Schmunzeln. Mordo ist mein absoluter Lieblingscharakter.

Besonders charmant fand ich immer die Atmosphäre des Magisteriums und die Prüfungen.

In diesem Teil landen wir bei Call im Gefängnis, was ein eher bedrückender Start in die sonst so magische Geschichte ist. Nach kurzer Zeit wird er auch schon aus dem Gefängnis und letztendlich auch aus dem Magisterium befreit, was ich zwar ganz gut fand, aber Rückblickend betrachtet, fehlte mir einfach diese Atmosphäre und der magische Charme, der in den Teilen zuvor so großartig war.

Erschwerend hinzu kommt, dass dieser Teil wirklich sehr kurz ist und die spannenden Stellen viel zu schnell und zu simple aufgelöst wurden.

Dann gibt es in diesem Band auch die ein oder andere Wendung, die mich einfach nur schockiert und bedrückt zurücklässt. Wer die Teile zuvor gelesen hat - wovon ich ausgehe - weiß, dass Aaron gestorben ist. Der beste Freund und Gegenwicht von Call. Ein Hauptcharakter und absolut liebenswert. Ich schätze, dass ich letztendlich einfach nicht darüber hinweg komme. Und am schlimmsten finde ich, dass die Autorinnen in diesem Band mit genau diesen Gefühlen und der Hoffnung spielen. Sie machen die ganze verzwickte Situation in meinen Augen nur noch schlimmer und die Hoffnung auf ein Happy End schwindet.

Da ich die Reihe aber sehr gerne mag, werde ich wohl auch die folgenden Teile lesen und die Hoffnung erst einmal nicht aufgeben. Ich kann die Bücher und besonders diesen Teil, allerdings keinem jüngeren und sensiblen Leser empfehlen.